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Auskunft, Freistunde - Verweis mit Drohung Disziplinarverf.

 
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nanni



Anmeldedatum: 25.02.2006
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 31.10.2006, 15:24    Titel: Auskunft, Freistunde - Verweis mit Drohung Disziplinarverf. Antworten mit Zitat

Hallo,

ja, es geht nicht aus.

Unsere Kinder hatten in den ersten beiden Stunden Schwimmunterricht außerhalb der Schule. Im Schwimmbad angekommen, wurden ihnen - dafür gibt es Zeugen - von einer dritten Person gesagt, dass sie frei hätten und machen könnten was sie wollen.
Zu Beginn der 3. Unterrichtsstunde angekommen, erhielten sie einen Verweis, von einer Vertretungslehrerin, die die Kinder noch nie unterrichtet hat - mein Sohn gleich mit Drohung Disziplinarverfahren, da er Anfang letzten Jahres in der Eingewöhnungszeit solche "Vergehen" brachte, wie Hausaufgaben vergessen und einmal -nachweislich ohne böse Absicht - ein anderes Kind gestoßen hat.

Unser Sohn war ziemlich krank, letztes Jahr lange auf Kur, wir haben uns beraten lassen usw. er hat sich menschlich sehr positiv entwickelt, ist bei den Kameraden beliebt....

Die Drohung, bei der nächsten Ordnungsmaßnahme ein Disziplinarverfahren einzuleiten, macht mich total fertig, das ist der Wahnsinn, zumal der Schulleiter die Angelegenheit kennt und andere Kinder schon 7 oder 8 Verweise in diesem Jahr haben ohne das weiter etwas passiert ist.

Ich weiß bald nicht mehr weiter und unser Sohn geht so gerne in diese Schule...........

Gruß Nanni
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nanni



Anmeldedatum: 25.02.2006
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 31.10.2006, 15:26    Titel: Antworten mit Zitat

Und noch etwas,

Die betroffenen Kinder haben am nächsten Tag einen supernetten Brief an den Schulleiter geschrieben, sich noch entschuldigt, weil sie sich nicht gleich erkundigt haben usw.
Nein, der Verweis müsse bleiben, weil dies die Signalwirkung erfordere.

Aber doch nicht gleich mit Drohung Disziplinarverfahren.

Wie gesagt.....Wahnsinn! Oder bin ich die Spielchen der Schule noch nicht gewhnt ???

nanni
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Doris Carnap
Moderatorin


Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 02.11.2006, 15:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nanni,

es ist wirklich schwer nachvollziebar, warum da ein solches "Theater" gemacht wird. Wenn etwas schief gelaufen ist, muss geklärt werden, warum es schief gelaufen ist, damit die Fehler nicht ein zweites Mal gemacht werden. Es sollte vor allen Dingen in der ZUkunft klar sein, dass die Info 'die Stunde fällt aus', immer kritisch überprüft werden muss. Wenn das für die Zukunft klar ist, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Auf vergangenen Fehlern rumzuhacken und Konsequenzen anzudrohen, die aber nicht eingehalten werden, sind tatsächlich Spielchen, die erfolglos sind und das Gegenteil bewirken - gewöhnen kann man sich deshalb nicht daran!

Doris
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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Doris Schmitt



Anmeldedatum: 16.09.2006
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 04.11.2006, 09:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich hätte da mal eine Frage.

1. Wer war die dritte Person? War es eine Lehrkraft?
2. Gibt es keine Regelungen in der Schule, wie bei solchen "Angaben" zu handeln ist?

In unserer Schule gilt zunächst einmal der Aushang am schwarzen Brett. Dort gibt es einen Vertretungsplan, wenn mal wieder Stunden ausfallen. Meist stehen dort auch die Vertretungslehrer darauf, wenn genug Lehrer da sind.

Wenn ein Lehrer nicht erscheint, muss der Klassensprecher sich beim Direktorat melden.

Sollte der Auskunftsgebende kein Lehrer gewesen sein oder vom Rektor nicht beauftragt gewesen sein, dann ist es schlimm.

Wichtig wäre in solchen Fällen, dass sich die Kinder per Telefon bei der Schule erkundigen, ob denn wirklich der Unterricht im Schwimmbad ausfällt.

Aber Kinder glauben solche Auskünfte schnell, denn es sind ja Erwachsene, die das sagen und da ist es schlimm, wenn sich einer einen "Scherz" erlaubt.

Auf jeden Fall ist die Verfahrensweise m.E. etwas übertrieben, die Kinder haben das ja nicht mit Absicht getan.

Doris
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nanni



Anmeldedatum: 25.02.2006
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 04.11.2006, 12:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
die dritte Person war ein Bademeister. Ein Bub (sehr ordentlich) aus der Klasse ist sogar noch nach Hause gegangen, hat seine Schwimmsachen abgegeben und die Eltern haben ihn noch zu dem Treffpunkt gefahren wo die anderen Buben auf ihn gewartet hatten, in der absolut untrüglichen Annahme, sie hätten wirklich frei !

Der Schulleiter war aber dann doch noch mal in der Klasse und hat sich für die Briefe der Buben bedankt, angeblich kommt das jetzt nicht in den Schülerbogen und nicht ins Zeugnis.
Trotzdem sind wir natürlich sehr verärgert, dass die Kinder Verweise von einer Vertretungslehrerin bekommen haben, die die Schüler sonst gar nicht unterrichtet und dass diese Vertretungslehrerin in unserem Fall gleich mit einem Disziplinarverfahren droht, wenn nochmal etwas vorkommt - Frage, kann so etwas nicht eigentlich sowieso nur der Schulleiter ??
.
Wir reden aber jetzt auf jeden Fall nochmal mit dem Schulleiter und lassen uns das noch mal erklären - er kennt die Vorgeschichte auch viel besser als die Lehrerin.

Gruß nanni
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nanni



Anmeldedatum: 25.02.2006
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 06.11.2006, 13:43    Titel: Antworten mit Zitat

Ich möchte noch hinzufügen, dass uns das ganze besonders deswegen so bewegt, weil unser Sohn im Jahrgangsstufentest in Deutsch und Englisch als 2. oder 3.-Bester in der Klasse abgeschlossen hat.
Wir könnten - glauben wir - eher hinnehmen, wenn unser Sohn es notenmäßig einfach nicht schaffen würde - aber so ?

Hat jemand auch solche Erfahrungen gemacht ?

Gruß nanni
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Tess



Anmeldedatum: 16.03.2006
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 06.11.2006, 17:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo nanni,

nanni hat Folgendes geschrieben:
Disziplinarverfahren droht, wenn nochmal etwas vorkommt - Frage, kann so etwas nicht eigentlich sowieso nur der Schulleiter ??
.


das ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt, da müsstest du mal mit Ordnungsmassnahmen oder ähnlich googeln.

In BW dürfen Fachlehrer Stunden Nachsitzen am Nachmittag unter Benachrichtigung der Eltern verhängen. Wenn das abgesessen ist, ist es ungeschehen. Wird nichts vermerkt oder so.

Alle weiteren Ordnungsmassnahmen wie einen Tag bzw. eine Woche Schulverweis darf nur der Rektor verhängen.

Aber da sich der Direktor in eurem Fall vor die vertretende Fachlehrerin stellt, fürchte ich, dass das bei euch anders geregelt ist. Auf jeden Fall unverständlich, dass so ein Tamtam wegen do einer Lappalie veranstaltet worden ist.

Wäre die Vertretungslehrerin frühzeitig im Hallenbad gewesen, hätte das ja gar nicht passieren können.

Und für Fehlinformationen zwischen Bademeister und Sportlehrer können die Schüler nun wirklich nichts dafür. Wenn für solche Fälle nicht vorher genau geklärt wird, wie man vorzugehen hat, in so einem Fall, sehe ich den Fehler eindeutig bei der Schule.


lg,

Tess
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nanni



Anmeldedatum: 25.02.2006
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 06.11.2006, 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die moralische Unterstützung.

Es ist jetzt so, dass alle Eltern nacheinander in die Schule gehen und quasi im "friedlichen" Widerstand zumindest zu der Sache Stellung nehmen. Ein Rechtsanwaltssohn ist auch betroffen und der Vater läßt angeblich nicht locker bis das geklärt ist.

Vielleicht können wir ja wenigstens erreichen, dass die Schule in solchen Fällen in Zukunft etwas humaner reagiert - aber diese Schule ist dafür bekannt.
Leider haben wir das wohl auch etwas unterschätzt. Unser Sohn - geht trotzdem sehr gerne dort hin, sonst würden wir evtl. einen Schulwechsel in Betracht ziehen.

Wir denken halt trotzdem - auch "menschliche Größe" ist ein Wert zu dem wir unsere Kinder erziehen sollen - solche Vorbilder machen es natürlich schwer.

Schaun wir mal was dabei rauskommt - ich denke wir müssen auch darauf aufpassen, dass sich die Aufmerksamkeit unserer Kinder nicht zu sehr auf solche Dinge lenkt.

Gruß nanni
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