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Kopie: Raufen als Unterrichtsfach?

 
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Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 23:23    Titel: Kopie: Raufen als Unterrichtsfach? Antworten mit Zitat

besorgteMami





Status: Offline
Registriert seit: 13.02.2005
Beiträge: 25
Nachricht senden Erstellt am 11.03.2005 - 21:22

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Als 1. an die Moderatoren:
Wenns hier nicht hingehört, verschiebt den Post.
Heute las ich:
"Raufen als Unterrichtsfach?
`Ringen und Raufen`:In Hamburg ist das bereits Sport-Pflichtfach für alle Grundschulen. Ist das nicht Erziehung zur Gewalt? Muss das sein?
PRO
Dr. Rainer Ganschow. Kinderarzt, Sportmediziner und Vizepräsident des Deutschen Judo-Bundes: `Ein geregelter körperlicher Zweikampf hat überhaupt nichts mit Prügeln zu tun. Viele Lehrer haben sich schon bei uns ausbilden lassen, um diese Fach anzubieten. Unter ihrer Kontrolle können sich die Kids richtig austoben - zum Beispiel mit Techniken aus dem Judo oder Ringen. Das baut Aggressionen ab und vermeidet so Gewalt, denn: Die Lust auf Schulhof-Raufereien verschwindet.`
CONTRA
Morten Klein, Sport- und Lateinlehrer, aus Kiel:
`Von diesem `Rauf`-Unterricht halte ich nichts. Er kann Aggressionen fördern. Was, wenn zum Beispiel ein Kind, das nicht verlieren kann, im Kampf unterliegt? Dadurch wird so ein Schüler vielleicht noch unberechenbarer als zuvor. Und auch das muss man bedenken: Wenn die Lehrer für diesen Unterricht nicht ausreichend geschult sind, besteht die Gefahr, dass die Schüler die Übungen nicht richtig machen und sich dabei verletzen.`
>Bild der Frau, 10/2005<

Ich bin eher für die Pro-Variante. Alles was den Kindern die Möglichkeit bietet ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachzukommen, ist erstmal förderlich.
Da bei Judo, wie auch beim Ringen, nicht das Kämpfen als solches im Vordergrund steht, sondern vielmehr die Achtung dem Anderen gegenüber, würde ich es sogar im weitesten Sinne noch unter Sozialverhalten eingliedern. Und ich weis, wovon ich rede, unser ältester Sohn ist seit seinem 7. Lebensjahr Judoka und ich begleite ihn - soweit möglich - auf die Wettkämpfe. Dort herrscht zwar eine Anspannung, die aber keineswegs aggressiv ist. Man grüßt vor dem Kampf und nach dem Kampf sowohl Gegner als auch Mattenrichter. Inzwischen ist es Usus dem Gegner nach dem Kampf die Hand zu reichen. (Nicht selten konnte ich beobachten, dass auch ein tröstliches Schulterklopfen vorkommt.)
Die Selbstdisziplin der jungen Menschen wird geschult. Körperbeherrschung wird verlangt, genaue Bewegungsabläufe werden bis zur Automatisierung trainiert,anders als im normalen Sportunterricht. Jeder Gegner ist anders, man muss sich schnell auf ihn einstellen und das Gelernte abrufen. Kein Kampf ist wie ein vorangegangener.
Und das Argument des Sportlehrers, falls die Lehrer nicht richtig ausgebildet seien, wäre ein größeres Verletzungsrisiko gegeben, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn der Lehrer keine ausreichende Vorkenntnis besitzt, kann es auch zu Verletzungen beim Barrenturnen oder in der Leichtathletik kommen. Außerdem werden die ersten Wochen damit zugebracht, richtiges Fallen zu lernen, damit man sich halt nicht wehtut.

Was denkt ihr so über dieses neue Fach: "Ringen und Raufen"?




Erika
Stammposter




Status: Offline
Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 256
Nachricht senden Erstellt am 12.03.2005 - 21:39

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Hallo besorgte Mami,

Raufen als Unterrichtsfach kann vielen Kindern helfen bei der Verbesserung der Fähigkeit zu wissen, wo sich die verschiedensten Teile des Körpers befinden, und genaueste Bewegungsabläufe - auch feinmotorische - ohne bewusste Steuerung, also automatisiert auszuführen (Propriozeption). Propriozeption umfasst alle Sinneswahrnehmungen, die die Position des Körpers betreffen. Propriozeptoren befinden sich in Gelenken, Sehnen und Muskeln. Bei Kindern mit Lernschwierigkeiten findet man häufig ein wenig ausgeprägtes propriozeptives Bewusstsein.

Einige Kinder provozieren eventuell Raufereien, um sensorische Informationen zu erhalten. Daher kann es für das Lernen und auch als Gewaltprävention nur gut sein, Raufereien als Unterrichtsfach einzuführen, allerdings sollte der Pädagoge ein entsprechendes Hintergrundwissen haben. Eine Erziehung zur Gewalt kann ich dabei absolut nicht erkennen.

Schöne Grüße
Erika





Signatur
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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)
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