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Nachprüfung
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Silke
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Anmeldedatum: 22.03.2006
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Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 31.08.2006, 13:28    Titel: Nachprüfung Antworten mit Zitat

Hallo an alle,

mein Sohn hat mir heute erzählt, dass ein ehemaliger Klassenkamerad von ihm, der auch wegen einer 5 in Latein das Schuljahr nicht geschafft hat, das Angebot der Nachprüfung
angenommen hat; er hat sie nicht bestanden, wiederholt die Klasse also auch, wie unser Sohn, der die Nachprüfung nicht machen wollte.
Ich wollte mehr wissen, und da erzählte mir unser Sohn, dass besagter Junge einen Text über 2 DINA4 Seiten erhielt, den er bearbeiten sollte; dafür hatte er 20 Minuten Zeit.
Den gleichen Text musste jetzt seine ehemalige Klasse im Unterricht bearbeiten, die Kinder hatten dafür aber 45 Minuten Zeit. Kein einziges Kind hat es geschafft den Text komplett zu bearbeiten, die meisten schafften es wohl bis zur Hälfte.
Das kommt mir schon ein bisschen merkwürdig vor. Außerdem frage ich mich, ob es wirklich korrekt ist, dass die Lehrkraft, die im Zeugnis dafür gesorgt hat, dass das betroffene Kind die
Versetzung nicht geschafft hat, dann auch noch die Nachprüfung durchführt.
Das war ja auch der Grund, warum unser Sohn das Angebot der Nachprüfung nicht angenommen hat.

Liebe Grüße

Silke
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Einen Menschen erziehen heißt, ihm zu sich selbst verhelfen (Peter Altenberg)
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Doris Carnap
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Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 01.09.2006, 07:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silke,

auch bei meinem Sohn ist ein Klassenkamerad durch die Nachprüfung in Latein gefallen. Die meisten, die ich kenne sind durch Nachprüfungen gefallen, bis auf drei Jungen, die es geschafft haben. Die Enttäuschung wenn man durchfällt ist riesengroße, denn man hat die Ferien über gelernt und ist voller Hoffnung.

Das sehe ich auch als ein Problem:
Zitat:
"...ob es wirklich korrekt ist, dass die Lehrkraft, die im Zeugnis dafür gesorgt hat, dass das betroffene Kind die Versetzung nicht geschafft hat, dann auch noch die Nachprüfung durchführt."
Ein Lehrer hat den Schüler das ganze Jahr über "hängengelassen", weil er davon ausgegangen ist, der Schüler sei zu faul oder nicht geeignet für diese Schulstufe und auf einmal soll sie zugestehen, der Schüler kann es doch, das fällt sicher vielen schwer.

Ein anderes ist die Vorbereitung und Unterstützung durch die Lehrkraft. Häufig wird ein Schüler mit der allgemeinen Empfehlung in die Ferien entlassen, den Schulstoff des letzten Schuljahres zu wiederholen. Die meisten sind dadurch überfordert, viele Schüler haben nie gelernt zu lernen. Da sind die Schüler im Vorteil, die von einem Lehrer gute Vorgaben bekommen, was genau zu lernen ist.

Das steht in der Verordnung zur Prüfung:
Zitat:
(5) Die Prüfung zur nachträglichen Versetzung besteht in den Fächern oder Lernbereichen, in denen Klassen- oder Kursarbeiten geschrieben werden, aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil, in den übrigen Fächern oder Lernbereichen nur aus einem mündlichen Teil. Der schriftliche Teil besteht aus einer Klassen- oder Kursarbeit in dem jeweiligen Fach oder Lernbereich in der von der Schülerin oder dem Schüler bis zuletzt besuchten Jahrgangsstufe; der mündliche Teil dauert in der Regel 20 Minuten.

(6) Die Schulleiterin oder der Schulleiter überträgt die Durchführung der Prüfung einer Fachlehrerin oder einem Fachlehrer. An der mündlichen Prüfung nehmen außerdem die Schulleiterin oder der Schulleiter oder deren Stellvertreterin oder Stellvertreter als Vorsitzende oder Vorsitzender sowie eine weitere in dem betreffenden Fach unterrichtende Lehrkraft als Protokollführerin oder als Protokollführer teil. Der Vorsitz ist übertragbar. Die vorstehend Genannten entscheiden auf Vorschlag der oder des Prüfenden mit Stimmenmehrheit. Eine Stimmenthaltung ist nicht zulässig.
VO zur Gestaltung des Schulverhältnis §15

Interessant, dass in der VO steht : "der Schulleiter überträgt die Durchführung der Prüfung einer Fachlehrerin oder einem Fachlehrer" - von der "tragenden Rolle" der Fachlehrerin, die das letzte Schuljahr unterrichtet hat, ist darin nicht die Rede, die üblicherweise prüft- so kenne ich es auch- sie wird noch nicht mal erwähnt. Na, da besteht mal wieder Klärungsbedarf.

Doris
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Tess



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BeitragVerfasst am: 01.09.2006, 12:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich finde Nachprüfungen eine gute Sache und sie werden auch durchaus bestanden. Aber, wie mit allen Neuerungen, herrscht halt noch viel Unsicherheit.

Zwei Dinge halte ich für unabdingbar: dass man sich (d.h. die Eltern) selber um einen Lehrer bemüht, der die Prüfung macht und dass man die Vorbereitung selber in die Hand nimmt.

Sich auf die Schule verlassen, kann man natürlich nicht. Und auf das Kind alleine schon gar nicht. Da sind vermutlich alle überfordert, aus irgendeinem Grund haben sie in dem betreffenden Fach ja die Peilung verloren.


lg,

Tess
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Silke
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BeitragVerfasst am: 01.09.2006, 18:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tess,

man hat es als Eltern leider nicht in der Hand sich einen Lehrer zu suchen, der die Prüfung macht, das ist Sache des Schulleiters.
Ich halte es für paradox, dass der Lehrer, der im Zeugnis dafür gesorgt hat, dass man nicht versetzt wird, die Nachprüfung durchführt.
Wie ich bereits schrieb, wurde auch unserem Sohn die Nachprüfung in Latein angeboten; er sagte zu mir, dass die Lehrerin ihm vorher schon klar gemacht hatte, dass er diese nicht bestehen würde, dafür würde sie sorgen. Aus diesem Grund verzichtete er auf die Nachprüfung.

Mein Mann erzählte mir, dass er, während seines Studiums, einmal einen Schein nachmachen musste. Die Prüfung wurde nicht von dem Professor durchgeführt, der ihn vorher hatte durchfallen lassen, das war verboten.

Ich weiß nicht, ob das heute immer noch so ist. Aber, wenn es im Studium anders gehandhabt wird, wäre es doch opportun, das auf die Schule zu übertragen.

Liebe Grüße

Silke
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Tess



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BeitragVerfasst am: 01.09.2006, 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silke,

das ist sicher nicht im Sinne des Erfinders.

Ich brauchte auch mal Lehrer für eine Nachprüfung. Die eine Lehrerin habe ich direkt gefragt, dem Rektor mitgeteilt mit dem Vorschlag, dass er selber den anderen Part übernimmt (weil er zufällig das entsprechende Fach unterrichtete).

Das hat dann gut geklappt.

Der bisheriger Lehrer hat den Vorteil, dass man die Art der Arbeiten schon etwas kennt. Das hast du natürlich bei noch unbekannten nicht. Da ist es ein Sprung ins kalte Wasser.


Tess
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ChristinePhilipps



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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

Natürlich ist es gut, wenn man die Arbeitsweise, des prüfenden Lehrers bereits kennt. Andererseits denke ich, dass es für die Prüflinge ein besseres Gefühl wäre, wenn das Ganze bei "neutralen" Lehrkräften stattfinden würde.

Dann ist zumindest die Angst weg, man würde nach dem Eindruck des vergangenen Schuljahres bewertet.

Es ist ja auch für den notengebenden Lehrer im Jahreszeugnis nicht unerheblich, wenn der Schüler bei der Nachprüfung plötzlich sein Ziel noch errreicht. Ich könnte mir vorstellen, dass dies für ihn eine ziemliche Blamage wäre und der Ruf leidet.

In meinen Augen haben die Lehrer bei der Notengebung zuviel Spielraum, der auch immer wieder negativ genutzt wird.

Auch mein Sohn mußte mit einer solchen Notensituation fertig werden als es um den Übertritt in eine höhere Schule ging.

Fazit: Schulverweigerung, psychsomatische Störungen
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Tess



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BeitragVerfasst am: 05.09.2006, 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

ChristinePhilipps hat Folgendes geschrieben:

Es ist ja auch für den notengebenden Lehrer im Jahreszeugnis nicht unerheblich, wenn der Schüler bei der Nachprüfung plötzlich sein Ziel noch errreicht. Ich könnte mir vorstellen, dass dies für ihn eine ziemliche Blamage wäre und der Ruf leidet.


Ich finde nicht, dass man das so sehen darf. Das Bestehen einer Nachprüfung darf nicht als Misserfolg des abgebenden Lehrers gesehen werden.

Eine Nachprüfung macht ja nur dort Sinn, wo man sagen kann, dass ein Schüler ein Schuljahr in einem Fach verpennt hat. Dann lernt er den verpassten Stoff nach und zeigt das in der Prüfung. Das sagt dann ja nicht aus, ob die Beurteilung des abgebenden Lehrers ok war.


lg,

Tess
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Marlene Mayer



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BeitragVerfasst am: 06.09.2006, 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Tess hat Folgendes geschrieben:
ChristinePhilipps hat Folgendes geschrieben:

Es ist ja auch für den notengebenden Lehrer im Jahreszeugnis nicht unerheblich, wenn der Schüler bei der Nachprüfung plötzlich sein Ziel noch errreicht. Ich könnte mir vorstellen, dass dies für ihn eine ziemliche Blamage wäre und der Ruf leidet.


Ich finde nicht, dass man das so sehen darf. Das Bestehen einer Nachprüfung darf nicht als Misserfolg des abgebenden Lehrers gesehen werden.

Eine Nachprüfung macht ja nur dort Sinn, wo man sagen kann, dass ein Schüler ein Schuljahr in einem Fach verpennt hat. Dann lernt er den verpassten Stoff nach und zeigt das in der Prüfung. Das sagt dann ja nicht aus, ob die Beurteilung des abgebenden Lehrers ok war.


Tess



Hallo,

meiner Meinung nach hat der Lehrer immer seinen Beitrag geleistet, ob ein Schüler was nciht erreicht oder aber auch gut erreicht.
Wenn es zu einer Nachprüfung kommen muss, weil ein Schüler, ich nehme auch mal den Ausdruck "verpennt" hat, aber warum hat er "verpennt"?, weil er gerne nicht versetzt wird, weil er einfach faul ist, weil Eltern nicht genügend motiviert haben.........

Vielleicht weil er ohne den möglichen Druck des Lehrers, der ihn vielleicht wegen ein oder zwei unzureichenden Leistungen als Versager sah, in der Ferienzeit lernen konnte, oder den Stoff verstanden hat und nur bei dem Lehrer nicht mehr zeigen konnte.

Das Verhalten der Lehrer spielen eine große Rolle, Neutralität und Gerechtigkeit sind leider nicht immer gegeben. Schüler werden immer versuchen an ihre Grenzen zu stoßen, der Lehrer mit seinem pädagogischen Wissen, hat die Aufgabe zu lenken, er kann mit seinen Fähigkeiten sehr viel erreichen, wenn er denn möchte.

Ich sehe das ähnlich wie Christine, wenn ein Schüler im folgenden Schuljahr den gleichen Lehrer wieder bekommen würde, müsste der Lehrer schon ein adäquates Verhalten an den Tag legen um dem Schüler das nicht spüren zu lassen.

Liebe Grüße

Marlene Mayer
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Tess



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BeitragVerfasst am: 06.09.2006, 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

Marlene Mayer hat Folgendes geschrieben:
meiner Meinung nach hat der Lehrer immer seinen Beitrag geleistet, ob ein Schüler was nciht erreicht oder aber auch gut erreicht.


mir ging es eher um die Beurteilungbefähigung des Lehrers. Dass im Schuljahr etwas ungut gelaufen ist, das ist mir schon klar. Ich gehe mal davon aus, dass ein Schüler, mit einer 5 im Zeugnis massgebende Lücken im betreffenden Fach aufweist. (Wer dafür verantwortlich ist, möchte ich jetzt nicht diskutieren). Dann lernt der Schüler, und besteht die Nachprüfung. Dann sollte man das, meiner Meinung nach, als Erfolg des Schülers verbuchen (Er hat seine Situation aktiv verbessert) und nicht als Beurteilungmanko des Lehrers.


Zitat:

Wenn es zu einer Nachprüfung kommen muss, weil ein Schüler, ich nehme auch mal den Ausdruck "verpennt" hat, aber warum hat er "verpennt"?, weil er gerne nicht versetzt wird, weil er einfach faul ist, weil Eltern nicht genügend motiviert haben.........


Unter "verpennt" verstehe ich, dass ein Schüler zB in einer Fremdsprache zu wenig gelernt hat, Vokabeln, Grammatik was auch immer und dann dadurch den Anschluss verpasst hat. Sowas lässt sich nachlernen. Da finde ich eine Nachprüfung eine gute Lösung.

Wenn die 5 durch absolut grundsätzliches Fehlverständnis zustande kommt, vielleicht schon von mehreren Schuljahren, dann halte ich es für unrealistisch, dass ein Schüler sich in 5-6 Wochen massiv verbessern kann.

Zitat:
Das Verhalten der Lehrer spielen eine große Rolle, Neutralität und Gerechtigkeit sind leider nicht immer gegeben.


da bin ich absolut einverstanden, leider.
Aber mir ging es jetzt lediglich darum, dass und wann eine Nachprüfung eine gute Möglichkeit darstellen kann.

Dass es (für die Schule zumindest) eine Billiglösung ist, ist mir schon klar. Die Arbeit hat ja ausschliesslich der Schüler und seine Eltern. Die Fälle, wo sich Lehrer dann mit einem Schüler mehrmals hinsetzen, die Situation analysieren und den Lernprozess begleiten, kann man wahrscheinlich an öffentlichen Schulen lange suchen.


lg,

Tess
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Silke
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BeitragVerfasst am: 06.09.2006, 16:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marlene,

das Problem bei meinem Sohn ist, dass er Legastheniker ist und irgendwie sehr große Schwierigkeiten mit den Fremdsprachen hat.
Uns wurde geraten, dass er Latein als 2. Fremdsprache nehmen sollte, das war ein Schuß der nach hinten losging, denn weder mein Mann, noch ich, haben diese Sprache in der Schule gehabt
Da die Lehrerin ihm vorher schon klargemacht hatte, dass sie nicht gewillt ist, ihn durchkommen zu lassen, hat er sich entschieden auf das Angebot der Nachprüfung zu verzichten.
So muss er jetzt die Klasse wiederholen, und der Knaller ist, dass er in Latein die gleiche Lehrerin wieder hat.
Allerdings haben wir dieses Jahr einen Antrag auf Nachteilsausgleich
gestellt; mal sehen was jetzt passiert.

LG

Silke
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Marlene Mayer



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BeitragVerfasst am: 06.09.2006, 17:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silke,

warum habt ihr den Antrag auf Nachteilsausgleich nicht schon früher gestellt?

Mein jüngster Sohn, 10, hat eine Legasthenie, oder die Legasthenie hat ihn, das wurde vor ca. 8 Wochen diagnostiziert. Einen Nachteilsausgleich hatte er aber schon in der Grundschule, seit zwei Jahren, als es noch als isolierte Rechtschreibschwäche galt.

Soweit ich richtig informiert bin, bekommt mein Sohn ab diesem Schuljahr einen Zeitzuschlag, der Lehrer setzt diesen Zeitzuschlag fest. In den Fremdsprachen werden mündliche wie schriftliche Arbeiten gleich gewichtet, also 1:1.

Ich hoffe nun aus dem Stehgreif heraus nichts falsches geschrieben zu haben, aber das sieht wohl in jedem Bundesland etwas anders aus.

Den Knaller, von dem du schreibst, denn hatten wir auch. Als meine Tochter eine Jahrgangsstufe wiederholen musste, sie ist wegen Latein und Englisch nicht versetzt worden, bekam sie in der Wiederholungsklasse wieder den gleichen Lehrer. Auch mein Sohn musste ihn als Lehrer kennenlernen, innerhalb von 10 Tagen fragte dieser meinen Sohn dreimal aus und benotete jedesmal mit der 6.

An Stelle ihn etwas zu motivieren, dass war gleich nach Schulbeginn (der Lehrer konnte meine Tochter wohl nicht leiden, na ja und dann auch noch ihr Bruder), hielt der Lehrer dieses Ausfragen für mehr als legitim auch die Benotung, er bezeichnete unseren Sohn als "Stinkfaul", die ersten 10 Tage im neuen Schuljahr. Mein Sohn bekam das noch öfters zu spüren, auch das schöne Vokabular des Lehrers.

Faulheit unterstütze ich grundsätzlich nicht, aber bei diesem Lehrer würde mir als Schüler wohl auch das Wort im Hals stecken bleiben!! Die Nachhilfelehrerin die wir in Anspruch nahmen, sagte zu mir, "warum benötigt ihr Sohn denn Nachhilfe, das Geld könnten sie sich sparen, er kann Latein und sie kann sich die Noten nicht erklären!
Meiner Meinung nach und was sich für uns bei den Gesprächen erklärte, ist dem Lehrer nur wichtig, seinen für mich deutlichen autoritären Charakter zu präsentieren, die Schüler sind somit irgendwie egal. Meine beiden hatten eben großes "Glück" an diesen Lehrer zu geraten.

Liebe Grüße

Marlene
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Silke
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BeitragVerfasst am: 07.09.2006, 08:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marlene,

der Erlaß über Nachteilsausgleich ist bei uns in Hessen erst per 1. August 2006 in Kraft getreten, daher konnten wir ihn nicht früher beantragen.
Notenschutz bezüglich der Rechtschreibfehler hatte unser Sohn schon, aber ihm fallen generell die Sprachen schwer, schätze mal, das wäre auch der Fall, wenn er kein Legastheniker wäre.
Er ist mehr mathematisch-naturwisenschaftlich begabt, aber wenn du da die falschen Lehrer hast, na du weißt ja wie das ist.
Eine 2 in Mathe hätte genügt, um die 5 in Latein auszugleichen, aber was macht der Lehrer, er sagt zu ihm du hast 4 und 3 geschrieben, mündlich stehst du 2, beherrschst den Stoff, machst nur Leichtsinnsfehler, du bekommst im Zeugnis eine 4.
Das war`s dann.

LG

Silke
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Tess



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BeitragVerfasst am: 07.09.2006, 17:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silke,

Silke hat Folgendes geschrieben:
Da die Lehrerin ihm vorher schon klargemacht hatte, dass sie nicht gewillt ist, ihn durchkommen zu lassen, hat er sich entschieden auf das Angebot der Nachprüfung zu verzichten.
So muss er jetzt die Klasse wiederholen, und der Knaller ist, dass er in Latein die gleiche Lehrerin wieder hat.


Das ist natürlich bitter!

Da müsst ihr wahrscheinlich schon ein Auge drauf haben, dass sie den Nachteilsausgleich auch umsetzt.

Ich hoffe, er hat in den anderen Fächern mehr Glück mit dem Lehrer-Roulette.


lg.

Tess
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Doris Carnap
Moderatorin


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BeitragVerfasst am: 10.09.2006, 09:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silke,

ich habe am Freitag das Elterntelefon des HKM genutzt, um nachzufragen wie der Ablauf der Nachprüfung in Hessen eigentlich gedacht ist.

Fachlehrer bedeutet, dass ein Lateinlehrer im Fach Latein die Nachprüfung macht und nicht der Sportlehrer, okay das ist nachzuvollziehen;-). Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass der Lehrer, der das letzte Schuljahr unterrichtet hat, derjenige ist, der die Nachprüfung macht, weil er genau weiß, was durchgenommen wurde und was nicht. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass der Lehrer bei seiner Beurteilung fair ist.

Genau das beschrieb ich als den möglichen Schwachpunkt. Die Antwort: Man kann gegen den Entscheid der Nachprüfung Widerspruch einlegen, wenn der Eindruck besteht, es sei nicht gerecht zugegangen.

Das Elterntelefon des Kultusministeriums ist unter der Nummer 0180 / 10 30 300 noch bis zum 22.9. geschaltet.

@Tess: Wie sieht die Regelung für die Nachprüfung in B-W aus? Du suchst als Mutter einen Fachlehrer der Schule für die Nachprüfung? Wer bestimmt denn, welcher Stoff dann geprüft wird?

Doris
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PinHei



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Beiträge: 60
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 31.10.2006, 16:46    Titel: Nachprüfung Antworten mit Zitat

Hallo Doris,Tess,Silke,Marlen und .....

Es ist schon ein Chaos in unserem Schulsystem

Zitat:
ich habe am Freitag das Elterntelefon des HKM genutzt, um nachzufragen wie der Ablauf der Nachprüfung in Hessen eigentlich gedacht ist.


wenn das KM eine so schwammige Aussage macht, bleibt doch nur die Schlußfolgerung übrig:
Zitat:
mangelhafte Kompetenz
oder.

Mein Sohn hatte ja nun auch das Vergnügen sich einer Nachprüfung zu unterziehen. Wäre im Vorfeld bei den Arbeiten richtig und korrekt benotet worden, wäre diese nicht notwendig gewesen. Dies nur als Nebenbemerkung.

Im Beratungsgespräch wurde dann die Aussage der Klassenlehrerin von der Stellvertreterin und dem Schulleiter die bestätigt, dass die Klassenlehrerin - gleichzeitig Fachlehrerinn englisch- diese Nachprüfung gem. Hess.Kultusminsterium nicht abnehmen dürfte.

Nachdem ich jetzt hier lese kommen mir diese Aussagen sehr unglaubwürdig vor. Von meinem Sohn erfuhr ich dann, dass die KL - Fachlehrerin als Protokollantin anwesend war.

Ebenso ist die Benotung ausgefallen; 68,42 % richtig Antworten ergibt die Note 4, also wie im abgelaufenen Schuljahr.

Doris,
Zitat:
Na, da besteht mal wieder Klärungsbedarf


Ja, da besteht erheblicher Klärungsbedarf nicht nur in dieser Sachlage. Opferst Du Dich dafür diese Sachlage zu klären ?

Es sei mir hier die Frage erlaubt " schafft diese Klärung eine Einzelperson "?
Viele Grüsse
Heinz
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