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Eltern sollen dauernd in Schule um Proben anzusehen.

 
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nanni



Anmeldedatum: 25.02.2006
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 29.10.2006, 12:27    Titel: Eltern sollen dauernd in Schule um Proben anzusehen. Antworten mit Zitat

Hallo,

ja, nun ist es mal wie so weit. Unser Sohn besucht inzwischen die 6. Klasse Gymnasium und hat durch eine Kur, durch ausgezeichnete Beratung usw. sehr gute Fortschritte gemacht. Leistunsmäßig muss er noch arbeiten, macht aber seine Hausaufgaben gut und lernt -vielleicht noch nicht genug - aber das ist nicht das Problem.
Wir dachten auch, mit den Lehrern jetzt reden zu können. Unser Sohn hat sich auch menschlich sehr gut entwickelt und ist bei seinen Klassenkameraden beliebt.

Wir sind beruflich sehr angespannt und froh noch ein bisschen Freizeit zwischen den ohnehin großen schulischen Verpflichtungen und unserem Beruf mit unserem Kind verbringen zu können. Wir haben nur ein Auto und mein Mann kommt oft spät nach Hause,arbeitet oft sehr weit weg.

Unser Sohn hat nun ein oder zweimal - leider - seine Proben nicht hergezeigt, bzw. unterschreiben lassen, eine Ex wurde zerrissen unter seiner Bank gefunden.

Es ist uns völlig klar, dass so etwas nicht geht und wir wüßten schon wie wir das in den Griff bekommen - haben auch Verständnis, dass dann eben mal ein Verweis fällig wird.

Nun ist aber seine Lehrerin auf die glorreiche Idee gekommen, dass wir nun in Zukunft in die Schule kommen müssen um jede Probe oder Ex anzusehen und ggfs. falls sie schlecht ausgefallen ist, diese zu unterschreiben.
Nachdem wir uns natürlich sehr für den Leistungsstand unseres Sohnes interessieren, hieße das für uns dauernd in die Schule zu rennen - was aufgrund unserer beruflichen Verpflichtungen gar nicht geht und wenn doch ein Arrangement möglich wäre, zumindest massivste Zeit- und finanzielle Einbußen für uns zur Folge hätte, da im Verdienst meines Mannes die Stundenzahl eine sehr erhebliche Rolle spielt.
Einerseits sollten berufstätige Eltern entlastet werden und andererseits sollen wir quasi springen, wenn die Schule schreit, bzw. über Nachteile für unser Kind (wenn wir dann den Leistungsstand nicht genau kennen) dazu gezwungen werden. Auch freut man sich ja, wenn ein Kind stolz zu Hause dann auch mal eine gute Probe herzeigen kann.

Und Gespräche führen sich doch ganz anders, wenn man das Gefühl hat, aus freien Willen konstruktiv miteinander umzugehen.

Ich gebe zu, dass mein Mann und ich dies als Schikane empfinden obwohl die Lehrer gerade letztes Jahr gesehen haben, wie viel Mühe wir uns geben, dass unser Sohn den schulischen Anforderungen entspricht.

Außerdem kam in der Beratung, die wir in Anspruch genommen haben, heraus, dass unser Sohn unbedingt noch daran arbeiten muss, auch bei unangenehmen Sachen Verantwortung zu übernehmen und wir dringend darauf achten müssen, ihm seine Aufgaben nicht abzunehmen und vor allem uns nicht mehr so hineinziehen zu lassen.
Unser Sohn muss die Suppe auslöffeln, die er sich einbrockt.

So braucht er ja nun noch weniger auf seine Sachen zu achten, weil ihm ja nicht viel passiert - er braucht also nur zu schlampen, dann müssen halt die Eltern für ihn erledigen (statt dass er von der Schule gewaltig eins aufs Dach bekommt) - außerdem wird ihm so auch die Chance genommen, es das nächste Mal wieder richtig zu machen.

Wenn wir uns jetzt darauf einlassen würden - wobei wir gar nicht wissen, wie das gehen soll - wegen der Proben in die Schule zu kommen, wird ja nur wieder die Verantwortung von unserem Sohn auf uns verlagert und er lernt es nie.

Ich fühle mich, als wirklich verantwortungsvolle und engagierte Mutter, als soll nicht mein Sohn, sondern ich erzogen werden.

Ich weiß nicht weiter, wenn die Schule von dieser Forderung nicht wieder Abstand nimmt.

Weiß jemand Rat - wie kann man sich gegen so etwas wehren ???

Gruß Nanni
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nurmaIso



Anmeldedatum: 11.08.2006
Beiträge: 5
Bundesland: RLP

BeitragVerfasst am: 29.10.2006, 12:36    Titel: Antworten mit Zitat

hi nanni,

sieh das doch zunächst einmal nicht so negativ. die lehrerin/der lehrer suchten nach einer lösung und haben eben diesen weg vorgeschlagen. ich nehme an, es löst sich auf, wenn du einfach deine probleme schilderst.

ein anderer weg wäre auch, dass die lehrkraft dir einfach eine mail zukommen lässt - xy hat heute seine probe in ... zurück erhalten. fertig und gut.

... muss ja nicht alles böse sein oder eltern ärgern was von den lehrern kommt ...

gruß
nms
_________________
Bevor ein Kind Probleme macht, hat es welche ....
irgendwo gehört, weiß aber nicht, von wem ...??..
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nanni



Anmeldedatum: 25.02.2006
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 29.10.2006, 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Anwort,

leider haben wir vor allem in der Grundschule und in einem Jahr Hauptschule, so wie viele andere Buben-Eltern massivste Differenzen erleben müssen - einige Kinder mussten dann behandelt werden. Manche Eltern waren richtig krank - keiner hat sich aber so richtig getraut zu wehren.

Wir sind in der Beziehung darum zugegebenermaßen inzwischen sehr empfindlich.

Insbesondere da wir leider schon ein- zweimal auch an dieser Schule haben erleben müssen, dass die Schule kein Verständnis gezeigt hat, wobei es unserem Sohn gut gefällt und wir vor allem deswegen nicht wechseln wollen - außerdem ist davonlaufen ja auch keine Lösung.

Aber es ist sicher richtig, wir werden es auf jeden Fall versuchen nochmal mit den Lehrern über diese Probleme zu reden.

Trotzdem bin gespannt, ob noch jemand anders mit so etwas Erfahrung hat.

Gruß nanni
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Doris Schmitt



Anmeldedatum: 16.09.2006
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 04.11.2006, 09:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nanni,

in der heutigen Zeit sind die Lehrer sehr daran interessiert, dass die Eltern alle Tests, Arbeiten ect... sehen.

Das ist zunächst einmal positiv.

Leider gibt es halt auch immer Kinder, die zum einen aus Angst oder auch aus Vergesslichkeit nicht alles unterschreiben lassen.

Da sollte man nach Lösungen suchen.

Natürlich kann man nicht ständig in die Schule gehen und seine Arbeit "vernachlässigen" Das macht kein Arbeitgeber mit und auch Selbstständige können das nicht erledigen.

Ich denke, dass es wirklich wichtig ist, wenn Ihr der Lehrerin zunächst einmal dankt, dass sie sich solche Gedanken macht und um Lösungen bemüht ist, aber ihr das auf Grund der Umstände nict erledigen könnt.

Dann wäre es doch möglich, die Idee mit der Mail aufzugreifen.

Ich verstehe dein Problem, der Junge muss zum Einen lernen, nicht zu schlampen, d.h. an solche Dinge zu denken, zum anderen muss er den Mut haben, auch mal "schlechte" Noten zu akzeptieren.

Aber meine Tochter zeigt mir auch lieber die guten Noten, das ist normal. Es ist auch verständlich, dass man die schlechten Noten "unter den Tisch fallen lassen will".

Doris
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Landys



Anmeldedatum: 01.09.2006
Beiträge: 27
Bundesland: Sachsen

BeitragVerfasst am: 04.11.2006, 15:45    Titel: Antworten mit Zitat

In der Klasse meines Sohnes,7.Kl.Gymn., hat die Lehrerin bestimmte Kinder für sich in der Gruppe verantwortlich gamacht. Wenn also Schwierigkeiten mit einem Schüler entstehen-z.B.keine HA-, dann müssen sich die Schüler untereinander helfen, wenn der eine was vergisst, geht dann auch mal der Schüler der Gruppe zu diesem Schüler nach Hause.
Also 4 Schüler ergänzen sich gegenseitig.Dabei wird Rücksicht genommen, dass die Schüler wohnnah sind.Die Lehrerin selbst greift eigentlich sehr schnell zum Hörer und führt ein Elterngespräch (neben ihrer wöchentl.Sprechstunde).Das war für mich sehr angenehm, da ich oftmals auch keine Lust hatte, in die Schule zu rennen.
Schüler helfen Schüler (und indirekt auch den Eltern,wenn sie bei dem Schüler auftauchen und z.B. die Berichtigung anfertigen oder nur sehen wollen)
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