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Kopie: Eltern sind mal wieder schuld

 
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Beitragsrekonstruktion



Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 03:49    Titel: Kopie: Eltern sind mal wieder schuld Antworten mit Zitat

Ersteller Thema » Abo Bestellen

Erika
Stammposter




Status: Offline
Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 256
Nachricht senden Erstellt am 21.07.2005 - 00:00

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Hallo,

wieder einmal die gleiche Leier:

http://19087.rapidforum.com/topic=100677812336

Ich muss in einer anderen Welt leben, denn ich kenne kaum Eltern, die so völlig daneben sind und glaube auch nicht, dass Eltern schlechter als früher geworden sind.

Gruß Erika





Signatur
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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

Momo86
Stammposter




Status: Offline
Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 125
Nachricht senden Erstellt am 21.07.2005 - 08:11

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Dazu fällt mir im Augenblick ein: Die verkorkstesten Kinder, die ich kenne, haben "ausgerechnet" wenigstens einen Lehrer-Elternteil ........

Momo




SherlocksGnomes





Status: Offline
Registriert seit: 18.07.2005
Beiträge: 10
Nachricht senden Erstellt am 21.07.2005 - 08:42

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Dear Ladies and Gentlemen!

Interesting Thread. Very interesting indeed.

Habe es Watson vorgelesen und er fragt mich: Who posted das - ist Verona wieder auf Hubertusjagd?

Highly amused

Sherlocks Gnomes








DorisCarnap
Moderatorin

Schullaufbahnberaterin





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 196
Nachricht senden Erstellt am 21.07.2005 - 10:17

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Hallo Erika,

natürlich ist die Erziehung im Elternhaus nicht schlechter gewordern, aber anders und da liegt für viele das Problem. Weitgehend weg von der schwarzen Pädagogik, überwiegt in den Familien die Verhandlungskultur. Eltern erziehen im allgemeinen so wie sie selbst erzogen wurden. Manche obwohl sie das ganz bewußt nie wollten, andere haben nie darüber nachgedacht, andere setzen sich mit erziehungswissenschaftlichen Theorien auseinander. Die Folge: Jeder macht es so gut wie er kann. Und das funktioniert im allgemeinen innerhalb der Familie. Das Problem ist aber die Einschätzung darüber was richtig ist oder falsch, denn das ist nicht definiert. Der Weg zum Ziel kann sehr unterschiedlich sein und häufig wundert man sich über Verhaltensweisen innerhalb von anderen Familien, die einem fremd erscheinen. Wenn die Kinder dann erwachsen sind sieht man, dass viele Wege zum Ziel führen, eigentlich alle Kinder wohlerzogen sind.

Es gibt auch Familien in denen die Erziehung schief läuft, dabei handelt es sich aber häufig um sozial sehr schwach gestellte Familien.

Ich hatte das Thema ?Erziehung? auch mit Wolkenstein schon mal diskutiert und kopiere hier noch mal einen Auszug von Wilhelm Giesecke zum Thema Erziehung in der Familie. Der komplette Text ?Was heißt: Erziehung in der Familie?? kann unter www.hermann-giesecke.de/funk7.pdf nachgelesen werden. Für mich ist dies eine passende Beschreibung der Funktion der Familie und gut nachvollziehbar. Giesecke beschreibt auch einige Fehlentwicklungen, die innerhalb der Familie entstehen können, wenn Kinder zu sehr verwöhnt werden.

?Wann immer die Gesellschaft am Nachwuchs etwas zu bemängen hat, wird die Erziehungsleistung der Familie kritisiert. Entsprechende Klagen von Nachbarn, Lehrern, Wissenschaftlern und Politikern sind nicht zuletzt in den Medien immer wieder zu vernehmen... In der Tat wird in modernen Gesellschaften der Erziehungseinfluss der Eltern durch andere Einflüsse ergänzt oder auch beschnitten...Jede Erziehung, gleich wo sie stattfindet vollzieht sich in ihren eigentümlichen sozialen Kontexten und muß auch von daher begründet werden... Die Familie kann also nur solche Erziehungsziele anstreben die in ihrer Sozialform selbst angelegt sind... Die Familie ist eine eigentümliche Lebensgemeinschaft, die rund um die Uhr stattfindet, ihr Zweck: ein befriedigendes Leben ihrer Mitglieder zu organisieren, nicht, die einen durch die anderen zu erziehen. Charakteristisch für die Familie als Lebensform ist vielmehr, dass ihre Mitglieder so akzeptiert werden wie sie sind. Im üblichen Begriff der Erziehung schwingt aber mit, dass man Kinder grundsätzlich anders haben will als sie sind. In der Familie geht es nicht darum abstrakte Ziele aufzustellen und die Kinder damit zu traktieren, sondern Erziehung muß vielmehr im Rahmen der Gestaltung des gemeinsamen Lebens gleichsam selbstverständlich erfolgen, wo und wie es die Situation jeweils gebietet...

Die Sozialform der Familie besteht aus einer Haushaltsgemeinschaft, einer Generationengemeinschaft, einer Interpretationsgemeinschaft und eine alternde, auf ihre Auflösung hin angelegte Gemeinschaft.

-Haushaltsgemeinschaft bedeutet: Die Arbeiten müssen gerecht unter den Mitgliedern aufgeteilt werden.
-Generationengemeinschaft bedeutet: Die eigenen Fähigkeiten so gut wie möglich zu entwickeln, um einerseits die Fürsorge durch die Eltern überflüssig zu machen und andererseits , den als Kind erhaltenen Kredit wiederum an die nächste Generation weiterzugeben- und sei es nur in Form von Steuerzahlungen..
-Interpretationgemeinschaft bedeutet: Die Familienmitglieder sprechen miteinander, reden über das was sie erlebt und erfahren haben, dabei geht es nicht nur um den Austausch individueller Meinungen, vielmehr entstehen daraus typische Deutungsmuster, die der Familie als Kollektiv Stabilität verleihen. Diese unvermeidlichen Muster können offen für neue Erfahrungen sein, aber auch verhängnisvolle Vorurteile verfestigen...Solche Gespräche bestehen in einem Austauch von Erfahrungen, so dass beide Seiten ?Eltern wie Kinder-einen Gewinn davon haben. Die Erwachsenen haben zwar im allgemeinen größere Erfahrungen als die Kinder, aber daraus ergibt sich keineswegs eine Art Einbahnstraße von den Eltern zu den Kindern hin...auch die Erwachsenen können vielmehr von den Sichtweisen ihrer Kinder lernen...Kinder ernst nehmen heißt aber auch ihnen widersprechen, wenn sie ? aus Mangel an Erfahrung, aus Zorn oder Enttäuschung ? wichtige Dinge des Lebens nicht richtig deuten....? Bis hier habe ich Hermann Giesecke stark verkürzt zitiert, es lohnt sich den ganzen Text zu lesen.

Doris






Signatur
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson

ladina





Status: Offline
Registriert seit: 14.01.2005
Beiträge: 68
Nachricht senden Erstellt am 21.07.2005 - 15:14

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Hallo,

ich finde es etwas ungünstig, wenn threads, in denen ein interessantes Thema diskutiert werden könnte, gleich mit einem link ins Lehrerforum beginnt.

Da besteht die Gefahr, dass zu sehr über das Lehrerforum diskutiert wird, statt über die Sache selber.

Die Diskussion geht um diesen Artikel:

Spiegel Nr. 29 vom 18.7.2005,
Titelthema: Die Erziehung der Eltern"
"Abends in die Elternschule", S.124 ff.

Für mich hat sich die gleiche Frage gestellt, wie Doris in ihrem posting eingangs erwähnt.
Es ist die Frage, wie wir richtige Erziehung definieren. Für mich wäre ein Aspekt von "richtiger Erziehung" zB, dass meine Kinder Zivilcourage entwickeln, und in kritischen Situationen (zB. bei Ungerechtigkeiten) anpacken, egal ob es für sie von Nachteil sein könnte.

Das ist mir bei meinem älteren Sohn soweit ganz gut gelungen, aber das ist jetzt nur meine Meinung. Genau die gleiche Eigenschaft löst ausserhalb (zB in der Schule) recht häufig Widerstand aus. Deshalb werden andere bestimmt finden, meine Erziehung hätte genau in dem Bereich versagt............ist etwas kompliziert. Ich hoffe, man versteht, was ich sagen will.

Generell vermute ich, dass der Artikel (ich habe ihn leider noch nicht gelesen) oder eher reisserischer Natur ist. Es gibt in dieser Frage einfach nicht schwarz und weiss.

lg,

ladina
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