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Ungleichbehandlung bei Klassenarbeiten

 
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Silke
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Anmeldedatum: 22.03.2006
Beiträge: 89
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 08.04.2006, 17:05    Titel: Ungleichbehandlung bei Klassenarbeiten Antworten mit Zitat

Folgendes ist in der Klasse meiner Tochter passiert (es handelt sich um eine 10. Gymnasialklasse). Eine Mathematik-Arbeit war angekündigt worden für den 19.12.2005,das war hier in Hessen der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien. Einige Tage später sagte die Lehrerin zu den Kindern, sie sähe das einige noch Nachholbedarf bezüglich des Stoffs hätten, daher würde die Arbeit erst am ersten Schultag nach den Ferien geschrieben.
Am 18.12.2005 hatten die Kinder eine Freistunde, während derer sie einige Aufgabenblätter
bearbeiten sollten. Ein Großteil der Kinder bearbeitete die Aufgabenblätter nicht, woraufhin die Lehrerin sagte, dass die Arbeit nun doch am folgenden Tag geschrieben werde.
Die Kinder versuchten noch sie umzustimmen, kauften einen Blumenstrauß und entschuldigten sich bei ihr, aber sie blieb hart.
Am nächsten Tag fehlten von 28 Kindern 7 Kinder, 21 Kinder waren anwesend.
19 Kinder schrieben die Arbeit mit, 2 Kindern wurde das Aufgabenblatt gegeben, mit dem Hinweis , da sie längere Zeit krank gewesen wären, während der Stoff durchgenommen wurde, stelle sie ihnen frei die Arbeit gleich mitzuschreiben oder sie am ersten Schultag nach den Ferien mit den restlichen nicht anwesenden Schülern nachzuschreiben. Beide Kinder entschieden sich die Arbeit nachzuschreiben.
Von den 19 Kindern, die die Arbeit mitgeschrieben haben, hatten 7 Kinder schlechter als Note 4 geschrieben, von den 9 Kindern, die die Arbeit nachgeschrieben haben, hatten 3 Kinder schlechter als Note 4 geschrieben, macht summa summarum 10 Kinder von 28, die schlechter
als Note 4 geschrieben haben. Theoretisch hätte also die Arbeit generell nachgeschrieben werden müssen, aber die Lehrerin ging zum Schulleiter und ließ sich die Arbeit genehmigen.
Wäre noch zu sagen, dass die Lehrerin auch gleichzeitig die Klassenlehrerin dieser Klasse ist.

Jetzt zu meiner Frage: ?Ist die Vorgehensweise der Lehrerin in Ordnung oder hat sie den Teil der Klasse, der nachgeschrieben hat, bevorteilt, speziell die beiden Schüler, denen freigestellt wurde ob sie mitschreiben wollen oder nicht?
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Petra Litzenburger



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 669
Bundesland: Saarland

BeitragVerfasst am: 08.04.2006, 21:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silke,

klar hatten die Kinder, die diese Klassenarbeit nachgeschrieben hatten, einen Vorteil gegenüber denjenigen Schülern, welche die Klassenarbeit vor den Weihnachtsferien geschrieben hatten.

Silke hat Folgendes geschrieben:
Einige Tage später sagte die Lehrerin zu den Kindern, sie sähe das einige noch Nachholbedarf bezüglich des Stoffs hätten, daher würde die Arbeit erst am ersten Schultag nach den Ferien geschrieben.
Am 18.12.2005 hatten die Kinder eine Freistunde, während derer sie einige Aufgabenblätter
bearbeiten sollten.



Zitat:
§ 21
Auswahl der Leistungsnachweise, Verteilung auf das Schuljahr

(1) Die Auswahl der Aufgaben für schriftliche und andere Leistungsnachweise soll so erfolgen, dass Schülerinnen und Schüler nachweisen können, dass sie die in den Lehrplänen für das jeweilige Fach, die jeweilige Jahrgangsstufe und die jeweilige Schulform gesetzten Vorgaben erreicht haben. Die Note ?ausreichend" ist erzielt, wenn die erwarteten Vorgaben annähernd zur Hälfte erfüllt wurden. Schriftliche Arbeiten nach § 25 Abs. 2 beziehen sich in der Regel im Schwerpunkt auf Inhalte und Arbeitsmethoden einer abgeschlossenen Unterrichtseinheit, deren Lernziele durch vorbereitenden Übungen hinreichend erarbeitet worden sind; dabei ist auf die Verbindung dieser Unterrichtseinheit zu den vorher erarbeiteten zu achten.


Der Lehrerin war bekannt, dass die Lernziele nicht hinreichend erarbeitet worden sind! Sonst hätte sie die Klassenarbeit nicht verschoben und zusätzliche Arbeitsblätter ausgeteilt!

Die Klassenarbeit hätte an diesem Tag nicht geschrieben werden dürfen!

Im Übrigen heißt Freistunde nicht Übungsstunde. In einer Freistunde können die Schüler FREI über ihre Zeit entscheiden.

Des weiteren war die Klassenarbeit nicht 5 Tage vorher angekündigt:

Zitat:
§ 26
Termine und Notenspiegel

(1) Die Termine und der inhaltliche Rahmen schriftlicher Arbeiten nach § 25 Abs. 2 Buchst. a und b und d sind rechtzeitig, in Schulen mit Vollzeitunterricht mindestens fünf Unterrichtstage vorher bekannt zu geben.



Die Lehrerin kann nícht nach Lust und Laune entscheiden, wann es ihr passt eine Klassenarbeit zu schreiben, oder die Schüler gar bestrafen, weil sie in der Freistunde die ausgeteilten Übungsblätter nicht bearbeiten möchten. Die Schüler können, müssen aber nicht diese Zeit nutzen um Hausaufgaben anzufertigen oder für die nächste Klassenarbeit zu lernen.

Konventionalstrafen sind übrigens verboten!

Lassen Sie die Klassenarbeit für unglütig erklären. Bei Uneinsichtigkeit der Lehrerin und der Schulleitung wenden Sie sich an das Schulamt!

Liebe Grüsse

Petra Litzenburger
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geloescht



Anmeldedatum: 07.02.2008
Beiträge: 0

BeitragVerfasst am: 12.04.2006, 17:52    Titel: Vieles total unpädagogisch ! Antworten mit Zitat

1. Am letzten Schultag vor den Ferien, der in Hessen nur 1/2 Schultag mit 3 U-Stunden ist, "ist die Luft raus".
Da lässt man keine Arbeit mehr schreiben !

2a. War die Arbeit für den 19.12.05 eine Woche vorher (5 Schultage) angekündigt ?

2b. Dieser Termin wurde von der Lehrerin selbst aufgehoben ! Sie durfte diesen Termin nicht wieder einsetzen.

3. Am ersten Tag nach den Ferien lässt man auch keine Arbeit schreiben. Wie auch Erwachsene nach dem Urlaub müssen die Schüler erst wieder "reinkommen" - der Stoff muss 1 bis 2 mal wiederholt werden. Er musste ja hier nach Ansicht der Lehrerin selbst überhaupt noch erlernt und gefestigt werden - dauert mindestens 1 Woche. Erst wenn gefestigt, kann die Lehrerin Klassenarbeit ankündigen - wieder 1 Woche.
Völlig unpädagogisch und gegen mehrere Vorschriften verstoßen!

4. Der Schulleiter verhielt sich genauso unpädagogisch, verwies seine Lehrerin nicht pflichtgemäß auf die Regularien und hat sich damit selbst des Unrechts schuldig gemacht.

Als Schulleiter würde ich zu Beginn meiner Tätigkeit den Lehrern in der ersten Gesamtkonferenz erklären, dass ich NIE eine Arbeit genehmigen würde, die mehr als ein Drittel 5 und 6 ausgefallen ist.
Ich würde jeden betroffenen Lehrer fragen, wie er SEINE Arbeit in den vorangegangenen Wochen sieht und welche Note diese verdient. Wenn er es nicht selbst einsieht, würde ich ihm seine 5 oder 6 "vorbeten". Und ich würde ihm Unterrichtsbesuche ankündigen, ihn zu einschlägigen Fortbildungsveranstaltungen verpflichten, ihm einen Bericht an die Schulaufsicht ankündigen.

5. Die Lehrerin hätte den lange krank gewesenen Schülern das Mitschreiben nicht freistellen dürfen, sondern selbst verantwortlich pädagogisch entscheiden müssen, dass sie später schreiben.

6. Die Frage von "Silke" nach der Gerechtigkeit irritiert mich. Besonders, weil es ihre einzige Frage zu sein scheint.
Das fragliche "Freistellen" (siehe oben) kann man auch als pädagogisches Entgegenkommen deuten. Haben Sie etwas gegen endlich mal Mensch-Sein?

Mit freundlichen Grüßen, GEORG MOHR
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Silke
vorübergehend gesperrter User


Anmeldedatum: 22.03.2006
Beiträge: 89
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 29.04.2006, 17:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ist es wirklich möglich, die Arbeit für ungültig erklären zu lassen? Das Ganze hat sich im
ersten Halbjahr abgespielt.

Es tut mir leid, wenn das etwas missverständlich rübergekommen ist, aber ich habe es so widergegeben, wie meine Tochter es mir erzählt hat. Natürlich hat die Lehrerin auch in unseren Augen total unpädagogisch gehandelt.

Wir haben selbstverständlich versucht den Sachverhalt zu klären , zunächst über den Elternbeirat, der aber keinen Handlungsbedarf sah, und uns riet die Sache mit der Lehrerin zu klären.
Daraufhin hatte mein Mann einen Termin mit der Lehrerin, die darauf bestand, dass unsere Tochter an dem Gespräch teilnimmt. Sie war total uneinsichtig, und sah es als ihr gutes Recht an, die Arbeit zu schreiben; mein Mann fragte sie, ob sie eine Grundausbildung in Pädagogik hat, worauf sie ihm unsoziales Verhalten vorwarf, da es unmöglich wäre ihr diese Frage in Gegenwart unserer Tochter zu stellen.
Nun fing sie an unsere Tochter schlecht zu reden; mein Mann bat sie die Diskussion doch bitte sachlich weiter zu führen; dies war jedoch nicht möglich und mein Mann beendete das Gespräch.
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Doris Carnap
Moderatorin


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Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 02.05.2006, 07:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silke,

Silke schrieb:
Zitat:
Ist es wirklich möglich, die Arbeit für ungültig erklären zu lassen? Das Ganze hat sich im ersten Halbjahr abgespielt.


Warum sollte diese Arbeit ungültig erklärt werden? Wo siehst du einen Verstoss gegen die Verordnung? War die Arbeit nicht rechtzeitig angekündigt? Der Klassenelternbeirat sieht keinen Handlungsbedarf, warum nicht? Haben die Mitschüler das anders empfunden?

Bis auf Punkt 2a handelt es sich um pädagogische Erwägungen, die ein Lehrer teilen kann oder nicht.

Ich denke, man kann es nicht als Ungerechtigkeit ansehen, wenn den Schülern, die längere Zeit krank waren, in den Ferien Zeit gegeben wird, zu lernen. Eigentlich sind sie doch benachteiligt, sie müssen alleine lernen, ohne den Lehrer fragen zu können, falls sie etwas nicht verstehen.

Doris
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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