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Kopie: Gute Lehrer

 
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Anmeldedatum: 21.01.2006
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BeitragVerfasst am: 22.01.2006, 10:50    Titel: Kopie: Gute Lehrer Antworten mit Zitat

» Allgemeine Diskussionen über Schulprobleme » Guter Lehrer




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DorisCarnap
Moderatorin




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Beiträge: 68
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Erstellt am 22.07.2005 - 18:12 Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen

Hallo an Alle,

angeregt durch den Charlotte - Thread stelle ich hier mal zur Diskusion: Was ist eigentlich ein guter Lehrer, eine gute Lehrerin?

Für meine Kinder ist ein guter Lehrer der, der sich gut vorbereitet und interessanten Unterricht macht, eine positive Einstellung zu seinen Schülern hat, gerechte, nachvollziehbare Noten gibt und über Humor verfügt. Von den etwa 50 Lehrern, die meine Kinder bis jetzt in Deutschland erlebt haben, bekommen nur 7 die ???volle Punktzahl?. Ich hoffe, dass andere da mehr Glück haben.

Ein Gymnasiallehrer hat eine Umfrage zu diesem Thema gemacht ? nähere Informationen kann man hier fínden http://www.erasmus.hsnr.de/index.html

Die Ergebnisse hier zusammengefasst:

1. Unterrichtsmethoden

Abwechslung:
Der Unterricht ist abwechslungsreich und verläuft nicht immer nur nach Schema "F" (Hausaufgaben nachsehen, neuen Stoff erfahren, neue Hausaufgaben erteilen). Die Vermittlung des Stoffes erfolgt manchmal mit Hilfe neuer, schülergerechter Methoden.
Begeisterung/fachliche Fähigkeit:
Der Lehrer ist selber begeistert von dem Thema, das er mit den Schülern erarbeitet. Man spürt als Schüler, daß er gerne unterrichtet und mit Freude am Beruf Lehrer geworden ist und sein Fach beherrscht.

2. Notengebung

Lehrer geben gerechte Noten nach bestem Wissen und Gewissen. Sie gehen verantwortlich damit um und nutzen die Notengebung nicht dazu, um Schüler zu disziplinieren.
Sie decken ihre Beurteilungsmaßstäbe auf, lassen Rückfragen und kritische Einwände zu und geben zu erkennen, daß Noten nicht willkürlich verteilt werden.

3. Persönliche Eigenschaften

Humor:
Der Lehrer ist humorvoll und merkt auch, wenn Schüler etwas im Scherz sagen. Er ist nicht gleich beleidigt, wenn Schüler den Spieß herumdrehen.
Schlagfertigkeit/Esprit:
Nach längeren Phasen mühsamer und vielleicht sogar unangenehmer Arbeit gibt es Momente der Entspannung, die der Lehrer mit Geschichten oder Witzchen auflockert, die vielleicht nichts mit dem Thema zu tun haben.
Einfühlungsvermögen:
Der Lehrer kann sich in Probleme und Denkweisen der Schüler hineinversetzen - aber nicht, um sich anzubiedern, sondern um auf Sorgen und Nöte der Schüler angemessen zu reagieren. Man kann auch "privat" mit ihm ganz normal sprechen.
Berechenbarkeit:
Schüler billigen Lehrern durchaus die normalen menschlichen Launen zu, aber sie erwarten eine gewisse Kalkulierbarkeit im Verhalten. Sie wollen wissen, wo sie mir ihrem Lehrer dran sind.
Kritikfähigkeit/Toleranz:
Toleranz und die Trennung von sachlicher und persönlicher Ebene zeichnet u.a. den kritikfähigen Lehrer aus. Eine Beschwerde über eine Klausur wird z.B. nicht gleich persönlich genommen.
Im Unterricht kann der Schüler seine eigene Meinung äußern, und zwar unabhängig von der Ansicht seines Lehrers. Er beurteilt nur die Qualität der Begründung.

Doris




Signatur"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson

ladina





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Beiträge: 53
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Erstellt am 22.07.2005 - 23:05 Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen

Hallo,

ein "guter Lehrer" ist vielleicht nicht für alle ein guter Lehrer. Ich habe jetzt schon mehrfach beobachtet, dass mein Sohn mit Lehrern, die einen sehr guten Ruf hatten, die allergrössten Schwierigkeiten hatte. Umgekehrt hatte mein jüngerer Sohn jetzt eine Lehrerin, die in unserem Ort richtiggehend verschrien war. Wir hatten die ruhigsten Grundschuljahre, die man sich vorstellen kann und das Lernziel ist voll erreicht.

Grundsätzlich kann ich Ihre Beobachtung ( 7 von 50) ungefähr bestätigen. Ich kenne inzwischen etwa 1/6 sehr gute Lehrer, und nocheinmal 1/6 unter aller Kanone. Der Rest so zwischendrin.

lg,

ladina



Angelika





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Beiträge: 69
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Erstellt am 23.07.2005 - 09:42 Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




Was du immer so findest, Doris! Tolle Sache, der Thread gefällt mir ausgezeichnet, denn es ist schon interessant und manchmal auch überraschend udn erschreckend, welche Merkmale bei den Kids an erster Stelle stehen.

Ich habe meine 3 schulsplichtigen Kinder auch gleich mal befragt und bekam folgende Antworten:

K. (7 Jahre):

Die sollen nicht hauen und nicht so viel brüllen.

A. (9 Jahre):

Ehrlichkeit, Verständnis für die Kinder, sie sollen nett sein, nicht dauernd rumschreien und den Kindern gern helfen. Ich mag ruhige Lehrer, die viel Verantwortung zeigen. (es ist wohl Verantwortungsbewußtsein oder Fürsorge gemeint)

A.(11 Jahre): Ein guter Lehrer hat keine "Lieblinge" und behandelt alle Schüler gleich, Er/sie sorgt für Abwechslung und gestaltet den Unterricht anschaulich, auch häufiger mal außerhalb der Schule. Ein guter Lehrer ist nicht aggressiv sondern steht über den Dingen und sieht nicht alles so verbissen.


3 Kinder - dreimal die gleiche Grundschule, und trotzdem so unterschiedliche Antworten.

Viele Grüße

Angelika




SignaturDem Betrübten ist jede Blume ein Unkraut, dem Glücklichen ist jedes Unkraut eine Blume.

Angelika





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Beiträge: 69
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Erstellt am 23.07.2005 - 14:45 Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



... wenn ich aus gegebenem Anlass auch noch etwas hinzufügen darf: Ich schätze es zudem sehr hoch ein, wenn Lehrer souveräne Gesprächspartner sind, und sich nicht bei jedem Satz persönlich angegriffen fühlen - das erleichtert die Kommunikation und die Zusammenarbeit enorm.




SignaturDem Betrübten ist jede Blume ein Unkraut, dem Glücklichen ist jedes Unkraut eine Blume.

Bolzbold





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Erstellt am 25.07.2005 - 12:51 Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen

Angelika schrieb


... wenn ich aus gegebenem Anlass auch noch etwas hinzufügen darf: Ich schätze es zudem sehr hoch ein, wenn Lehrer souveräne Gesprächspartner sind, und sich nicht bei jedem Satz persönlich angegriffen fühlen - das erleichtert die Kommunikation und die Zusammenarbeit enorm.



Liebe Angelika,

da kann ich nur zustimmen. Als Lehrer schätze ich es aber im Gegenzug auch, wenn ich auf Eltern treffe, die sich genauso verhalten, wie Sie es von Lehrern wünschen. Der Vollständigkeit halber darf ich noch erwähnen, dass es durchaus einige Eltern gibt, die sich persönlich angegriffen fühlen, wenn sie von einem Lehrer über negatives Verhalten ihrer Kinder erfahren müssen.
Ich denke aber, es ist wohl selbsterklärend, dass zu einem guten und erfolgreichen Gespräch immer sämtliche Gesprächsteilnehmer gehören.

Gruß
Bolzbold



MarleneMayer
Moderator




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Beiträge: 37
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Erstellt am 25.07.2005 - 14:15 Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen

Meine Erfahrungen mit Lehrer/Innen möchte ich gerne auch bekannt geben.

Vor ca. 20 Jahren, als mein ältester Sohn die erste Klasse besuchte, sprach mich die KL im Beisein anderer an, doch bitte die Sprechstunde aufzusuchen, nach vier Wochen Schulzeit. Nun, sie sagt "ihr Sohn ist nicht in der Lage hier nur das geringste mitzumachen, ihrer Meinung nach gehört er sofort in eine Schule für lernbehinderte Kinder, rein vorsorglich haben wir ihren Sohn schon mal getestet".
Unerkannte HB und die hatte massive Folgen!

Bei meiner Tochter, heute fast 14 und leider hb, bat ich eine Beratungslehrerin um Rat, das sich meine Tochter trotz nur sehr guter Leistungen langweilt und immer so schnell mit den Arbeiten fertig war, der Kommentar der Beratungslehrerin war folgender: " ihre Tochter soll wenn ihr schon langweilig ist, am Nachmittag an einem Buch schreiben, somit würde sich ihre Klugheit erst bestätigen".
Ich wollte nur etwas Unterstützung in Form von anderen Hausaufgaben etc. da meine Tochter zu dieser Zeit, 3.Kl. ständig bei den Hausaufgaben weinte.

Mein Sohn, damals 3.Kl. musste bei einer Lehrerin Sportunterricht mitmachen trotzdem er sagte das er an Bauchschmerzen leidet, die Lehrerin sagte, das es sich nur um eine Ausrede handelt und zwang ihn zum Sport, mein Sohn bat darum zu Hause anrufen zu dürfen, sie verneinte, mein Sohn erfernte sich und telefonierte nach Hause. Ich war 10 Minuten später an der Schule und sah wie die Lehrerin meinen Sohn am Arm packte und schüttelte, jedoch sie bemerkte mich erst als ich direkt hinter ihr stand.
Mein Sohn hatte eine massive Blinddarmreizung.

Bei meinem jüngsten Sohn 9, wurde wie bei allen Kindern ein Kurztest bei der Einschulung gemacht, Dauer ca. 10 Minuten. Die Lehrerin die den Kurztest durchführte sprach mich im Flur vor anderen Eltern und Kindern an sowie im Beisein meines Sohnes, "es ist besser wenn dieses Kind noch ein Jahr im Kindergarten verbleibt, er hätte Wahrnehmungsprobleme und wisse nicht mal um was es geht".

Mein Sohn wurde vom Schulpsychologen für schulfähig erklärt und wurde eingeschult, was aber zur Folge hatte, das die Lehrerin, die gleich die Beratungslehrerin meiner Tochter war nun die KL meines Sohnes wurde. Diese nutzte jede Gelegenheit um uns wie meinen Sohn zu diskriminieren, z.B. während einer Weihnachtsfeier sprach diese mich auf evtl. Hör wie Wahrnehmungsprobleme an. Auch kamen so Sprüche vor anderen und vor dem Kind, das Lesen kann ihm ja wohl nicht schaden, das erste Zeugnis bestand nur aus negativen Sätzen. Unser Sohn war nur negativ aus ihrer Perspektive. Die isolierte Rechtschreibschwäche hat sie meiner Meinung nach nicht interessiert.

Ich muss sagen, das meiste Verständnis kam bei meiner Tochter(sie hat eine Behinderung) von den Lehrern rüber, aber nicht nur. Aber hier ist ja so sag ich mal, eher ersichtlich auch für Lehrer das das Kind nun mal nicht der so gewünschten Norm, was immer das ist, entspricht.

Seit zwei meiner Kinder das Gymnasium besuchen und die HB bekannt ist, folgten immer wieder mal sehr nette Sprüche von Lehrern. Sogar der Beratungslehrer des Gymnasium konnte anstatt Unterstützung nur zu mir sagen, "wir tun hier schon genug, wir können uns nicht auch noch um ihre hochbegabten Kinder kümmern, damit gehen sie doch besser zum Psychologen." Ja hier war/ist der Rollstuhl nicht für das Auge ersichtlich genug!!

Mein jüngster Sohn bekam an der Schule während der Pause einen akuten Durchfall, konnte nicht in das Schulgebäude und eine Pausenaufsicht war nicht an Ort und Stelle. Er konnte aus Scham zwei Wochen nicht mehr zum Unterricht. Der Rektor der Schule hat das zu sehr bagatellisiert und am Telefon zu mir gesagt: "wieso schicken sie ihr Kind krank in die Schule" somit trifft die Schulleitung keine Schuld, hier organisatorisch versagt zu haben was die Aufsicht betrifft.

Ich könnte aus den Erfahrungen der letzten Jahre die Liste unendlich fortführen und ich hatte so manches Mal eine wirkliche Wut in mir.

Wenn ich ehrlich bin, sind zumindest das was wir erfahren haben gute Lehrer selten, aber trotz allem kann man nicht deswegen jeden verurteilen.

Meine Kinder finden Lehrer die neutral und gerecht sind, also keine Lieblinge in der Klasse haben einfach gut, die auch erklären wenn ein Kind in der Klasse ein Problem hat, oder einfach anders ist, einfach die Klassengemeinschaft fördert, verstärkt.

Ich musste selbst lernen die Wut, die eine Mutter eben schneller hat als der Lehrer wenn es um die Kinder geht umzuwandeln und immer erst das Gespräch suchen und jede Seite miteinzubeziehen.

Ich finde Lehrer die neutral sind und sich noch Zeit nehmen in der heutigen Zeit um ein evtl. Problem lösen und nicht ignorieren eine Seltenheit aber es gibt sie.

Auch habe ich Lehrer kennen gelernt, die sich entschuldigen können und einsehen das auch sie selbst nicht allwissend sind, wie kein Mensch eben.

Ich denke das wir alle einen lebenslangen Lernprozess durchlaufen ob Eltern oder Lehrer, das Ideal gibt es nicht.



Marlene Mayer



GeorgMohr
Moderator




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Registriert seit: 15.12.2004
Beiträge: 93
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Erstellt am 26.07.2005 - 20:55 Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen

MarleneMayer schrieb

Ich könnte aus den Erfahrungen der letzten Jahre die Liste unendlich fortführen und ich hatte so manches Mal eine wirkliche Wut in mir.

Wenn ich ehrlich bin, sind - zumindest nach dem, was wir erfahren haben - gute Lehrer selten;
aber trotz allem kann man nicht deswegen jeden verurteilen.



Wa soll der einlullende/zurücknehmende Nachsatz ? Seine Aussage wird doch von niemanden gemacht ! Warum wird die Hauptaussage nicht pur stehen gelassen ? Gute Lehrer sind selten !
Warum denn sonst ändern jetzt Bundesländer die Lehrerausbildung grundlegend ?!

Aber dann kann, ja muss man doch auch schreiben,

- dass die meisten Lehrer "schlecht" sind
- dass die meisten Lehrer sich nicht genügendauf die Kinder einstellen
- dass es richtige "Sadisten" unter den Lehrer gibt
- dass die Schulaufsicht nicht funktioniert/versagt

- dass sich im allgemeinen Lehrerverhalten was ändern muss und dass wir das bisherige weit
verbreitete Verhalten nicht mehr hinnehmen !

- dann muss es auch möglich und richtig sein, entsprechende auf Lehrer bezogene Zitat oder Zitate
von Lehrern selbst hier einzutragen und sich damit auseinander zu setzen.

Viele Grüße, GEORG MOHR




SignaturGLÜCKLICHE KINDERGESICHTER MACHEN GLÜCKLICH !
"lehren" ist "begleiten beim Lernen"
"erziehen" ist hilfreich begleiten beim Erwachsen-Werden und ist vorrangig vor "Stoff eintrichtern"
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