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Was ist eigentlich guter Unterricht?
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 20.05.2006, 08:44    Titel: Was ist eigentlich guter Unterricht? Antworten mit Zitat

Hallo,

angeregt durch den Link von Optimistin zum Beitrag der Lehrerin Helma v. Nietsch zum Thema "Lehrerrolle" und den Spruch von Rolf Robischon auf ihrer Seite, die Frage: Was ist eigentlich guter Unterricht?


Zitat:
immer noch gibt es die Vorstellung,
zum lernen müssten Kinder still sitzen,
zuhören, Aufgaben erledigen,
sich kontrollieren lassen,
auf Kommando und in vorgeschriebener
Reihenfolge gleichzeitig arbeiten.

weil das nicht geht bei gesunden kritischen lebendigen Kindern,
zweifeln Lehrkräfte an sich selbst.

(Rolf Robischon, Lernen ist wie Netze spinnen)


Und Lehrer und Eltern zweifeln an den Kindern - müsste man noch hinzufügen.

Hier einige Texte, die sich mit dem Thema "Unterricht" beschäftigen:

http://www.rolf-robischon.de/umgang.html
http://www.rolf-robischon.de/gegenueberstellung.htm
http://www.anwalt-des-kindes.bildung-rp.de/empfehlung18.html
http://www.guterunterricht.de/Seiten/unterricht.htm
http://www.uni-bielefeld.de/psychol....GE/DOLLASE/Unterricht.pdf

Doris
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 01.06.2006, 07:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hilbert Meyer hat in seinem Buch 'Was ist guter Untericht' zehn Merkmale herausgestellt
http://www.member.uni-oldenburg.de/hilbert.meyer/9287.htmlZehn
Zitat:
Merkmale guten Unterrichts

(Kriterienmix)

1. Klare Strukturierung des Unterrichts (Prozessklarheit; Rollenklarheit, Absprache von Regeln, Ritualen und Freiräumen)

2. Hoher Anteil echter Lernzeit (durch gutes Zeitmanagement, Pünktlichkeit; Auslagerung von Organisationskram)

3. Lernförderliches Klima (durch gegenseitigen Respekt, verlässlich eingehaltene Regeln, Verantwortungsübernahme, Gerechtigkeit und Fürsorge)

4. Inhaltliche Klarheit (durch Verständlichkeit der Aufgabenstellung, Plausibilität des thematischen Gangs, Klarheit und Verbindlichkeit der Ergebnissicherung)

5. Sinnstiftendes Kommunizieren (durch Planungsbeteiligung, Gesprächskultur, Sinnkonferenzen und Schülerfeedback)

6. Methodenvielfalt (Reichtum an Inszenierungstechniken; Vielfalt der Handlungsmuster; Variabilität der Verlaufsformen und Ausbalancierung der methodischen Großformen)

7. Individuelles Fördern (durch Freiräume, Geduld und Zeit; durch innere Differenzierung; durch individuelle Lernstandsanalysen und abgestimmte Förderpläne; besondere Förderung von Schülern aus Risikogruppen)

8. Intelligentes Üben (durch Bewusstmachen von Lernstrategien, passgenaue Übungsaufträge und gezielte Hilfestellungen)

9. Transparente Leistungserwartungen (durch ein an den Richtlinien oder Bildungsstandards orientiertes, dem Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler entsprechendes Lernangebot und zügige Rückmeldungen zum Lernfortschritt)

10. Vorbereitete Umgebung (durch gute Ordnung, funktionale Einrichtung und brauchbares Lernwerkzeug)
http://bildungsklick.de/statisch/fi....20guten%20Unterrichts.pdf


In einem Interview sagt er dazu:
Zitat:
Meyer: Es gibt Spitzenreiter dabei. Drei Kriterien sind empirisch besonders gut abgesichert.

Erstens: Guter Unterricht zeichnet sich dadurch aus, dass er klar strukturiert ist, dass sich ein roter Faden durch die Stunde zieht und zwar nicht nur für den Lehrer in seinem Hinterkopf sondern für die Schüler erkennbar. Noch besser ist, wenn Lehrer und Schüler zusammen diesen Faden gesponnen haben.

Zweitens: Der Anteil echter Lernzeit der Schülerinnen und Schüler ist hoch. Das heißt, der Unterricht beginnt pünktlich und es gibt so gut wie keine Disziplinprobleme, die Zeit kosten und kein Organisationskram, der Zeit kostet. Der Schüler kann sofort mit dem Lernen anfangen. Gerade wenn die Schüler kein Futter bekommen, entstehen die Disziplinprobleme.

Drittens: individuelles Fördern. Da sind die deutschen Lehrerinnen und Lehrer nach allen Pisaergebnissen offensichtlich noch nicht besonders stark, das ist kein individueller Vorwurf an die Lehrer, das liegt an unserer Schulstruktur - da muss einiges passieren. Jeder Schüler hat das Recht, solange gefördert zu werden, wie er zur Schule geht. Ein funktioneller Analphabet darf nicht entlassen werden, er muss mit viel Geldaufwand solange gefördert werden, bis er lesen kann. http://bildungsklick.de/serviceText.html?serviceTextId=4548


Ein großes Manko an unseren Schulen ist, dass es zu viele Lehrer gibt, die diese ersten drei Kriterien nicht erfüllen.

Doris
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kinderhaus



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BeitragVerfasst am: 02.06.2006, 07:05    Titel: Antworten mit Zitat

zu den zitaten von rolf robischon:

ja, ich teile seine meinung. mir gefallen seine ansichten und vor allem sein umgang mit kindern.

wasich dabei bedaure, ist, dass rolf ribischon zwar immer mal wieder sehr engagiert mit kollegen diskutiert, jedoch keinerlei interesse zu haben scheint, sich mit an dem "kränkenden" system leidenden kindern und eltern direkt und solidarisch auszutauschen.

oder irre ich da?

grüße und einen schönen tag,

martina
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menthelius



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BeitragVerfasst am: 02.06.2006, 16:59    Titel: Antworten mit Zitat

kinderhaus hat Folgendes geschrieben:


wasich dabei bedaure, ist, dass rolf ribischon zwar immer mal wieder sehr engagiert mit kollegen diskutiert, jedoch keinerlei interesse zu haben scheint, sich mit an dem "kränkenden" system leidenden kindern und eltern direkt und solidarisch auszutauschen.

oder irre ich da?


Hallo Kinderliebe,

Da irrst Du, er antwortet jedem, wenn es denn Fragen sind.

Grüsse
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kinderhaus



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BeitragVerfasst am: 02.06.2006, 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

hallo menthelius,

es geht nicht um fragen nach dem motto: schüler und eltern fragen - lehrer antworten, sondern um bezeugungen von solidarität mit den betroffenen.

gruß,

kinderhaus
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menthelius



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BeitragVerfasst am: 02.06.2006, 18:30    Titel: Antworten mit Zitat

Wie sollte denn deiner Meinung nach seine Solidarität aussehen?
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kinderhaus



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BeitragVerfasst am: 02.06.2006, 21:37    Titel: edit: bin kinderHAUS - nicht kinderLIEBE! Antworten mit Zitat

zum beispiel würde ich ganz gerne hier mal was von ihm lesen.

ein bericht, erfahrungen, ideen, wie man kindern sonst noch behilflich sein könnte...

so wie es jetzt ist, scheint es mir, als seien eltern für rolf robischon nicht besonders interessant.

kinder ganz sicher, kollegen auch. aber eltern???

gruß, martina - und schöne pfingsten!

(Bin bis dienstag in berlin, danach schaue ich natürlich wieder hier rein!)
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 03.06.2006, 10:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kinderhaus,

Rolf Robischon hat sich in seiner Unterrichtspraxis für die Kinder eingesetzt - die Eltern profitieren doch sozusagen automatisch vom besseren Umgang mit ihren Kindern. Seit Jahren vertritt er seine Position in den verschiedenen Lehrerforen stoisch, bleibt gelassen auch bei unsachlichen Angriffen. Ich fühle mich bei der Diskussion um Verbesserung der Schulsituation, in Hinsicht auf den Lernprozess von ihm gut vertreten.

Doris
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kinderhaus



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BeitragVerfasst am: 06.06.2006, 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

liebe doris, du schreibst:

"Rolf Robischon hat sich in seiner Unterrichtspraxis für die Kinder eingesetzt - die Eltern profitieren doch sozusagen automatisch vom besseren Umgang mit ihren Kindern."

das ist mir so zu allgemein. die eltern, deren kinder r. r. unterrichtet hat, haben sicher davon profitiert. ob sie "automatisch" davon profitiert haben, bezweifle ich - das hätten sie dann, wenn sie gelegenheit bekommen hätten, die unterrichtsgestaltung nachzuvollziehen und ausserdem in selbstbewusstsein, kritikfähigkeit und zivilcourage unterstützt worden wären.


"Seit Jahren vertritt er seine position in den verschiedenen lehrerforen stoisch, bleibt gelassen auch bei unsachlichen angriffen."

das habe ich im lf auch so empfunden. ich bin jedoch befremdet darüber, dass rolf robischon sich hier nicht blicken lässt. ein lehrer, der sich so zeitintensiv auf diskussionen auch unsachlichster und menschlich fragwürdigster art einlässt (wie z. b. im lf), täte gut daran, seine solidarität mit seelisch verwundeten und belasteten eltern, die es hier bei emgs ja zuhauf gibt, durch präsenz zu beweisen.
bei allem respekt für die leistungen dieses mannes (die ich vermutlich auch gar nicht angemessen erfassen kann) bleibt auch der möglicherweise ketzerisch und befremdlich anmutende gedanke, ob es herrn robischon ausser um das wohl der kinder nicht auch sehr um seinen persönlichen ruf als pädagoge und wissenschaftler geht.
ich bleibe dabei, dass ich nicht erkennen kann, in wie weit rolf robischon solidarisch mit eltern ist!

wenn du dich von herrn robischon gut vertreten fühlst, ist das doch wunderbar für dich.
es ist vielleicht auch besser, an dieser stelle nicht mehr über die person rolf robischon zu diskutieren - meine einlassung stellt lediglich meine subjektive wahrnehmung und einstellung dazu dar. vieles muss - wie es im netz (und nicht nur dort) eben so ist - offen bleiben, vieles wird nicht gesehen, anderes missverstanden.

ich hoffe, dass ich mich getäuscht habe!

herzliche grüße,

martina
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BeitragVerfasst am: 06.06.2006, 21:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Martina,

Ich bin heute eifrig am schreiben, wie man sehen kann.

Ich meine, selbst wenn seiner intrinsischen Motivation "Ruhm und Ehre" zugrunde liegt, bleibt sein Weltbild ein Positives.
Ein Descartes, Spinoza, Schiller oder Voltaire ging auch nicht unters Volk, um mit ihm zu revolutionieren. Der Geist des Gedankens muss seine Kinder weihen, um Wirkung und Bewegung in den Massen hervorzurufen.
Das tut es, wenn nicht, waren sie es nicht wert.
Geduld, Martina, es tut sich was.
lg menthelius
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kinderhaus



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BeitragVerfasst am: 06.06.2006, 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

hi menthelius,

statt einer wortreichen antwort sende ich dir hiermit zur guten nacht:

ein lächeln!

liebe grüße,

martina

ps: "ruhm und ehre" gehören, so weit ich weiß, zu extrinsischer motivation! Twisted Evil
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 10.06.2006, 08:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

1975 stellten Karl-Heinz Flechsig/Hans-Dieter Haller in ihrem Lehrbuch "Einführung in didaktisches Handeln" folgende Fragen:
Zitat:
Oder sind Schulen in bezug auf bestimmte Merkmale alle gleich? Wie ist das in den Schulen dieser Welt:

- Muss man beim Lernen immer sitzen?
- Braucht man zum Lernen immer einen Lehrer?
- Dauern Lernphasen immer 45 Minuten?
- Gibt es für Lernleistungen überall Noten?
- Stellen die Lehrer überall die meisten Fragen (wo sie die Antwort häufig schon kennen)?
- Müssen die Schüler überall die meisten Antworten geben (die sie häufig erst noch erlernen sollen)?
- Lernen Schüler immer und überall im Wettbewerb mit anderen?
- Findet Lernen immer und überall in Räumen statt, deren Türen geschlossen sind?
- Ist es immer und überall eine "Störung", wenn sich Kinder während des Unterrichts unterhalten?
- Müssen Eltern und Tiere, Spielzeug und Maschinen, Radios und Fernsehgeräte immer und überall vor der Tür bleiben?
- Ist das Erlernen von Wissen und Fertigkeiten immer und überall der Hauptzweck von Schulen?
http://www.ikkconsult.de/einfuehrung/2.pdf


Zitat:
Reinhold MILLER beklagt in seinem 1998 erschienen Aufsatz ?Stoffvermittlung ist nicht lernen! Oder: Worüber ich nicht mehr schweigen mag" die im Unterricht vorherrschende ?didaktische Monokultur", was heißt:

?eine Lehrkraft für 25 bis 30 verschiedene Lernende,
ein Thema für 25 bis 30 unterschiedlich Interessierte,
ein Lernziel für 25 bis 30 verschiedene Gehirne,
eine Methode für 25 bis 30 verschiedene Lerntypen,
eine Zeitvorgabe für Schnelle und Langsame zugleich,
ein Ergebnis für 25 bis 30 >Lernwelten< und Wirklichkeiten".

Die Forderung an einen zeitgemäßen und qualitativ überzeugenden Unterricht muss demzufolge sein, dass in diesem jeder einzelne Schüler mit seinen individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert und gefordert wird, dass deshalb Methoden eingesetzt werden, die diese Individualität in hohem Maße berücksichtigen.

Eine Abkehr vom Unterricht als eine Veranstaltung der ausschließlichen Instruktion muss deshalb erfolgen. Unterricht muss im Sinne einer Konstruktion des Wissens vom einzelnen Schüler verstanden werden, der dabei in einer aktiven Rolle selbstverantwortlich, selbstkompetent und selbstwirksam sein Wissen in seinem individuellen Lerntempo, seinen Lernstrategien usw. entwickelt. Wenn wir also Unterricht als einen individuellen Prozess verstehen, dann müssen wir die Rolle des Lehrers im traditionellen Sinne, des Unterrichters, neu definieren. Der Lehrer lehrt und belehrt nicht mehr, er ist nun der Verantwortliche für das Gelingen und den Erfolg der individuellen Lernprozesse seiner Schüler. Er gestaltet die sog. ?Lernumgebung" seiner Schüler, indem er die Materialien bereitstellt, Lernziele vorgibt und beschreibt, Vorkenntnisse bei seinen Schülern berücksichtigt und aktiviert, lernförderliche Strategien aufzeigt, geeignete Sozialformen bei den Lernprozessen anwendet und diese ständig variiert, Phasen der Ergebnis- und Wissenssicherung integriert, die dem Schüler als eine Bestätigung in seinem Lernprozess dienen und für den Verantwortlichen für die Lernprozesse (?Lehrende") eine Rückmeldung für den Erfolg seiner Planung und Handlung bedeuten. Der Lehrende ist in einem so verstandenen Unterricht ein Verantwortlicher für Lehr- und Lernprozesse, ist Moderator und (Lern-)Begleiter auf dem Weg der Wissenskonstruktion seiner Schüler.

Vortrag von Martin Wellenreuther "Empirisch geprüfte Modelle des Umgangs mit Heterogenität im Unterricht" Symposion ?Heterogene Lerngruppen in Schule und Unterricht" http://www.vds-bildungsmedien.de/html/vds.htm unter Downloads

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robischon



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BeitragVerfasst am: 18.06.2006, 09:32    Titel: @kinderhaus Antworten mit Zitat

hallo kinderhaus
ganz zufällig (weil ich mal meine statistik genauer durchgeschaut hab) finde ich hier vorhaltungen weil ich mich nicht beteilige. ich wusste doch gar nicht dass hier auch von mir die rede ist.
ich kümmere mich durchaus um kinder und eltern.
eine mutter mailte mich an wegen ihrer kleinen tochter. das mädchen kann inzwischen schreiben und lesen und ist, mit noch nicht ganz fünf jahren, in einer schule.
bei einem anderen kleinen mädchen ging es ähnlich. es wurde im februar eingeschult, wird demnächst 6 jahre alt und schreibt mir ab und zu emails. als sie schreibschrift können wollte und in ihrer klasse ist es noch nicht "dran" hab ich ihr passendes material geschickt.
eine sechstklässlerin in der schweiz wandte sich von selber an mich. sie entnimmt meiner website "dass ich kindern helfe". sie wollte besser rechtschreiben können und ich hab ihr offensichtlich wirksame tipps geben können. daraufhin fragte sie nach schriftlichem teilen mit komma und umrechnung von größen. das war ganz deutlich wirksam und erfolgreich (ihr fragen und meine hinweise. immer wieder fragen mich eltern gezielt und ich antworte wirklich.
im grundschultreff ging es um die leidigen hausaufgaben. jetzt geben sich eltern meinen tipp weiter.
also, ich bin jetzt hier und überlege mir gerne antworten auf fragen. im lehrerforum schreibe ich nicht mehr. dort wurde das forum für lehrer und nichtlehrer streng getrennt, damit es keine zerwürfnisse gibt. dafür wurde nebendran das forum schulthemen eingerichtet. und bei 4teachers bin ich auch unterwegs und (auf einladung) in zwei foren für hochbegabte kinder und jugendliche.
much to do für einen lehrer im ruhestand, der auch noch allerhand anders zu tun hat.
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kinderhaus



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BeitragVerfasst am: 19.06.2006, 20:20    Titel: hallo und: ich freu mich, Sie hier zu lesen! Antworten mit Zitat

lieber herr robischon,

es steht ja schon oben: ich freue mich, dass Sie in dieses forum hereinschauen.

Sie sind eine wichtige person in der diskussion zwischen eltern, lehrern und schülern (aus gründen der vereinfachung nutze ich hier ausschließlich die männliche form), deshalb habe ich Sie hier vermisst.

ich möchte gerne von Ihnen wissen, ob Sie die diskussion im lehrerforum, die ich mitverfolgt habe, in ihrem denken von Ihren kollegen in irgend einer weise beeinflusst hat?

mich schon. ich habe zynismus, dummheit, gepaart mit ignoranz (die schlimmste mischung die es gibt) und echte menschliche gemeinheiten Ihnen und anderen gegenüber erlebt.
ich fand ihren pädagogischen aufwand, den Sie gegenüber Ihren kollegen an den tag gelegt haben, immens und ich frage mich, ob Sie denken, dass es sich gelohnt hat?

glauben Sie als pädagoge, dass sie bei irgendeinem Ihrer kollegen etwas bewirkt haben? wenn ja, was?

ich frage dies, weil ich der meinung bin, dass die im lf vertretenen lehrer einen querschnitt aller lehrer darstellen, denen unsere kinder täglich ausgesetzt sind. und das erzürnt mich.
ich sehe nicht gerne meine (vor-)urteile bestätigt!

herzliche grüße,

kinderhaus
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robischon



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BeitragVerfasst am: 19.06.2006, 21:45    Titel: danke Antworten mit Zitat

danke für die freundliche begrüßung.
ich weiß jetzt nicht welche diskussion gemeint ist. es sind so viele.
ja, manche lehrer erleben, dass es zu dem üblichen in der schule grundsätzlich andere einstellungen gibt.
im augenblick geht es um "strafarbeiten" in diesem ausgelagerten forum "schulthemen".
immerhin zwei sind noch dabei die klassische standpunkte vertreten. andere setzen mich einfach auf die ignore-liste oder steigen ganz aus. immerhin hab ich aus solchen foren über mich etwas erfahren. ich bin spröde, kompromisslos, stoisch, kann mein konzept nicht so verkaufen wie andere ihres.....
ich bin ständig dabei verbündete zu suchen und manchmal finde ich welche. mit kindern und ihrem lernen darf man nicht so umgehen wie in klassischer schule. man darf sie nicht manipulieren und unterwerfen, ihren alltag inszenieren, sie auf erwartete lernergebnisse hintreiben.
wie sowas geht hab ich dokumentiert und erlebe ich jetzt bei der begleitung von freien schulen und einigen kindern aus der ferne..
ein mädchen in der schweiz (mit einem blumennamen) hatte mich angemailt und gefragt ob ich ihr helfe beim rechtschreiben. als das klappte wollte sie etwas wissen über schriftliches teilen mit komma und umrechnung von größen. sie wird immer selbstständiger und sicherer. sie geht in eine reguläre schule und hat sich trotzdem hilfe woanders gesucht.
jetzt möchte ich dem kleinen jungen beistehen können dessen mutter mir gestern eine mail geschickt hat. es geht ihm in der schule echt schlecht. er hat angst.
und er ist keine ausnahme.
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