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Genervtes ?Augenrollen?, ?seufzen?, ?stöhnen? = Mobbing ?

 
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wilhelm



Anmeldedatum: 24.02.2007
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 24.02.2007, 16:50    Titel: Genervtes ?Augenrollen?, ?seufzen?, ?stöhnen? = Mobbing ? Antworten mit Zitat

Hallo,

meine Tochter berichtet über solches Verhalten (solche ?Köpersprache?) bestimmter LehrerInnen, oft gepaart mit tadelnden oder gar spöttischen Bemerkungen, wobei sie sich mit ihrer Gestik dann meist der übrigen Klasse zuwenden.

Das kann schon passieren, wenn meine Tochter z.B. irgend ein Buch aus dem Klassenschrank holen soll, es aber nicht gleich findet, oder eine falsche Antwort gibt, oder beim Turnen ungeschickt ist usw..
Meine Tochter meint zwar, einziges Opfer zu sein, aber ich schließe nicht aus, daß auch einige andere Kinder betroffen sind.
Jedenfalls schildert sie mir die Situationen recht plastisch, dabei habe ich nie den Eindruck, daß sie etwas hinein interpretiert was nicht ist.
So kann ich solche Situationen gut nachvollziehen, fast so, als ob ich persönlich dabei gewesen wäre (und gewissermaßen mitleide).

Das beschriebene Verhalten interpretiere ich als Versuch des betreffenden Lehrpersonals die übrigen Schüler für sich zu vereinnahmen, auf ihre Seite zu ziehen, gemeinsam gegen das Opfer Partei zu ergreifen (ich meine regelrecht das ?lehrersolidarische? leise spöttische Raunen, vielleicht auch ein Kichern einiger SchülerInnen, zu hören..).

Kann beschriebenes als Mobbing bezeichnet werden ? Wie kann dem entgegengewirkt werden ?
Ich glaube kaum, daß mit den LehrerInnen oder deren Vorgesetzte zu reden wirklich viel Sinn machet, die werden bestreiten, sind sich vielleicht selbst noch nicht einmal über ihr schäbiges und schädliches Verhaltens, ihrer Charakterschwäche bewußt.

Gruß, wilhelm
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Doris Carnap
Moderatorin


Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 25.02.2007, 11:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Wilhelm,

das Verhalten wie du es beschreibst und deine Tochter beklagt ist unprofessionell und inakzeptabel! Interessant finde ich, dass es sich da um mehrere Lehrerinnen handelt. Mobbing würde ich es dann nennen, wenn eine Lehrerin nur auf eine Schülerin über einen längeren Zeitraum so reagieren würde.

Ich weiß nicht wie alt deine Tochter ist. In den unteren Klassen kann ein derariges Verhalten der Lehrer auch Mobbing der Mitschüler in Gang setzten. Da gelingt der "Versuch des betreffenden Lehrpersonals die übrigen Schüler für sich zu vereinnahmen, auf ihre Seite zu ziehen, gemeinsam gegen das Opfer Partei zu ergreifen".

In der Pubertät sind es wahrscheinlich die sensibleren Kinder, die unter diesem Verhalten besonders leiden und es vielleicht auch nur auf sich beziehen, obwohl es viele betrifft.

Wie man sich verhält hängt immer auch von dem Alter der Kinder ab und wie der Zusammenhalt in einer Klasse ist. Manche Schüler sind in der Lage innerhalb einer Klasse unerwünschtes Verhalten der Lehrkräfte anzusprechen, holen sich eventuell Unterstützung durch den Klassenlehrer, bei Bedarf auch Unterstüzung des Schulleiters. Man kann das Thema auch auf einem Elternabend ansprechen und den Klassenlehrer bitten ein Gespräch mit den Kolleginnen zu führen. Man kann den Schulleiter bitten, das Verhalten anzusprechen oder auch den Schulelternbeirat. Oder man kann selbst ein freundliches Gespräch mit den Lehrkräften führen oder ihnen einen Brief schreiben, in dem man fragt, ob sie sich ihres Verhaltens bewußt sind und sie darauf aufmerksam macht, wie verletzend es für die betroffenen Schülern ist.

Grundsätzlich ist zu bedauern, dass Lehrkräfte über Jahrzehnte keine Rückmeldung auf ihr Verhalten im Unterricht bekommen und was da manchmal auch an verbalen Beleidigungen im Unterricht hinter verschlossenen Klassenzimmertüren üblich ist, finde ich erschütternd. Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass Lehrerinnen nicht gut mit Kritik umgehen können. Und natürlich spielt dabei auch eine Rolle, wie geübt du bist derartige Gespräche zu führen.

Langfristig kann man hoffen, dass die veränderte Lehrerausbildung, die größere Personalverantwortung der Schulleiter, eine bessere Teamarbeit und gelegentliche unangemeldete Unterrichtsbesuche solches Verhalten in Zukunft unmöglich machen.

Doris
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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Tess



Anmeldedatum: 16.03.2006
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 26.02.2007, 13:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Wilhelm,

ein kleiner Trost. So ein Verhalten einer Lehrerin kann bei älteren Schülern auch ganz schön nach hinten losgehen. Die mögen anbiederndes Verhalten von Lehrern eigentlich weniger, vor allem Jungs können das oft gar nicht ausstehen. Die halten dann erst recht zum "Opfer".

AAAAber, ich bin ganz Doris Meinung. So ein Verhalten ist unprofessionel und schändlich. Ob es einen Versuch wert ist, das anzusprechen, weiss ich nicht. Ich würde vermutlich erst mit anderen Eltern und der Elternvertreterin sprechen. Falls andere das auch beobachten, könnte die EV die Lehrerin darauf ansprechen, ohne dass ein einzelnes Kind dann umso mehr gepiesakt wird.

Vielleicht ist es nur gedankenlos von der Lehrerin, und sie würde sich zusammen reissen, wenn sie darauf aufmerksam gemacht wird. Allenfalls wäre der/die Vertrauenslehrerin der Schule auch ein möglicher Ansprechpartner. Da kommt es halt immer darauf an, wie einer/eine ist.

Was das Anbiedern von Lehrern bei der Klasse betrifft, so habe ich über die Jahre hinweg beobachtet, dass das bei solchen Lehrern früher oder später zu ernsthaften Disziplinproblemen führt, weil die Schüler das (zum Glück!) irgendwann durchschauen und so jemanden nicht ernst nehmen.


lg,

Tess
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Marzipan



Anmeldedatum: 24.11.2007
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 27.11.2007, 23:10    Titel: Re: Genervtes ?Augenrollen?, ?seufzen?, ?stöhnen? = Mobbin Antworten mit Zitat

wilhelm hat Folgendes geschrieben:
Hallo,

meine Tochter berichtet über solches Verhalten (solche ?Köpersprache?) bestimmter LehrerInnen, oft gepaart mit tadelnden oder gar spöttischen Bemerkungen, wobei sie sich mit ihrer Gestik dann meist der übrigen Klasse zuwenden.

Das kann schon passieren, wenn meine Tochter z.B. irgend ein Buch aus dem Klassenschrank holen soll, es aber nicht gleich findet, oder eine falsche Antwort gibt, oder beim Turnen ungeschickt ist usw..
Meine Tochter meint zwar, einziges Opfer zu sein, aber ich schließe nicht aus, daß auch einige andere Kinder betroffen sind.
Jedenfalls schildert sie mir die Situationen recht plastisch, dabei habe ich nie den Eindruck, daß sie etwas hinein interpretiert was nicht ist.
So kann ich solche Situationen gut nachvollziehen, fast so, als ob ich persönlich dabei gewesen wäre (und gewissermaßen mitleide).

Das beschriebene Verhalten interpretiere ich als Versuch des betreffenden Lehrpersonals die übrigen Schüler für sich zu vereinnahmen, auf ihre Seite zu ziehen, gemeinsam gegen das Opfer Partei zu ergreifen (ich meine regelrecht das ?lehrersolidarische? leise spöttische Raunen, vielleicht auch ein Kichern einiger SchülerInnen, zu hören..).

Kann beschriebenes als Mobbing bezeichnet werden ? Wie kann dem entgegengewirkt werden ?
Ich glaube kaum, daß mit den LehrerInnen oder deren Vorgesetzte zu reden wirklich viel Sinn machet, die werden bestreiten, sind sich vielleicht selbst noch nicht einmal über ihr schäbiges und schädliches Verhaltens, ihrer Charakterschwäche bewußt.

Gruß, wilhelm


Zuletzt bearbeitet von Marzipan am 27.11.2007, 23:39, insgesamt einmal bearbeitet
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Marzipan



Anmeldedatum: 24.11.2007
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 27.11.2007, 23:16    Titel: Re: Genervtes ?Augenrollen?, ?seufzen?, ?stöhnen? = Mobbin Antworten mit Zitat

Hallo Wilhelm,

dein Schildern kommt mir bekannt vor. ich denke, du hast Recht, das dies ein Versuch von der Lehrerin ist, auch wenn indirekt, sich eine Art Unterstützung von den Schülern zu holen.

Dabei darf man nicht vergessen, das solche Aktionen einen Schüler unsicherer werden lassen oder sogar störrisch.

Ich würde dir den Ratschlag geben, zu einem Vertrauenslehrer zu gehen und ihm die Schilderung deiner Tochter und "deine" Befürchtungen darzulegen.
Mach ihm klar, das du nicht gegen die Lehrerin aber um das Wohl deines Kindes besorgt bist und lass dir von ihm schriftlich quittieren, das du bei ihm gewesen bist.

Obendrein wäre es sinnvoll, falls du es als notwendig erkennst, deine Tochter aufzubauen und ihr das Gefühl zu geben, dass du absolut hinter ihr stehst.

liebe Grüße Marzipan
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