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GS 2005 -behind. Kind wiederholt in altes Klo gesperrt

 
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Momo86
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BeitragVerfasst am: 20.11.2006, 08:42    Titel: GS 2005 -behind. Kind wiederholt in altes Klo gesperrt Antworten mit Zitat

http://www.rehakids.de/phpBB2/ftopic3009-0-asc-0.html

Eine ganz schlimme Geschichte: Ein Kind mit schwerer Behinderung /ohne Sprachvermögen wird gg. seinen Willen in der Schule in einen "Ruheraum" gesperrt - allein und ohne Aufsicht.

Der "Ruheraum" ist ein altes stillgelegtes, enges Klo!!!!!!!!

Tatort: Deutschland, Bremen, 2005.

Das Kind daraus schwer traumatisiert, wollte nicht mehr in die Schule (= ins Klo!)

Anzeige der Mutter (u.a. wg. Freiheitsberaubung, Vernachläss. der Aufsichtspflicht) aktuell von der Staatsanwaltschaft eingestellt.

Einfach unglaublich - leider wahr!

Momo
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NightRunner



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BeitragVerfasst am: 20.11.2006, 23:29    Titel: Quelle? Antworten mit Zitat

Gibt es hierzu eine Quelle oder öffentliche Bekanntmachung?
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Momo86
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BeitragVerfasst am: 21.11.2006, 08:24    Titel: Antworten mit Zitat

Die Mutter hat die Geschichte des Jungen im o.a. Forum (rehakids) aufgeschrieben und immer wieder aktualisiert - vor einigen Tagen dann mit der "Einstellung des Verfahrens" . Kannst du dort nachlesen.

LG Momo
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NightRunner



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BeitragVerfasst am: 21.11.2006, 23:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ja - das habe ich gelesen, danke.

Ich meinte aber er ein offizielles Statement von der Staatsanwaltschaft, oder irgendetwas, wo man eine offizielle Begründung für diese Entscheidung nachlesen kann.
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Momo86
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BeitragVerfasst am: 22.11.2006, 07:57    Titel: Antworten mit Zitat

Ein erster Bericht in der TAZ dazu:


http://www.taz.de/pt/2006/11/21/a0273.1/text

Nicht verwerflich genug

Eine Nötigung - aber nicht rechtswidrig: Die Staatsanwaltschaft Bremen stellt ein Verfahren gegen drei Lehrerinnen ein, die ein behindertes Kind regelmäßig in ein altes Klo verfrachtet haben sollen

VON JAN ZIER

Was ist "verwerflich"? Verwerflich ist, so sagen es JuristInnen, was "sozial unerträglich", "grob anstößig" und "sozialethisch in besonders hohem Maße zu missbilligen ist". Nicht verwerflich ist es dagegen, ein behindertes Kind regelmäßig und gegen seinen Willen in eine ausrangierte Toilette zu verfrachten, weil es den Unterricht stört. Sagt jedenfalls die Bremer Staatsanwaltschaft. Und stellte jetzt ein Verfahren gegen drei Lehrerinnen der Grundschule Rönnebeck ein, denen genau das vorgeworfen wird. Begründung: Es bestehe kein hinreichender Tatverdacht, eine Verurteilung wegen Nötigung, Freiheitsberaubung oder Misshandlung Schutzbefohlener sei eher unwahrscheinlich.

Zwar erfüllten Elisabeth K., Carola V. und Melanie K. durchaus den Tatbestand der Nötigung, das schreibt auch die Bremer Staatsanwaltschaft. Doch "rechtswidrig" wäre dies nur, wenn es von JuristInnen auch als "verwerflich" anzusehen ist. Indes habe Simon Moussalli "in erheblicher Weise" den Unterricht gestört, listet Staatsanwältin Lydia Richter auf: Bauklötze seien da geflogen, Scheren auch. MitschülerInnen wurden geschlagen, ihre Sachen zerstört. Und weiter: Für den Unterricht war es "unverzichtbar, dass Simon den Klassenraum ,zum Abreagieren' kurzfristig verlässt".

Mehrmals täglich, räumten die Lehrerinnen ein, brachten sie Simon deshalb in eine stillgelegte Toilette. "Das ist einfach menschenverachtend", sagt Christina Moussalli, Simons Mutter. Und es war wohl auch kein Einzelfall: Über mehr als sechs Wochen sei das so gegangen, sagt Moussalli - ohne dass die Eltern davon erfahren hätten. Inzwischen ist das schon wieder gut zwei Jahre her, im Januar vergangenen Jahres bereits stellte Christina Moussalli Strafanzeige gegen die Schule. Und doch dauerte es bis April diesen Jahres, ehe Simon Moussalli erstmals vernommen wurde.

Staatsanwältin Richter findet die pädagogische Maßnahme "aufgrund der gewählten Örtlichkeit" zwar "nicht wünschenswert". Strafrechtliche Relevanz erkennt sie jedoch nicht. Die bremische Schulbehörde sprach derweil von einem "unglücklichen Umstand". Einen anderen "Ruheraum" habe es wegen Umbauarbeiten an der Schule jedoch nicht gegeben.

Zugleich widersprachen die Beschuldigten der Vorstellung, der Junge sei "eingesperrt" worden. Es sei immer eine LehrerIn im Raum gewesen, sagten die drei übereinstimmend der Staatsanwaltschaft. "Diese Einlassungen lassen sich nicht widerlegen", sagt Richter - auch nicht mit Hilfe des Opfers. Simon Moussalli selbst hat ausgesagt, dass die LehrerInnen "ein bisschen mit in dem Raum und ein bisschen in dem Flur" gewartet hätten.

Der Junge ist zu 80 Prozent schwerbehindert. Er leidet unter schweren Sprachstörungen, ist in seiner Entwicklung zurückgeblieben, galt zudem als verhaltensauffällig. Seine Klasse in der Grundschule Rönnebeck war eine Integrationsklasse mit insgesamt vier Förderkindern und einer zusätzlichen Sozialpädagogin. Noch immer ist der Schüler in traumapsychologischer Behandlung, hat nach Angaben seiner Mutter schwere Schäden davon getragen. Das belege auch ein psychologisches Gutachten "sehr eindeutig".

Bei der Bremer Staatsanwaltschaft sieht man das ganz anders: Welche "Ereignisse" seine Leiden verursachten, lasse sich nicht eindeutig beweisen. Schließlich habe Simon in der Schule "vielerlei Probleme" gehabt. Eine Kinder- und Jugendpsychotherapeutin hatte ihm "vor dem Hintergrund wiederkehrender Ereignisse" eine "tief gehende Verzweiflung" attestiert.

Der Anwalt der Moussallis, Philip Koch, zeigte sich von der Entscheidung der Staatsanwaltschaft "überrascht" - und kündigte umgehend an, Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft einzulegen. Diese könnte zumindest anordnen, dass die Ermittlungen wieder aufgenommen werden.

Simon Moussalli geht unterdessen auf eine spezielle Förderschule. Dort, erzählt seine Mutter, "werden zwar höhere Anforderungen an ihn gestellt" als ehedem in der alten Schule. "Dennoch ist er jetzt ein unauffälliger Schüler."

taz Nord vom 21.11.2006, S. 22, 139 Z. (TAZ-Bericht), JAN ZIER
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