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Kopie: Brainstorming zur schnellen 'Eingreiftruppe'

 
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Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 22.01.2006, 14:12    Titel: Kopie: Brainstorming zur schnellen 'Eingreiftruppe' Antworten mit Zitat

Ersteller:

DorisCarnap
Moderatorin




Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 61
Nachricht senden Erstellt am 03.04.2005 - 14:09

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Hallo an Alle,

in dem Thread ???Wie Lehrer mit Eltern umgehen? auf Seite 12/13 http://www.foren.de/system/morethre....gs-333853-785901-120.html


hatte ich beschrieben, dass es bei Problemen mit Lehrern niemanden gibt, der sich verantwortlich fühlt. Ich hatte zwei Beispiele, die ich durch alle/einige Instanzen verfolgt hatte, gegeben. Es deckt sich auch mit den Problemen die andere beschrieben haben.

Ich hatte geschrieben: ???Nun meine ich keinesfalls, dass alle Lehrer unfähig sind, aber unfähigen Lehrern muss geholfen werden. Wenn sie von ihren Job überfordert sind, muss man doch andere Möglichkeiten schaffen, auf alle Fälle haben sie als Alleinverantwortliche im Klassenzimmer nichts zu suchen! Nach meiner Vorstellung müsste es eine Institution geben, die auf Meldungen aus Schulen über unfähige Lehrer reagiert und sofort handelt und nicht die Verantwortung von sich schiebt und erst reagiert, wenn Klage erhoben oder die Öffentlichkeit eingeschaltet wurde. Ich stelle mir vor, dass man mal gemeinsam überlegt, wie man etwas verändern könnte und lade zum ???brainstorming? zu diesem Thema ein?.

Angelika hatte aus ihrer Erfahrung meine Beobachtung bestätigt und geschrieben: ???Genau deshalb finde ich Ihren Satz so wichtig- durch EVIT und Co. wurden Schritte in die richtige Richtung eingeleitet ? woran es immer noch mangelt ist die ???schnelle Eingreiftruppe?, die unbürokratisch und frei von persönlichen Befindlichkeiten zum Wohle ALLER Beteiligten sofort reagieren kann, bevor die Dinge eskalieren... Darüber hinaus liegen aber auch im Rahmen der Elternarbeit oft ungeahnte Chancen brach. Es darf nicht mehr sein, dass Elternsprecher und Schulelternsprecher ihr Amt darauf reduzieren (lassen), dass sie Klassenfahrten begleiten und in den Pausen Würstchen und Kuchen verkaufen. Hier sehe ich eine gute Ansatzmöglichkeit.

Elternvertreter, die ihre Arbeit als E l t e r n v e r t r e t e r (nicht als verlängerter Arm der Lehrerschaft) ernst nehmen könnten hier durch Gesprächsangebote und vermittelnd tätig werden. Ich stelle mir vor, dass alle Elternsprecher zukünftig einen ???Einarbeitungskurs? bekommen, in dem ihnen ihre Pflichten und Möglichkeiten erklärt werden. Entsteht dann in Konflikt in der Schule, hätten die Eltern KOMPETENTE Ansprechpartner, die ihnen Wege und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen können. In der Hoffnung, dass es noch zu dem von Ihnen angedachten brainstorming kommt und wir auf diesem Wege konstruktive Ideen und Vorschläge zusammentragen werden.?

Meine Frage an alle: Auf welcher Ebene müsste man sinnvollerweise eine ???schnelle Eingreiftruppe? ansiedeln und was müsste man in die Wege leiten, um diese Idee an die Kultusminister zu bringen ?

Grüße

Doris Carnap

[Dieser Beitrag wurde am 30.05.2005 - 11:55 von PetraLitzenburger aktualisiert]




Angelika





Status: Offline
Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 46
Nachricht senden Erstellt am 02.06.2005 - 09:10

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Hallo Doris!

Glücklicherweise laufen inzwischen bundesweit Bemühungen in dieser Richtung an. Ich prüfe gerade, wie wir diese am besten unterstützen können, denn ich halte mehr von einer gebündelten Aktion, als von 10 Einzelinitiativen.

Fakt ist:

Die Schulämter müssen aus ihrer Doppelverantwortung genommen werden ? sie können (und wollen?) nicht Kinder und Lehrer vertreten und ihnen gerecht werden.

Schaut mal weiter ? wer arbeitet im Schulamt und in den Bildungsministerien? Von der Altersstruktur einmal ganz abgesehen ist da viel ehemaliges Lehrpersonal versammelt.

Stellt Euch bitte mal vor, in einem Prozess sollte der Richter die Anklage und die Verteidigung gleichzeitig und zusätzlich übernehmen. So arbeiten Schulämter.

Sobald mir konkrete Informationen vorliegen, melde ich mir wieder. In der Zwischenzeit sollten wir unsere Vorschläge und Ziele aber trotzdem schon einmal sammeln uns formulieren.

Viele Grüße

Angelika








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Dem Betrübten ist jede Blume ein Unkraut, dem Glücklichen ist jedes Unkraut eine Blume.

Romas





Status: Offline
Registriert seit: 16.03.2005
Beiträge: 13
Nachricht senden Erstellt am 02.06.2005 - 14:08

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Hallo,

worin liegt dieser Handlungsbedarf letztendlich begründet?

Die meisten Eltern sehen "Schule" nicht als einen Ort an dem ihre Kinder Bildung, Wissen, Agieren in einer Gemeinschaft, sowie ein gewisses Maß an geistiger Formung uvm. erhalten.

Vielmehr betrachtet man diesen Ort als eine Sammelstelle, oder besser ausgedrückt, als einen Ort an dem die Kinder betreut und beaufsichtigt werden um den Eltern die Möglichkeit zu geben in dieser Zeit anderen Dingen wie z.B. ihrer Arbeit nachzugehen.

Die Schulen machen häufig den Fehler, den Kindern permanent ihre Pflichten zu verdeutlichen und dafür zu sorgen dass sich die Kinder stets, auch in falschen Momenten, unterordnen.

Auf beiden Seiten muß eine Wandlung eintreten.

Den Eltern muß klar verdeutlicht werden, dass Schule nicht eine Art "Blackbox" ist auf deren einen Seite man die wissbegierigen Kinder hineingibt um sie auf der anderen Seite als ausgebildeten und vollwertigen Teil der Gemeinschaft in Empfang zu nehmen.

Wir Eltern müssen lernen uns stärker zu engagieren, am Schulalltag unserer Kinder teilzuhaben, diesen aktiv mitzugestalten und bei Problemen gemeinschaftlich an deren Lösung arbeiten.

Viele der hier Mitlesenden haben sicherlich im Bereich "Gewalt und Mobbing durch Lehrer" die geschilderte Problematik meiner Familie mitverfolgt.
Ich habe auf diese teilweise doch schmerzliche Art gelernt dass unsere Mitwirkung erforderlich ist.
Hätten wir uns von Anfang an in diesem Maße engagiert wie wir es mittlerweile tun, die Problematik hätte nicht derartige Ausmaße annehmen können.
Ich war unwissend, mir fehlte zu Beginn der schulischen Ausbildung unseres Sohnes einfach die nötige Aufklärung.

Nun, wir arbeiten hier mittlerweile mit der Schule sehr eng zusammen, führen regelmäßig Gespräche und üben auch Kritik an Dingen die einer Änderung bedürfen.
In Kürze werde ich zusätzlich die "Computer AG" an der hiesigen Schule auf ehrenamtlicher Basis betreuen und den Kindern der Grund- und Hauptschule so die Möglichkeit geben zusätzliches Wissen zu erhalten dass die Schule in diesem Maße nicht vermitteln kann.

Dies alles erfordert aber auch die Bereitschaft von uns als Eltern sich mit der Schule auseinanderzusetzen, Zeit und Arbeitskraft zu investieren.
Weitergehend würde ich mir noch wünschen zu Beginn eines neuen Schuljahres den Eltern die notwendigen Informationen zu vermitteln wie sie Schule aktiv mitgestalten können und welche Möglichkeiten und vor allem auch Hilfestellung sie im Problemfall erhalten können.

Im Gegenzug sollten die Schulen alles daran setzen die aktive Einbindung der Eltern zu fördern und zu unterstützen.
Weiter den Kindern helfen auch ihre Rechte zu kennen und wahrzunehmen, sie dazu erziehen sich auch für andere einzusetzen, sich eine eigene Meinung bilden und diese auch frei von Angst vertreten zu können.

Als schnelle "Eingreiftruppe" würde ich mir folgendes vorstellen.
Ein Gremium an jeder Schule, bestehend aus Eltern und Lehrern der jeweiligen Schule.
Von der Schulbehörde ausgestattet mit einem Handlungsspielraum und der Möglichkeit in dringenden Fällen sofort und einstimmig unbürokratisch zu handeln.
Den Mitgliedern dieses Gremiums soll und darf kein Nachteil entstehen, eine direkte Einflußnahme von Schule, Kollegen, Eltern außerhalb des Gremiums muß ausgeschlossen sein um die Objektivität zu wahren.
Die getroffenen Entscheidungen werden von der Schulbehörde akzeptiert und anerkannt, bei erforderlichen weiterführenden Schritten gewichtig berücksichtigt.

Grüße

Romas





Erika





Status: Offline
Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 136
Nachricht senden Erstellt am 03.06.2005 - 21:49

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Hallo Doris und alle anderen,

kompetente Ansprechpartner und Vermittler zwischen Eltern und Schule wären m.E. nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Was heißt überhaupt kompetent? Meiner Meinung nach müssten das Menschen sein, die sich mit allen möglichen Themen wie Hochbegabung, den möglichen Ursachen für Lern- und Verhaltensstörungen, Psychologie, Schulrecht, Strafrecht und mehr einigermaßen auskennen sollten und darüber hinaus mit entsprechenden Fachleuten zusammenarbeiten müssten.

Ich sehe das auch so, dass Schulämter nicht Lehrern und Schülern gleichermaßen gerecht werden können. Den Schülern kann man m.E. nur gerecht werden, in dem sich einiges am Schulsystem ändert (Förderung von Schwachen und Starken, andere Art von Unterricht mit anders ausgebildeten und teilweise geeigneteren Lehrern).

Eine gut ausgebildete schnelle Eingreiftruppe, die unabhängig vom Schulamt bzw. gleichberechtigt die Schüler- und Elterninteressen vertritt, wäre natürlich ein wichtiger Baustein, um die Notwendigkeit von Änderungen an höherer Stelle deutlich zu machen und unbestritten auch eine wirklich wichtige und obernotwendige Anlaufstelle für verzweifelte Schüler und Eltern.

Was müsste man in die Wege leiten, hast du gefragt.

Ich meine, dass die ganze Angelegenheit (Beispiele von "Tragödien" als Anhang) deutlich formuliert werden muss, möglichst viele Unterschriften gesammelt werden sollten und das Ganze an alle Kultusministerien und gleichzeitig Bundesbildungsministerium geschickt werden sollte.

Viele Grüße
Erika








Signatur
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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

besorgteMami





Status: Offline
Registriert seit: 13.02.2005
Beiträge: 23
Nachricht senden Erstellt am 04.06.2005 - 00:24

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Hallo
Brainstorming möchte ich hier mit Mindmap gleichsetzen.
Ohne Wertung (die die Kreativität hemmt) einfach Gedanken, Begriffe und Gefühle aufschreiben.
Zu einem späteren Zeitpunkt kann über die Ideen diskutiert werden.

- Eingreiftruppe heftiges Wort, hört sich hart an, militärisch

- in der Schule temporär und örtlich,
ungebunden theoretisch weisungsfrei

- Elternvertreter?
eher nein, nicht nur, was wenn "Schweiger" gewählt?

- Zusammensetzung
klar, Lehrer, Eltern, aber auch Schüler
Kinder können ganz klar denken und sprechen
Lehrer anderer Schule als Aussenstehender -> Abstand zum Problem, anderer Erfahrungsschatz,

- Therapeuten
Therapeuten, die Kinder betreuen, haben Mitspracherecht,
als Experten beraten
in der Schule auf Info-Veranstaltungen zum Fachgebiet referieren

- Massnahmen
was kann der Kreis beschließen?
wer hält sich dran?
Einspruch?
Familienkonferenz: Es wird dann auseinandergegangen, wenn jeder die Lösung mittragen kann, keine faulen Kompromisse.
was macht man mit resistenten Lehrpersonen - so nach dem Motto: Ihr habt mir nichts zu sagen!

- schriftliche Niederlegung der Ziele
wie Schulvertrag

- Mediatoren

- Hilfe beim Jugendamt
gibt vielleicht finanzielle Unterstützung beim Schulen von Gesprächsführern

- Projektwoche
z.B.: Wir vertrauen uns selbst und können reden.
Wir dürfen reden.
Wir lösen Konflikte.
"Faustlos" Uni ? köln?

- Kumis
große Skepsis
Rumpelstilzchen
wartet auf Weglobung
andere Bundesländer?
wenig Insider-Wissen

- Juristische Unterstützung


So, das wars von mir.

Wie gesagt, eine ungeordnete Sammlung meiner Ideen zu dem Thema.
Eine Gründung (hört sich so gewichtig an, mir ist aber kein anderes Wort eingefallen) begrüße ich ausdrücklich. Damit kein falsches Bild entsteht, doch: Allein mir fehlt der Glaube.

Verzeiht,
Ideen haben wir hier schon viele geboren, von denen leider viel zu viele noch nicht einmal das Krabbelalter erreicht haben.

Auf, schreibt eurer MAP!










Angelika





Status: Offline
Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 46
Nachricht senden Erstellt am 08.06.2005 - 08:49

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Und weiter gehts`s

Ich denke, dass es extrem wichtig ist, die Elternarbeit zu verstärken.
Es kann nicht sein, dass sich so oft die größten Speichellecker wählen lassen, um dem Objekt ihrer Begierde noch näher zu sein

Elternsprecher:
Sollten zwingend Kurse absolvieren müssen, die sie qualifizieren - das stärkt die Elternvertretungen und schreckt vielleicht auch jene ab, die ungeeignet sind.

Mediation:
Sehr guter Ansatz, denn egal, wie der aktuelle Konfliktgelöst wird, man wird irgendwie zusammen weiter arbeiten müssen - hier besteht die Chance, die Karten neu zu mischen und bessere Wege zu finden.

Durchsetzung:
Hier müssen ganz klare Wahlrechte, Befugnisse und Handlungsmöglichkeiten geschaffen werden, um keine Starre zu verursachen. Unabhängige und nicht betriebsblinde Mitarbeiter sind hier gefragt - wie in Schiedsstellen. Juristen wären hier aufgrund ihrer Vorbildung ideal.


Schnelle Eingreiftruppe:
Ist tatsächlich ein militärischer Begriff - ich halte ihn trotzdem für angebracht und angemessen - wir sprechen ja von Blauhelmen und nicht von Marines
Der Name beeinhaltet zwei Schlüsselworte, die unbedingt Beachtung finden müssen, denn Zeit ist bei Konflikten ein wichtiger Faktor, und beherztes, schnelles Eingreifen kann viel Unheil verhindern.

Das momentane Dilemma an vielen Schulen ist doch nur möglich, weil Schulleitungen, Schulämter und Bildungsministerien die Chance haben, Konflikte durch monate- und jahrelanges Nichtstun auszusitzen.
Diesen Dornröschenschlaf gilt es effektiv zu unterbrechen.

Viele Grüße

Angelika









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