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Was nun? (etwas länger)

 
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Pipi73



Anmeldedatum: 24.02.2008
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 24.02.2008, 11:58    Titel: Was nun? (etwas länger) Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe das Gefühl eine objektive Meinung hören zu müssen und hoffe diese vielleicht hier zu bekommen.
Es geht um meine Tochter, die nun in der 4.ten Klasse ist und sich bisher sehr tapfer geschlagen hat. Es ist bewundernswert wie gut sie die letzten zwei Jahre gemeistert hat.

Sie ist schon immer ein sehr ausgeglichenes Kind gewesen, mit Trotzphasen hatten wir nie Probleme. Alles was wir sinnvoll belegen konnten, wurde von unserer Tochter meist akzeptiert oder wir fanden Kompromisse, die für beide Seiten akzeptabel waren, auch im Kindergartenalter schon -das ist im Prinzip auch heute noch so. Wir haben auch Regeln, aber wir lassen ihr Raum zu eigenen Entfaltung. Natürlich ist das meine Sicht der Dinge, aber ich bin sicher, dass auch Aussenstehende bei Betrachtung ein ähnliches Bild hätten.

Sie ist vom ersten Schultag an mit Freude zur Schule gegangen, in den Ferien freute sie sich wieder auf die Schule und bis heute werden Hausaufgabern ohne Aufforderung direkt nach dem Essen erledigt. (auch bei unserem Sohn 7.KLasse) Schule war immer toll!

Der Lehrerwechsel in der 3.ten KLasse war natürlich eine Umstellung, aber es fiel mir nichts Gravierendes auf, oder ich hatte es nicht als gravierend empfunden...denn meine Tochter wurde zunehmend nervöser, unkonzentrierter und ich konnte es nicht einordnen, das war für für sie sehr untypisch. Naja, es gibt ja immer wieder verschiedene Entwicklungsstufen und Phasen und vielleicht gehörte das irgendwie zum Großwerden dazu? Die Noten waren immer in Ordnung. Ich wollte auch immer informiert sein wie es in der Schule läuft, wie sie zurecht kommt, mit wem sie spielt auf dem Pausenhof etc. es kamen auch nie negative Bemerkungen und daher war ich immer der Annahme, das sie sich wohl fühlt.
Aber das tut sie jetzt nicht mehr und mein Gefühl sagt mir, dass es schon länger der Fall ist.
Es liegt hauptsächlich an ihrem Lehrer, er macht immer wieder böse Bemerkungen, letztens hatte sie eine Probe zurückbekommen (in welcher sie lauter Leichtsinnsfehler gemacht hatte) mit der Note 3, worauf ihr Lehrer meinte, das sei aber schlecht! Ihrer Nachbarin bekam eine Note schlechter ,worauf der Lehrer meinte, das kann mal passieren ist nicht so schlimm.
Das hatte sie sehr getroffen. Als sie vor einiger Zeit vom Stuhl fiel, meinte der Lehrer: "Wenn Du hinfällst, ist das wie ein Erdbeben!"
Sie hatte ein tolles Zwischenzeugnis, in den Hauptfächern 2,2,3 (sonst nur 1ser) woraufhin der Lehrer meinte:"Ob Du aufs Gymi gehst, bin ich mir noch nicht so sicher!"
Mittlerweile ist sie völlig eingeschüchtert und hat nur noch Angst.
Sie kam völlig genickt mit dem Zeugnis nach Hause, dabei hätte sie sich doch wirklich freuen müssen!
Dieser Lehrer hat seine Lieblingskinder und meine Tochter sagte gestern :"Mein Lehrer kann mich nicht ausstehen." , dabei ist sie ein wirklich zuverlässiges, ordnungsbewußtes und verantwortungsbewußtes Kind. Und sie würde ihrm Lehrer so gerne gefallen.
Bei einer Aufführung ist mir aufgefallen, das mein Kind in Anwesenheit des Lehrer plötzlich völlig verändert ist, irgendwie zappelig, aufgebracht, wie ein Hampelmännchen. So hatte ich sie noch nie bei Schulveranstaltungen gesehen!
Nun ist ihre Gesamtverfassung psychisch so angegriffen, dass es mir wirklich in der Seele weh tut und ich bin völlig ratlos, wei ich ihr da helfen kann, denn natürlich sind wir auf das Übertrittszeugnis angewiesen, welches natürlich von seiner Beurteilung abhängig ist. Aber dieser Psychoterror macht mein Kind ganz klein und unsicher und ich möchte das unterbinden.
(Übrigens gibt und gab es auch andere Kinder die durch diesen Lehrer erniedrigt werden/wurden.)
..deshalb bin ich schon recht Verzweifelt und hoffe auf ein Bisschen mentale Unterstüzung und vielleicht ein paar Anregungen.

vielen Dank an Die, die diesen ellenlagen Beitrag zu Ende gelesen haben Smile

lG
Pipi
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Gruß Pipi
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Legolas



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Bundesland: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 24.02.2008, 12:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Pipi,

ich weiß nicht genau wie ich diese Situation enschätzen soll. Also bis auf die Sache mit dem Erdbeben, hört sich das erst mal alles nicht so schlimm an.

Kann es sein, dass deine Tochter zum Lehrer(in) vorher ein besonders gutes Verhältnis hatte? Und jetzt die Chemie mit dem neuen einfach nicht stimmt. Vielleicht wurde sie deshalb immer nervöser weil sie dieses gute Gefühl was sie vorher bei dem anderen Lehrer hatte einfach nicht mehr aufbauen konnte.

Das der Lehrer andere Kinder bevorzugt soll zwar nicht so sein, kommt aber denke ich mal doch relativ häufig vor.

Zitat:
Bei einer Aufführung ist mir aufgefallen, das mein Kind in Anwesenheit des Lehrer plötzlich völlig verändert ist, irgendwie zappelig, aufgebracht, wie ein Hampelmännchen


Hast du den Eindruck das sie wirklich Angst hat oder das sie eher die Aufmerksamkeit des Lehrers auf sich lenken möchte? Ich würde versuchen das mal ganz vorsichtig aus ihr herauszubekommen und egal was dabei rauskommt dringen das Gespräch mit dem Lehrer suchen.

Zitat:
Übrigens gibt und gab es auch andere Kinder die durch diesen Lehrer erniedrigt werden/wurden


Kannst du bitte dies noch etwas genauer schildern ! Im Moment kann ich schwer einschätzen ob es sich hier wirklich um einen mobbenden Lehrer handelt oder einen Lehrer der solche Äußerungen vielleicht witzig findet.

Du kannst hier ruhig lange Beiträge schreiben, wir lesen alle gern Smile

LG Legolas
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Pipi73



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Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 24.02.2008, 13:53    Titel: Antworten mit Zitat

Legolas hat Folgendes geschrieben:

Kann es sein, dass deine Tochter zum Lehrer(in) vorher ein besonders gutes Verhältnis hatte? Und jetzt die Chemie mit dem neuen einfach nicht stimmt. Vielleicht wurde sie deshalb immer nervöser weil sie dieses gute Gefühl was sie vorher bei dem anderen Lehrer hatte einfach nicht mehr aufbauen konnte.



[Hast du den Eindruck das sie wirklich Angst hat oder das sie eher die Aufmerksamkeit des Lehrers auf sich lenken möchte? Ich würde versuchen das mal ganz vorsichtig aus ihr herauszubekommen und egal was dabei rauskommt dringen das Gespräch mit dem Lehrer suchen.

Zitat:
Übrigens gibt und gab es auch andere Kinder die durch diesen Lehrer erniedrigt werden/wurden


Kannst du bitte dies noch etwas genauer schildern ! Im Moment kann ich schwer einschätzen ob es sich hier wirklich um einen mobbenden Lehrer handelt oder einen Lehrer der solche Äußerungen vielleicht witzig findet.

Du kannst hier ruhig lange Beiträge schreiben, wir lesen alle gern Smile

LG Legolas


Hallo Legolas,

danke für Dein Feedback! Um auf Deine erste Frage zu antworten, verglichen mit ihrem jetzigen Lehrer, hatte sie ein sehr gutes Verhältnis zur vorherigen Lehrerin. Deine Vermutung ist sicher berechtigt und bestimmt ist es für sie sehr enttäuschend, dass sie nun nicht gleichermaßen beim jetzigen Lehrer beliebt ist. Was kann ich nun tun, damit sie damit besser umgehen kann und sich nicht so sehr persönlich angegriffen fühlt?
Zur dritten Frage, besonders viel engen Kontakt zu den anderen Kindern und Müttern habe ich nicht und da hier eine starke Einheimischendorfgemeinschaft besteht, wurde dieses Thema insgesamt wenig angesprochen.Mal hörte ich über die Problematik bei früheren Schülern oder Müttern, mal von meiner Tochter ...
Über einen Jungen spricht meine Tochter allerdings immer wieder , dass er vom Lehrer oft böse Kommentare erntet und als er bei Schwimmen einmal seine Sachen vergessen hatte (oder etwas anderes nicht machen konnte), genau kann ich mich nicht mehr erinnern, schickte ihn dieser Lehrer weinend nach Hause, bis er dann mit seiner Mutter wieder kam. Bei diesem Bub muss noch so Einiges passiert sein. Aber wie gesagt, ich habe da nicht nachgefragt, sicherlich wäre die Mutter bereit das eine oder andere zu erzählen, da sie eine recht freundliche und offene Frau ist. Ich denke nun weißt Du auch nicht viel mehr. Viel recherchiert habe ich aber auch nicht, es war heute nur einfach zu viel geworden und da musste ich mir meine Sorgen von der Seele schreiben.
Was ihre Angst angeht, sie ist völlig aus der Bahn geworfen. Sie hat Angst schlecht Noten zu schreiben, sie hat Angst den Schnitt nicht zu erreichen, weil der Lehrer ihr immer wieder sagt, dass sie in seinen Augen fürs Gymnasium nicht geeignet ist. Dabei hatte sie nie Probleme und hatte im Durchscnitt immer ihre 2. Sie lernt gern, sie macht gern Hausaufgaben und wünscht sich aufs Gymnasium zu gehen.

Ihr Klavierlehrer beschreibt sie:

Das Mädchen ist wirklich sehr ehrgeizig und gewissenhaft ... und sie gehört wirklich aufs Gymnasium. Dies kann ich von den meisten SchülerInnen nicht sagen. Da bestehen zwar hohe Ansprüche seitens der Eltern aber die Kinder wären, was Auffassungsgabe , Interesse u. Esprit anbelangt doch auf einer Realschule oder auf der Hauptschule deutlich besser aufgehoben.


ich hoffe, ich konnte zumindest teilweise auf Deine Fragen eingehen Smile
Ein Gespräch mit dem Lehrer werden wir hoffentlich nächste Woche bekommen bzw. mein Mann (da ich im Moment zu emotional reagiere und ungern heulend da sitzen möchte)
Ich denke nur nicht, dass es für sie von Vorteil wäre, anzusprechen wie sie ihren Lehrer empfindet, er würde nur noch grämiger werden und das womöglich in der Benotung ausleben.

Da fällt mir noch ein, bei einer Veranstaltung reichte meine Tochter ihrem Lehrer die Hand um guten Tag zu sagen, da wich er aus und meinte :"Dich hab ich doch den ganzen Tag!"
lG
Pipi
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Gruß Pipi
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Legolas



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Beiträge: 379
Bundesland: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 24.02.2008, 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Pipi,

jetzt ist mir einiges klarer, vielen Dank!

Zitat:
Deine Vermutung ist sicher berechtigt und bestimmt ist es für sie sehr enttäuschend, dass sie nun nicht gleichermaßen beim jetzigen Lehrer beliebt ist. Was kann ich nun tun, damit sie damit besser umgehen kann und sich nicht so sehr persönlich angegriffen fühlt?


Das ist schwierig zu beantworten. Auch mein Sohn ging davon aus dass er in der Schule von jedem Lehrer genauso geliebt und geachtet werden müßte wie er es von zu Hause her kannte. Ich habe damals versucht ihm klar zu machen das nicht alle sich automatisch gern haben. Und weil seine damalige Lehrerin ihn überhaupt nicht mochte, habe ich ihm das auch so gesagt und Beispiele genannt von Kindern die er nicht mag. Trotzdem war er sehr traurig und ich konnte ihm nicht wirklich helfen. Er konnte mit meinem Vorschlag sich einfach eine andere Lieblingslehrerin ( außer der KL) zu suchen aber ( glaube ich ) ganz gut leben.

Zitat:
Zur dritten Frage, besonders viel engen Kontakt zu den anderen Kindern und Müttern habe ich nicht und da hier eine starke Einheimischendorfgemeinschaft besteht

kenn ich gut und gehe trotzdem nicht in den Schützenverein Laughing

Zitat:
Über einen Jungen spricht meine Tochter allerdings immer wieder , dass er vom Lehrer oft böse Kommentare erntet und als er bei Schwimmen einmal seine Sachen vergessen hatte (oder etwas anderes nicht machen konnte), genau kann ich mich nicht mehr erinnern, schickte ihn dieser Lehrer weinend nach Hause, bis er dann mit seiner Mutter wieder kam. Bei diesem Bub muss noch so Einiges passiert sein. Aber wie gesagt, ich habe da nicht nachgefragt, sicherlich wäre die Mutter bereit das eine oder andere zu erzählen, da sie eine recht freundliche und offene Frau ist


--> hört sich ziemlich übel an. Ich würde trotzdem versuchen mit der Frau zu sprechen ( vielleicht geht es ihr ähnlich wie dir und sie ist erleichtert wenn sie endlich mal mit jemanden sprechen kann.
Ich würde sie einfach mal unverbindlich darauf ansprechen ob sie denn mit dem Lehrer zufrieden ist, an der Reaktion wirst du merken ob sie Geprächsbereit ist. Wenn sie fragt warum du das wissen willst würde ich ihr die Geschichte mit dem Erdbeben erzählen und das dein Kind darüber unglücklich war. Wenn sie dann von sich erzählt ist alles gut und wenn nicht würde ich es lassen. Wie siehst du denn die Position des Elternvertreters? Nicht alle stehen auf Lehrerseite, würde ich auch mal antesten.

Zitat:
Was ihre Angst angeht, sie ist völlig aus der Bahn geworfen. Sie hat Angst schlecht Noten zu schreiben, sie hat Angst den Schnitt nicht zu erreichen, weil der Lehrer ihr immer wieder sagt, dass sie in seinen Augen fürs Gymnasium nicht geeignet ist. Dabei hatte sie nie Probleme und hatte im Durchscnitt immer ihre 2. Sie lernt gern, sie macht gern Hausaufgaben und wünscht sich aufs Gymnasium zu gehen.


Das würde ich dem Lehrer trotzdem mitteilen und ihn Fragen was du tun kannst ( vielleicht reißt er sich dann ein bischen zusammen)

Zitat:
Ihr Klavierlehrer beschreibt sie:

Das Mädchen ist wirklich sehr ehrgeizig und gewissenhaft ... und sie gehört wirklich aufs Gymnasium. Dies kann ich von den meisten SchülerInnen nicht sagen. Da bestehen zwar hohe Ansprüche seitens der Eltern aber die Kinder wären, was Auffassungsgabe , Interesse u. Esprit anbelangt doch auf einer Realschule oder auf der Hauptschule deutlich besser aufgehoben.


WoW, freue dich drüber! Aber das würde ich dem Lehrer nicht sagen, weil er denken könnte das du ihn beeinflussen willst.

Zitat:
Da fällt mir noch ein, bei einer Veranstaltung reichte meine Tochter ihrem Lehrer die Hand um guten Tag zu sagen, da wich er aus und meinte :"Dich hab ich doch den ganzen Tag!"


richtig miese Reaktion, hier kann man schon Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Lehrers ziehen. Evil or Very Mad

Ich denke mal es geht dir darum einen guten Übergang auf die weiterführende Schule zu ermöglichen und da es bis dahin nur noch ein paar Monate, mit vielen Ferien und Feiertagen sind, würde ich in diesem Fall ( auch wenn es gegen meine Art ist) keine große Welle mehr machen und dem Lehrer ein wenig nach dem Mund reden. Natürlich ist es nicht in Ordnung für die Kinder die dann weiterhin unter ihm zu leiden haben, aber es gibt ja die Möglichkeit später einen Erfahrungsbericht unter unseren Schullisten zu veröffentlichen.

Deiner Tochter würde ich helfen etwas mehr Selbstbewußtsein aufzubauen, stärke ihr den Rücken und erzähle von Menschen die, dir oder ihrem Papa übel mitgespielt haben und wie ihr damit umgegangen seit. Denn es werden vermutlich noch einige Lehrer dieser Sorte auf sie treffen.

VLG Legolas

PS.: Sollte es natürlich sein dass deine Tochter zu sehr unter der Situation leidet, müßt ihr etwas unternehmen. Das kannst nur du beurteilen wie schlimm es ist, aber für den Fall der Fälle bekommst du hier immer Hilfe.
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Petra Litzenburger



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Beiträge: 669
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BeitragVerfasst am: 24.02.2008, 16:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Pipi73,

herzlich Willkommen im Forum der EMGS.

Solche Aussagen und Handlungen sehe ich nicht gerade als pädagogisch:

Zitat:
letztens hatte sie eine Probe zurückbekommen (in welcher sie lauter Leichtsinnsfehler gemacht hatte) mit der Note 3, worauf ihr Lehrer meinte, das sei aber schlecht! Ihrer Nachbarin bekam eine Note schlechter ,worauf der Lehrer meinte, das kann mal passieren ist nicht so schlimm.



Zitat:
Als sie vor einiger Zeit vom Stuhl fiel, meinte der Lehrer: "Wenn Du hinfällst, ist das wie ein Erdbeben!"


Zitat:
Da fällt mir noch ein, bei einer Veranstaltung reichte meine Tochter ihrem Lehrer die Hand um guten Tag zu sagen, da wich er aus und meinte :"Dich hab ich doch den ganzen Tag!"



Bei dem persönlichen Gespräch würde ich den Lehrer fragen, was er damit bezweckt, was für ein Ziel er dadurch verfolgt.

Außerdem würde ich ganz offen Fragen, welches Problem er mit Eurem Kind hat.


Den Tipp, einen unabhängigen Zeugen mitzunehmen, hast Du im Forum mit Sicherheit schon gelesen. außerdem sollte immer ein Protokoll, zumindest ein Gedächtnisprotokoll erstellt werden. Das Protokoll auch von dem Zeugen unterschreiben lassen!



Viele Grüsse

Petra Litzenburger
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Pipi73



Anmeldedatum: 24.02.2008
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 25.02.2008, 08:34    Titel: Antworten mit Zitat

Legolas hat Folgendes geschrieben:
Hallo Pipi,










Zitat:
Ihr Klavierlehrer beschreibt sie:

Das Mädchen ist wirklich sehr ehrgeizig und gewissenhaft ... und sie gehört wirklich aufs Gymnasium. Dies kann ich von den meisten SchülerInnen nicht sagen. Da bestehen zwar hohe Ansprüche seitens der Eltern aber die Kinder wären, was Auffassungsgabe , Interesse u. Esprit anbelangt doch auf einer Realschule oder auf der Hauptschule deutlich besser aufgehoben.


WoW, freue dich drüber! Aber das würde ich dem Lehrer nicht sagen, weil er denken könnte das du ihn beeinflussen willst.

Ja, das war ein schönes Lob und ich habe es nur meinem Mann und außer Euch Smile keinem erzählt und das wird auch so bleiben.Der Lehrer isr auch ein sehr außergewönlicher hochbegabter Mensch und hat unter anderem eine Übertragung der gesamten Lautenwerke von Johann S.Bach herausgebracht, mit dieser Ausgabe wird an vielen Unis gearbeitet und für die Bregenzer Festspiele hat er gerade ein Motette geschrieben. Deshalb freue ich mich ganz besonders über seine positive Meinung.


Ich denke mal es geht dir darum einen guten Übergang auf die weiterführende Schule zu ermöglichen und da es bis dahin nur noch ein paar Monate, mit vielen Ferien und Feiertagen sind, würde ich in diesem Fall ( auch wenn es gegen meine Art ist) keine große Welle mehr machen und dem Lehrer ein wenig nach dem Mund reden. Natürlich ist es nicht in Ordnung für die Kinder die dann weiterhin unter ihm zu leiden haben, aber es gibt ja die Möglichkeit später einen Erfahrungsbericht unter unseren Schullisten zu veröffentlichen.

Natürlich ist der Übergang ein großes Anliegen und ich habe einfach Angst, dass der Lehrer meine Tochter so nervös macht, dass ihre Leistungen absinken.Mit den Feiertagen usw. hast Du Recht, eigentlich sind die zwei Monate verglichen zu den letzen zwei Jahren nur noch ein Tropfen.
Ich mache mir selbst Vorwürfe, da ich vielleicht schon viel eher hätte etwas tun müssen und alles genauer hinterfragen sollen.
Diese Situation macht mich ganz krank, denn wie Du so schön ausgedrückt hast, würde schon eine Welle aufkommen...
und den Stress könnte meine Tochter nun nicht noch zusätzlich gebrauchen.


Deiner Tochter würde ich helfen etwas mehr Selbstbewußtsein aufzubauen, stärke ihr den Rücken und erzähle von Menschen die, dir oder ihrem Papa übel mitgespielt haben und wie ihr damit umgegangen seit. Denn es werden vermutlich noch einige Lehrer dieser Sorte auf sie treffen.

Danke Legolas, das versuche ich schon die ganze Zeit und hoffe sie schafft das noch die letzten paar Monate.
VLG Legolas

PS.: Sollte es natürlich sein dass deine Tochter zu sehr unter der Situation leidet, müßt ihr etwas unternehmen. Das kannst nur du beurteilen wie schlimm es ist, aber für den Fall der Fälle bekommst du hier immer Hilfe.

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Gruß Pipi
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Pipi73



Anmeldedatum: 24.02.2008
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 26.02.2008, 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

Petra Litzenburger hat Folgendes geschrieben:
Hallo Pipi73,

herzlich Willkommen im Forum der EMGS.


Solche Aussagen und Handlungen sehe ich nicht gerade als pädagogisch:

Zitat:
letztens hatte sie eine Probe zurückbekommen (in welcher sie lauter Leichtsinnsfehler gemacht hatte) mit der Note 3, worauf ihr Lehrer meinte, das sei aber schlecht! Ihrer Nachbarin bekam eine Note schlechter ,worauf der Lehrer meinte, das kann mal passieren ist nicht so schlimm.



Zitat:
Als sie vor einiger Zeit vom Stuhl fiel, meinte der Lehrer: "Wenn Du hinfällst, ist das wie ein Erdbeben!"


Zitat:
Da fällt mir noch ein, bei einer Veranstaltung reichte meine Tochter ihrem Lehrer die Hand um guten Tag zu sagen, da wich er aus und meinte :"Dich hab ich doch den ganzen Tag!"



Bei dem persönlichen Gespräch würde ich den Lehrer fragen, was er damit bezweckt, was für ein Ziel er dadurch verfolgt.

Außerdem würde ich ganz offen Fragen, welches Problem er mit Eurem Kind hat.


Den Tipp, einen unabhängigen Zeugen mitzunehmen, hast Du im Forum mit Sicherheit schon gelesen. außerdem sollte immer ein Protokoll, zumindest ein Gedächtnisprotokoll erstellt werden. Das Protokoll auch von dem Zeugen unterschreiben lassen!



Viele Grüsse

Petra Litzenburger


Hallo Petra,

vielen Dank für die nette Begrüßung.
Die Aussagen und das Verhalten des Lehrers empfinde ich persönlich als sehr unprofessionell, vor allem wenn man berücksichtigt, dass er es mit Kindern zu tun hat, die zu ihm hinauf schauen und sich an ihm ein Beispiel nehmen.

Aber ich habe einfach Sorge, mit meinen Bedenken auf "Angriff" zu stossen und damit meiner Tochter ihre Situation zusätzlich zu erschweren. Zudem wir ja auch, was das Übertrittszeugnis angeht, von ihm abhängig sind.Laut Aussage besteht die Note zu 50% aus dem Mündlichen. Ich weiß, dass meine Tochter mündlich gut mitarbeitet, aber ich bin nunmal kein Mäuschen um es dokumentieren zu können und Noten für ein Referat oder ein Aufsatz sind sehr subjektiv.
Ich habe völlig das Gefühl diesem Lehrer ausgeliefert zu sein.
Aber ich hoffe auch, dass das Gespräch meine Sorgen etwas dämpft und hoffe, dass meine Tochter im Moment einfach etwas "zu" sensibel reagiert.
Diese Situation frisst mich innerlich wirklich auf, denn ich bin in der Regel ein offener und auch direkter Mensch und habe keine Angst etwas kritisch zu hinterfragen, aber in diesem Fall, möchte ich im Moment nur, dass es meiner Tochter gut geht und da bin ich sehr verunsichtert was nun richtig und falsch wäre.
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Gruß Pipi
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