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Ist das Mobbing???

 
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ajo



Anmeldedatum: 16.02.2007
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Bundesland: Nordrheinwestfalen

BeitragVerfasst am: 16.02.2007, 22:26    Titel: Ist das Mobbing??? Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe schon einige Beiträge hier gelesen, da ich dringend nach Rat suche, konnte für mich aber keine rechte Antwort finden. Mein Sohn (6J.) wurde im letzten Sommer eingeschult und hat sich wahnsinnig auf die Schule gefreut (war schon lange neidisch auf seinen großen Bruder). Der Ärger fing nach ca. 6 Schulwochen an. Mein Sohn brachte ständig Eintragungen im HA-Heft mit nach Hause. Da stand er raufe sich oft, er störe den Unterricht, er mache Blödsinn, usw., alles jedoch sehr provokativ geschrieben (einmal stand sogar da, er uriniere neben das Klo). Erst habe ich das alles nicht sehr ernst genommen. Mein Sohn war bis dahin immer völlig unauffällig gewesen, im Kindergarten sehr gut zurecht gekommen, Vorschule dort fand er Klasse und konzentrieren war nie ein Problem. Zeitgleich mit den Eintragungen fing er an, über seine Lehrerin zu schimpfen: sie sei ungerecht mit ihm, strafe ihn mehr als andere, nehme ihn nicht dran...Außerdem fiel mir immer mehr auf, dass in seinen Herften keinerlei positive Bemerkungen zu finden waren. Ich fing an mir Sorgen zu machen, beschloss, die Lehrerin anzurufen. Dies wurde zum Schockerlebnis für mich: die Lehrerin ging gleich auf mich los, mein Sohn sei Verhaltensauffällig, aggressiv, mache ständig den Pausenclown...Ich war sehr erstaunt, lies mir vom Kindergarten nachträglich eine Beurteilung schreiben und machte einen Termin bei einem Kinderpsych. Die Beurteilung war wie erwartet (völlig normal!) der Ki. psych. war erstaunt, böse über die Mitteilungen im HA-Heft und weigerte sich, ein so normales Kind zu testen. Dies berichtete ich der Leh., ihr Kommentar war "der hat keine ahnung von der Praxis". Nach einem Gespräch zusammen mit der Rektorin wurde es ruhiger, dann fing es schlimmer wieder an. Seit einiger Zeit wird mein Sohn nun für jeden Pieps bestraft. Öfters hat er Pausenverbot, Nachsitzen für unvollständige HA, zuletzt Auschluss von einer Doppelstunde Sport, weil er auf dem Weg von der Kirche zur Schule mit anderen Kindern gerannt ist. Meine Kritik an ihren Massnahmen weißt die Lehrein von sich. Ist das schon Mobbing? Und wenn ja, was kann ich tun? Mache mir große Sorgen um den kleinen!
Vielen Dank schon jetzt
Gruss Ajo
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Momo86
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Beiträge: 265

BeitragVerfasst am: 16.02.2007, 22:37    Titel: Antworten mit Zitat

M.E. ist es dann Mobbing, wenn der Betroffene unter dem Verhalten des anderen zu leiden beginnt.

Ist das hier so?

Wenn du das bejahst (und aus deinem Post spricht auch die eigene Sorge...), musst du handeln.

Du hast das Gespräch mit der KL gesucht - ohne nennenswertes Ergebnis. Wenn du die Rangfolge einhalten möchtest, musst du dich jetzt an den Schulleiter/in wenden. Mit allen Unterlagen UND VOR ALLEM NICHT OHNE ZEUGEN.

Das ist ein wirklich gut gemeinter Rat. Ab jetzt geh nicht mehr ohne Zeugen (gute Frdn. z.B.) in die Schule!!!

Falls du eine alternative Schule in der Nähe hast, spar dir den WEg zur Schulleitung und initiiere einen Schulwechsel, wenn die andere Schule einen kompetenten Eindruck macht und bereit ist, den Kleinen zu nehmen.


LG Momo
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ajo



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Bundesland: Nordrheinwestfalen

BeitragVerfasst am: 16.02.2007, 22:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, mein sohn leidet auf jeden Fall. Er sagt, dass er die Lehrerin hasst. Und erst heute hat er wieder erzählt, dass sie ungerecht war: Er wurde gehauen, hat zurückgehauen, bestraft wurde er! Ich glaube allerdings auch, dass er mir nicht mehr alles erzählt, weil er eine Weile (in der schlimmsten Zeit, als wir alle sehr unsicher waren) viel Schimpfe (Stubenarrest, Verabredungsverbot...)bekommen hat. Ständig kamen neue Anschuldigungen aus der Schule, es war einfach nur schlimm. Nach bereits schon zwei Gesprächen mit der Schulleiterin hatte ich den Eindruck, diese wollte solche Probleme gar nicht hören. Letztes Jahr hat es sogar einen Vorfall in der Schule gegeben, da hat besagte Lehrerin Kinder an den Hinterkopf gehauen, wurde alles vertuscht. Eigentlich habe ich jetzt in Erwägung gezogen, mich an die Schulverwaltungsbehörde zu wenden, habe natürlich etwas Angst, was ich da dann wohl ins rollen bringe.
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ajo



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Beiträge: 7
Bundesland: Nordrheinwestfalen

BeitragVerfasst am: 16.02.2007, 22:55    Titel: Antworten mit Zitat

Achso, den Schulwechsel haben wir schon entschieden. Die Entscheidung war leichter, weil er auf eine Ganztagschule wechselt. Nur das Gefühl, dass es immer schlimmer wird, macht zu schaffen. Der Schulwe. ist erst im Sommer!
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Momo86
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Beiträge: 265

BeitragVerfasst am: 16.02.2007, 22:57    Titel: Antworten mit Zitat

Dann gibt es drei Möglichkeiten:

1. aushalten
2. bis dahin Wechsel in eine Parallelklasse....
3. Krankschreibung bis zum Sommer... müsstest du ihn aber selbst unterrichten bis dahin.

---------------------------------

Wie würde der Kleine entscheiden?

LG Momo
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ajo



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Bundesland: Nordrheinwestfalen

BeitragVerfasst am: 16.02.2007, 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

1. meinst Du mit aushalten gar nichts tun? Das ist doch alles so unfäir. Auserdem verändert mein Sohn sich immer mehr, da kann ich doch nicht zusehen, oder?
2. Wechsel in P.Kl. wäre Veränderung und im Sommer dann wieder Veränderung. Ausserdem glaub ich auch nicht, dass mein Sohn da mitmacht. Der möchte bei seinen Freunden bleiben (den Wechsel in die andere Schule macht er auch nur mit, weil da dann auch Freunde sind)
3. geht nicht, weil ich arbeiten gehe, würde der Kl. auch nicht wollen, Schule macht ihm ja Spass (mit allem was dazu gehört, lernen, Hausaufgaben..., nur nicht die Lehrerin)
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Erika
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BeitragVerfasst am: 17.02.2007, 00:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ajo,

deine Geschichte kommt mir seeehhhr bekannt vor. Unsere Geschichte - bzw. einen Teil davon - kannst du hier unter Erfahrungsberichte lesen. Immer wenn ich so etwas wieder lese - und das passiert leider sehr oft - dann kommen mir die Tränen.

Momo hat schon alles gesagt, was du tun kannst. Gut, dass du wachsam bist! Leider haben viele Kinder nicht das Glück, solche Eltern zu haben - das endet leider oft in schlimmen Tragödien - bis zum Amoklauf. Warte nicht zu lange ab - die psychischen Schäden, die ein Kind ev. davonträgt, sind nicht leicht oder auch gar nicht zu reparieren.

Obwohl ich denke, dass wir das Schlimmste überstanden haben - mein Sohn ist inzwischen in der 6. Klasse Gym. - ist sein Selbstbewusstsein immer noch stark angeknackst. Und immer wieder gibt es kleinere Anlässe - z.B. Strafen die jeder Selbstbewusste wegstecken könnte , oder auch Hänseleien von anderen, die aber unseren Sohn (12,5) aus den Socken hauen. Für einen Schneeball werfen muss die Schulordnung abgeschrieben werden. Die KL hat Regeln aufgestellt - Schüler mussten sich per Vertrag mit Unterschrift verpflichten, diese Regeln einzuhalten , sonst hätten sie lt. Lehrerin nichts auf einem Gym. zu suchen. Für 2-3 Worte ungefragt im Unterricht reden in der Schule wurde angeblich der Vertrag nicht eingehalten. Mein Sohn kam weinend nach Hause - hatte sich lt. seinen Aussagen besonders angestrengt, nicht zu stören, als andere es taten. Er sollte aufschreiben, warum er es getan hat, welche Folgen der Verstoß für die Mitschüler und ihn hat und wie er gedenkt, diesen Verstoß wieder gutzumachen. Eine Mitschülerin, die ebenfalls ungefragte Worte gewechselt hat, bekam keine Strafe. Mein Sohn kam sich wie ein Schwerverbrecher vor - konnte ich gut verstehen.

Die Lehrerin (Anfängerin) ist scheinbar völlig hilflos. In einem Telefongespräch sagte sie mir, sie wäre schließlich dafür ausgebildet. Genau diese Aussagen kann ich nicht mehr hören - von diesen schlecht ausgebildeten Lehrern ohne Herz und Einfühlungsvermögen - da kriege ich echt das Kotzen. Das Telefongespräch endete unharmonisch, weil ich Ihre Ausbildung im Strafen verhängen leider nicht für gut heißen konnte.

Hat jemand einen Tipp bezüglich Selbstbewusstseinstraining - eigentlich schlimm, dass Opfer abgehärtet/trainiert werden müssen, um den Frust besser ertragen zu können.

Viele Grüße und alles Gute für euch! Berichte mal, wie es weiter geht!

Erika
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In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz natürlicher Zustand.

(A. Jean Ayres)
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ajo



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Bundesland: Nordrheinwestfalen

BeitragVerfasst am: 17.02.2007, 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für Eure Antworten. Es tut schon gut, wenn endlich mal jemand versteht, wovon man spricht. Ich habe eben noch einen Brief an die Direktorin verfasst, in dem ich sie noch einmal ausdrücklich mit der Situation konfrontiert habe. Außerdem habe ich den "sokratischen Eid" beigelegt. Ich dachte, vielleicht weckt das etwas auf.

Erika, hatte Dein Sohn auch Probleme in der Grundschule? Kann Deinen Beitrag leider nicht finden, würde mich sehr interessieren, was bei Dir so los war!

viele liebe Grüße
Ajo
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Legolas



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Bundesland: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 17.02.2007, 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ajo,

kann mich Erika nur anschließen. Deine Geschichte ähnelt auch der unseren, besonders die fiesen kleinen Einträge im Mitteilungsheft. Evil or Very Mad

Schön dass ihr die Schule wechseln könnt. Diese Möglichkeit haben wir leider nicht, da unser Sohn mit veränderungen gar nicht klar kommt und lieber in der Schule bleiben möchte. ( Wie bei dir wegen den Freunden).

Es ist entsetzlich was die Herrschaften auf dem hohen Ross aus kleinen Wissbegierigen Kindern machen.

Bei unserem letzten Gespräch wurde vereinbart dass ein Belohnungssystem ( danke Tess und Petra für eure Tipps Cool ) unseren Sohn in die richtige Richtung leiten soll. Ich habe mir dann alle Mühe gegeben und ein entsprechendes Heft gestaltet. Meinem Sohn den Sinn des ganzen erklärt und mit in die Schule gegeben.
Das Heft wurde für "schön" befunden und dem Direktor vorgelegt ( ja,ja ihr habt richtig gelesen es war die Idee der KL so etwas einzuführen) dann habe ich einen Woche nichts mehr gehört und mein Sohn auch nichts. Dann sprach die gute meinen Mann auf dem Schulhof an , sie wisse jetzt nicht ob sie tageweise od. stundenweise belohnen solle und bat um einen Anruf der Kinderpsychologin. Shocked

Die Reaktion der Psychologin war, völlig zurecht, Sie hätte auch noch was anderes zu tun als der KL Nachhilfe in Pädagogik zu erteilen, sie hätte Kinder zu betreuen die wirklich Krank sind und keine Zeit für solchen Kram.... dies teilte ich der Lehrein in abgeschwächter Form mit. Daraufhin wurde sie erstmal krank und es ist mir jetzt völlig egal ob sie mit dem kleinen klar kommt oder nicht, unterrichten muss ich ihn sowieso nachmittags weil die wegen ständiger Krankheit der KL bisher erst 11 Buchstaben durchgenommen haben.

Ich habe meinem Sohn jetzt erklärt, dass seine KL einfach nicht mit Kindern umgehen kann aber da sie keinen andedren Job machen kann ihn unterrichten muss. ( Es ist mir auch völlig gleich ob er ihr dass erzählt, die Dame hätte mich ja in zahlreichen Gesprächen vom Gegenteil überzeugen können )

Ich habe ihm gesagt dass er sich einfach eine andere Lehrerin zur Lieblingslehrerin nehmen soll es wäre eben Pech dass er so eine KL hätte.

Warum ich das gemacht habe....um ihre Macht zu brechen. Wenn mein Sohn zukünftig ungerecht behandelt wird, stehe ich sofort auf der Matte und schnappe sie mir.

Dir und deinem Sohn wünsche ich dass ab Sommer alles gut wird, aber wenn man hier so die Einträge liest...Pappnasen gibt es überall!

VG Legolas

PS: Hast Du mal darüber nachgedacht deinen Sohn eine Kampfsportart machen zu lassen? Unserer macht dass seit Schulbeginn und obwohl er sonst sehr sensibel ist, steckt er die Schikanen der KL locker weg, weil er ein sehr großes Selbstvertrauen hat. Nur so als Idee.....
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Erika
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BeitragVerfasst am: 17.02.2007, 18:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ajo,

unseren Bericht findest du hier:
http://www.emgs.de/downloads/erfahrungsberichterika.pdf Auf Seite 4 geht es mit den Erfahrungen los. Davor habe ich über Entwicklungsstörungen berichtet. Das hört sich vielleicht so an, als wäre mein Sohn krank - er ist ein völlig normaler, sehr intelligenter Junge - mit "kleinen" Macken, wie sie heutzutage viele Jungs haben. Ich sollte unbedingt eine Fortsetzung schreiben - leider fehlt imme die nötige Zeit. Insbesondere möchte ich auch darüber berichten, wie es bei meinem kleinen Sohn (9) weitergegangen ist, sein gutes Zeugnis mit Gymnasialempfehlung mit einem offenen Brief an die alte Schulleiterin hier veröffentlichen. Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich erlaubt ist mit Namensnennung. Mein Kleiner wurde damals in der 1. Klasse nach 5 Wochen von dieser Schule mit den ach so erfahrenen Lehrern für schuluntauglich erklärt. Diese Schule hat uns so viel angetan - davor müssen doch auch andere gewarnt und insbesondere Politiker darüber informiert werden, die hoffentlich hier oft reingucken.

Viele Grüße
Erika
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(A. Jean Ayres)
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ajo



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BeitragVerfasst am: 18.02.2007, 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Zu der Frage mit dem Kampfsport von Legolas:
mein sohn hat gleich mit 4 Jahren mit Fussball angefangen. Das macht er mit sehr großer Begeisterung, Zeitweise sogar in zwei Mannschaften und auch sehr gut. Vor einigen Wochen hat er mit Schwimmverein angefangen, macht ihm auch viel Spass. Wir haben mal Karate probiert, weil ich auch dachte sowas wäre nicht schlecht, fand er aber blöd. Mit Schwimmen und Fussball ist er ja eh schon ausgelastet und Sport ist ja grundsätzlich gut fürs Selbstbewußtsein. Deshalb denke ich, das reicht.

Zu Erika,
habe Deinen Bericht komplett gelesen, da habt ihr wohl ein paar schlimme Jahre gehabt. Ich finde, Du hast dich sehr kompetent verhalten, Hut ab!! Was ich in solchen Situationen so schlimm finde, ist diese Hilflosigkeit. Keiner weiß wirklich was man tun soll, keiner kann einem wirklich raten. Und man steht ja quasi erst mal vor einem Dschungel ohne Eingang. "Wenn frage ich?, Wer kann helfen? Wer ist zuständig?" Ohne Internet hätte ich vieles nicht gewußt. Dann macht man hier Termine, wartet wochenlang, dann wieder da Termine, wartet wochenlang... Und die ganze Zeit leiden die Kinder weiter. Ausserdem hätte ich mir nie träumen lassen, dass Lehrer so unfähig sein können. Und wie bei Dir auch, zeigt sich immer mehr, daß es nicht nur diese eine Lehrerin ist, nein, es ist wie eine ganze verseuchte Schule. Habe auch schon mehrmals mitbekommen, dass die ganze Leherschaft wie eine Front gegen Eltern ist. Die sehen in den Eltern ihre Feinde. Die Freundin meines Schwagers studiert Lehramt und hat vorher ein 3-Wöchiges Praktikum in unserer Grundschule gemacht. Seither vertritt sie die Meinnung: "es ist schlimm, was Eltern sich in den Schulen so alles erlauben." Wo soll das nur hinführen?? habe aber auch ein positives Beispiel: Mein Neffe (7J 2. Kl.) hat ADHS. Er hat eine ganz tolle Lehrerin (andere Schule), die sich sehr mit den Problemen auseinandersetzt. Dank ihr ist er ein sehr guter und begeisterter Schüler. Es geht auch anders!!


Liebe Grüsse Ajo
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Erika
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BeitragVerfasst am: 18.02.2007, 21:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ajo,

bevor ich die "Notbremse" gezogen habe, hatte ich einige Gespräche mit Lehrern, Schulrat, Landesbildungsministerium hinter mir. NIEMAND hat geholfen, nicht einmal verstanden, wo die Probleme liegen, was falsch lief in der Schule - sie taten nur immer so als ob.

Zitat:
Was ich in solchen Situationen so schlimm finde, ist diese Hilflosigkeit. Keiner weiß wirklich was man tun soll, keiner kann einem wirklich raten. Und man steht ja quasi erst mal vor einem Dschungel ohne Eingang. "Wenn frage ich?, Wer kann helfen? Wer ist zuständig?"


Ja, das kenne ich. Selbst von anderen Eltern wird man nicht Ernst genommen, schief angeguckt. Wenn sie mit ihren eigenen Kindern Derartiges nicht erlebt haben, können/wollen sie es weder verstehen noch glauben und schon gar nicht helfen. Jeder ist (nur)sich selbst der Nächste.

Zitat:
Ausserdem hätte ich mir nie träumen lassen, dass Lehrer so unfähig sein können.


Ja, ich auch nicht. Vielen fehlt insbesondere Einfühlungsvermögen (das betrifft nicht nur Lehrer).

Könnt Ihr den Schulwechsel nicht vorziehen, wenn du es ganz dringend machst? Das sind ja noch einige Monate bis zum Sommer. Gut ist, wenn dein Kind noch Freunde in der Klasse hat - manchmal färbt auch die Ablehnung der Lehrerin bzw. das veränderte Verhalten des Kindes durch den Teufelskreis, in dem es sich befindet, auf die Kinder ab. Das war bei meinem Großen ganz deutlich zu beobachten.

Schreibe die ganzen Vorkommnisse auf jeden Fall auf und gib sie weiter an Schulleitung/Schulrat/Bildungsministerium. Meinen Bericht hatte ich damals an viele Stellen geschickt - auch Antworten erhalten, die mir zwar nicht weitergeholfen haben, aber diese Institutionen mussten sich immerhin mit unseren Problemen beschäftigen. Das sollten alle Eltern machen, deren Kinder ähnliche Schulprobleme haben. Je mehr Druck ausgeübt wird, desto eher passiert auch etwas. Die Einstellung der meisten Eltern "Man kann ja doch nichts machen" führt dazu, dass auch tatsächlich nichts passiert. Warum sollten die Verantwortlichen aus ihrem Beamtenschlaf aufwachen, wenn alles läuft - keine (oder nur in Ausnahmefällen) Beschwerden - kein Änderungsbedarf.

Viele Grüße und alles Gute!
Erika
_________________
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(A. Jean Ayres)
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