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Nachsitzen-pädagogisch sinnvoll?

 
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Marlene Mayer



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BeitragVerfasst am: 20.10.2006, 18:40    Titel: Nachsitzen-pädagogisch sinnvoll? Antworten mit Zitat

Hallo,

mich interessiert wie an Schulen Bestrafungen ablaufen, die ja adäquat formuliert, pädagogische Maßnahmen darstellen. An der Schule meines Sohnes, 5. Kl Hauptschule, muss ein Schüler für drei Striche einmal Nachsitzen. Die Striche bekommt man, z.B. wenn man eine Hausaufgabe vergessen hat.

Welche Erfahrungen habt Ihr hier machen können, bzw. wie ist das an den Schulen eurer Kinder geregelt? Wurden an Elternabenden solche Maßnahmen besprochen, oder nur einfach eingeführt?

Wie steht ihr im allgemeinen zu solchen Bestrafungen (pädagogischen Maßnahmen)?

Liebe Grüße

Marlene Mayer
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Thomas Logemann



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BeitragVerfasst am: 21.10.2006, 10:13    Titel: Antworten mit Zitat

Bestrafungen - egal welcher - Art - waren noch nie geeignete Massnahmen zur Erziehung....!
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Marlene Mayer



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Beiträge: 271
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BeitragVerfasst am: 21.10.2006, 11:21    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Thomas,

gehe vollkommen konform mit deinem Beitrag, jedoch interessieren mich auch deine Erfahrungen, solltest du welche gemacht haben.

Liebe Grüße

Marlene Mayer
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Thomas Logemann



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BeitragVerfasst am: 22.10.2006, 05:56    Titel: Antworten mit Zitat

Persönlich, liebe Marlene, hab`ich eine ganze Menge unangenehme Erfahrungen machen müssen; nicht nur in der Schule... aber da reicht der Platz hier nicht für aus; da müsst`ich schon ein Buch `drüber schreiben....

Aber ich rate mal jedem Menschen, der meint das Bestrafung ein Mittel der Sozialpädagogik sei, sich die Erziehung der Kinder unserer bosnischen Mitbürger, vorallem die Kindererziehung der Roma und Sinti, anzuschauen: 1. Kein Kind wird bis zum 6./7.(. Lebensjahr angeschnauzt oder gar geschlagen. Im gegenteil: Sobald die Kinder sprechen können, bekommen sie mit einfachen Worten erklärt, warum sie nicht in die Steckdose fassen dürfen oder den "Tisch abräümen dürfen(den Kleiderschrank ausräumen... )". Gleichzeitig werden die Kinderchen für alles "Gute" gelobt, mit dem Erfolg, das Jungen wie Mädchen sich mit 4 Jahren darum reissen, der Mama beim Abwaschen zu helfen, dem "Babu" den Aschenbecher hinzustellen oder den Gästen den Kaffee zu machen. Bei den Jungs hört das irgendwann mal auf.... meistenteils weil Haushalt in Romafamilien als Frauensache angesehen wird, und die Rabauken schnell mitbekommen, dass "dafür" ja die "Groisse/Kleine Schwester" da ist... Dafür bemühen sich die Rabauken dann darum, mit sechs Jahren "Mama`s kaputten Staubsauger zu reparieren" (mit dem Ergebnis, das ich so gelegentlich am Sonntag `n Anruf bekomme: " ...kannste mal vorbei kommen; unser Kleiner hat versucht die Spülmaschine zu reparien.... nun geht garnix mehr...."). Und selbstverständlich werden die Kleinen Einsteins und Nachfolger von James Watt auch für solche Reperaturten gelobt - entscheidend ist nicht das Ergebnis, sondern der Wille....(zumindestens in dem Alter noch...). Fast genauso funktioniert die Kindererziehung bei meinen türkischen Nachbarn, fast genauso bei den Baha`i-Eltern...; viele Kita`s in Berlin und einige Vorschulen folgen bereits diesem Erziehungsstil.

Nur mit der Einschulung der Kinder hört das dann schlagartig auf - weil die Mehrzahl der Schulen den Kindern von Anfang an Leistungsdruck und Schubladendenken beibringt. Das hat dann zur Folge, das "Osman Kaplan", "Roland Müller" und "Jasmina Omerovic" auf der Strasse, in der Schule echte Rüpel sind, mit null Respekt, bis hin zur Jugendgang - und zuhause, im vertrauten Familienverbund, lein Vater und keine Mutter verstehen kann, wieso plötzlich "Grüne Männchen" vor der Türe stehen, und Osman, Roland oder/und Jasmina des Raubes, des Diebstahls oder der Körperverletzung beschuldigen.

Nun kann man der Schule für das Schubladendenken nicht die alleinige Verantwortung aufbürden. Wenn in einer türkischen Familie über Generationen die Überzeugung gepredigt wird, das die arabischen Nachbarn meistenteils Kamelräuber, mindestens aber mit Vorsicht zu geniessen sind - dann überträgt sich das auf die Kinderchen. Wenn eine deutsche Familie ihren Kindern beibringt, "der Papa ist nur deshalb arbeitslos, weil so viele Türken Arbeit haben" - dann hält sich der Sohnemann mindestens von seinen türkischen Mitschülern fern - und Töchterlein zieht u.U. mit einem NPD-Anhänger zusammen. Und wenn eine Roma- oder Sintifamilie ihren Kindern beibringt, das eben nur das §fahrende Volk" (das längt nicht mehr fährt) Solidarität und Gemeinsinn beweist - dann wird sich Jasmina Omerovic oder Daniejel Husic auch nie an die Gewerkschaft, die Schülervertretung oder die AWO zur Hilfestellung wenden... geschweige denn selbst dort aktiiv werden...
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