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Kopie: Neurodidaktik oder: Wie lernen wir

 
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Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 25.01.2006, 23:49    Titel: Kopie: Neurodidaktik oder: Wie lernen wir Antworten mit Zitat

Ersteller:

DorisCarnap
Moderatorin

Schullaufbahnberaterin





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 196
Nachricht senden Erstellt am 10.11.2005 - 20:34

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Hallo,

Auf der Seite des Landesbildungsservers Baden - Württemberg sind interessante Beiträge zur Neurodidaktik zu finden
www.schule-bw.de/unterricht/paedagogik/didaktik/neurodidaktik

Von Manfred Spitzer:
www.br-online.de/alpha/geistundgehirn/
www.br-online.de/alpha/forum/vor0403/20040319_i.shtml

Zwei Beiträge von Lehrerausbildern des Seminars für Didaktik und Lehrerbildung Stuttgart zum Thema Neurodidaktik

Professor Herbert Beck
Neurodidaktik oder: Wie lernen wir?
(Veröffentlicht in ?Erziehungswissenschaft und Beruf?, Heft 3/2003)
Das deutsche Bildungssystem steckt in der Krise, seit PISA ist es eine Binsenweisheit.
Hilfe in der Not kommt von allen Seiten und nicht zuletzt versprechen neueste
Erkenntnisse der Neurowissenschaften Unterstützung. Doch auch vor der Wirtschaft
macht die Hirnforschung nicht Halt: Wirtschaftliche Entscheidungen sind nur zu
einem Teil rationaler Natur. Neurologen erklären deshalb nicht mehr nur, welche
Emotionen bei wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen wie eine Rolle spielen,
sondern sie analysieren sogar, welche Teile des Gehirns bei welchen Entscheidungen
und Gefühlen beteiligt sind. Der letztjährige Nobelpreis für Ökonomie ging nicht von
ungefähr an einen Psychologieprofessor.
Jeder Lernvorgang verändert das Gehirn nachweislich und deshalb nehmen
Hirnforscher auch das Lernen unter die Lupe und liefern neue und ? so ihr Anspruch -
teilweise revolutionäre Ergebnisse, die über das Lernen von kleinen Kindern
Aufschluss geben, das Lernen in der Schule allgemein erhellen und die
Voraussetzungen und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens thematisieren.
Grundlegende Lernmechanismen werden aufgedeckt, um biologisch fundierte Thesen
zum optimalen Lernen generieren zu können. Diese Verbindung von Neurobiologie
und Schule ist seit einigen Jahren als ?Neurodidaktik? im Gespräch.1 Hirnforscher
helfen inzwischen den Pädagogen bei der Entwicklung neuer Lernstrategien, ja sie
fordern sogar ultimativ mehr Einfluss auf die Pädagogik2 und wollen ihre Erkenntnisse
nun in Lehr-/Lernkonzepte umsetzen.3 Und gerade weil jeder Lernvorgang mit einer
Veränderung des Gehirns einher geht, kann besser lehren, wer versteht, wann es
warum zu dieser Änderung kommt.
Die erkenntnisleitende Fragestellung für diesen Beitrag lautet daher:
Welche Konsequenzen zeichnen sich für die Schule allgemein und insbesondere für
berufliche Schulen aufgrund neurobiologischer Forschungsergebnisse ab?...
www.schule-bw.de/unterricht/paedago....ik/neurodidaktik_beck.pdf

Gerhard Maier beschäftigt sich mit Aussagen der Neurobiologie zum Lernen und Denken und den möglichen Folgerungen für die Gestaltung des Unterrichts.

www.schule-bw.de/unterricht/paedago....urowissenschaft_maier.doc

Doris





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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson

Erika
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Beiträge: 256
Nachricht senden Erstellt am 10.11.2005 - 21:45

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Hallo Doris,

Spitzer schrieb
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Denn damit können wir ein ganz großes Problem, nämlich das Problem der Lesestörung, im Grunde genommen eliminieren. Die Hirnforschung ist jedenfalls bereits so weit.


In irgendeinem der vielen Links habe ich diesen Satz gelesen. Das würde doch aber bedeuten, Legasthenie ist vielleicht doch nicht so genetisch bedingt und unveränderbar oder? Was vor diesem Satz zu lesen war, hatte m.E. einiges gemeinsam mit dem Warnke-Verfahren, was es schon gibt und wissenschaftlich abgesichert zu sein scheint. Wo werden denn bei Spitzer die Augen und Augenmuskeln berücksichtigt, die ebenfalls große Auswirkungen auf Lese- und Rechtschreibstörungen haben können?

Es ist sicherlich alles Mögliche sehr richtig, was in diesen Links zu lesen ist. Leider fehlt mir hier aber wie so oft die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Weiß Herr Spitzer auch, was eine Schiefstellung der HWS so alles bewirken kann? Reizüberflutung, Bewegungsmangel -das ist ja alles richtig - aber m.E. längst nicht alles.

Viele Grüße
Erika

[Dieser Beitrag wurde am 10.11.2005 - 21:47 von Erika aktualisiert]





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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

DorisCarnap
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Beiträge: 196
Nachricht senden Erstellt am 11.11.2005 - 16:07

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Liebe Erika

Spitzer sagt in dem Interview:
" Das heißt, man kann die Ursache einer Sprachentwicklungsstörung zumindest im Prinzip bereits dann diagnostizieren, wenn sie noch gar nicht eingetreten ist. Damit kann man sie auch bereits behandeln, wenn sie noch gar nicht eingetreten ist. Aber wohlgemerkt: Das ist der Stand der Forschung. Das gibt es bis jetzt noch nicht, aber ich setze mich sehr dafür ein, dass wir das in vielleicht drei bis fünf Jahren haben werden. Denn damit können wir ein ganz großes Problem, nämlich das Problem der Lesestörung, im Grunde genommen eliminieren. Die Hirnforschung ist jedenfalls bereits so weit." www.br-online.de/alpha/forum/vor0403/20040319_i.shtml

Das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm betreibt Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Kognitionswissenschaften mit Schwerpunkt Lernforschung. Schau mal hier www.znl-ulm.de/html/forschungsprojekte.html unter Sprachentwicklung und Lese- Rechtschreibstörung was dort untersucht wurde und noch wird.

Wissenschaftler aus Deutschland und Schweden haben jetzt erstmalig bei betroffenen Kindern aus Deutschland den Beitrag eines Gens nachweisen können, unter der Leitung von PD Dr. Gerd Schulte-Körne an den Universitäten Marburg und Würzburg www.uni-marburg.de/aktuelles/news/20051103l

Manfred Spitzer ist ja recht vielseitig, er studierte Medizin, Psychologie und Philosophie, machte sein Diplom in Psychologie,
promovierte in Medizin und Philosophie und habilitierte in Psychiatrie. Als Mediziner weiß er sicher was eine Schiefstellung der Halswirbelsäule bedeutet.

Doris






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DorisCarnap
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Nachricht senden Erstellt am 21.11.2005 - 08:40

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Auf der Seite der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg 'Hirnfoschung für jeden' gibt es eine Sammlung interessanter Beiträge zum Thema:

www.uni-magdeburg.de/bio/hirnforschung.htm





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