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Ich dachte: Jetzt muss ich sterben

 
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geloescht



Anmeldedatum: 07.02.2008
Beiträge: 0

BeitragVerfasst am: 14.03.2006, 09:27    Titel: Ich dachte: Jetzt muss ich sterben Antworten mit Zitat

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Ein Junge spielt auf dem Schulhof, als er plötzlich ohne ersichtlichen Grund von einem Mitschüler attackiert wird. Der Angreifer wirft ihn zu Boden und schlägt auf ihn ein. Ein zweites Kind kommt hinzu und nun hat er 2 Gegner, die er unmöglich abwehren kann.

Er wird gewürgt, geschlagen, der Kopf wird ihm an den Haaren hochgezogen, während einer der Angreifer auf ihm sitzt. Er schreit verzweifelt um Hilfe ? bekommt keine Luft mehr.

Schließlich kommen, alarmiert durch seine verzweifelten Hilfeschreie, 2 andere Jungen, befreien ihn und verscheuchen die Schläger.
Auf dem Pausenhof stehen 3 Aufsichten, die nichts sehen oder nichts sehen und hören wollten.

Das verängstigte Kind geht zurück in seine Klasse, am Hals zeigen sich blutige Schrammen, Hämatome und Würgemale ? die Klassenlehrerin bemerkt nichts.

Nach Schulschluss geht er nach Hause ? seine Mutter sieht sofort, wie schlecht es ihm geht und er erzählt ihr von seinem Erlebnis:

Mama! Ich dachte, ich muss jetzt sterben!
Es tat so weh und ich habe keine Luft mehr bekommen.

Der Junge ist 7 Jahre alt, besucht eine erste Klasse in einem Städtchen, die Schule hat 200 Schüler ? wir sprechen hier nicht über eine Brennpunktschule in Kreuzberg.


KEIN bedauerlicher Einzelfall ? nur einer von vielen.


Bis dahin nichts ungewöhnliches für diese Grundschule.
ABER:
Die Eltern lassen den Vorfall nicht auf sich beruhen, gehen zu den Eltern, gehen zu den Lehrern und warten auf eine Klärung ? und werden enttäuscht.

Auch das ist nicht ungewöhnlich ? aber die Eltern gehen weiter. Sie reichen eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Aufsicht und die untätige Schulleitung ein.

Das Schulamt spricht weder mit den Eltern noch mit den Kindern und befindet:
Alles in bester Ordnung ? die Aufsichten haben sich völlig korrekt verhalten.

Reaktion der Aufsichten: Strafanzeige gegen die Eltern.

Reaktion der Eltern: Strafanzeige gegen die aufsichtsführenden Lehrer.


Die Eltern gehören nicht zu der Sorte Mensch, die sich einschüchtern, oder sich den Mund verbieten lassen.
Sie erstatteten außerdem Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung gegen den Leiter des staatlichen Schulamtes, weil dort bereits andere Beschwerden über die mangelnde Aufsicht an dieser Schule vorlagen - eingestellt ? weil er nicht auf dem Schulhof daneben stand.

Das Kind musste aufgrund seiner Verletzungen zum Unfallarzt, der die Wirbelsäule untersuchte und die äußeren Verletzungen attestierte. Er hatte Schluckbeschwerden und
Probleme beim Sprechen ? deshalb wurde er zusätzlich zur HNO Ärztin überwiesen, die eine Kehlkopfuntersuchung durchführte und ihn eine Woche krank schrieb.

Der Vorfall liegt fast ein Jahr zurück und es ist nichts geschehen.

Noch eine Gemeinsamkeit weisen alle uns bekannten Fälle auf:
Die Eltern bekamen KEINE Kopie des Unfallberichts, obwohl dies laut Auskunft der Krankenkassen eigentlich Vorschrift ist.


Die meisten Eltern wissen um die Aussichtslosigkeit solcher Beschwerden und fürchten zudem, auffällig zu werden und somit Nachteile für ihr Kind zu riskieren.


DESHALB zeigt die Statistik ein völlig falsches Bild.
Deshalb ist es mir herzlich gleichgültig, was Studien sagen ? ich SEHE was bereits an Grundschulen passiert und sage daher: Die Gewalt an Schulen hat eine neue Dimension erreicht.

Wenn schon bei Erstklässlern alle Hemmschwellen gefallen sind, wenn sich solche Knirpse ohne Reue derart schwere Verletzung zufügen, wenn Lehrer daneben stehen und durch ihr Nichtstun solche Zustände überhaupt erst ermöglichen, dann kann man zu Recht behaupten, dass die Qualität der Gewalt eine neue Dimension erreicht hat.


Und noch eines steht fest:

Wären alle Eltern so couragiert, würde die Statistik anders aussehen!



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Marlene Mayer



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 271
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 14.03.2006, 09:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Angelika,

Studien sollten von denen gemacht werden, die der Gewalt ausgesetzt sind oder waren, und nicht von wohlbehüteten Schreibtischsitzer. Dann würde eine ganz andere Studie herauskommen.
Mich interessieren diese Studien auch nicht im geringsten.

Übrigens finde ich, dass Eltern viel mehr Courage zeigen sollten anstatt sich zu verstecken.

LG

Marlene
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