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Legolas



Anmeldedatum: 20.11.2006
Beiträge: 379
Bundesland: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 04.04.2010, 17:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Monika,

Zitat:
Vielleicht kannst Du ja die Klassenleitung so sehen: Sie macht es
so gut, wie sie es gelernt hat und halt im Moment entsprechend
kann.


genau Monika, und deswegen wird auch an so vielen Schulen in Niedersachsen versucht, alle Kinder die nicht so funktionieren wie man das gerne hätte, so schnell wie möglich auf eine Förderschule abzuschieben.

Das ist das was die Klassenleitung in den letzten Jahren gelernt hat!

Zitat:
Misserfolge und Probleme fassen Lehrer daher als eigene
Unfähigkeit auf
Das tut der normale Bürger auch und arbeitet dann an "sich" und versucht nicht seine Umwelt zu verändern.

VG Legolas
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Morenas



Anmeldedatum: 31.03.2010
Beiträge: 13
Bundesland: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 05.04.2010, 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,
lieben Dak für die weiteren Antworten.

Gerne würde ich mich zu deiner Antwort Monika äußern, aus meiner Sicht als Mutter.
Im Gegensatz zur Klassenleitung bin ich, wie du schon richtig geschrieben hast, emotional sehr eingebunden.
Schließlich geht es um meine Kinder, die eben nicht nur Ecken und Kanten haben, sondern auf der andere Seite viele gute Seiten an sich haben.
Das sie mitunter schwierig sein können, lässt sich nicht leugnen, dass habe ich auch ganz gewiss nicht vor.

Deinen letzten Satz finde ich super treffend:

"Sie macht es so gut, wie sie es gelernt hat und halt im Moment entsprechend
kann.
"

Hieran habe ich auch keinen Zweifel, aber mir geht es genauso. Ich versuche auch mein möglichstes, jeden Tag auf´s neue, immer und immer wieder.
_____________________________________________________

"Was uns von anderen unterscheidet ist der Mist, den man uns als
Wissen mit auf den Weg gegeben hat
."

Da allerdings sehe ich keinen Unterschied.
Ich habe in meiner Ausbildung auch viele Dinge so gelernt, wie mein Chef sie haben wollte.
Im Laufe meiner Berufstätigkeit, musste ich mich allerdings auf neue Chef´s und andere Arbeitsweisen einstellen, ein..." so habe ich es aber gelernt..." hätte man nicht gelten lassen.
Was ich damit eigentlich sagen möchte ist folgendes, vielleicht ist es manchmal gar nicht so schlecht, sein vermeindliches Wissen zu überdenken und zu überlegen, wie man trotzdem ans Ziel kommen könnte.
Mag jetzt doof klingen, finde derzeit aber keine anderen Worte dafür.

Das ein KL seinen Stoff durchbringen muss ist mir völlig klar, dass auf ihm auch ein Druck lastet kann ich mir nur zu gut vorstellen. Was ich mir aber nicht vorstellen will und womit ich mich auch nicht zufrieden geben möchte, ist diese teils ungerechte Behandlung.

Vielleicht hast du recht und die KL zweifelt an ihrer Kompetenz, weil sie mit dem was sie erlernt hat, bei meinen Kindern nur bedingt weiterkommt. Aber auch ich musste mich nach einem "normalem Kind" auf besondere Kinder einstellen und viele meiner Handlungsweisen überdenken, neue Wege finden, meistens ohne kompetente Hilfen. Ein KL hat da doch sicher ganz andere Möglichkeiten, oder?
Tadeln finde ich auch völlig in Ordnung, sofern es dann aber für Alle die gleiche Art "Strafe" gibt. Hier werden aber Unterschiede gemacht.

Wenn andere Kinder "Pirat" spielen ist das völlig ok.Bei meinen fragt man sich, warum geht er als Pirat? Antwort: Er hat Spass daran andere zu überfallen, sie zu bedrohen etc.
Bei meinen Kindern wird es nicht als "normal" empfunden, was man mir auch oft genug anhand noch weiterer Bsp. zu verstehen gibt.
Eine Art Abwehrreaktion meinerseits, finde ich dann durchaus gerechtfertigt.

Als gestört sehe ich die Situation erst, seitdem ich Partei für meine Kinder ergriffen habe.
Solange ich mich an die Weisungen und gutgemeinten Ratschläge der Lehrkraft gehalten habe, war ich eine "angagierte" Mutter.
Als ich aber sagte, dieses und jenes halte ich nicht für den richtigen Weg, wie wäre es z.B. damit, war ich uneinsichtig.

Dabei habe ich nie ihre Kompetenz in Frage gestellt, da mir klar ist, dass sie meine Kinder mitunter auch anders erlebt, als ich hier zu Hause. Ich habe nur gesagt, wie ich ein solches Verhalten zu Hause handhabe(n- würde) , womit ich die Kinder gut erreichen kann.
Geschehen ist die nicht aus Böswilligkeit meinerseits, sondern in der Absicht, ihr Informationen zu geben, da ich seit vielen Jahren mit ihnen zusammen lebe und von daher eher weiß, womit ich was erreiche und womit nicht.

Eine gute Kommunikation zwischen Eltern und Lehrer finde ich wichtig! Aber auch da sind für mich irgendwo Grenzen gesetzt, genauso wie für die KL. Aber wenn ich mich nicht hinter meine Kinder stelle, wer dann?

Wenn es wirklich so sein sollte, daß meine Kinder andere Wege brauchen, so stelle ich mich nicht dagegen. Mich stört lediglich die Art und Weise, wie versucht wird, sich der "Störenfriede" zu entledigen.

Ich danke dir für deine Worte Monika Smile & du kannst mir glauben, ich habe ganz bestimmt versucht und versuche es auch noch immer, die Dinge nicht nur aus meiner Sicht zu sehen.


lG Morenas
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Morenas



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BeitragVerfasst am: 05.04.2010, 14:58    Titel: Antworten mit Zitat

*edit*

da Doppelposting
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monika



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Beiträge: 10
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BeitragVerfasst am: 12.04.2010, 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Morenas, lieber Legolas

mit meinen Erläuterungen ging es mir darum den Fokus auf die
übergeordneten Zusammenhänge für die Entstehung von
Schulkonflikten zu lenken. In dem Konflikt, den Du gerade erlebst,
verdichtet sich aus meiner Sicht die Dysfunktionalität all dessen
was schulisches Lernen insgesamt heute noch bestimmt und
ausprägt. Die Sicht auf übergeordnete Zusammenhänge könnte
die "geladene Luft" entladen und die Sache – nämlich die Fakten
der Dysfunktionalität – zum Gegenstand von Gesprächen machen.
Dies könnte alle Beteiligten von Schuldgefühlen und
Schuldzuweisungen – die in der Regel sachbezogene
Kommunikation unmöglich machen – entlasten und den
gemeinsamen Blick dafür öffnen, wie Faktisches im Interesse der
Kinder mit allen zusammen verändert werden kann. Dies so zu
sehen, ist ungewöhnlich, denke ich. Aus meiner Sicht könnten aber
so alle Beteiligten aus den momentanen Problemen etwas lernen.

Zu den übergeordneten Zusammenhängen gehört es, dass Lehrer
mit Lern- und Erziehungstheorien ausgebildet werden, die den
Blick auf Faktisches verstellen. Im Referendariat werden sie zu
Unterrichtsbeamten regelrecht geschliffen, ja konditioniert. "Ich
habe ein Amt und keine Meinung!", steht ihnen nachher unsichtbar
auf die Stirn geschrieben. Eine individuelle Ausgestaltung dieses
Berufes ist in staatlichen Schulen nicht vorgesehen. Individuelles
wird kritisiert, ausgegrenzt oder sogar als Insubordination
(Ungehorsam) gebrandmarkt. In der Schule herrschen autoritäre
Strukturen, die aus Kaisers Zeiten stammen. Dies erleben Lehrer
täglich und es schränkt ihre Flexibilität in vielerlei Hinsicht ein.


Dies alles (und noch mehr) unterscheidet den Lehrerberuf deutlich
von allen anderen Berufen. Lediglich im kirchlichen Bereich
herrschen vergleichbare Rahmenbedingungen. Lehrer, die im
Sinne ihres Amtes arbeiten, finden an jeder Schule die gleichen
inhaltlichen Vorgaben vor. Was sich ändert sind Kleinigkeiten, z.B.
der Abgaberhytmus des Klassenbuches oder das Ziel des
Kollegiumsausfluges.

Wenn Eltern daher glauben, dass die Schule für Ihre Kinder da ist,
könnten sie in der Sache im Irrtum sein. Die Schule repräsentiert
eine bestimmte (überholte) Wissenschaftlichkeit, dysfunktionale
Lern- und Erziehungstheorien, autokratische, überholte
Strukturen: Den öffentlichen Schulen ist bisher immer wieder
gelungen, jeden wirklich anderen Lernansatz einzudämmen bzw.
zu verhindern. Dies liegt an der Eigendynamik von Organisation,
Theorien und Ausbildung.

Der einzelne Lehrer scheint mir ein mehr oder weniger gut
funktionierendes Rädchen im System sein zu müssen, dessen
individuelle Sichten niemanden interessieren. Nur ganz wenige
Exoten mit eigenen Konzepten können darin mehr schlecht als
recht überleben. Das eigene Wissen zu überdenken, hat für
Lehrer weitreichende Konsequenzen.

monika Very Happy
_________________
Die Disziplin des Lernens unterscheidet sich von der Disziplin des Unterrichtens.
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Legolas



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Beiträge: 379
Bundesland: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 12.04.2010, 16:42    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Monika,

du hast mit deinen Ausführungen sicher Recht. Nur was nützt es dem Betroffenen Kind (Mutter) wenn man die Dinge so sieht wie du es hier erklärst???

Gar nicht, in der vorliegenden Situation ist dringender Handlungsbedarf angebracht und dies zum Schutz des Kinder.

In welcher momentanen geistigen und seelischen Verfassung sich der " Erwachsene" Lehrer gerade befindet oder ob dieser als " Rädchen im System" gut oder schlecht funktioniert, ist mir persönlich, ziemlich Schnuppe!

Vielleicht solltest du dir einmal überlegen, einen neuen Thread zu diesem Thema zu eröffnen, denn ein Blick hinter die Kulissen kann auf keinen Fall schaden. Hier in diesem Thread ist es eher kraftraubend für die Mutter sich nun auch noch mit den verschiedenen Sichtweisen zu beschäftigten. Das sie alles falsch versteht, bekommt sie in der Schule eh immer auf's Brot geschmiert.

VG Legolas
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Morenas



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BeitragVerfasst am: 13.04.2010, 07:58    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Monika,
ich danke dir nochmals für deine Ausführungen Smile, wie Legolas es schon schrieb, so finde ich den Blick "dahinter" auch interessant.
Und es würde mich freuen, wenn du dich auch weiterhin hier äußern würdest, sofern du einen Anlass dazu siehst.

Manchmal kommen aber soviele Dinge zusammen- deswegen habe ich mich ja auch hier gemeldet- dass man nicht mehr weiß, was ist nun richtig oder falsch.
Wie kann ich dazu beitragen, dass sich im positiven etwas für Alle ändert?
Diese und andere Fragen kommen immer wieder & manchmal überrollt einen eine Situation einfach.

Dann braucht man eine neutrale Meinung, damit sich der eingeschränkte Blick wieder weiten kann.
In meinem Fall war es gut, dass ich mir mal alles von der Seele schreiben konnte. Die letzten Monate waren einfach sehr anstrengend, ich setzte mich unter Druck alles noch besser machen zu wollen. Und in gewisser Weise sicher auch meine Kiddies, die sich auf ihre Art bemühen, um mir und den Lehrern gerecht zu werden.


lG Morenas
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monika



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BeitragVerfasst am: 15.04.2010, 13:43    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wollte etwas zu Bedenken geben und habe dabei den Eindruck
erweckt, alles besser zu wissen. Das tut mir leid.

Ich habe in den letzten Jahren folgendes Resümee aus
unterschiedlichen Konflikten gezogen.
Gelingt es den Beteiligten, den Kontext des jeweils anderen als
"seine Welt" zu akzeptieren, dürften Lösungen in der Sache
gemeinsam gefunden werden können. Aber dies ist nur meine
Sichtweise.

monika Smile
_________________
Die Disziplin des Lernens unterscheidet sich von der Disziplin des Unterrichtens.
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Legolas



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Beiträge: 379
Bundesland: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 15.04.2010, 16:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Monika,

Zitat:
Ich wollte etwas zu Bedenken geben und habe dabei den Eindruck
erweckt, alles besser zu wissen. Das tut mir leid.


Nein das ist es nicht du wolltest helfen, das habe ich auch so verstanden.

Du versuchst die Sache mit klarem Menschenverstand und einer nicht einseitigen Sichtweise zu betrachten. Damit bist du aber in Lehrerkreisen ziemlich alleine.

Zitat:
Gelingt es den Beteiligten, den Kontext des jeweils anderen als
"seine Welt" zu akzeptieren, dürften Lösungen in der Sache
gemeinsam gefunden werden können. Aber dies ist nur meine
Sichtweise.


Bei Problemen in der Schule werden Eltern oft in eine Schublade gesteckt ( auch die die sich wirklich ernsthaft bemühen beide Seiten zu sehen) meist ist man von vorneherein ein Störfaktor.

Es ist leider so dass man meistens nicht mit den Lehrern vernünftig ins Gespräch kommen kann, weil diese es nicht wollen und sich gleich persönlich angegriffen fühlen. Da kann man sich als Elternteil noch so sehr zusammenreissen..... Rolling Eyes

VG Legolas
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Morenas



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Beiträge: 13
Bundesland: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 02.05.2010, 08:29    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen,
nun sind die Ferien bereits ein paar Wochen vorbei und der Schulalltag hat uns wieder.

Nach den Ferien bin ich auf die Lehrerin zugegangen und habe ihr meine Überlegungen bzgl. der Ausweitung unseres Belohnungssystems unterbreitet.

Da sie noch mit einem weiteren Kind aus der betreffenden Klasse mit einem ähnlichen System arbeitet, haben wir uns darauf geinigt, dass wir das bereits vorhandene auch für meine Kinder übernehmen.

Jeden Tag haben sie von Anfang an eine bestimmte "Punktzahl", nach einer ausgesprochenen Verwarnung und Nichtbeachtung gibt es einen "Punkt" abgezogen.
Am Ende des Tages bringen die Kinder, die noch übrig gebliebenen "Punkte" mit nach Hause.
Im Großen und Ganzen läuft es relativ gut. In der letzten Woche haben beide die volle Punktzahl mitgebracht. Natürlich es ist neu und irgendwann wird es evtl. nicht mehr verlockend sein, doch dann lassen wir uns was Neues einfallen.

Zudem hat sich auch sonst ein bisschen was getan.
Es gab eine Fortbildung für die Lehrkräfte, die Kinder fanden es toll, schließlich brachte das einen freien Tag Wink
( die gab es hoffentlich nicht nur, wegen 2 bzw. 3 speziellen Kindern ??)

Das Ergebnis hat mich überrascht und zwar im Positiven.
Es gibt laut Erzählungen der Kinder zum Wochenbeginn, eine Art Arbeitsplan. Jedes Kind hat eine bestimmte Anzahl an Arbeitsblättern, die es bis zum einem bestimmten Datum fertig haben sollte, ansonsten muss man den Rest als Hausaufgabe erledigen.
Dem jeweiligen Leistungsstand des Kindes angepasst.

Sie können sich gegenseitig helfen und sich erledigte Aufgaben entweder vom Lehrer bzw. von einem Klassenkamerad abzeichnen lassen.

Tja, dass ist unser aktueller Stand der Dinge & mitlerweile bin ich wieder zuversichtlich gestimmt.
Es scheint sich etwas zu tun und ich habe nicht mehr das Gefühl alleine gegen Windmühlen anzukämpfen.

Nun warte ich noch auf einen Bescheid, ob es für die Kinder "extra" Förderstunden gibt. Mal sehen, wäre ja schön, wenn es zum neuen Schuljahr hin eine kleine Unterstützung gibt, sowohl für die Lehrerin als auch für meine Kinder.

lG Morenas
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sprachlos



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Beiträge: 29

BeitragVerfasst am: 03.05.2010, 08:38    Titel: Antworten mit Zitat

monika hat Folgendes geschrieben:

Gelingt es den Beteiligten, den Kontext des jeweils anderen als
"seine Welt" zu akzeptieren, dürften Lösungen in der Sache
gemeinsam gefunden werden können.
monika Smile


Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich denke, man sollte dies grundsätzlich bei jeder Diskussion als Aufhänger nehmen. Vielleicht sollte man dies als Plakat ausdrucken, und in jedem Raum aufhängen, in dem sich Lehrer und Eltern zu Gesprächen treffen (und in jeder denkbar anderen Situation gleichen Charakters).
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Morenas



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BeitragVerfasst am: 07.05.2010, 07:45    Titel: Antworten mit Zitat

Morenas hat Folgendes geschrieben:



Es scheint sich etwas zu tun und ich habe nicht mehr das Gefühl alleine gegen Windmühlen anzukämpfen.





Hallo zusammen,
ganz alleine scheinen wir wir nicht zu sein mit unserer "Problematik".

Am gestrigen Abend wurde ich darüber informiert, dass die Elternschaft einen "Elternabend" plant, für eine allgemeine Bestandsaufnahme, der momentanen Situation.
Bisher macht es den Eindruck, dass besonders die Eltern der Jungs große Schwierigkeiten haben.

Wie verfährt man dann weiter?
Schließlich möchte man ja nicht, dass die Kinder nach einem Gespräch noch mehr unter Druck stehen.

Oder das die entsprechende Lehrkraft sich all zu sehr auf den Schlips getreten fühlt.
Wie äußert man seine Bedenken oder seinen Eindruck in einem freundlichen Ton?

Hmmm, ich denke zuerst sollten sich die Eltern wohl einig darüber sein, welches Ziel sie erreichen möchten, oder?

lG
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Morenas



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BeitragVerfasst am: 21.09.2010, 10:13    Titel: Antworten mit Zitat

Mein letzter Eintrag liegt nun schon einige Monate zurück.
In der Zwischenzeit ist eine ganze Menge passiert, daran würde ich Euch gerne teilhaben lassen.

Als ich mich hier zum ersten Mal gemeldet habe, war meine "Verzweiflung" recht groß.
Mitlerweile hat sich die Situation gedreht und ich habe mitbekommen, dass nicht nur wir als Familie davon betroffen waren, sondern ein Großteil der anderen Mitschüler auch.

Der eigentliche Ausstausch fand erst jetzt nach den Sommerferien statt, da wir momentan eine Vetretungslehrerin haben, bei der alles nicht gut, aber ingesamt gesehen, wesentlich besser läuft und zwar im Hinblick auf die ganze Klasse.
Viele Eltern hatten im vergangenen Jahr die gleiche Problematik, wie wir, es fand zwar keine Überprüfung auf Förderbedarf statt, doch ingesamt ähneln sich die Erfahrungen, die alles andere als gut waren.

Die Rede ist hier nicht von den alltäglichen Problemen, sondern davon, dass einzelne Kinder bewusst ausgegrenzt &offen vor der Klasse beschimpft und unter so einem Druck gesetzt wurden, dass einige nicht schulfähig waren und zu Hause bleiben mussten.
Dies ist nur die Kurzfassung dessen, was alles in allem vorgefallen ist.
Weitere Infos gibt es gerne auf Nachfrage.

Wir Eltern uns entschlossen, eine Dienstaufsichtsbeschwerde einzureichen, da die Vorfälle in unseren Augen so gravierend und nicht länger hinnehmbar sind.

Nun haben wir aufgrund eigener Informationsbeschaffung erfahren, dass es an der vorherigen Schule genauso gelaufen ist und wir das Vergnügen mit einem "Wanderpokal" haben.

Die Schulbehörde hüllt sich logischerweise in Schweigen bzw. sagt, im Zusammenhang mit unserer Lehrkraft, habe es keine Probleme gegeben.
Im Moment warten wir noch, auf eine Stellungnahme, der Behörde, wobei wir da wenig Hoffnung haben. Denn unsere Dezernentin ist wohl dafür bekannt, dass gewisse Dinge einfach unter den Teppich gekehrt werden.

Naja, mal sehen was kommt! Soviel zu den aktuellen Geschehnissen.

lg Morenas
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Bayer



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BeitragVerfasst am: 21.09.2010, 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

Morenas, Handlungsideen findest du hier:

http://www.emgs.de/forum-emgs/viewtopic.php?t=1189


Die Eltern einer Klasse aus Bramsche haben geschlossen so einen "Wanderpokal" weggestreikt. Die Vorgeschichte ähnelt sich der euren.

J.
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"Nicht auf den Verstand kommt es an, sondern das was ihn leitet - Charakter und Herz."

Dostojewski
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Morenas



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Bundesland: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 21.09.2010, 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

M., danke für deinen Hinweis.

Es mag vielleicht etwas komisch klingen, aber es tut so gut zu wissen, dass man in all der Zeit doch nicht ganz so allein war, wie anfangs angenommen.
Es ist gut zu wissen, dass man nicht als Einzigste zahllose Nächte ohne Schlaf zugebracht hat und auch nicht alleine dieser Hilflosigkeit ausgesetzt gewesen ist.

Im Moment sind wir die, die eher negativ auffallen, weil wir nicht gewartet haben auf das Ergebnis der SL mit der Dezernentin.
Im Moment macht man sich hier eher Gedanken darüber, dass die Schule in ein schlechtes Licht gerückt werden könnte.
Wobei das Eine und das Andere, ja nichts miteinander zu tun haben.


Das die SL sicher auch das Wohl der Lehrer im Auge haben muss und ebenso für ihren Schutz verantworlich ist, kann ich noch irgendwie verstehen, verstehen kann ich jedoch nicht, dass in diesem Zusammenhang auf das Wohl der Kinder wenig Rücksicht genommen wird.

Da kommen Vorschläge wie:
die SL hospitiert dann öfter als bisher im Unterricht, die Dezernentin würde dann mal hospitieren um sich ein eigenes Bild zu machen.
Aber ich frage mich ehrlich was dies bringen soll?
Es dürfte doch wohl klar sein, dass sich die KL in solchen Situationen nicht so verhalten würde, wie im alltäglichen Unterricht ohne "Kontrolle".

Da muss man sich von der SL mehr oder weniger "ankreiden" lassen, evtl. eine Lawine losgetreten zu haben, weil die menschliche Komponente bei der Dienstaufsichtsbeschwerde fehlte?!
Es wäre zwar nicht gelogen, was den Inhalt angeht, ein aber schwang dann aber doch mit!

lG
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Bayer



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Beiträge: 1348
Bundesland: Darmstadt

BeitragVerfasst am: 21.09.2010, 18:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Morenas,

mach den Fall Bramsche bei euch bekannt. Diverse Artikel in der zeitung. Ausdrucken und verteilen.

Sammelt Infos auch aus den früheren Schulen der Lehrerin. Und dann geht exakt und geschlossen so vor, wie Bramsche es euch lehrt.

Mit der Elternini dort kann man sicher Kontakt knüpfen. Sind ja Namen in der Presse angegeben.

Anrufen und dort direkt mitberaten lassen.

J.

Zitat:
Fall Martinusschule
Kommentar: Das Recht der Kinder

be Bramsche. Ja, es gibt Eltern, die überreagieren, wenn es um ihre Liebsten geht. Und es gibt Lehrer, denen dadurch die schwere Arbeit noch schwerer und saurer gemacht wird. Aber im Fall Martinusschule liegt die Sache anders: Die heile Welt einer guten Grundschule wird durch eine überforderte Lehrkraft durcheinandergewirbelt, die von der Schulbehörde offenbar immer dann weitergereicht wird, wenn Beschwerden zu laut wurden.

Selbstverständlich hat die Behörde eine Fürsorgepflicht gegenüber den Bediensteten, und auch das Beamtenrecht türmt hohe Hürden auf. Aber die Rechte von Grundschulkindern auf altersgemäße Behandlung und Unterrichtung gehen vor.
http://www.noz.de/lokales/47751214/kommentar-das-recht-der-kinder
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"Nicht auf den Verstand kommt es an, sondern das was ihn leitet - Charakter und Herz."

Dostojewski
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