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Baustelle Englisch-Unterricht

 
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geloescht



Anmeldedatum: 07.02.2008
Beiträge: 0

BeitragVerfasst am: 12.03.2006, 16:23    Titel: Baustelle Englisch-Unterricht Antworten mit Zitat

Anbei ein Beitrag unserer

Elterninitiative für angst- und gewaltfreies Lernen

aus dem "Zossener Forum".


Solange eine freie Meinungsäußerung in diesem Forum (bezieht sich auf das Zossener Forum) möglich ist, wird die Elterninitiative Links zu Themen einstellen, die an uns herangetragen werden und als besonders kritisch eingestuft wurden.

Im letzten Beitrag ging es um die Modediagnose Dyskalkulie.

An zweiter Stelle stehen bange Fragen zur ?Begegnungssprache Englisch?.



Baustelle Englisch-Unterricht


http://www.zeit.de/2006/10/B-Sprachendebatte?page=all

ZEIT: Und Englisch in der Grundschule?
Stern: Die Einführung dieses Unterrichts finde ich unter den gegebenen Verhältnissen kontraproduktiv, weil er Kosten und Kräfte bindet, die man besser einsetzen könnte. Unsere Schulen sind so große Baustellen, dass man sich eigentlich nicht den Luxus erlauben kann, ein neues Fach zu etablieren, ohne dass wir eine Didaktik dafür haben oder die Effekte des Unterrichts kennen. Umgekehrt gibt es gute Konzepte für Mathematik oder den Sachunterricht, die nicht umgesetzt werden. Darauf sollten wir uns konzentrieren. Etwas anderes sind bilinguale Grundschulen oder Kitas, wo eine Erzieherin oder Lehrerin den ganzen Tag Englisch oder Französisch mit den Kindern spricht. Das erleichtert das spätere Fremdsprachenlernen sicherlich.

http://zeus.zeit.de/text/2006/11/C-DesiInterview

Helmke: Das zeigt, dass man mit Pauschalaussagen über den guten Unterricht bisweilen danebenliegt. Im Englischunterricht kommt es primär auf die Kommunikation an. Die wird durch ein eng geführtes Gespräch zwischen Lehrern und Schülern eher gefördert.
ZEIT: Aber Schüler kommen kaum zu Wort, wie Ihre Videostudien vom Englischunterricht zeigen.
Helmke: Im Durchschnitt nur ganze elf Minuten pro Schulstunde! Bei 20 Schülern in der Klasse ist das keine halbe Minute für jeden. Die Hälfte der Zeit spricht der Lehrer, der Rest geht für Übergänge, Stillarbeit oder Wartezeit drauf. Die Lehrer nehmen das allerdings ganz anders wahr.
ZEIT: Wie denn?
Helmke: Die meisten berichten, sie selbst würden nur halb so lange reden. Lehrern fehlt oft das Gefühl dafür, wie ihr Unterricht tatsächlich verläuft.
Klieme: Gut wäre auch, wenn sich Lehrer systematisch Rückmeldung von den Schülern geben ließen. Wenn Schüler etwa das Gefühl haben, das Unterrichtstempo sei zu hoch, dann zeigen unsere Testdaten tatsächlich einen geringeren Leistungszuwachs. Ein guter Lehrer kann darauf reagieren.


Wir sehen an manchen Schulen folgende Situation:

Durch die Umstellung der 10-jährigen Schulen auf die 6-jährige Grundschule, wurden im Personalbereich leider oft Personalentscheidungen vorgenommen, deren Ergebnisse nun sichtbar werden.

Die sogenannten ?Diplomlehrer? wurden häufig an weiterführende Schulen versetzt und zurück blieben viele Lehrer ohne reguläres Studium und oft sogar ohne Abitur, die eigentlich auch nur bis zur 4. Klasse unterrichten dürfen. In Brandenburg greift hierfür der ?Bestandsschutz?, den es zum Beispiel in Sachsen nicht gibt. (siehe PISA)

Nun galt es durch Zusatzprüfungen erweiterte Zulassungen zu erwerben. Also wurden fleißig Kurse absolviert, über deren Erfolg man sich streiten kann.

In manchen Fällen wurde versucht ein Englisch-Studium nachzuholen, nach einem Jahr wurde dies abgebrochen, aber es darf trotzdem unterrichtet werden, was für die Schüler fatale Folgen haben kann.

Wer im Elternhaus oder durch bezahlte Nachhilfe keinen zusätzlichen Unterricht erhält, wird auf den weiterführenden Schulen zwangsläufig Probleme bekommen, wie uns immer wieder berichtet wird.

Viele Schüler schilderten ihren Eltern, dass hauptsächlich vom Band unterrichtet wird. Die Stimmen seien zwar ?echte Engländer?, aber so quäkig, blechern und schrill, dass man Zahnweh davon bekommt.
Viele Kinder berichten, dass Lehrer eine sehr schlechte Aussprache hätten und auf die einfachsten Fragen keine Antworten wissen.

Beispiel aus einer 3. Klasse: Man spricht über Nahrungsmittel und ein Kind möchte den englischen Begriff für sein Lieblingsgericht ?Nudeln? wissen. Die Lehrerin weiß es nicht, schnappt sich ihren Sprachcomputer, tippt ?Nudeln? ein, sieht ?noodles? auf dem Bildschirm und antwortet: Naddels. (Wahrscheinlich verklagt uns jetzt die Ex von Dieter B. )

Eine Lehrerin berichtete uns gar: Ich konnte kein Wort Englisch, aber da unsere Englisch-Lehrerinnen ALLE an andere Schulen versetzt worden waren, musste ich es trotzdem unterrichten. Die Schulleiterin ? die selbst nur ein abgebrochenes Kurz-Studium vorweisen konnte - kam nachmittags zu mir und hat mir die wichtigsten Dinge schnell beigebracht. Ich habe dann selbst nicht viel gesagt und die Kinder reden lassen. Die wussten natürlich auch, dass ich das nicht wirklich kann.

Liebe Leser,
nach 6 Jahren wechseln die Kinder die Schule und dann fragt niemand mehr danach, welche Ausbildung ihre ehemaligen Lehrer genossen haben.
Dann heißt die Frage nur noch: Was KANN der Schüler und danach wird beurteilt.

Unsere Empfehlung heißt daher leider auch in diesem Fall: Bemühen Sie sich früh genug um privaten Ausgleich, wenn Sie merken, dass ihr Kind keinen ausreichenden Unterricht bekommt.

Erkundigen Sie sich bei Instituten nach Grundkursen für Kinder, denken Sie über gemeinsame Sprachreisen und Schüleraustausch nach und fördern Sie Ihre Kinder nach Möglichkeit auch im häuslichen Bereich.

Auch wenn Sie selbst kein Englisch gelernt haben, gibt es genug Möglichkeiten, dies mit ihrem Kind nachzuholen.

Wichtig ist es, dort anzusetzen, wo bei den Kindern Interesse zu erwarten ist:
Man kann die Lieblings-DVD auch mal in der englischen Version zusammen sehen/hören.
Man lernt eine Sprache schließlich nicht nur durch das sture Paukern von Vokabeln ? man kann sich auch ?hineinhören?, ein Gefühl dafür entwickeln und sich wie bei der Muttersprache die korrekte Anwendung und Aussprache ?erhören?.

Übersetzen Sie gemeinsam die Songtexte der Lieblingsband oder die Spielanweisungen der Playstation.

Es gibt Lernsoftware, die (sogar schulbuchbegleitend) per Headset und Mikro den Stoff des Jahrgangs anbietet, vertieft, übt und auch eine perfekte Aussprache trainiert. (z.B. der Cornelsen English-Coach - 3-D Lernwelten Spracherkennung und Sprachsynthese, Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben, Vokalen, Grammatik, Lerntipps)
Auch die Birkenbihl Methode ist einen Blick wert: http://www.birkenbihl-insider.de
Englisch 1 für Einsteiger Vera F. Birkenbihl

Alles ist besser, als darauf zu vertrauen, dass es die nächste Schule schon richten wird. Niemand fragt später danach, warum bereits in der ersten Klasse falsche Grundlagen geschaffen wurden. Niemand interessiert sich dafür, dass beim Grundschullehrer ihrer Kinder eine Aussprache Glückssache war.

Es gilt, durch frühzeitiges Eingreifen, den gefürchteten "erdrutschartigen Einbrüchen" an den weiterführenden Schulen entgegen zu wirken, und dem Kind so viel unnötigen Stress zu ersparen.
(Siehe auch Focus Schule - Eltern im Einsatz - Warum Kinder die Schule allein kaum noch schaffen - 5 Strategien - so helfen Sie effektiv)

Bewertet wird allein der Wissensstand Ihres Kindes und der ist ohne außerschulische Förderung leider oft ungenügend.



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