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Verschiedene Einschätzung des Lehrerverhaltens
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menthelius



Anmeldedatum: 04.04.2006
Beiträge: 69
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 04.05.2006, 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

Braunauge hat Folgendes geschrieben:
@Marusha @menthelius

Und warum muss man sich hier jetzt rumstreiten ? Soll doch jeder seine


Ich streite mich nicht, ich stelle nur die Diskussionsebene klar.

Wenn ich Usernamen aus dem Lehrerforum nenne, dann geht es mir darum, ein Beispiel für "Lehrerverhalten" aufzuzeigen. Ein Verhaltensmuster, so wie es sich im Forum darstellt, auch im Klassenzimmer vor dem Schüler zum Tragen kommt. Nämlich Ignoranz, Intoleranz und Respektlosigkeit.
Oder finden Sie, Marusha, dass sich eine "Hermine" in diesem Thread : http://19087.rapidforum.com/topic=101375361590&startid=3 durch eine besonders philanthropische Gesprächskultur gegenüber Enja auszeichnet?

Dass diese Lehrer im LF nicht repräsentativ seien, wage ich langsam zu bezweifeln. Zumindest sind sie repräsentativ für die Spezies von Lehrern, denen unsere Kinder und wir Eltern unser Leid und unsere Unzufriedenheit zu
verdanken haben.
Ich habe wirklich kein grosses Problem mit der Schule meiner Tochter, wenn ich mir hier im Vergleich dazu Berichte von anderen Eltern durchlese.
Aber da ich weiss, dass es auch ganz anders laufen kann aufgrund meiner schwedischen Erfahrung, versuche ich dies auch massiv kund zu tun und werbe für ein breites Bewusstein, dass es sich in der Ursache um einen
"Systemfehler" handelt.

lg menthelius
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Braunauge



Anmeldedatum: 31.01.2006
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 04.05.2006, 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich streite mich nicht, ich stelle nur die Diskussionsebene klar.


Zitat:
Wir streiten doch nicht. Wir tauschen lediglich unsere Meinungen über einen Beitrag und dessen "tieferen Sinn" aus.
Dann seid ihr Euch ja hier schon einig Wink

Schönen Abend noch Ihr Zwei

LG Braunauge
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Doris Carnap
Moderatorin


Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 04.05.2006, 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marusha,

in diesem Thread geht es darum, ob Lehrer lediglich Opfer des Systems sind, weil sie als Fachlehrer nicht ausreichend für die Menschen ausgebildet sind, mit denen sie ja zu tun haben.

Zitat:
"Die Ausbildung ist viel zu kopflastig," klagt der Potsdamer Psychologe Schaarschmidt. Zwar seien die meisten Pädagogen beim Berufseinstieg fachlich fit, doch wie man ein Elterngespräch führt oder sich vor 30 pubertierenden Schülern behauptet, lernen sie erst durch ausprobieren - oder gar nicht." SPIEGEL Nr. 18 vom 28.4.06


Das LF gibt doch einen recht guten Einblick in die Kommunikationkompetenz der Beteiligten.

Die Schülerin Aisha schrieb dazu:
Zitat:
Eigentlich schade,was hier passiert.Ich habe gelernt zur Demokratie gehört das Recht zur freien Meinungsäußerung.Ob sie immer die ist ,welche der andere gerade gerne hört ist die andere Seite.Jeder Einzelne hat doch die Wahl etwas zu lesen und darauf zu reagieren oder es sein zu lassen.Ich sehe da gar kein Problem aber es scheint nicht anders zu sein bei Erwachsenen,als bei Kindern oder Jugendlichen.War mir vorher nie aufgefallen


Nun die Frage auch an dich: Sind Lehrer ein Opfer des Systems oder sind sie nicht eher Täter, weil die pädagogische Freiheit ihnen ja genug Spielraum ließe, die Fähigkeiten und die Schwächen der Schüler zu erkennen und entsprechend zu fördern. Angenehm ist es, wenn Lehrer sich Eltern gegenüber souverän verhalten und nicht kindisch zänkisch.

Doris
_________________
"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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Marusha



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Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 04.05.2006, 21:39    Titel: Gute Nacht Antworten mit Zitat

Ja, Braunauge, schön, wie schnell wir uns einig geworden sind!

Ich habe jetzt verstanden, dass am wirklich erschütternden Beispiel der anonymen Internetuserin Hermine X. die Probleme des Bildungssystems anschaulich dargestellt werden sollen.

Man kann Grundsatzdiskussionen natürlich auch auf wissenschaftlichen Studien etc. basierend führen, aber glücklicherweise haben wir ja nun Hermine X, Timm Y und Biene Z.

Völlig anonyme aber dennoch repräsentative Feindbildchen, von denen man nicht einmal mit letzter Sicherheit weiß, ob sie wirklich Lehrer sind, bilden selbstverständlich viel seriösere und aufschlußreichere Grundlagen für Feldstudien.

Lehrer sind selbstverständlich Opfer und Täter zugleich. Mit naiveren Antworten kann ich leider nicht dienen.
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menthelius



Anmeldedatum: 04.04.2006
Beiträge: 69
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 04.05.2006, 22:21    Titel: Re: Gute Nacht Antworten mit Zitat

Marusha hat Folgendes geschrieben:
Ja, Braunauge, schön, wie schnell wir uns einig geworden sind!

Ich habe jetzt verstanden, dass am wirklich erschütternden Beispiel der anonymen Internetuserin Hermine X. die Probleme des Bildungssystems anschaulich dargestellt werden sollen.

Man kann Grundsatzdiskussionen natürlich auch auf wissenschaftlichen Studien etc. basierend führen, aber glücklicherweise haben wir ja nun Hermine X, Timm Y und Biene Z.

Völlig anonyme aber dennoch repräsentative Feindbildchen, von denen man nicht einmal mit letzter Sicherheit weiß, ob sie wirklich Lehrer sind, bilden selbstverständlich viel seriösere und aufschlußreichere Grundlagen für Feldstudien.

Lehrer sind selbstverständlich Opfer und Täter zugleich. Mit naiveren Antworten kann ich leider nicht dienen.



@ Marusha

Erklären Sie sich doch bitte mal. Dieses Zitat stammt aus einem Beitrag von Ihnen, indem Sie mitteilen, dass Ihr Kind von einer Lehrerin geschlagen wurde.
Dabei haben Sie auch in einem Ihrer anderen Beiräge zugestimmt wie sich das System gegenseitig deckt und strafrechtliche Verfolgung, bzw. Ahndung von Vergehen seitens der Schule schwierig, bzw. unmöglich macht.

Ehrlich gesagt, reicht meine Naivität für das Verständnis Ihrer Aussage nicht ganz aus.


Marusha hat Folgendes geschrieben:

Aus dem Talmud

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.


Viele liebe Grüße an alle, die hier für ihre Kinder kämpfen
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Marusha



Anmeldedatum: 11.03.2006
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 05.05.2006, 05:48    Titel: Re: Gute Nacht Antworten mit Zitat

menthelius hat Folgendes geschrieben:

Erklären Sie sich doch bitte mal.


Ich soll mich erklären?
Aber gern, was hast du denn nicht verstanden?

Leider konnte ich dich nicht anrufen, denn deine website zeigt folgendes:
http://www.menthelius.com/
Hier entsteht ein neuer Internetauftritt
Diese Domain wurde im Lycos Webhosting registriert.
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Doris Carnap
Moderatorin


Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 05.05.2006, 08:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

methelius schrieb:
Zitat:
"Ich habe wirklich kein grosses Problem mit der Schule meiner Tochter, wenn ich mir hier im Vergleich dazu Berichte von anderen Eltern durchlese.
Aber da ich weiss, dass es auch ganz anders laufen kann aufgrund meiner schwedischen Erfahrung, versuche ich dies auch massiv kund zu tun und werbe für ein breites Bewusstein, dass es sich in der Ursache um einen "Systemfehler" handelt."


Ja, ich sehe das auch als Systemfehler, weil bis jetzt jegliche Kontrolle der Lehrerleistung fehlte! Die Klassenzimmertüren waren geschlossen und dahinter herrschte 'Narrenfreiheit'! Immerhin wird jetzt darüber gesprochen, dass die Türen geöffnet werden müssen. Seitdem meine Kinder ins deutsche Schulsystem kamen, nach einem vierjährigen Auslandsaufenthalt, hat sich viel getan, PISA hat sehr viel bewirkt. Es werden die Schwächen des Systems öffentlich diskutiert und nicht nur von 'dummen' Eltern.

Leider ist bei manchen Lehrern von dieser Diskussion noch nicht viel angekommen. Was mir aus meiner Erfahrung große Sorge bereitet, ist die negative Einstellung Schülern gegenüber, die schwache Leistungen zeigen. Es wird nicht überlegt, ob es vielleicht auch mit der eigenen Stoffvermittlung zusammenhängen könnte. Der Fehler wird beim Schüler gesucht! Und diese Art der Fehlersuche ist häufig verbunden mit dauerhaft herabsetztenden Äußerungen und das ist Mobbing!

Wir haben da einen unendlichen Nachholbedarf!

Die Frühjahrsausgabe von HUMANE SCHULE beschäftigt sich mit dem Thema: Fördern - innerhalb und außerhalb der Schule. Eine Frage aus dem Vorwort:
Zitat:
"Ist der kommerzielle Bildungsmarkt eine sinnvolle Ergänzung humaner Schulen oder stellt seine Existenz ein Armutszeugnis für unser Schulsystem dar?

...

Und die Eltern? Sie tun das, was Eltern schon immer getan haben und was ganz selbstverständlich ist: Sie versuchen, das Beste für ihre Kidner zu erreichen. Konkret bedeutet das, nicht darauf zu warten bis die überforderte Schule ihr Kind fördert, wenn es besonderen Förderbedarf hat, sondern sich entsprechend den Möglichkeiten des eigenen Geldbeutels Förderung auf dem freien Bildungsmarkt einzukaufen.

Nach den Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) 2005 erhält durchschnittlich jeder vierte Schüler in Detuschland bezahlten Nachhilfe-Unterricht. An den weiterführenden Schulen :
Gymnasiasten West: 36% Ost: 11%
Realschüler West: 32% Ost: 19%
Hauptschüler West: 12% Ost: 29%

Kinder aus Haushalten im oberen Einkommensviertel nehmen mit 36% mehr als doppelt so häufig Nachhilfe in Anspruch wie Kinder des unteren Einkommensviertel...Die Zahlen zur Inanspruchnahme der Nachhilfe beweisen, dass dieser Trend die soziale Ungleichheit im Bildungswesen verstärkt."

Eine Elternumfrage von INA- Nachhilfeschulen im Frühjahr 2001 erhob als die wesentlichsten Erwartungen der Eltern an die Nachhilfelehrer: Erklären können (97%), Schüler motivieren können (84%) und Geduld (80%). "Wären das in Bezug auf die öffentliche Schule überzogene Erwartungen? Wenn sie sie nicht erfüllt, so liegt das manchmal an den einzelnen Lehrkräften, aber vor allem am System." HUMANE SCHULE, 32. Jahrgang


@Marusha, ich war anfänglich genau wie du der Meinung, dass man die Lehrer im Lehrerforum doch ruhig "schwätzen" lassen soll. Allerdings lese ich da nun schon eine Weile mit und muss feststellen, dass häufig den Eltern regelrecht falsche Informationen gegeben werden! Wir von EMGS sind uns mittlerweile alle einig, dass man diese Fehlinformationen nicht unkommentiert stehen lassen kann! Wir wollen Eltern mit Informationen versorgen, um sie zu stärken.

Doris
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menthelius



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Beiträge: 69
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BeitragVerfasst am: 05.05.2006, 13:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ich versuche mal anhand von Zahlen die Effektivität zwischen dem deutschen und dem schwedischen Schulsystem herzustellen:

schwedisches Schulsystem:

Kosten pro Schüler/ pro Jahr

Grundskola 50 000Skr ~ ? 500.-
? år 1-3 47 200 Skr
? år 4-5 50 150 "
? år 6 53 100 "
? år 7-9 66 750 "

Leistungen:
Hochschulreife über 80% aller Schüler
Ganztagsschule
zusätzliche Förderung in sogenannten "Växthus" (im Angebot enthalten)
Mittagsessen für alle Schüler (im Angebot enthalten)
private Nachhilfe entfällt, braucht es nicht, gibt es auch nicht !!

deutsches Schulsystem:

Kosten pro Schüler/ pro Jahr ca. ? 4600.-

Leistungen:
Hochschulreife ca. 30 %
Vormittagsschule
zusätzliche Förderung (einklagbar)
kein Mittagessen (oder wenn, gegen Aufpreis)
private Nachhilfe (gegen Aufpreis ca. 2 Milliarden pro Jahr)


Die überholen uns rechts und links und wir merken es gar nicht.

LG menthelius


Zuletzt bearbeitet von menthelius am 06.05.2006, 10:14, insgesamt einmal bearbeitet
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menthelius



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Beiträge: 69
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 05.05.2006, 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

Doris Carnap hat Folgendes geschrieben:

@Marusha, ich war anfänglich genau wie du der Meinung, dass man die Lehrer im Lehrerforum doch ruhig "schwätzen" lassen soll. Allerdings lese ich da nun schon eine Weile mit und muss feststellen, dass häufig den Eltern regelrecht falsche Informationen gegeben werden! Wir von EMGS sind uns mittlerweile alle einig, dass man diese Fehlinformationen nicht unkommentiert stehen lassen kann! Wir wollen Eltern mit Informationen versorgen, um sie zu stärken.

Doris


Ganz ehrlich Doris, würdest Du Dich "stärken" lassen wollen, wenn Du Lehrer wärst?
1. Unkündbar
2. 14 Wochen Urlaub pro Jahr
3. 24 -28 Stunden-Woche
4. reelle Chancen auf Frühpensionierung
5. ......und dieser pädagogische Freiraum! als Herr der Kinder ?
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biene maja



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Beiträge: 12
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BeitragVerfasst am: 05.05.2006, 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Eigentlich möchte ich mich ja nicht in die Streitereien zwischen den beiden Foren einmischen, aber da es ja auch immer wieder um mich geht, schreibe ich jetzt doch etwas dazu.

1.
Das Grundprinzip, das hinter dieser Seite steckt, finde ich sehr gut und wichtig und das Engagement vieler hier kann ich nur bewundern und bekräftigen.

2.
Menthelius und einge andere wissen ja, dass auch ich im Lehrerforum schreibe. Und die meisten Lehrer dort (auch die meisten Eltern) empfinde ich als sehr kompetent und um ihre Schüler besorgt. In meiner Realität kenne ich andere Lehrer, die einfach ihren alten Stiefel machen, sich wenig um Schülerorientierung scheren und zumindest nach außen den Anschein erwecken, als wäre ihnen die Persönlichkeitserziehung (und die Persönlichkeit an sich) der Schüler nur nebensächlich.
Diesen Eindruck habe ich bei den meisten LF-Lehrern wirklich nicht. Klar machen sie nicht immer alles richtig, aber daher kommen eben immer wieder Anfragen, wie man dieses oder jenes verbessern könnte (wie von mir bezüglich des Klassenklimas).

3.
Ich finde es persönlich ziemlich sinnlos, hier immer wieder Beispiele von angeblicher Unfähigkeit aus dem Lehrerforum zu ziehen. Erstens finde ich viele "Beispiele" gar nicht so schlimm (zum Beispiel weiß ich nicht, was an Mrs. X Post so schlimm sein soll).
Zweitens finde ich es viel wichtiger und auch nützlicher, sich um reale Probleme zu kümmern, was ja auch das eigentliche Anliegen dieses Forums ist.

4.
Zitat:
Ganz ehrlich Doris, würdest Du Dich "stärken" lassen wollen, wenn Du Lehrer wärst?
1. Unkündbar
2. 14 Wochen Urlaub pro Jahr
3. 24 -28 Stunden-Woche
4. reelle Chancen auf Frühpensionierung
5. ......und dieser pädagogische Freiraum! als Herr der Kinder ?


Das meinst du doch jetzt nicht wirklich so, oder???
Gut, ich bin noch in der Ausbildung, aber ich glaube, du möchtest gar nicht wissen, wie viel ich arbeite. Ich war diese Woche einmal für ca. eine Stunde in der Stadt, außerdem surfe ich täglich vielleicht eine halbe bis eine Stunde im Internet (teilweise allerdings auch, um meinen Unterricht vorzubereiten). Den Rest des Tages (der von 7:00 - nicht Aufstehen, sondern Arbeiten - bis meist 0:30 dauert) arbeite ich. In den Ferien reduziert sich die Tageslänge, da ich ausschlafe. Ansonsten arbeite ich aber auch durch.
Klar wird das besser werden, ich werde auch mal mein wohlverdientes Wochenende genießen können und auch einige Zeit der Ferien. Aber dass ich nur 29 Stunden in der Woche arbeiten würde (es sind nämlich 29 in der Grundschule in Bayern), das kannst du nicht wirklich glauben.
Unkündbar - ok, das stimmt, aber auch nur, wenn man beamtet ist. Das ist bei der seit längerem nicht so rosigen Lage alles andere als selbstverständlich.
Frühpensionierung - auch ok, noch. Aber leider gibt es sehr viele Menschen - Lehrer - die einfach wirklich dem Stress nicht mehr gewachsen sind. Und das sind in besonderem Maße die, die am Anfang voller Elan und Engagement in die Schule gegangen sind. Leider.

Soviel dazu von meiner Seite.

Liebe Grüße
Biene Maja
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Doris Carnap
Moderatorin


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Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 06.05.2006, 07:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

@methelius: ich hatte geschrieben:
Zitat:
Wir wollen Eltern mit Informationen versorgen, um sie zu stärken.
Lehrer würde ich natürlich auch gerne stärken Smile

Kannst du bitte schreiben wie hoch die schwedischen Kosten in Euro sind. Wieviel sind 50 000 SKr?

Zu den Arbeitsbedingungen deutscher Lehrer:
@biene maya: Natürlich ist die Zeit für den Arbeitsaufwand bei Berufsanfängern wesentlich höher.

Bei den angegeben 24 - 28 Stunden handelt es sich um die reine Zeit der Unterrichtsverpflichtiung pro Woche - das ist natürlich noch nicht alles! Dazu kommen noch Stundenvorbereitungen, Pausenaufsicht, Elterngespräche, Konferenzen, Elternabende, Klassenfahrten...
Zitat:

Die Lehrerarbeitszeit ist in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland nach dem Unterrichts-Pflichtstundenmodell geregelt, das auch Deputatsmodell genannt wird. Dieses Modell erfasst grundsätzlich nur die reine Unterrichtszeit vor der Klasse oder Lerngruppe und keine weitere Lehrerarbeitszeit für Tätigkeiten , die mit dem Lehrerberuf und der Arbeit an einer Schule verbunden sind.Bericht der Lehrerarbeitskommission Hamburg


Untersuchungen zeigen aber, dass der Unterschied beim Zeitaufwand bei den einzelnen Lehrern riesengroß sein kann

Zitat:
?Ein ?Standardlehrer? existiert nicht. Die Vielzahl von Fächern, Fächerkombinationen, Funktionen usw. führt zu einem unterschiedli-chen Tätigkeitsprofil für fast jeden Lehrer." (Knight-Wegenstein, Empirisch-wissenschaftliche Studie über die Arbeitszeit der Lehrer, Zürich 1973, I, S. 4) Bericht der Lehrerarbeitskommission Hamburg


Es gibt veschiedene Untersuchungen zur Lehrerarbeitszeit, nach diesen liegt die wöchentliche Arbeitszeit in der Schulzeit zwischen 45,1 und 53,4 Stunden.

In Jahresarbeitsstunden gerechnet könnem große Unterschiede bestehen, je nach Aktivität des einzelnen Lehrers. Auf das Gehalt wirkt sich das aber nicht weiter aus. Dieser unterschiedliche Arbeitseinsatz sorgt für große Unzufriedenheit bei Lehrern und zusätzlích zum schlechten Ansehen bei den Eltern. Nur ein Teil des Kollegiums teilt sich die anfallenden Aufgaben. Der Rest macht Dienst nach Vorschrift. Die Lehrer, die in Routine erstarrt sind und seit Jahren nichts als ein veraltetes Standartprogramm abfahren, klagen nach meiner Beobachtung oft am lautesten über die große Belastung. Während die engagierten Kollegen frohgemut Hochleistungen bringen.

Zu den Unterschieden beim Arbeitsaufwasnd gibt es eine Tabelle auf Seite 18 Bericht der Lehrerarbeitskommission Hamburg

Zitat:
Die erheblichen Unterschiede bei den Arbeitszeitaufwendungen innerhalb der Schulformen lassen sich nach Ansicht von Mummert + Partner zwar teilweise auf die unterschiedlichen Belastungen durch den Fachunterricht zurückzuführen. Sie entstehen aber auch durch den hohen Zeitaufwand, mit dem sonstige ungleich verteilte Aufgaben im Schulbetrieb wahrgenommen werden. Bericht der Lehrerarbeitskommission Hamburg


In diesem Bericht finden sich auch Vergleiche zu anderen Ländern.

Doris
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menthelius



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BeitragVerfasst am: 06.05.2006, 10:37    Titel: Antworten mit Zitat

@ Biene,

Hätte ich Dein Avaterbild besser studiert, hatte ich nicht die falsche Schublade gezogen und so blind drauflosgeballert. Sad

Spass beiseite.

Du wirst Dir doch auch schon mal Gedanken gemacht haben, woher dieser "Lehrerruf" herrührt.
Ich kann Dir nur sagen, dass ich aus meiner beruflichen Erfahrung heraus die meisten Lehrer immer schon bei ihrer Begrüssung zu anderen Berufsgruppen unterscheiden konnte. Und das geht nicht nur mir so.
Das berufliche Umfeld prägt einen.
Ein wesentliches Merkmal sind realitätsferne Ansichten.
Sicherlich hast Du und auch Marusha darin recht, dass man für "fundierte Aussagen" besser "wissenschaftliche Feldstudien" heranzieht und nicht einzelne Beispiele im LF.
ABER,
1. Ist es sehr zeitaufwendig, 2. Gibt es fast zu jeder Aussage auch die gewünschte Studie und 3. lebt der direkte Vergleich im LF und ist keine tote Statistik.

Ich habe im anderen Thread gerade diese Frage hier gestellt, die ganauso gur hierher passt und auch an Dich gerichtet ist:


Hallo optimistin,

Die grosse Frage stellt sich für mich: Wann schreite ich zum Schutz meines Kindes ein, um es nicht zu seinem Nachteil werden zu lassen.

Dazu möchte ich ein Beispiel beschreiben.
Im ersten Drittel des Schuljahres 2004/2005 stellte sich am Elternabend, der bis dahin zum dritten Mal gewechselte Klassenlehrer unserer Tochter mit der Aussage vor:

"Bei mir bekommen Ihre Kinder nicht so leicht eine Eins".

Nach unserer herkömmlichen Schulvorstellung eine von allen Eltern verständlicherweise durch zustimmendes Kopfnicken sanktioniertes Lehrerverhalten.

Ich, "schwedenverdorben", frage ihn 3 Mal wozu das gut sein soll.
Schliesslich würde ich meine Tochter ja nicht wegen der Noten in die Schule
schicken, sondern wegen des Lernens.

Er wurde dann ewas unsicher und konnte mir keine Antwort darauf geben, die dann die Elternvertreterin mit den Worten übernahm:
"Wenn Ihnen das nicht passt, dann schicken Sie Ihre Tochter doch in eine Waldorfschule". Punkt - Ende der Diskussion

Eigentlich hätte ich in diesem Moment aufstehen müssen und sagen, "Ja, danke für den Tipp, mache ich."

Zu diesem Zeitpunkt hätte ich meine Tochter "schützen" können, vor dem, was danach kam.
Unterrichtsbesuch wurde mir nie gestattet, ich konnte letztendlich nur aus den Reaktionen meiner Tochter schliessen, dass etwas falsch läuft,

nur, dann ist es längst zu spät.

Und das, was falsch läuft, steht wiederum in direktem Zusammenhang mit meiner schwedischen Erziehungserfahrung in Bezug auf respektvolles Behandeln eines Kindes.

Die meisten Eltern finden es völlig normal, dass der Lehrer mit der Faust im Mathe-Unterricht an die Tafel haut, "damit die Kinder morgens aufwachen".

Die meisten Eltern finden es völlig normal, dass der Lehrer mit den Augen rollt, oder die Mundwinkel verzieht, wenn die falsche Antwort kommt.

Die meisten Eltern finden es völlig normal, dass der Lehrer Regeln aufstellt, die er strikt von den Kindern einfordert, aber selbst nicht einhält.

Die meisten Eltern finden es völlig normal, dass der Lehrer die Schüler nur dann sprechen lässt, wenn er sie aufruft, dass er sie nur dann auf die Toilette lässt, wenn sie um Erlaubnis fragen, dass er sie nur dann trinken lässt, wenn der Pausengong kommt, dass er nur dann frische Luft ins Klassenzimmer lässt, wenn er meint, es sei soweit.

und das 12 lange Jahre !!!

Deshalb nochmals die Gretchenfrage:

Wo und wann setze ich den Schutz genau an???

liebe Grüsse
menthlius
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menthelius



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BeitragVerfasst am: 06.05.2006, 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Doris,

Doris Carnap hat Folgendes geschrieben:
Lehrer würde ich natürlich auch gerne stärken Smile


Ehrlich gesagt, ich nicht, die sollten schon aufgrund ihrer Ausbildung genug gestärkt sein, um ihren Job richtig zu machen. Ich persönlich würde mir wünschen, mit der ganzen Schule nichts am Hut haben zu müssen.

Aber ich wollte von Dir wissen, wenn Du Lehrer wärst..........

Doris Carnap hat Folgendes geschrieben:

Kannst du bitte schreiben wie hoch die schwedischen Kosten in Euro sind. Wieviel sind 50 000 SKr?



Ich habe es oben nochmals hingeschrieben. Ist nur ca. zum besseren
Kopfrechnen 1: 10

liebe Grüsse
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Vernunft
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Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 06.05.2006, 17:09    Titel: Antworten mit Zitat

menthelius hat Folgendes geschrieben:

Ganz ehrlich Doris, würdest Du Dich "stärken" lassen wollen, wenn Du Lehrer wärst?
1. Unkündbar
2. 14 Wochen Urlaub pro Jahr
3. 24 -28 Stunden-Woche
4. reelle Chancen auf Frühpensionierung
5. ......und dieser pädagogische Freiraum! als Herr der Kinder ?


Zu 1):
http://19087.rapidforum.com/topic=100680553131
http://19087.rapidforum.com/topic=100675314639
Es gibt einen Großteil angestellter Lehrer, die nicht verbeamtet sind (teilweise mit Fest- teilweise auch mit Zeitverträgen)

zu 2)
http://19087.rapidforum.com/topic=100680553131
Ich würde Arbeitslosigkeit nicht als Urlaub zählen. Mir sind Lehrer bekannt, die die Sommerferien, Herbstferien und dann die Weihnachtsferien arbeitslos waren, weil ihre Verträge vor den Ferien endeten und danach wieder begannen.

zu 3) (in welchem Bundesland muss ein Vollzeit-Lehrer 24 Stunden pro Woche unterrichten?)
http://www.lehrerverband.de/arbeitsz.htm
(trifft auch auf 2) zu)

zu 4)
Zitat:
Nach einer Studie der Universität Potsdam zeigt jeder dritte Pädagoge Anzeichen von Überforderung und Resignation. Aber nicht die Lehrer (30 Prozent) sind es, die von dieser Erkrankung am meisten betroffen sind, sondern die Pflegekräfte (40 bis 60 Prozent). Im übrigen ist auch der Anteil der Frühpensionierungen bei den Lehrern deutlich zurückgegangen: 2004 quittierten wegen Dienstunfähigkeit nur noch 28 Prozent den Dienst, 2003 waren es noch 34 Prozent.

(Quelle: http://www.welt.de/data/2006/03/25/864836.html?s=2 )

zu 5)
Keiner Kommentierung würdig.


Auch sehr interessant:
http://www.spiegel.de/unispiegel/sc....18,331460,00.html[/quote]


PS:
Zitat:
Ich habe es oben nochmals hingeschrieben. Ist nur ca. zum besseren Kopfrechnen 1: 10

Dann wäre Grundskola 50 000Skr ~ ? 5000.-
Laut aktuellem Kurs entsprechen die 50.000 Skr zur Zeit 5361,64 ?
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menthelius



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BeitragVerfasst am: 06.05.2006, 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

Vernunft hat Folgendes geschrieben:

Zu 1):
http://19087.rapidforum.com/topic=100680553131
http://19087.rapidforum.com/topic=100675314639
Es gibt einen Großteil angestellter Lehrer, die nicht verbeamtet sind (teilweise mit Fest- teilweise auch mit Zeitverträgen)]


Das kann schon sein und trotzdem sieht man an diesem Thread und da gibt es etliche davon: http://19087.rapidforum.com/topic=100675314639
wie seeligmachend "Verbeamtung" ist. Ist aber auch verständlich.
Weisst Du das aktuelle Verhältnis zwischen beamteten Lehrern und Angestellten?

Vernunft hat Folgendes geschrieben:

zu 2)
http://19087.rapidforum.com/topic=100680553131
Ich würde Arbeitslosigkeit nicht als Urlaub zählen. Mir sind Lehrer bekannt, die die Sommerferien, Herbstferien und dann die Weihnachtsferien arbeitslos waren, weil ihre Verträge vor den Ferien endeten und danach wieder begannen.


Mir sind kapp 5 Millionen bekannt, die das ganze Jahr durch Urlaub haben, manche davon Hartz4-Empfänger

Vernunft hat Folgendes geschrieben:

zu 5)
Keiner Kommentierung würdig.
]


Sad Schade, wenn Du Dir die Beiträge alle durchliest, geht es in erster Linie darum, vor allem Respekt!!!!!

sei gegrüsst
menthelius
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