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Kopie: "Gegen Schikane wehrlos"

 
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 02:56    Titel: Kopie: "Gegen Schikane wehrlos" Antworten mit Zitat

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besorgteMami





Status: Offline
Registriert seit: 13.02.2005
Beiträge: 25
Nachricht senden Erstellt am 01.03.2005 - 10:55

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Ich möchte euch informieren, was heute morgen in unserer Tageszeitung stand.

Gegen Schikane wehrlos
Experten: Junge Mobbing-Opfer brauchen gezielte Hilfen
Köln. Werden Kinder und Jugendliche Opfer von Mobbing, brauchen sie gezielte Hilfe von Erwachsenen. Das forderte gestern bei einer Fachtagung in Köln Carmen Trenz von der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Nordrhein-Westfalen. Nur selten könnten sich die Kinder aus eigener Kraft gegen lang anhaltende Schikane von Mitschülern wehren. Untersuchungen zufolge sind etwas zehn Prozent der Schüler betroffen. Damit gibt es durchschnittlich ein bis drei Kindr pro Klasse, die gemobbt werden.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass die Bekämpfung von Mobbing unter Kindern mehr erfordere als die übliche Hilfe bei einem Konflikt, betonte Stefan Korn. Der Wissenschaftler des Instituts für Pädagogische Psychologie der Universität München unterstrich, dass gängige Strategien zur Konfliktlösung bei Mobbing sogar die Lage verschlimmern. Zur Lösung eines Mobbingfalles sei unter anderem entscheidend, den Blick von Täter und Opfer auf die gesamte Gruppe auszuweiten. Dies sei die einzige Möglichkeit, Dynamik und Systematik der Schikane zu brechen.
Kriminalhauptkommisar Manfred Gerhards verwies auf erste Erfolge eines in Norwegen entwickelten Programms an Schulen. Das Programm berücksichtige Untersuchungsergebnisse, dass aggressives Verhalten Einzelner häufig von Mitschülern übernommen wird, sogte der Polizeibeamte. Um zu verhindern, dass aus "passiven Voyeuren aktive Mitläufer" werden, würden Lehrer, Eltern und Schüler in den Prozess mit einbezogen.
Soviel zu dem Pressebericht.
Es ist doch schön zu lesen, dass wieder ein skandinavisches Land die führende Rolle übernommen hat. Wäre es nicht so kalt, könnte man doch glatt auswandern.
Nein, Scherz beiseite.
Bei uns in der Klasse gibt es auch Fälle von Gewalt und Mobbing. Ohne dass die Lehrerin etwas gemerkt hätte. Einzelne Schüler werden auf dem Schulhof angerempelt oder auf dem Heimweg gehauen. Die Eltern des einen Jungen haben das Problem, dass ihr Sohn völlig - wirklich hoffnungslos - verzogen ist. Er ist Einzelkind und hat mit 10 Jahren noch nicht gelernt, dass sich die Welt nicht um ihn dreht. Ist okay, ist Erziehungssache der Eltern. Wenn es dann aber auf dem Pausenhof nicht so läuft, wie er es gerne hätte, und die anderen Kinder ihn dann nicht mehr mitspielen lassen, weil er sich auch nicht an Spielregeln halten kann, erzählt er zu Hause "Storys". Die Mutter des Kindes ist Nichtdeutsche, und daher ist die Familie sehr sensibel, was irgendwelche Äußerungen angeht. Ist total verständlich.
Der Vater des Jungen versucht nun sein Kind zu schützen, und kommt in den Pausen auf den Schulhof. Denkt, wenn er seinen Motorradhelm aufhat, erkenne ihn keiner. Lachnummer. Und zu dieser Lachnummer wird auch sein Sohn. Die anderen ziehen ihn auf. Er wehrt sich, Gewalt im Spiel. Gepetzt wird nicht, deshalb wusste auch die Lehrerin von der Sache nichts. Ihr ist nur aufgefallen, dass eine gespannte Atmosphäre in der Klasse war. Als sie einen Jungen auf seine Verletzung ansprach erklärte der, sie hätten das schon geklärt. Sie bräuchte nicht einzugreifen. War die Lehrerin natürlich froh. Hat Nachmittags aber doch die Mutter des Verletzten angerufen, um mit ihr zu sprechen. Die Mutter hatte aber auch von ihrem Kind nicht erfahren können, was morgens passiert war. Spirale im Kreislauf nach unten.
Das verzogene Herzchen hat aber noch was drauf: Er lässt sich vom Klettergerüst auf die Kleineren fallen, und geniest dann, wenn die weinend weglaufen. So gesehen von der Bekannten, die am Schulhof wohnt.
Wo unsere Schulaufsicht steckt, wissen eigentlich immer nur die Götter.
Jegliche Versuche, die Eltern dezent darauf hinzuweisen, dass ihr Sohn nicht der Engel ist, für den sie ihn halten, verliefen im Sande.
Die Möglichkeit, dass die Eltern der betroffenen Schüler miteinander sprechen, wurde auch schon ergriffen.Normalerweise funktioniert das alles recht gut. Doch diese Eltern führen alles darauf zurück, dass die Mutter Polin ist.
Die Elternsprecherin hat dann versucht, ein Gewaltpräventions-Paket zu buchen. Nächste Lachnummer: Für 4. Klassen wird nichs übernommen. Es gibt Anbieter, die arbeiten in ihrem Landkreis ohne Entgelt, der Landkreis unterstützt finanziell den Träger. Leider nicht der Landkreis wo wir wohnen.
Andere, über das Land finanzierte Projekte, sind entweder über zwei Jahre angelegt oder aber nur für die ganze Schule buchbar. Davon will keiner was wissen, denn ist mit Arbeit verbunden. Und die erste Variante bringt uns nicht mehr viel.
Doch unsere Elternsprecherin gab nicht auf und hat einen privaten Kursleiter aufgetan, der ein Programm für Lehrerin, Eltern und Schüler erarbeiten will, speziell auf die Situation der Klasse zugeschnitten. Haken: Müssen wir selber finanzieren und die Mitarbeit der Eltern wird eingefordert. Der Info-Elternabend ist am 15. März. Wir sind gespannt, ich lasse euch an unserem Ergebnis teilhaben.
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