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10 Erwachsene sitzen über einen Erstklässler zu Gericht ???
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Legolas



Anmeldedatum: 20.11.2006
Beiträge: 379
Bundesland: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 15.11.2007, 12:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

hatte mich in letzter Zeit etwas rar gemacht......möchte aber nun gerne erzählen wie die Geschichte weiterging. Ich hatte zuletzt bei ? allgemeinen Diskussionen über Schulproblemen ? berichtet, dass mein Sohn zum krönenden Abschluss eine miserabele Beurteilung erhalten hat.

Nach Rücksprache mit der Kinderpsychologin die nun dringend zu einem Klassenwechsel riet, gaben wir am ersten Schultag nach den Sommerferien ein Schreiben in der Schule ab in dem wir dem Direktor unsere Situation schilderten und um eine schnellstmögliche Lösung baten.

Die Antwort darauf war ein Hinweis auf die Schulpflicht! Wir ließen dass Kind von der Kinderpsychologin krankschreiben und hörten dann nichts mehr.

Nach zwei Wochen ( wir hatten dem Direktor 7 Tage Zeit gegeben) schalteten wir nun die Landesschulbehörde ein, die auch sofort tätig wurde. Der Direktor teilte der Schulbehörde mit, dass er uns bereits schriftlich ( eine Woche vorher) einen Lösungsvorschlag unterbreitet hat. Dieses Schreiben kam dann nach mehrmaligen nachhaken seitenes der Schulbehörde, mit dem Datum des Vortages, eine weitere Woche später an.

In dem Schreiben wurde alles mögliche geschrieben um uns klar zumachen dass alles in bester Ordnung sei und wir wurden zu einem persönlichen Gespräch in der kommenden Woche eingeladen. Schon einen Tag später erfuhren wir dass der Direktor die ganze kommende Woche nicht in der Schule sein würde.

Wir stellten daraufhin einen Gestattungsantrag der vom Stellvertretenden Direktor ( der sich nun mit der Behörde rumschlagen musste) auch umgehenden bearbeitet und genehmigt wurde. Die Schule in die unser Kind wechseln sollte bat um ein Gutachten der Kinderpsychologin. Wir beauftragten die Psychologin
mit dem erstellen des Gutachtens und reichten es dem Antrag nach.

Dann wieder zwei Wochen lang ? still ruht der See?. Nachfragen an der Wunschschule ergaben, dass ohne ein Gutachten der Antrag abgelehnt wurde.
Die alte Schule hatte dieses nicht weitergeleitet.

Wir schalteten erneut die Behörde ein und bekamen von der Schule ein Schreiben, dass wir die Schulpflicht verletzten und die Schule nun weitere Maßnahmen ergreifen würde. Wir bekamen nun eine weitere Krankmeldung des Kinderarztes, der schon einige Erlebnisse mit den merkwürdigen Praktiken an dieser Schule hatte. Mittlerweile hatte sich die Landesschulbehörde der Sache angenommen und unseren Antrag für uns genehmigt.


Unser Sohn ist von den Sommerferien bis zum Ende der Herbstferien nicht in der Schule gewesen nur weil ein Direktor einem Klassenwechsel nicht zustimmen wollte. ( Originalton: da kann ja jeder kommen..)

Dadurch dass ich meinen Sohn nicht in die Schule schicken konnte, lief der Zeitraum ab in dem dass Arbeitsamt meine geplante Existenzgründung gefördert hätte und ich muss diesen Traum vorerst aufgeben. Ich habe versucht mein Kind in dieser Zeit so gut wie möglich zu Hause zu unterrichten. Die Schule hat sich nicht einmal erkundigt ob wir vielleicht Hilfe oder Material benötigen.

Zum Wohle des Kindes, stand in dem Schreiben des Direktors......alles Floskeln.
Solange sich in diesem Schulsystem die lieben Beamten hinter Ihren Paragraphen verstecken können und sich lieber ein Bein abhacken bevor sie einen Fehler zugeben, werden immer wieder die Kinder auf der Strecke bleiben.
Vor allem die Kinder, deren Eltern denken dass alles seine Richtigkeit hat und sofort zum Arzt XY laufen Ihren Kindern Ritalin verschreiben lassen, weil die Klassenlehrerin sagt die haben alle ADHS. Diese Jungs werden dann hinten in die letzte Bank gesetzt und werden sich selbst überlassen.

Jetzt geht einer dieser Jungs seit zwei Wochen auf eine andere Schule und seine neue KL hat mir gestern gesagt, dass er sich gut eingelebt hat und sich völlig normal verhält ( wie ein ganz normaler sieben jähriger Junge ) .
Ich hoffe für ihn dass es so bleibt !

LG Legolas
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Doris Carnap
Moderatorin


Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 16.11.2007, 12:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Legolas,

was ihr erlebt habt, beschreiben Eltern zwischen Bayern und Schleswig ? Holstein in ähnlicher Form, überall gibt es derartige Konflikte.

Das Kind, auffallend häufig handelt es sich um Jungen, wird von einer Lehrerin als verhaltensauffällig ?erkannt?. Das Kind sei nicht normal, oft wird auch ganz klar gesagt, dass Kind sei psychisch gestört und die Eltern mögen es bitte therapieren lassen. Psychologen können nicht viel finden, manchmal eine Teilleistungsschwäche, oft auch eine Hochbegabung. Manchmal wird bezogen auf die Schule eine Angststörung diagnostiziert. Fast immer bleibt als einziger Ausweg dann ein Schulwechsel, weil das Ergebnis für die Lehrer nicht akzeptabel ist!

Und dann beginnt zu oft ein unschöner Machtkampf, in dem das Kind und sein Wohlergehen aus den Augen verloren wird. Dabei vergeht viel wertvolle Zeit! Immerhin habt ihr Unterstützung durch die Landesschulbehörde erhalten, das ist nicht immer selbstverständlich.

Ich wünsche deinem Sohn, dass er sich in der neuen Klasse gut aufgehoben und akzeptiert fühlt.

Doris
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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