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Frau Schonath - Peter-Vischer-Realschule Nürnberg
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Bayer



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BeitragVerfasst am: 12.06.2010, 06:31    Titel: Antworten mit Zitat

Falls du Protokolle hier hochladen möchtest, Marion, nur zu. Bin gerne unterstützend tätig.

Falls handschrftl., erst einscannen, als jpg. auf dem Rechner speichern, dann in ein "Fotoalbum" laden (web oder arcor.de).

Hier in einem neuen Beitrag als "IMG" laden.
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"Nicht auf den Verstand kommt es an, sondern das was ihn leitet - Charakter und Herz."

Dostojewski
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schule forchheim 50 cent



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BeitragVerfasst am: 12.06.2010, 14:26    Titel: Antworten mit Zitat

Petra Litzenburger hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Vermutlich muss Petra aus rechtl. Gründen darauf hinweisen. I


Danke M., genau so ist es, denn gem. § 201 StGB
Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes ist ein Aufruf zur einer Tonbandaufnahme möglicherweise eine strafbare Handlung .


tonbandaufnahm kann möglicherweise eine strafbare handlung - was ist aber ein abhörgerät?

der gesetzgeber sieht darin "nur" geräte, die extra zum heimlichen abhören von gesprächen eingesetzt werden.

aufzeichnung doch verwendbar?

handelt es sich jedoch bei dem tatbestand, der durch die aufzeichnung bewiesen werden sollte,
um ein strafrechtlich relevantes vergehen. das ist ein ganz wichtiger punkt.
im strafprozess werden solche aufzeichnungen oft (wenn auch nicht immer) verwendbar sein.

es gibt schon einige gerichte in deutschland, die heimliche aufzeichnungen als beweismittel zugelassen haben.
hier nur ein beispiel: Urteil des LAG Berlin (AZ: 9SA 114/87)
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schule forchheim 50 cent

Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen
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Bayer



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BeitragVerfasst am: 12.06.2010, 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

Heutzutage macht man so etwas mit einem Handy oder MP3-Gerät.

Winzig. Unsichtbar. Und sehr erfolgreich.

M., der jemanden kennt, der sehr gut hörbar ist.
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Dostojewski
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Marion



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BeitragVerfasst am: 12.06.2010, 16:55    Titel: Peter Vischer Schule Antworten mit Zitat

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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 12.06.2010, 18:51    Titel: Antworten mit Zitat

schule forchheim 50 cent hat Folgendes geschrieben:
Petra Litzenburger hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Vermutlich muss Petra aus rechtl. Gründen darauf hinweisen. I


Danke M., genau so ist es, denn gem. § 201 StGB
Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes ist ein Aufruf zur einer Tonbandaufnahme möglicherweise eine strafbare Handlung .


tonbandaufnahm kann möglicherweise eine strafbare handlung - was ist aber ein abhörgerät?

der gesetzgeber sieht darin "nur" geräte, die extra zum heimlichen abhören von gesprächen eingesetzt werden.

aufzeichnung doch verwendbar?

handelt es sich jedoch bei dem tatbestand, der durch die aufzeichnung bewiesen werden sollte,
um ein strafrechtlich relevantes vergehen. das ist ein ganz wichtiger punkt.
im strafprozess werden solche aufzeichnungen oft (wenn auch nicht immer) verwendbar sein.

es gibt schon einige gerichte in deutschland, die heimliche aufzeichnungen als beweismittel zugelassen haben.
hier nur ein beispiel: Urteil des LAG Berlin (AZ: 9SA 114/87)


Hallo Schule Forchheim 50 Cent,

ich hatte geschrieben:

(...) denn gem. § 201 StGB
Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes ist ein Aufruf zur einer Tonbandaufnahme möglicherweise eine strafbare Handlung .

Ich betone noch einmal, dass es meine Aufgabe als 1. Vorsitzende ist, den Verein vor möglichen Schaden, auch finanzieller Art, zu schützen.

Deshalb distanziert sich der Verein und der Vorstand ausdrücklich von solchen Aufrufen!

Wenn Sie sich jedoch so sicher sind, dass ein Straftatbestand bei einem Aufruf zur Tonbandaufnahme nicht erfüllt ist, können Sie uns doch eine Kostenübernahmeerklärung für ein mögliches Verfahren zukommen lassen, dann erübrigt sich die Diskussion.

Ich kann mich erinnern, dass der Verein im Herbst 2009 haarscharf um eine Anzeige herumgekommen ist, weil ein User hier im Forum ein Foto veröffentlicht hatte, welches ich jedoch rechtzeitig löschen konnte.

Hier in diesem Forum ist deutlich mehr erlaubt, als in anderen Foren. Den Bogen sollte man jedoch nicht überspannen.

Viele Grüsse

Petra Litzenburger
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 12.06.2010, 18:56    Titel: Antworten mit Zitat

Zurück zum Thema:

Transparent der Elterninitiative „Angstfreies Lernen in der PVS-Realschule“bei einer Demo:


http://www.nn-online.de/bild.asp?bi....ar=0&man=3&kat=10
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 12.06.2010, 18:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ein weiterer Leserbrief:


Zitat:
"Mein Kind tut so etwas nicht"

"Mein Kind tut so etwas nicht"

Ich war selbst an der Peter-Vischer-Schule und habe dort 2000 mein Abitur gemacht. Zudem bin ich nun selbst Lehrerin an einer Hauptschule. Nach den Artikeln, die ich über die betroffene Lehrerin gelesen habe, möchte ich nun auch einmal die andere Seite aufzeigen.

Leider geht die Tendenz heute immer mehr dazu, dass viele Eltern ihren Kindern kaum Grenzen setzen. Wenn wir als Lehrer dann verschiedene Erziehungsmaßnahmen anwenden, bekommen wir nicht den Rückhalt der Eltern, sondern sehr oft geschieht das Gegenteil. Eltern arbeiten gegen uns.

Beispielsweise haben mir einmal Schüler etwas vom Pult geklaut, woraufhin ich Verweise verschickt habe. Denn in der realen Welt ist das Diebstahl. Leider haben einige Eltern die Verweise nicht unterschrieben und nicht anerkannt. »Mein Kind tut so etwas nicht!«

Und das ist nur ein Beispiel von vielen! Wir wollen und sollen Schüler auf das Leben vorbereiten. Aber wenn Eltern immer nur gegen uns arbeiten, ist das kaum möglich. Diese Seite der Medaille sollte eben auch beachtet werden.

Diana Vogel, Nürnberg
10.6.2010 19:01 MEZ


Quelle: http://www.nn-online.de/artikel.asp....232&kat=314&man=3
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 12.06.2010, 19:07    Titel: Antworten mit Zitat

Und noch ein Leserbrief:


Zitat:

Schule ist nicht immer bequem und lustig

Schule ist nicht immer bequem und lustig


Von 1970 bis 2007 habe ich an der Peter Vischer Schule unterrichtet, davon rund zwei Jahrzehnte neben der Kollegin, die von der Elterninitiative an den Pranger gestellt und von ehemaligen Schülern zu meiner Überraschung als pädagogisches Ungeheuer dargestellt wird.

Was macht den Schülern so große Angst? Erwischt zu werden, wenn sie mit unvollständigen Hausaufgaben oder unordentlichem Arbeitsmaterial in die Schule kommen? Schlechte Noten, wenn sie nicht mitarbeiten und deshalb schlechte Leistungen erzielen? Eine Ansprache, eine Mitteilung an die Eltern oder ein Verweis, wenn sie Mitschüler von der Arbeit abhalten oder vielleicht sogar unter Druck setzen? Ist es Mobbing, wenn ihr Wille zum Schulbesuch, zu Leistung und Eigenverantwortung bei so einem Verhalten einmal hinterfragt wird?

Zum Glück müssen die Schüler an der Peter-Vischer-Schule keine schlimmeren Grausamkeiten befürchten! Was erwarten die empörten Eltern und »traumatisierten« Schüler? Sollen alle demnächst gleich nach der Geburt alle Diplome in die Wiege gelegt bekommen? Und noch einen Rentenbescheid dazu?

Es macht eben Mühe und verlangt Disziplin, einen weiterführenden Schulabschluss zu erreichen – besonders wenn man nicht hochbegabt ist. Als Lehrer helfen wir, so gut wir können. Das ist aber nicht immer nur kuschelig, bequem und lustig! Kann sein, dass man sich da als Lehrer mit den dafür vorgesehenen pädagogischen Maßnahmen mal unbeliebt macht.

Das gilt auch für die Kollegin, deren Entlassung aus dem Dienst von der Elterninitiative nun laut gefordert wird. Sie hat immer alles getan, den Schülern, die in Mathematik nicht so begabt waren, durch Zusatzstunden, Extraaufgaben und andere pädagogische Maßnahmen zum Erfolg zu verhelfen. Das war ihr immer ein Anliegen, forderte von ihr viel Einsatz und ist oft gelungen. Voraussetzung war und ist allerdings immer die Eigeninitiative der Schüler und ihr guter Wille.

Ich frage mich ernsthaft, ob die wenigen Schüler, die diesen Willen nicht haben und dabei auch noch von ihren Eltern unterstützt werden, an einer weiterführenden öffentlichen Schule am richtigen Platz sind.

Ist es nicht traurig, dass Eltern - statt zu kooperieren – die Lehrer, die ihre Teenager mit etwas Strenge und viel Engagement zu Leistung und Verantwortung erziehen wollen, öffentlich an den Pranger stellen? Mit der ganzen Energie, die sie dafür brauchen, könnten sie ihren Kindern zeigen, wie man ordentlich Bleistifte spitzt für den Geometrieunterricht. Davon hätten alle mehr.

Rita Schmitz, Fürth
10.6.2010 13:48 MEZ

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burdekat



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Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 12.06.2010, 19:51    Titel: Persönlicher Erfahrungsbericht Antworten mit Zitat

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin entsetzt!

1) Weil Elterninitiativen gegen Mobbing und Gewalt an Schulen nötig zu sein scheinen.

2) Weil sich die Initiative mit einer Lehrerin beschäftigt, die ich selbst als 100%ig positiv erlebt habe.

1999 machte ich Abitur an der Peter-Vischer-Schule, bereits 1995 den Realschulabschluss.

Die Mathe- und Physiklehrerin war unsere Klassenleiterin (eine fast reine Jungenklasse) und unterrichtete Physik, Mathematik und Informatik.

Selten im Leben habe ich erlebt, dass Schüler von einer Lehrerin so engagiert und positiv gefördert wurden. Davon ausgehend, dass wir zuhause nicht besonders motiviert "auf eigene Faust" lernen würden, schaffte Sie einen Unterricht mit hoher Schülerbeteiligung, der in Konsequenz dazu führte, dass wir alle auf die Prüfungen bestens vorbereitet waren und allesamt einen guten Abschluss machen konnten.

Unsere Lehrerin konnte sich durchsetzen und sie besaß eine großes Mass an Autorität, die allerdings nicht auf Psychoterror gegründet war.

Gab es "Angst im Klassenzimmer" - eindeutig „nein“. Im Gegenteil, ich erinnere mich an einen Mitschüler, der grundsätzlich sehr große Prüfungsangst hatte (in jedem Fach, bei jeder Arbeit) und auf den unsere Klassenlehrerin sehr beruhigend einwirkte.

Ein Höhepunkt meiner Schullaufbahn war definitiv unsere gemeinsame Abschlussfahrt, deren Ziel und Ausgestaltung allein von den Schülern bestimmt und von der Klassenlehrerin in unserem Sinne geleitet wurde.

Frau S. (ich finde es in diesem Zusammenhang nicht angemessen, ständig ihren Namen ins Netz zu setzen ...) gehörte zudem eindeutig zu dem Teil des Kollegiums, der bereit war sich - außerhalb jedweder „geregelter Arbeitszeit“ - für Schülerprojekte einzusetzen. Als Redakteur des Videomagazins und der Schülerzeitung an der Peter-Vischer-Schule konnte ich ganz andere Erfahrungen machen, wenn man Lehrer bat sich als Interviewpartner zur Verfügung zu stellen, nach Unterrichtsschluss anwesend zu sein, damit wir unseren Aktivitäten in der Schule nachgehen konnten (Schüler haben ja nun mal keinen Schlüssel fürs Schulhaus), Schulfeste zu organisieren, auf- und abzubauen, etc.

Es gab auch zu meiner Zeit Lehrer, die das Zeug hatten, Schülern den Alltag zur Hölle zu machen - Frau S. gehörte damals definitiv nicht dazu. Im Gegenteil, sie war immer Teil dieser ganz besonderen Schulfamilie am Bielingplatz, derentwegen sich viele „Ehemalige“ der Schule bis zum heutigen Tag sehr verbunden fühlen.

Wir leben in einer Zeit der aufgedeckten Verfehlungen von Menschen mit offiziellem pädagogischem Auftrag. Das Schaffen von Öffentlichkeit wird von mir immer dann befürwortet, wenn die Opfer solcher Geschehnisse damit einverstanden sind.

Lehrer, die Psychoterror veranstalten, gewalttätig sind oder mobben gehören meiner Meinung nach definitiv nicht ins Klassenzimmer!

Es ist natürlich kein Argument aber ich vermag mir einfach nicht vorzustellen, dass Frau S. sich Schülern gegenüber so verhält. Das würde voraussetzen dass sich ihre Berufsauffassung vollkommen geändert hat, theoretisch natürlich nicht auszuschließen aber für mich subjektiv nicht vorstellbar.


Worum ich Sie herzlich bitte:

Nehmen Sie bitte auch positive Stimmen zur Kenntnis.

Hinterfragen Sie bitte immer wieder kritisch, ob Ihre gewählte Medienoffensive nicht vielleicht selbst eine Form von „Cyber“-Mobbing sein könnte. Wem könnte so etwas nützen?

Bedenken Sie bitte, dass der ins Auge gefasste Einsatz versteckter Aufnahmetechnik definitiv rechtswidrig ist - als Dozent für Video- und Fernsehjournalismus an verschiedenen Journalistenschulen lege ich in meinen Seminaren höchsten Wert auf das Recht jeder Person am eigenen Bild“. (Ich an Ihrer Stelle würde Frau S. fragen, ob Sie damit einverstanden ist, dass ihr Unterricht regelmäßig „offen“ mitgefilmt wird und anschließend gemeinsam im Kreis der Betroffenen darüber gesprochen wird... )

Lehnen Sie sich kurz zurück und stellen Sie sich vor, dass Sie Lehrerin oder Lehrer sind und Sie - nachdem in der Presse und im Internet derart heftige Kritik an Ihnen geäußert wurde - jeden Tag wieder ins Klassenzimmer müssen und Ihren Job machen.

Überlegen Sie, ob Sie alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben, beispielsweise einen „Runden Tisch“ zu bilden, an dem sich alle betroffenen (regelmäßig) versammeln und von einem neutralen Moderator begleitet werden.


Wie gesagt - ich war und bin ein sehr großer Fan der Peter-Vischer-Schule, weil sie mir und anderen über Jahre ein wichtiger Lebensmittelpunkt war, mich und andere sehr gefördert hat, wichtige Impulse gab und sich durch ein ungewöhnlichen Gemeinschaftsgeist auszeichnete.

Damit bin ich natürlich parteiisch ...

Trotzdem scheint es mir - aufgrund der Informationen, die mir zur Verfügung stehen - als würde die Lage eskalieren.

Sie haben eine Verantwortung Ihren Kindern gegenüber und ich kann es nachvollziehen, dass Eltern hellwach werden und kampfbereit sind, wenn Sie ihre Kinder gefährdet sehen - Gottseidank, auch das ist nicht selbstverständlich.

Ich appelliere an Sie, sich bei all ihren Maßnahmen immer wieder Gedanken über die Verhältnismäßigkeit zu machen, auszuschließen, dass Sie vielleicht auch daneben liegen könnten und sich Ihrer enormen Verantwortung bewusst zu sein, die Sie nicht nur Ihren Kindern gegenüber, sondern auch für sich selbst und die ganze Peter-Vischer-Schule haben, an der ich - neben Frau S. - noch andere sehr engagierte Lehrerinnen und Lehrer erlebt habe, denen ich sehr dankbar bin!

Ich hoffe auf eine friedliche Lösung am Bielingplatz!


Mit freundlichen Grüßen

Malte Burdekat
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Bayer



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BeitragVerfasst am: 12.06.2010, 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Herr B.,

wie Sie selbst schrieben, erhielten Sie Ihr RS-Abschlusszeugnis 1995.

Das ist also 15 Jahre her. In 15 Jahren kann viel passieren mit einem Menschen.

Ich will durchaus nicht in Abrede stellen, dass Frau Schonath zu jener Zeit so war, wie Sie beschrieben haben. Möglich wäre auch, dass Sie aus der zeitlichen Entfernung, die Dinge vllt. "verklären" ...

Eines aber ist für mich sicher:

Eltern und Kinder (zzgl. der glaubhaften Schilderungen aus den Leserbriefen eben der Schulzeit entwachsener Schüler) erleben mit dieser Frau Dinge, die einfach nicht sein dürfen - und im Arbeitsleben erwachsener Arbeitnehmer längst zu einer Abmahnung an den/die Täter geführt hätten.

Ich kenne Frau Schonath nicht persönlich. Aber im Lehrerberuf soll es durchaus (wie in vielen sozialen Berufen) schon vorgekommen sein, dass Menschen nach 15 - 20 Jahren des Berufslebens, des Alltags "ausbrennen"/psychisch erkranken o.ä. und dann ihren Schutzbefohlenen in einer Art und Weise begegnen, wie es keiner Seite gut tut.

Ich habe selbst vor etwa 10 Jahren die Lehrerin eines unserer Kinder auf diese Art berufsunfähig werden sehen. Sie wurde ein "Wanderpokal" und schließlich ein Fall für die Psychiatrie.

Eigentlich war sie mal eine charmante, kluge und herzenswarme Persönlichkeit. Aber sie war den Belastungen in diesem Beruf auf Dauer nicht gewachsen.

@Marion:
Zitat:
Herr Karl hat es in kurzer Zeit geschafft, dass davon nichts übrig blieb. Er war davor Mathelehrer an dieser Schule und, so wird erzählt, kam er auf merkwürdige Weise zu diesem Posten. Da scheinbar die Führung einer Schule mit 1.300 Schülern und ca. 120 Lehrer nicht zu seinen Stärken zählt, hat er ein System aufgebaut, in dem er sich unangreifbar macht. Wer nicht für ihn ist, kann ja gerne gehen oder wird gegangen.


Vor 2 Jahren etwa gab es an einem norddeutschen Gymnasium einen Schulleiter, der in genau der gleichen Weise agierte.

Da schaffte es die Elternschaft, gemeinsam mit Schülern, großen Teilen des Kollegiums und Unterstützung der örtlichen Presse, diesen Mann noch vor Beginn der Sommerferien wegzustreiken.

Der Fall ging bundesweit durch die Presse und alle großen Fernsehsender.

Der Mensch hatte den Bogen überspannt und ist heute kein Lehrer mehr.

Nochmal @ Herrn B.:

Zitat:
Lehnen Sie sich kurz zurück und stellen Sie sich vor, dass Sie Lehrerin oder Lehrer sind und Sie - nachdem in der Presse und im Internet derart heftige Kritik an Ihnen geäußert wurde - jeden Tag wieder ins Klassenzimmer müssen und Ihren Job machen.


Ich lehne mich zurück und stelle mir vor, wer es verantworten möchte, wenn später aus einem der geknechteten Schüler ein Schulattentäter würde. Das hatten wir alles schon.

Ein Lehrer oder eine Lehrerin hat das Recht, die Möglichkeit und die Pflicht, sich professionelle Hilfe zu holen, wenn er oder sie in dieser Art täglich entgleist, wie es Schüler und Eltern hier und anderswo glaubwürdig schildern.

Das kann erstmal "Krankschreibung" bedeuten ... - in anderen Berufen ist es längst üblich, bei speziellen Vorwürfen zunächst woanders oder gar nicht Dienst zu schieben.

Die Schule ist für die KINDER da, nicht für die Lehrer. Und das Recht auf Schutz für die Kinder würde ich eindeutig höher bewerten (auch wenn die betr. Schulbehörde dies vermutlich anders sieht).

Alternativ müsste sich die gesamte Klasse, 34 Kinder, krank schreiben lassen, bis es eine Klärung (Lehrerwechsel z.B.) gibt.

Was wäre denn das "kleinere Übel"?

J.
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Marion



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BeitragVerfasst am: 12.06.2010, 22:02    Titel: Antworten mit Zitat

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BeitragVerfasst am: 12.06.2010, 22:09    Titel: Antworten mit Zitat

Marion, die Leute, die solche inhaltlich sinnfreien Leserbriefe schréiben, wollen nicht verstehen.

Oder sie können nicht, weil der deutsche Beamten-Korpsgeist ihr Motor ist.

Kinder haben zu sein "schnell wie die Windhunde, "zäh wie Leder", "hart wie Kruppstahl".

Und wer im System auffällt, halt selbst Schuld.

Das hat Tradition in unserem Land. Erinnert euch. Schließlich waren damals auch die Juden selbst Schuld ( das war damals die mehrheitliche Ansicht der Bevölkerung - bzw. es wurde ihnen weisgemacht.)
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BeitragVerfasst am: 12.06.2010, 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

Beitrag auf Wunsch des Users gelöscht
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BeitragVerfasst am: 13.06.2010, 06:35    Titel: Antworten mit Zitat

Was also mit einem Schulleiter (Norbert Mischke heißt der Mann) passieren kann, der sich allein über Macht und Aussitzen definiert, liest sich hier (Leseempfehlung an Herrn Karl!)

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,559364,00.html

Zitat:
Wie Schüler ihren Direktor wegstreikten

Es war ein Desaster: Eltern tobten, die Hälfte der Lehrer wollte weg, die Schüler streikten und sangen "We shall overcome" - alle wollten den Direktor des Gymnasiums Scharnebeck loswerden. Nun ist er weg. Das niedersächsische Kultusministerium hatte ein Einsehen.
(...) ff.

Zitat:
Es ist eine frohe, eine erlösende Botschaft für die Scharnebecker Schüler, Lehrer, Eltern. Seit über zehn Jahren laufen sie gegen den Direktor Sturm geben ihm auch die Schuld daran, dass das Gymnasium gerade bei der Schulinspektion durchgefallen ist - schon zum zweiten Mal. Er sei vor allem durch seine "autoritäre und dominante Art" aufgefallen und habe gegen den Willen vieler Lehrer eine Weiterentwicklung des Gymnasiums verhindert, sagte Kirsten Kiehn, Vorsitzende des Schulelternrates, am Freitag. An der Schule habe es keinen Austausch zwischen den Fächern, keine Absprachen über Unterrichtsmethoden und sehr viel Frontalunterricht gegeben.

Bei der Vollversammlung am Vormittag auf dem Sportplatz wussten die Schüler noch nicht, dass sie ihrem Ziel so nahe waren. Schülersprecherin Katharina Stierl sagte: "Wir wollen klar machen, dass wir hinter unseren Lehrern stehen und in unserer Schule ein großes Potential steckt."

Zuletzt verzeichnete das Gymnasium eine massive Fluchtbewegung: Schüler nahmen Reißaus, auch die Lehrer wollten weg. 43 Lehrer - gut die Hälfte der Lehrerschaft - hatten damit gedroht, Versetzungsanträge zu stellen. Sie stellten dem Ministerium eine Art Ultimatum, das am kommenden Montag enden sollte.
(...)

===>
Um den Schulfrieden an der Vischer-Schule wiederherzustellen, ist es nicht nötig, dass 34 Jungen die Klasse oder gleich die Schule wechseln müssen.

Es reicht, wenn die unfähigen Erwachsenen gehen.
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Zuletzt bearbeitet von Bayer am 13.06.2010, 07:10, insgesamt einmal bearbeitet
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Bayer



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BeitragVerfasst am: 13.06.2010, 06:44    Titel: Antworten mit Zitat

Schaut ihn hier an:

http://www.blogger.com/profile/10876199255604106645

"Mr. B." - (= Gregg Breinberg)

Musiklehrer

Zitat:
Mr. B

* Geschlecht: Männlich
* Branche: Bildung
* Beruf: Choral director/Music teacher
* Standort: Staten Island : New York : USA

Über mich

gets to work with the coolest, kindest, and most talented kids ever! They never cease to amaze. Click on my profile pic or the link below to e-mail me.


Sein blog:

http://ps22chorus.blogspot.com/


diverse videos:

http://www.youtube.com/watch?v=b4ubAh9TLko

http://www.youtube.com/watch?v=u_tcE4rWovI&feature=related


Seine Schüler lieben und verehren ihn. Alles 5.Klässler aus einem Problembezirk New Yorks (staatliche Schule).

Woran liegt das?

Ich habe einige Videos angeschaut. Aus jedem wird deutlich:
Er lebt, was er sagt: Er HAT die nettesten, begabtesten und talentiertesten Schüler, so ist sein Empfinden. Er liebt sie und ist gern mit ihnen zusammen. Er hat Spaß an seiner Aufgabe, mit jeder Faser seines Herzens.
Er versprüht Charisma und Lebensfreude - und alles das macht die magische Athmosphäre, die Kinder brauchen, um erfolgreich lernen zu können.

Mr. B ist eine Inspiration!


http://www.youtube.com/watch?v=TrJlGv78zJ8


Alle seine Videos hier (hat er selbst hochgeladen, Username: "agreggofsociety")

http://www.youtube.com/user/agreggofsociety


2390
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Dostojewski
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