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Kopie: meine "Charlotte"

 
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Anmeldedatum: 21.01.2006
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 02:46    Titel: Kopie: meine "Charlotte" Antworten mit Zitat

Momo86
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Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 125
Nachricht senden Erstellt am 21.07.2005 - 08:41

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Charlotte

Ich denk? nach all den Jahren
Schreib? ich Ihnen doch einmal.
Der Abstand läßt mich vieles klarer sehen
Und mich Ihnen offenbaren,
Die Sie überm düst?ren Tal
Meiner freudlosen Schulzeit als die einz?ge Sonne steh?n.
Sie schleusten mich mit Dreistigkeit ?
Und listenreich dazu ?
Durch Prüfungen, Versetzungen, Komplotte!
Verzeih?n Sie, doch aus Dankbarkeit
Erlaub? ich mir das ?Du?.
Ich grüße Dich ?hochachtungsvoll?, Charlotte!

Um mein kleines Glück bestohlen,
Hab? ich mich doch um Sympathie,
Um Achtung meiner Lehrer abgestrampelt.
Aber mit den Nagelsohlen
Der Pädagogik haben sie
Auf meiner Kinderseele rumgetrampelt.
Und die kleine Persönlichkeit
Hatten Sie in kurzer Frist
So lebensfroh wie eine tote Motte,
Und wenn sie an der Grausamkeit
Nicht zerbrochen ist,
Dann ist das allein Dein Verdienst, Charlotte!

Ich wusch Dr. Lenz den Wagen,
Hab? Frau Drews Fahrrad geputzt,
Freiwillig den Tafeldienst übernommen.
Hab? das Klassenbuch getragen,
Es hat alles nichts genutzt,
Ich bin nie von der Eselsbank weggekommen.
Und all meine Lehrer fanden,
Als Schulabgangsprüfung war,
Daß mein Bildungsstand jeder Beschreibung spotte.
?Und ich sag?, er hat bestanden!?,
Herrschte eine Stimme ?Klar??.
Und Dir widersprach man nun mal nicht, Charlotte!

Daß das Bäumchen grad? zu stehen
Und Baum zu werden begann,
Von den Steißtrommlerseelen unbezwungen,
Daß ich heut? aufrecht gehen
Und selbst zurücklächeln kann,
Trotz der Bosheiten und Erniedrigungen,
Dank? ich dir, und das zu sagen,
Such? ich lang schon, doch erst nun,
Wo ich die Schulzeit endgültig einmotte,
Will ich es noch einmal wagen
Und mit diesen Zeilen tun!
Ich denk an Dich voll Zärtlichkeit, Charlotte!
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Diesen Text fand ich gerade bei www.reinhard-mey.de

(so viele Wahrheiten in R.`s Texten...)

Woanders habe ich es schon mal erzählt...- auch für mich gab es eine "Charlotte", spät erst - aber immerhin- sie hielt 3 Jahre ihre schützende Hand über mich...
Diese meine "Charlotte", die Gudrun heißt, ist heute 78 Jahre alt (wenn ich richtig gerechnet habe)...- vor ihrem Lebenswerk, ihrem Mut, ihrem Engagement für andere ziehe ich nach wie vor den Hut.

Momo






Angelika
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Status: Offline
Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 119
Nachricht senden Erstellt am 21.07.2005 - 09:52

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Hallo Momo!

Ich mag den Reinhard Mey schrecklich gern, umso mehr staune ich, dass ich diesen Text noch gar nicht kannte. Hach, jetzt hast du mich in eine ganz sentimentale Stimmung versetzt und ich schwelge in Erinnerungen.

Meine Klassenleiterin in der Grundschule war wie eine zweite Mutter für uns. Sie betüddelte JEDES Kind, war stets gerecht und von einer Gutmütigkeit, die ihresgleichen sucht.

Wir sprangen damals noch auf und grüßten im Chor, wie kleine Soldaten, wenn sie in die Klasse kam. Wir beteten am Ende jedes Schultags gemeinsam mit ihr, wir hatten Regeln, die es zu befolgen galt - aber sie wurden uns mit so viel Liebe vermittelt, dass wir uns wohl und geborgen darin fühlten und nicht eingeengt.
Lesen, Schreiben, Rechnen ... ich kann mich nicht daran erinnern, wie sie es uns vermittelt hat - es passierte einfach so nebenbei und spielerisch leicht.

Ich sehe sie noch vor mir, wie sie mit ihrem Pausenbrot auf dem Schulhof stand und ihr die Tränen über das Gesicht liefen. Wir Zwerge taten alles um sie zu trösten - aber was kann man schon tun, wenn die Mutter gestorben ist. Wir zerflossen vor Mitleid für Sie.
Und sie tat es genau so für uns. Wenn einer von uns krank war, rissen wir uns darum, Frau Weiß bei der Hausaufgaben-Weitergabe helfen zu dürfen und den Kranken zu besuchen. Sie schickte Briefchen und kleine Blumen oder mal ein Bildchen mit.

Kürzlich musste ich erleben, wie ein Mitschüler meines Sohnes ins Krankenhaus kam und operiert wurde. Er bekam keine aufmunternden Briefe seiner Lehrerin - nur kommentarlos seine Aufgaben! Mir ist ganz elend geworden, bei so viel Herzlosigkeit, denn ich musste sofort wieder an meine Frau Weiß denken, für die so etwas unvorstellbar gewesen wäre.

Ich habe heute noch die Geburtstagstische vor Augen, die sie für uns schmückte. Sie legte einen Kranz aus Farn, Anemonen oder Alpenveilchen um den Platz des Geburtstagskindes, zündete Kerzen an und wir sangen ein Lied. Das Geburtstagskind fühlte sich an seinem geschmückten Platz einen Tag lang wie ein kleiner König.

Wenn wir Wandertag hatten, dann marschierte sie mit uns durch den Wald und zeigte uns die Natur. Vorab gab es die klare Anweisung: Euer Pausenbrot bringt ihr euch mit ? und genau 1 Mark für eine heiße Zitrone! Bei ihr musste sich nie jemand zweitklassig fühlen.

Und noch ein Gefühl war mir völlig fremd: Angst.
Wir konnten IMMER zu ihr kommen, egal womit und egal wann und sie half uns unsere kleinen und größeren Problemchen zu lösen.

Sie betete nicht nur am Ende jeden Schultages mit uns, sie lebte uns ihre Einstellung vor und so lernen Kinder nun einmal - am Vorbild.
Ich bin froh, einen so schönen Start gehabt zu haben und wünsche natürlich jedem Kind eine so fröhliche und glückliche Schulzeit.


Später habe ich auch andere Lehrer kennen gelernt, aber die positiven Erfahrungen überwiegen noch heute. Wenn ich an meine ?erwachsene? Schulzeit denke, dann fällt mir auch eine Charlotte ein ? sie hieß wirklich so! Sie war so ein richtiges ?Fräulein?, kurz vor der Rente und meine Klassenlehrerin. Mit ihren 1,50 zeigte die Frau wahre Größe. Sie ließ sich nie von unseren (wir waren 36 Schüler) pubertären Spielchen und Macken anheben, sondern half uns immer gerade dann, wenn wir es am allerwenigsten verdient hatten.

Klar, es gab auch andere Beispiele. Ich hatte mal einen waschechten Nazi als Geschichtslehrer, einen Chemielehrer mit Versuchsverbot, es gab mehrere Alkoholiker an dieser Schule, und ich hatte mal ein Problem, als eine lesbische Sportlehrerin meinen Allerwertesten tätschelte ? sie war überhaupt nicht mein Typ

Wenn ich an meine Charlotte denke, dann weiß ich aber auch, dass es Lehrer gab, die absolut kritikfähig und fair waren. Egal, wie aufmüpfig wir waren, sie blieb immer gesprächsbereit und wir bekamen kein Echo über die Zensuren. Sie setze sich im Kollegium gegen andere Lehrer für ihre Klasse ein und hatte trotz der enormen Belastung mit einer so riesigen Klasse stets die Energie, Konflikte sofort zu lösen.

Charlotte war nicht die Einzige, mit der ich so gut auskam. Nach der Schule überstand der private Kontakt mit ihnen selbst einen 350 Km Umzug. Wäre mein letztes Kind nicht wider Erwarten ein (zauberhafter!!!) Junge geworden, dann hätte ich heute auch eine kleine Charlotte. Sie weiß das und hat gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd.


Sentimentale Grüße (beschwert euch bei Momo!)

Angelika






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Dem Betrübten ist jede Blume ein Unkraut, dem Glücklichen ist jedes Unkraut eine Blume.

Momo86
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Beiträge: 125
Nachricht senden Erstellt am 21.07.2005 - 11:10

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Ich sehe sie noch vor mir, wie sie mit ihrem Pausenbrot auf dem Schulhof stand und ihr die Tränen über das Gesicht liefen. Wir Zwerge taten alles um sie zu trösten - aber was kann man schon tun, wenn die Mutter gestorben ist. Wir zerflossen vor Mitleid für Sie. schrieb
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Ich möchte wetten, sie gab die Liebe, die sie bekommen hatte, an "ihre Kinder" weiter...

Sie schickte Briefchen und kleine Blumen oder mal ein Bildchen mit. schrieb
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Ja, das sollte eigentlich selbstverständlich sein.
Einer meiner Schützlinge ist seit Mitte April erkrankt(krank geschrieben) und nicht mehr in der Schule.
Von seiner Schule/der Klasse/der Lehrerin kam in dieser Zeit überhaupt nichts, keine anfrage, kein Brief, kein Bild - und natürlich auch keine Aufgaben...

Mit ihren 1,50 zeigte die Frau wahre Größe. Sie ließ sich nie von unseren (wir waren 36 Schüler) pubertären Spielchen und Macken anheben, sondern half uns immer gerade dann, wenn wir es am allerwenigsten verdient hatten. schrieb
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"Meine Chalotte" hat durchaus Ähnlichkeit mit dieser Charlotte - naja, sagen wir 1,55 m...- und Energie ohne Ende...

Momo







Angelika
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Beiträge: 119
Nachricht senden Erstellt am 21.07.2005 - 13:00

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Momo86 schrieb
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Ich möchte wetten, sie gab die Liebe, die sie bekommen hatte, an "ihre Kinder" weiter...





Ja Momo, genau so sehe ich das auch. Der Kreislauf war ein anderer. Zufriedene Lehrer und glückliche Kinder.

Diese Frauen schienen völlig in sich zu ruhen. Sie waren nicht zänkisch oder gestresst - weder untereinander, noch im Umgang mit Schülern und Eltern - obwohl die (Doppel- und Dreifach)Belastungen damals bestimmt enorm waren.

Heute, als Mutter, sehe ich die Hintergründe natürlich viel klarer. Diese Frauen liebten ihren Beruf und hatten ein intaktes Familienleben. Als Gegenbeispiel hatten wir eine Französischlehrerin, die unerträglich launisch war, weshalb die Schüler ihre Kurse auch scharenweise abwählten. Eifersicht, Alkohol und Scheidung hatten ihr Werk getan.

In unserem Zossener Forum schrieb auch einmal jemand: "Man gibt oft nur weiter, was man selbst erfährt; wer weiß den schon, was hinter verschlossenen Türen passiert."


In diesem Forum las ich ein hochinteressantes Posting von einem Herrn Neffe, der einen positiven Kreislauf beschrieb. Ich kopier das einfach mal hier rein:

"Warum muß eine 50 jährige Lehrerin täglich ein 7jähriges Mädchen niedermachen? Nun, ich denke, ihr ist es selbst ebenso gegangen. Mit spätestens 7 wurde sie klein gemacht, hat sich abgekapselt und ist nicht mehr weiter gewachsen. Sie ist immer noch 7 und spielt nur die erwachsene Lehrerin. Es wird immer schmerzhafter für sie, wenn ihr ein Kind nach dem anderen über den Kopf wächst. Sie fährt mit dem rasenmäher drüber und rasiert alle Wachsversuche ab.
Das Problem sitzt so tief verdrängt, daß es mit dem bewußten Veratand Jahre dauern kann, das aufzuarbeiten. Da wendet sich klugerweise an das Unbewußte. Das Unbewußte erforsche ich schon über 30 Jahre.
Die Frau teilt Prügel aus und bekommt ncoh mehr zurück. Die hat nichts anderes mehr und sie muß sie austeilen, weil sie sonst darunter zugeschüttet wird. Ich sagte dem Mädchen, sie könne ihr dovch was von ihrer Nettigkeit abgeben. Das fand sie o.k. Und damit wir nicht gleich vom bewußten Verstand für diese "Frechheit" wieder attackiert werden, "zaubern" wir einfach.
Im geiste schickte das Mädchen der lehrerin alles, was ihr fehlte, das ist Zauberregel Nr. 1. Und die Regel 2 lautet: "Schicke immer mindestens 10 bis 100mal soviel, wie bei der/dem Betroffenen Platz hat; das ist die Garantie dafür, daß soe/ er es gleich wieder austeilen muß!"

Ein wunderschöner Gedanke, oder?
Es klingt zwar sehr weltfremd, aber irgendwo muss man doch ansetzen können um wieder mehr Menschen wie "Charlotte" hervorzubringen.







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Momo86
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Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 125
Nachricht senden Erstellt am 21.07.2005 - 15:35

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Liebe Angelika,

ich habe dir eine PN geschickt - von meiner Charlotte gibts ja ein Bild im Netz...

LG Momo




Rehzwerg





Status: Offline
Registriert seit: 15.04.2005
Beiträge: 7
Nachricht senden Erstellt am 21.07.2005 - 20:06

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Hallo alle zusammen

Ich finde das eure Einträge einfach unter die Haut gehen, beim lesen hatte ich eine richtige Gänsehaut.
Meine Lehrer/inen waren zwar ganz o.k., aber so liebevoll wie hier von euch beschrieben, leider nicht.
Und das was ich jetzt von meinen eigenen Kindern erlebe ist meistens nicht mal mehr o.k.. Komischerweise sind die Lehrer/inen auf den Oberschulen am meisten bemüht, währenddessen auf der Grundschule alles den Bach runterläuft.
Ich wünschte mir das wieder mehr Lehrer/inen liebevoller und fürsorglicher wären, so wie es Angelika beschrieben hat.

Mit lieben Grüßen Rehzwerg




Erika
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Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 256
Nachricht senden Erstellt am 21.07.2005 - 21:47

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Hallo,

ja, das wünsche ich mir auch für meinen Großen. Der Kleine hat es leichter, er ist ein anderer Typ Mensch. Doch gerade der Große, unser Sensibelchen, braucht viel mehr liebevollen Umgang.

Als er einmal krank war, gab es auch nur Aufgaben mit handschriftlichen Arbeitsanweisungen, ohne Hallo, ohne Grüße, ohne gute Besserung zu wünschen. Da habe ich auch gedacht, dass selbst bei größtem Stress soviel Zeit eigentlich da sein müsste.

Was ich zurzeit auch etwas wenig einfühlend finde, ist die Tatsache, dass die Kinder erst nach den Ferien am 1. Schultag in der neuen Schule erfahren, in welche Klasse (5. Kl.,Gymnasium) sie kommen und wer ihr Lehrer wird. Am vorletzten Schultag vor den Ferien hatte ich freundlich angefragt, ob denn noch eine Information diesbezüglich käme, weil die Kinder ja doch etwas aufgeregt seien, weil neuer Lebensabschnitt und dass sie sich doch ein bisschen vorbereiten könnten, wenn sie wüssten, wer denn von den Wunschkindern oder bekannten Kindern in die Klasse käme. Ich bekam nur eine schnippische Antwort der Sekretärin. Ich weiß, dass es an anderen Schulen anders läuft, einige bekommen sogar schon vorher einen Brief ihres neuen Lehrers und wissen, mit wem sie zusammen kommen. Ehrlich gesagt, ich finde diese Vorgehensweise unserer neuen Schule zeugt nicht gerade von einem Hauch Einfühlungsvermögen für Kinder.

So, ich mache jetzt Urlaub. Bis in 2 Wochen!

Viele Grüße
Erika





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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

Momo86
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Beiträge: 125
Nachricht senden Erstellt am 21.07.2005 - 21:58

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Danke, Rehzwerg...

Einschränkung: ich habe auch hin und wieder an Grundschulen mit warmherzigen, engagierten Lehrkräften zu tun - jetzt an unserem Gym. kann ich das nur für eine Lehrkraft uneingeschränkt unterschreiben - die ist ein ganz großartiger, fairer Mensch mit dem Herz am rechten Fleck, wachem Verstand und viel pädagogischer Intuition...=> laut meinem Sohn habe sie z.B. noch nie "laut" werden müssen - während er ständig den KL der Nebenklasse durch die Wand brüllen hört.

....................................................
Das ist "meine Charlotte" (oben beschrieben)...




"Ich denk? nach all den Jahren
Schreib? ich Ihnen doch einmal.
Der Abstand läßt mich vieles klarer sehen
Und mich Ihnen offenbaren,
Die Sie überm düst?ren Tal
Meiner freudlosen Schulzeit als die einz?ge Sonne steh?n."

Das habe ich dann getan - über viele Jahre zwar losen Briefkontakt gehalten - aber was sie mir wirklich bedeutet hat, warum die Dinge so waren, wie sie waren und das dazugehörige "Danke" ...schrieb ich ihr erst vor ca. zwei Jahren... Die Antwort war sehr herzlich...



Momo

[Dieser Beitrag wurde am 21.07.2005 - 22:02 von Momo86 aktualisiert]




Angelika
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Nachricht senden Erstellt am 22.07.2005 - 09:51

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Schön, Momo!

Ich finde es sehr wichtig, wirklich auch mal Danke zu sagen. Oft vergißt man es, weil man einfach davon ausgeht, dass der andere spürt oder weiß, was man meint.

Zu Reinhard Mey ist mir noch etwas eingefallen. Der folgende Text zeigt, was er aus seinen Erfahrungen gelernt hat, wie er zu Kindern steht, zeigt Gefahren und Lösungen und macht große Hoffnung:


Kinder werden als Riesen geboren,
doch mit jedem Tag,der dann erwacht,
geht ein Stück von ihrer Kraft verloren,
tun wir etwas,das sie kleiner macht.
Kinder versetzen solange Berge,
bis der Teufelskreis beginnt,
bis sie wie wir erwachs´ne Zwerge,
endlich so klein wie wir Großen sind.

Du bist ein Riese,Max!
Sollst immer einer sein.
Großes Herz und großer Mut und
nur zur Tarnung nach außen klein.
Du bist ein Riese,Max!
Mit deiner Phantasie.
Auf deinen Flügeln aus Gedanken
kriegen sie dich nie.

Freiheit ist für dich durch nichts ersetzbar,
Widerspruch ist dein kostbarstes Gut.
Liebe macht dich unverletzbar,
wie ein Bad in Drachenblut.
Doch pass auf,die Freigeistfresser lauern,
eifersüchtig im Vorurteilsmief.
Ziehen Gräben und erdenken Mauern
und Schubladen,wie Verliese,so tief.

Du bist ein Riese,Max!
Sollst immer einer sein.
Großes Herz und großer Mut und
nur zur Tarnung nach außen klein.
Du bist ein Riese,Max!
Mit deiner Phantasie.
Auf deinen Flügeln aus Gedanken
kriegen sie dich nie.

Keine Übermacht könnte dich beugen,
keinen Zwang wüsst´ ich,der dich einzäunt.
Besiegen kann dich keiner,nur überzeugen,
Max,ich wäre gern dein Freund.
Wenn du morgen auf deinen Reisen
siehst,wo die blaue Blume wächst
und vielleicht den Stein der Weisen
und das versunkene Atlantis entdeckst.

Du bist ein Riese,Max!
Sollst immer einer sein.
Großes Herz und großer Mut und
nur zur Tarnung nach außen klein.
Du bist ein Riese,Max!
Mit deiner Phantasie.
Auf deinen Flügeln aus Gedanken
kriegen sie dich nie.

Auf deinen Flügeln aus Gedanken
kriegen sie dich nie!


Viele Grüße und ein schönes Wochenende!

Angelika





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Momo86
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Nachricht senden Erstellt am 22.07.2005 - 17:13

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Hallo Angelika,

ja, ich habe auch diese CD von R.M.

Und die, die es verdient haben, bekommen ein Danke...(so immer mal wieder die derzeitige wirklich herzensgute KL meines einen Sohnes, die er zum Glück noch ein Jahr haben wird...)

Ich hoffe, ich täusche mich nicht...

(Auch Elisabeth, damals KL des Kurzen, mir seinerzeit eine Herzensfreundin, ...siehe ihre Briefe in diesem Forum... , hat immer ein Danke bekommen. Vielleicht war das nicht genug. )

Lena
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 02:48    Titel: Seite 2 Antworten mit Zitat

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Angelika
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Nachricht senden Erstellt am 22.07.2005 - 18:11

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Liebe Momo!

SO viel Pech hat man nicht zweimal hintereinander!
Ich drücke euch alle verfügbaren Daumen, dass es so harmonisch weiter geht!

Angelika





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