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Kopie: Elterngespräche

 
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Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 25.01.2006, 00:28    Titel: Kopie: Elterngespräche Antworten mit Zitat

Angelika
Stammposter




Status: Offline
Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 119
Nachricht senden Erstellt am 08.04.2005 - 08:47

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In letzter Zeit haben wir Eltern uns verstärkt über die allseits beliebten ?Elterngespräche mit der Schulleitung? ausgetauscht.

Aus Frust wurde mittlerweile die Erkenntnis, dass es sich nicht lohnt, sich auf diese Gespräche einzulassen. Schriftform, Elternkonferenzen und andere Instanzen werden diese zukünftig ablösen. Als besonders schlimm empfinden wir es, dass diese Inszenierungen nach einem stets gleichen Muster ablaufen und der Ausgang (der ?Gegenseite?) vorab bekannt ist.

Die Methode wurde gnadenlos überstrapaziert und weist inzwischen nur noch unfreiwillige Komik auf. Vielleicht sollte das Schulamt ja mal ein paar Seminare spendieren, damit eine neue Taktik einstudiert werden kann. Diese hier klappt jedenfalls nicht mehr:


ABLAUFPLAN ELTERNGESPRÄCH

1. Überfreundliche Begrüßung ? hier wird man das erste Mal verunsichert, da man so viel Höflichkeit in diesen Hallen nicht gewohnt ist.

2. Geheucheltes Interesse incl. einer ersten (versteckten?) Botschaft: Was führt sie denn zu mir? Was haben SIE denn für ein Problem? Böse Falle! Bisher dachten die Eltern noch, die Schule hätte ein Problem ? nun ist es bereits im ersten Satz ?gewandert?.

3. Nachdem wir nun wissen, dass wir ein Problem haben, wird darüber gesprochen. Die Schulleiterin schaut interessiert, stellt sogar Fragen und schubst damit schon mal sanft in die anvisierte Richtung.

4. Nun gibt es 3 Möglichkeiten: a) Das ist ein Einzelfall b) Nein, das kann ich gar nicht glauben oder c) Das habe ich noch NIE gehört (egal seit wie viel Jahren das Problem schon besteht)

5. Spätestens jetzt ist klar, dass man den schwarzen Peter hat. Um dem ganzen noch das Sahnehäubchen aufzusetzen wird nun der Joker aus dem Ärmel gezogen. ?Ach übrigens, neulich hat ihr Kind ... Ja, und dann kommen stichhaltige Beweise dafür, wo die eindeutige und grundsätzliche Schuld zu suchen ist. Gut, OK ? die Lehrer haben sich vom Kind die anonymen Fragebogen zur Schulzufriedenheit geben lassen und an Ort und Stelle gelesen. Aber was ist das schon gegen die Tatsache, dass dein Kind am 22.7 exakt 2,3 Minuten zu spät zum Unterricht kam ? und das unverschämterweise schon zum 2. Mal in diesem Jahr?

6. Nachdem nun alles geklärt wurde, dürfen die inzwischen hoffentlich zutiefst zerknirschten Eltern die Bühne verlassen ? die meisten lernen aus dieser Erfahrung und kommen nie wieder! Schön, dass wir mal drüber gesprochen haben!


Glücklicherweise können wir Eltern inzwischen darüber lachen, was allerdings auch nicht wirklich gut ankam

Kommt euch das irgendwie bekannt vor???







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Dem Betrübten ist jede Blume ein Unkraut, dem Glücklichen ist jedes Unkraut eine Blume.

Erika
Stammposter




Status: Offline
Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 256
Nachricht senden Erstellt am 08.04.2005 - 21:11

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Hallo Angelika,

schrieb
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Überfreundliche Begrüßung


Das kommt mir sehr bekannt vor. Ich hatte oft den Eindruck - völlig unnatürlich und nicht so gemeint. Von der Schulleitern der letzten Schule habe ich schon oft gedacht, dass sie lieber Schauspielerin hätte werden sollen.


Geheucheltes Interesse schrieb
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Beim 1. und 2. Gespräch ging ich noch glücklich nach Hause und war überzeugt, dass die Lehrerin meines Sohnes nun mit den vielen in schriftlicher Form überreichten fundierten Fachinformationen anders mit den Problemen meines Sohnes umgehen könne. Ich war ja unvoreingenommen gegenüber Lehrern, hatte grundsätzlich eine gute Meinung von ihnen und auch Verständnis für ihren anstrengenden Beruf. Schnell begriff ich jedoch, dass meine Meinung und Informationen überhaupt nicht interessierten - denn ich war nicht vom Fach. Lehrer haben schließlich studiert - was sie dort nicht gelernt haben, kann es auch nicht geben. Diese Einstellung von vielen Lehrern wurde mir auch im Lehrerforum oft genug nochmals bestätigt.

Leider, leider sitzen Lehrer oft wirklich am längeren Hebel. Wenn Eltern erst einmal den Mund aufgemacht haben, bekommen es die Kinder zu spüren mit vielen Kleinigkeiten, die es aber nicht rechtfertigen, eine Dienstaufsichtsbeschwerde zu veranlassen.

Allein bei der Notengebung für Klassenarbeiten können sich Lehrer schon gut "rächen", ohne dass man es beweisen kann. Warum gibt es eigentlich keine neutrale "Einigungsstelle", die im Zweifelsfall oder am besten grundsätzlich festlegt, welche Note tatsächlich gerechtfertigt ist? Bei der Notengebung spielt leider oft die Sympathie des Lehrers dem Kind oder den Eltern gegenüber eine große Rolle.

Viele Grüße
Erika





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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)
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