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Was wir in Sachen katholische Kirche meiner Meinung nach ...
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NightRunner



Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 50
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 03.03.2010, 12:16    Titel: Was wir in Sachen katholische Kirche meiner Meinung nach ... Antworten mit Zitat

...wirklich erwarten können

wenn wir heute den Begriff "katholische Kirche" lesen oder hören, dann denken wir nicht mehr an Gott oder an Jesus, nein, wir denken beinahe automatisch und ohne Umschweife an Fummelpriester und Beichtstuhlorgien.
Einersteits erscheint es sehr bedauerlich, dass der Ruf der katholischen Kirche derart in Mitleidenschaft gezogen werden musste, bis sie endlich etwas unternimmt. Doch unternehmen im Sinne der katholischen Kirche bedeutet hier nicht etwa, etwas für die Opfer zu tun. Es bedeutet, den Ruf wiederherzustellen und zu schützen.

Natürlich begrüße ich das Versprechen von Papst Benedict XVI, das verordnete Schweigen aufzuheben und nun alles dafür zu tun, diese Fälle aufzuklären. Und ich freue mich zu sehen, dass Erzbischof Robert Zollitsch unserer Justizministerin auf deren nachdrückliche Anfrage hin, volle Unterstützung bei der Strafverfolgung zugesichert hat. Wunderbar! Endlich bewegt sich etwas. Könnte man meinen. Die Wahrheit indes sieht anders aus...

Bereits seit den sechziger Jahren existiert ein Dokument in der Sacra Congregatio Sancti Officii (Heilige Kongregation des Heiligen Offizium) ehemals bekannt als Inquisition. Dieses Dokument trägt den Titel Crimen Sollicitaionis, es handelt sich um ein zwanzigseitiges in Lateinischer Sprache verfasstes Pamphlet, in welchem der Umgang mit sexuellen Verfehlungen im Rahmen des Beichtgeheimnisses geregelt ist. Im wesentlichen verdonnert es alle Patres, Priester und Brüder zum Stillschweigen, auch gegenüber Behören, denn: Das Beichtgeheimnis ist ein Sakrament. Ein sehr praktisches Sakrament, wie ich meine, denn es ist im Grunde genommen ein Freibrief für alles - so hat die Kirche hier die Möglichkeit, alles, was irgendwie nach Perversion riecht, unter das Beichtgeheimnis zu stellen.

2001 wurde das Crimen Sollicitationis durch eine andere Schrift abgelöst: De delictis gravioribus, verfasst von Kardinalpräfekt der Inquisition ... ähm ... tschuldigung ... der Kongregation für die Glaubenslehre, Joseph Kardinal Ratzinger.
Der Inhalt: Dasselbe in hellblau, allerdings mit einem coolen AddOn: Jetzt wird der Verstoß gegen die Schweigepflicht ganz offen mit der Exkommunikation bedroht. Eine Meldepflicht indes besteht nicht mehr, stattdessen werden alle Schriftstücke staatlicher Behörden ungeöffnet als "Annahme verweigert" zurückgeschickt.

Der damalige Kardinal Ratzinger ist heute Papst. Und ja, ich begrüße sein aktuelles Versprechen, das Schweigen zu brechen und für Aufklärung zu sorgen. Allerdings erinnert mich das auch daran, dass Ratzinger genau dieses Versprechen bereits bei Amtsantritt gegeben hatte. Damals ist nichts passiert, also warum sollte heute etwas passieren? Und nachdem er die Schweigepflicht nicht nur untermauert, sondern sogar noch verschärft hat - wieso sollte er jetzt plötzlich seine eigenen Verordnungen über den Haufen werfen?

Das wirft nun die Frage auf, was Erzbischof Zollitsch tun wird. Die Antwort ist einfach: Gar nichts. Glauben Sie ernsthaft, dass ein 72-jähriger Erzbischof, der zeitgleich Monsignore und päpstlicher Ehrenprälat ist, über genügend Integrität und Rückrat verfügt, um dem Papst und dem Vatikan die Stirn zu bieten und sich den Anordnungen des "De delictis gravioribus" zu widersetzen?
Ich bitte Sie ...

Dann wird es wieder Erdbeben geben, Kriege, Korruptionsskandale, Wirtschaftskrisen. Das Thema "Kindesmissbrauch" wird in den Medien immer mehr in den Hintergrund treten bis es schließlich ganz verschwunden ist. Dann verschwindet es auch bald aus den Köpfen der Menschen. Und so geht die Rechnung der katholischen Kirche wieder einmal auf: Es gibt kein Problem, dass man nicht durch Aussitzen lösen könnte.

Ich will die katholische Kirche nicht verteufeln, wennglich ich mit Besorgnis sehe, dass sich der Teufel dort schon ziemlich wohl fühlt. Aber es gibt in dieser Organisation eine inakzeptable Führungsschwäche. In einer solchen Perversion reicht es nicht aus, den Opfern sein Mitgefühl auszusprechen. Ein proaktives Mitwirken an Hilfen für die Opfer und an dem Ausschluss der Pädophilen von kirchlichen Ämtern ist hier unbedingt angezeigt, denn Pädophile haben in einem Kirchenamt nichts zu suchen.
Hierbei von einer einmaligen Verfehlung zu sprechen, wäre überaus kurzsichtig, wie unsere Erfahrung mit Justizirrtümern in der Vergangenheit wiederholt gezeigt haben.
Doch wer ist wirklich in der Position und hat die Macht, dem Vatikan in diesen Dingen die Stirn zu bieten? Denn in einer Sache bin ich sicher: Solange die lückenlose Aufklärung und die Zusammenarbeit mit den Behörden nicht von Papst Benedict XVI selbst befohlen wird, passiert garnichts.




Anmerkungen:
Die Verjährungsfrist für diese Straftaten sollte unbedingt aufgehoben werden. In den U.S.A. hat das auch funktioniert. Opfer brauchen mitunter 30 Jahre und länger, um über das erlebte sprechen zu können, diesen Umstand darf die Justiz nicht länger ignorieren.

Besonders bezeichnend in diesem Zusammenhang ist, dass ein Pater, dessen Name mir leider entfallen ist, den Missbrauchsvorwürfen mit den Worten begegnet: "Das ist verjährt."

Das Sakrament der Beichte darf nicht als Vertuschungsinstrument zur Wahrung des guten Rufes der Kirche missbraucht werden, das muss auch ein Papst einsehen.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Benedikt_XVI.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sexuel....misch-katholischen_Kirche
http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Zollitsch
http://de.wikipedia.org/wiki/Uta_Ranke-Heinemann
http://de.wikipedia.org/wiki/De_delictis_gravioribus
http://www.wirsindkirche.de/
ZDF-Dokumentation "Die geheime Inquisition"
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Waldfee



Anmeldedatum: 13.11.2007
Beiträge: 89
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 06.03.2010, 17:13    Titel: Re: Was wir in Sachen katholische Kirche meiner Meinung nach Antworten mit Zitat

NightRunner hat Folgendes geschrieben:
...wirklich erwarten können

wenn wir heute den Begriff "katholische Kirche" lesen oder hören, dann denken wir nicht mehr an Gott oder an Jesus, nein, wir denken beinahe automatisch und ohne Umschweife an Fummelpriester und Beichtstuhlorgien.
Einersteits erscheint es sehr bedauerlich, dass der Ruf der katholischen Kirche derart in Mitleidenschaft gezogen werden musste, bis sie endlich etwas unternimmt. Doch unternehmen im Sinne der katholischen Kirche bedeutet hier nicht etwa, etwas für die Opfer zu tun. Es bedeutet, den Ruf wiederherzustellen und zu schützen.

Natürlich begrüße ich das Versprechen von Papst Benedict XVI, das verordnete Schweigen aufzuheben und nun alles dafür zu tun, diese Fälle aufzuklären. Und ich freue mich zu sehen, dass Erzbischof Robert Zollitsch unserer Justizministerin auf deren nachdrückliche Anfrage hin, volle Unterstützung bei der Strafverfolgung zugesichert hat. Wunderbar! Endlich bewegt sich etwas. Könnte man meinen. Die Wahrheit indes sieht anders aus...

Bereits seit den sechziger Jahren existiert ein Dokument in der Sacra Congregatio Sancti Officii (Heilige Kongregation des Heiligen Offizium) ehemals bekannt als Inquisition. Dieses Dokument trägt den Titel Crimen Sollicitaionis, es handelt sich um ein zwanzigseitiges in Lateinischer Sprache verfasstes Pamphlet, in welchem der Umgang mit sexuellen Verfehlungen im Rahmen des Beichtgeheimnisses geregelt ist. Im wesentlichen verdonnert es alle Patres, Priester und Brüder zum Stillschweigen, auch gegenüber Behören, denn: Das Beichtgeheimnis ist ein Sakrament. Ein sehr praktisches Sakrament, wie ich meine, denn es ist im Grunde genommen ein Freibrief für alles - so hat die Kirche hier die Möglichkeit, alles, was irgendwie nach Perversion riecht, unter das Beichtgeheimnis zu stellen.

2001 wurde das Crimen Sollicitationis durch eine andere Schrift abgelöst: De delictis gravioribus, verfasst von Kardinalpräfekt der Inquisition ... ähm ... tschuldigung ... der Kongregation für die Glaubenslehre, Joseph Kardinal Ratzinger.
Der Inhalt: Dasselbe in hellblau, allerdings mit einem coolen AddOn: Jetzt wird der Verstoß gegen die Schweigepflicht ganz offen mit der Exkommunikation bedroht. Eine Meldepflicht indes besteht nicht mehr, stattdessen werden alle Schriftstücke staatlicher Behörden ungeöffnet als "Annahme verweigert" zurückgeschickt.

Der damalige Kardinal Ratzinger ist heute Papst. Und ja, ich begrüße sein aktuelles Versprechen, das Schweigen zu brechen und für Aufklärung zu sorgen. Allerdings erinnert mich das auch daran, dass Ratzinger genau dieses Versprechen bereits bei Amtsantritt gegeben hatte. Damals ist nichts passiert, also warum sollte heute etwas passieren? Und nachdem er die Schweigepflicht nicht nur untermauert, sondern sogar noch verschärft hat - wieso sollte er jetzt plötzlich seine eigenen Verordnungen über den Haufen werfen?

Das wirft nun die Frage auf, was Erzbischof Zollitsch tun wird. Die Antwort ist einfach: Gar nichts. Glauben Sie ernsthaft, dass ein 72-jähriger Erzbischof, der zeitgleich Monsignore und päpstlicher Ehrenprälat ist, über genügend Integrität und Rückrat verfügt, um dem Papst und dem Vatikan die Stirn zu bieten und sich den Anordnungen des "De delictis gravioribus" zu widersetzen?
Ich bitte Sie ...

Dann wird es wieder Erdbeben geben, Kriege, Korruptionsskandale, Wirtschaftskrisen. Das Thema "Kindesmissbrauch" wird in den Medien immer mehr in den Hintergrund treten bis es schließlich ganz verschwunden ist. Dann verschwindet es auch bald aus den Köpfen der Menschen. Und so geht die Rechnung der katholischen Kirche wieder einmal auf: Es gibt kein Problem, dass man nicht durch Aussitzen lösen könnte.

Ich will die katholische Kirche nicht verteufeln, wennglich ich mit Besorgnis sehe, dass sich der Teufel dort schon ziemlich wohl fühlt. Aber es gibt in dieser Organisation eine inakzeptable Führungsschwäche. In einer solchen Perversion reicht es nicht aus, den Opfern sein Mitgefühl auszusprechen. Ein proaktives Mitwirken an Hilfen für die Opfer und an dem Ausschluss der Pädophilen von kirchlichen Ämtern ist hier unbedingt angezeigt, denn Pädophile haben in einem Kirchenamt nichts zu suchen.
Hierbei von einer einmaligen Verfehlung zu sprechen, wäre überaus kurzsichtig, wie unsere Erfahrung mit Justizirrtümern in der Vergangenheit wiederholt gezeigt haben.
Doch wer ist wirklich in der Position und hat die Macht, dem Vatikan in diesen Dingen die Stirn zu bieten? Denn in einer Sache bin ich sicher: Solange die lückenlose Aufklärung und die Zusammenarbeit mit den Behörden nicht von Papst Benedict XVI selbst befohlen wird, passiert garnichts.




Anmerkungen:
Die Verjährungsfrist für diese Straftaten sollte unbedingt aufgehoben werden. In den U.S.A. hat das auch funktioniert. Opfer brauchen mitunter 30 Jahre und länger, um über das erlebte sprechen zu können, diesen Umstand darf die Justiz nicht länger ignorieren.

Besonders bezeichnend in diesem Zusammenhang ist, dass ein Pater, dessen Name mir leider entfallen ist, den Missbrauchsvorwürfen mit den Worten begegnet: "Das ist verjährt."

Das Sakrament der Beichte darf nicht als Vertuschungsinstrument zur Wahrung des guten Rufes der Kirche missbraucht werden, das muss auch ein Papst einsehen.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Benedikt_XVI.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sexuel....misch-katholischen_Kirche
http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Zollitsch
http://de.wikipedia.org/wiki/Uta_Ranke-Heinemann
http://de.wikipedia.org/wiki/De_delictis_gravioribus
http://www.wirsindkirche.de/
ZDF-Dokumentation "Die geheime Inquisition"


Hallo Nightrunner,

ich habe seit meiner Jugend ein kritisches Bild in Bezug auf die katholische Kirche.
Es passte vieles nicht in mein Verständnis, im Umgang mit den Menschen. Ich kann es schlecht beschreiben. Es fühlte sich für mich schlecht an (und das ist bis heute geblieben).
Damals wusste ich - und andere - nichts von Missbrauch an Kindern. Ob es damals keine gab oder diese aufgrund eingeschränkter Kommunikationsmöglichkeiten nicht so die Runde machte, ist letztendlich egal.

Auch wenn ich selbst mit Glauben und Religion herzlich wenig am Hut habe, bleibt es jedem selbst überlassen, ob er damit leben kann, wie "seine Kirche" mit dem Thema Missbrauch an den "Schäfchen" umgegangen wird.

Wäre ich nicht vor über 20 Jahren aus der Kirche ausgetreten, hätte ich es spätestens bei bekanntwerden des ersten Missbrauchsfalles gemacht.
_________________
Die schlimmsten Wunden sind die, die man nicht sieht.
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Courage



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Bundesland: NRW

BeitragVerfasst am: 07.03.2010, 03:19    Titel: Antworten mit Zitat

Dann, liebe Waldfee, dürftest du in keinem Verein mehr Mitglied sein, oder?

Ich bin und bleibe Mitglied der katholischen Kirche, ich fordere die lückenlose Aufklärung, eine Wiedergutmachung für die Opfer wäre zwar wünschenswert, aber wie soll sie aussehen. Eine einfache Entschuldigung reicht natürlich nicht aus, eine Bestrafung wäre ein erster, ein wichtiger Weg, aber reicht das?

Ich halte es für falsch, hier sofort von Kirchenaustritt zu sprechen. Das was da passiert ist, ist nicht "die" Kirche. Es sind Menschen, die unter dem Deckmantel von Kirche, Fehler gemacht haben (ist schwach ausgedrückt, aber ich wollte nicht vulgär werden). Kirche ist eine Ansammlung von Menschen! Die Vertuschungen halte ich auch für absolut falsch, aber sie sind nicht rückgängig zu machen. Für die Zukunft sollte aber ein anderes Handeln obligatorisch sein, auch unter Beibehaltung des Beichtgeheimnisses.

z. B.:
Überzeugen, dass der Täter eine Selbstanzeige erstattet (wurde in einzelnen Fällen wohl auch versucht) - das wäre die Ideallösung, würde auch bei Prozessen die Opfersituation verbessern, weniger Aussageängste bei den Opfern
Wenn das nicht zum Erfolg führt, innerkirchliche Maßnahmen ergreifen: Amtsenthebung (ließe sich auch unter Beibehaltung des Beichtgeheimnisses durchführen - Gründe lassen sich immer finden).
Trennung von Opfern und Tätern - das wäre das kleinste Ziel, und zwar von den tatsächlichen Opfern und auch von potentiellen anderen Opfern - Strafversetzung, Übertragen von Aufgaben ohne Kinderkontakt.
Gerade in kirchlichen Belangen und vor allem in Klöstern, bzw. Ordensgemeinschaften sind solche Möglichkeiten sehr leicht durchzusetzen. Der Gehorsam gehört zu den Ordensregeln - da kommt kein Ordensmitglied dran vorbei.

Es gibt immer Menschen, die im Sinne Christi zusammenleben und sich für Menschen einsetzen, die Kirche, wie sie wirklich sein soll, auch "leben" und dadurch glaubwürdig machen.

Pädophile gibt es leider viel zu viele, aber auch die Misshandlungen (Schläge) sind grauenhaft (in allen Lebensbereichen, an allen Orten). Wer Kinder so behandelt, handelt unmenschlich, menschenverachtend, aber dennoch ist auch diesen Menschen menschlich zu begegnen. Das sind hehre Ziele, wie ich in einer solchen Situation wirklich handeln, reagieren würde, weiß ich nicht, mich würde es wahrscheinlich zerreißen, wenn meinem Kind so etwas widerfahren würde.
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Waldfee



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Beiträge: 89
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 09.03.2010, 11:00    Titel: Antworten mit Zitat

Courage hat Folgendes geschrieben:
Dann, liebe Waldfee, dürftest du in keinem Verein mehr Mitglied sein, oder?

Ich bin und bleibe Mitglied der katholischen Kirche, ich fordere die lückenlose Aufklärung, eine Wiedergutmachung für die Opfer wäre zwar wünschenswert, aber wie soll sie aussehen. Eine einfache Entschuldigung reicht natürlich nicht aus, eine Bestrafung wäre ein erster, ein wichtiger Weg, aber reicht das?

Ich halte es für falsch, hier sofort von Kirchenaustritt zu sprechen. Das was da passiert ist, ist nicht "die" Kirche. Es sind Menschen, die unter dem Deckmantel von Kirche, Fehler gemacht haben (ist schwach ausgedrückt, aber ich wollte nicht vulgär werden). Kirche ist eine Ansammlung von Menschen! Die Vertuschungen halte ich auch für absolut falsch, aber sie sind nicht rückgängig zu machen. Für die Zukunft sollte aber ein anderes Handeln obligatorisch sein, auch unter Beibehaltung des Beichtgeheimnisses.

z. B.:
Überzeugen, dass der Täter eine Selbstanzeige erstattet (wurde in einzelnen Fällen wohl auch versucht) - das wäre die Ideallösung, würde auch bei Prozessen die Opfersituation verbessern, weniger Aussageängste bei den Opfern
Wenn das nicht zum Erfolg führt, innerkirchliche Maßnahmen ergreifen: Amtsenthebung (ließe sich auch unter Beibehaltung des Beichtgeheimnisses durchführen - Gründe lassen sich immer finden).
Trennung von Opfern und Tätern - das wäre das kleinste Ziel, und zwar von den tatsächlichen Opfern und auch von potentiellen anderen Opfern - Strafversetzung, Übertragen von Aufgaben ohne Kinderkontakt.
Gerade in kirchlichen Belangen und vor allem in Klöstern, bzw. Ordensgemeinschaften sind solche Möglichkeiten sehr leicht durchzusetzen. Der Gehorsam gehört zu den Ordensregeln - da kommt kein Ordensmitglied dran vorbei.

Es gibt immer Menschen, die im Sinne Christi zusammenleben und sich für Menschen einsetzen, die Kirche, wie sie wirklich sein soll, auch "leben" und dadurch glaubwürdig machen.

Pädophile gibt es leider viel zu viele, aber auch die Misshandlungen (Schläge) sind grauenhaft (in allen Lebensbereichen, an allen Orten). Wer Kinder so behandelt, handelt unmenschlich, menschenverachtend, aber dennoch ist auch diesen Menschen menschlich zu begegnen. Das sind hehre Ziele, wie ich in einer solchen Situation wirklich handeln, reagieren würde, weiß ich nicht, mich würde es wahrscheinlich zerreißen, wenn meinem Kind so etwas widerfahren würde.


Hallo Courage,

ich bin in keinem Verein, der irgendwie etwas mit Kirche zu tun hat.

Hat wohl auch was mit meiner Kindheit zu tun.
Da musste ich mir sonntags sonst was anhören in der Kirche, aber ich hätte mir Hilfe statt Worte gewünscht.
Nur - wie sollst du das als verschüchtertes Kind machen.

Dennoch würde ich nie zu einem anderen sagen: Trete aus der Kirche aus. Dazu habe ich nicht das Recht.

Ich weiß, dass es überall Pädophile gibt.
Mich ärgert diese doppelzüngige Verlogenheit der sog. Christen.
Oder gibt es irgendeine Stelle in der Bibel, in der steht, dass die "Oberen" sich die "Schutzbefohlenen" nehmen dürfen?
_________________
Die schlimmsten Wunden sind die, die man nicht sieht.
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florian



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Beiträge: 11
Bundesland: NRW

BeitragVerfasst am: 09.03.2010, 11:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Waldfee,

ich stimme dem Beitrag voll zu. Die katholische Kirche ist ein Moloch für Pädokriminelle. Pädophil heißt eigentlich: Die Liebe zum Kind! Was dort abläuft hat wahrlich nichts, aber überhaupt nichts, mit Liebe zum Kind zutun. Das ist einfach nur widerlich Twisted Evil

gruß

Florian
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Rudi



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Beiträge: 461

BeitragVerfasst am: 09.03.2010, 12:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ja.
Man muss sich nur mal anschauen, was manche Religionspädagogen an den Schulen so treiben.
Vom landläufigen Mobbing bis hin zu ausländerfeindlichen Parolen ist hier alles vertreten.

Rudi
die wie immer niemanden persönlich meint
_________________
Bist auf Frieden du erpicht, darfst du intervenieren nicht, denn sonst gibt es bösen Streit mit der Schulsozialarbeit.
Und solltest du dann noch verstohlen dein Kind aus dieser Anstalt holen, dann Mütterlein, oh hüte dich - die Folgen sind gar fürchterlich.
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Courage



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Beiträge: 84
Bundesland: NRW

BeitragVerfasst am: 09.03.2010, 18:31    Titel: Antworten mit Zitat

florian hat Folgendes geschrieben:
Hallo, Waldfee,

ich stimme dem Beitrag voll zu. Die katholische Kirche ist ein Moloch für Pädokriminelle. Pädophil heißt eigentlich: Die Liebe zum Kind! Was dort abläuft hat wahrlich nichts, aber überhaupt nichts, mit Liebe zum Kind zutun. Das ist einfach nur widerlich Twisted Evil

gruß

Florian


Ich bin Mitglied der katholischen Kirche und verurteile die Übergriffe auf Kinder oder Menschen von Christen aufs Schärfste. Was mich hier aber absolut nervt, ist, dass hier die Verallgemeinerung überhand nimmt. So etwas ist absolut unfair und hilft keinem!

Nirgendwo in der Bibel ist solches Verhalten erlaubt oder als tolerierbar genannt. Ich möchte an die "Goldene Regel" erinnern: Das was du von anderen erwartest, das tue auch ihnen.

Daran versuche ich mich nach bestem Wissen und Gewissen zu orientieren. Die Menschen, mit denen ich in kirchlichen Zusammenhängen zu tun habe, machen es ähnlich. Ich kann natürlich nicht für alle mir bekannten Menschen die Hand ins Feuer legen, aber außer "normalen" menschlichen Fehlern (wer ist schon frei von Fehlern), die natürlich nicht gutzuheißen sind, sind das glaubwürdige, liebenswerte Menschen (ja, manchmal fliegen da auch die Fetzen - wer kann nicht für eine gute Sache streiten?).

Es scheint aber mehr und mehr "gesellschaftsfähig" zu sein, einfach draufzuhauen.
Beispiele gefällig?
- Lehrer schlagen Kinder (ja, gibt es!) -> alle Lehrer schlagen Kinder
- Politiker lügen (ja, gibt es!) -> alle Politiker lügen
- Schulsozialarbeiter machen Fehler (ja, gibt es!) -> alles Schulsozialarbeiter sind so drauf
- Priester, Ordensleute vergreifen sich an Kindern (ja, gibt es!) -> alle Mitglieder, alle Priester... der katholischen Kirche tun das oder heißen das gut

Ich habe hier im Forum dieses Ausmaß an Intoleranz noch nicht erlebt!

Hier ist doch der Raum Betroffenen zu helfen, oder? Wem nutzt das Draufschlagen auf "Unschuldige", "Nichtbetroffene". Damit wird nur vom ursprünglichen Deseaster abgelenkt. Wer das will, bitte weiter so!
Wer nur blind drauf los schlägt, macht sich auch "schuldig".
Wenn wirklich Betroffene (die Kinder von damals, oder deren Angehörige) sich so äußern, kann ich das tolerieren, wie es Petra Litzenburger auch so formuliert.

Ich werde in der nächsten Zeit mehr beobachtend die weitere Entwicklung hier verfolgen und mich erst wieder "einmischen", wenn hier ein fairer Ton vorherrscht. Ich bin mehr als enttäuscht.
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Rudi



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Beiträge: 461

BeitragVerfasst am: 09.03.2010, 22:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Courage,

was die Schulsozialarbeiter betrifft:

Ich habe nie behauptet, dass alle nichts taugen.
Wir beide (und auch andere User) wissen, wen ich meine.
Aber ich kann doch nicht immer wieder den Namen der guten Frau missbrauchen.
Also ist in meinen Beiträgen die Rede von "manchen Schulsozialarbeitern".

Verstehst du das?

Rudi
die weder den Namen des Herrn noch den einer bestimmten Schulsozialarbeiterin missbrauchen will

PS. Eine meiner besten Freundinnen ist Sozialarbeiterin in leitender Position eines Jugendamtes.
Sie ist der Meinung, dass ca. 15 - 20 % ihrer Kollegen sofort aus dem Dienst entfernt werden sollten, einige davon wegen Unfähigkeit und Überheblichkeit.
MEINER ANSICHT NACH wäre eine heiße Kandidatin für die örtliche Müllabfuhr oder die Straßenreinigung - nun ja, eine bestimmte Schulsozialarbeiterin.
Der Schaden, den sie bei dieser Tätigkeit anrichten würde, wäre vermutlich geringer.
_________________
Bist auf Frieden du erpicht, darfst du intervenieren nicht, denn sonst gibt es bösen Streit mit der Schulsozialarbeit.
Und solltest du dann noch verstohlen dein Kind aus dieser Anstalt holen, dann Mütterlein, oh hüte dich - die Folgen sind gar fürchterlich.
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Courage



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Bundesland: NRW

BeitragVerfasst am: 09.03.2010, 23:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rudi,

ich weiß, dass du eine bestimmte Dame meinst.
Mir ging es um den allgemeinen Ton. Da war die Schulsozialarbeiterin nur eines von vielen denkbaren Beispielen.

Ich hätte auch tausend andere Berufsgruppen oder Vereinsmitglieder nennen können, z. B. Finanzbeamte, Straßenreinigung, Zusteller, Richter, Anwälte, Psychologen, Erzieher, Bäckereifachverkäufer... Angelfreunde, Schützenvereine, Kirchen, Nudisten, Philatelisten...

Einer von diesen Leuten macht einen Fehler, schon ist die ganze Berufsbranche oder der gesamte Verein verrucht:

ein Moloch von ...


So war das gemeint, ich hoffe, du verstehst meine Enttäuschung?

Wenn jemand, wie z. B. du von einem Fall, einer Schulsozialarbeiterin persönlich betroffen bist, kann ich deinen Zorn nur zu gut verstehen. Aber hier in diesem Thread wird grundlos draufgehauen, hier wird persönliche Betroffenheit geheuchelt, Menschen an den Pranger gestellt und der Blick auf die wirklichen Opfer verstellt. So als wollte man den Blick bewusst auf Nebengeleise richten. Wem nützt das?
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Rudi



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Beiträge: 461

BeitragVerfasst am: 10.03.2010, 09:00    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht sollten wir künftig präziser formulieren.
Ich verstehe aber auch, dass hier nicht jeder die Namen der Personen nennen will, die ihm zugesetzt haben.

Rudi
um Präzision bemüht
_________________
Bist auf Frieden du erpicht, darfst du intervenieren nicht, denn sonst gibt es bösen Streit mit der Schulsozialarbeit.
Und solltest du dann noch verstohlen dein Kind aus dieser Anstalt holen, dann Mütterlein, oh hüte dich - die Folgen sind gar fürchterlich.
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Legolas



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Beiträge: 379
Bundesland: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 10.03.2010, 12:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Courage,

erst mal gebe ich dir Recht verallgemeinern hilft niemanden und ist
unfair denen gegenüber die mit in den Topf geworfen werden.

Zitat:
Ich hätte auch tausend andere Berufsgruppen oder Vereinsmitglieder nennen können, z. B. Finanzbeamte, Straßenreinigung, Zusteller, Richter, Anwälte, Psychologen, Erzieher, Bäckereifachverkäufer... Angelfreunde, Schützenvereine, Kirchen, Nudisten, Philatelisten...


Auch richtig, dort gibt es diese Leute auch wenn nicht sogar noch mehr davon...

Aber, der große Unterschied ist wie damit umgegangen wird in unserer Gesellschaft.

Die Verkäuferin die einem Kind eine runterhaut weil es die Waren antatscht wird...?
Der Schwimmtrainer der sich in die Mädchenkabine verirrt wird...?

Entlassen! Und in der Öffentlichkeit werden solche Fälle ganz ungeniert diskutiert und verurteilt.

Anwälte, Psychologen,etc. die einen schlecht beraten kann man wechseln.

Vereine in denen man sich nicht wohl fühlt kann man verlassen.

Aber es gibt eben auch Institutionen wo man nicht so einfach heraus kommt, bzw wo man nicht so einfach jemanden anzeigen kann und dann entsprechend gehandelt( entlassen) wird. Und das ist nun mal die Schule und die Kirche.
In diesen Institutionen ist es für die Betroffenen ziemlich schwierig überhaupt ernst genommen zu werden und das schlimmste daran ist das einem die eigenen Eltern meist auch nicht glauben.

Wenn mir in zu meiner Schulzeit Mobbing durch Lehrer wiederfahren wäre, meine Eltern hätten mir nicht geholfen und nicht geglaubt, weil sie so erzogen worden sind das Lehrer, Ärzte,Beamte und Kirchenangehörige absolut unantastbare Persönlichkeiten sind. Ich wäre vermutlich für meine dreisten Lügen noch bestraft worden und der Lehrer hätte unangetastet weitermachen können.
Ich habe mich schon als Kind immer gefragt warum meine Eltern im Umgang mit solchen " Persönlichkeiten" immer so unterwürfig waren und die wirkliche Meinung wurde dann zu Hause hinter verschlossenen Türen geäußert. Abschlusssatz der heimischen Diskussionen war immer der gleiche: dagegen kann man doch nichts machen!

Zum Glück, bröckelt in den letzten Jahrzehnten überall dieses Obrigkeitsdenken und die Menschen haben nicht mehr solche Angst davor sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren. Die Arztkittel sind nicht mehr ganz so weiß, viele wissen einige Beamte sind bestechlich und Bandirektoren können auch mal Pleite gehen.

In den letzten Jahren wird den meisten Menschen bewusst das überall nur Menschen sind und keine Übermenschen die absolut unfehlbar sind und mit denen man sich besser nicht anlegen sollte weil dadurch die eigene Existenz bedroht sein könnte. Dieser Umstand ist heute den meisten bewusst!

Es wächst aber auch das Unverständnis darüber wie in einigen Institutionen mit dem Fehlverhalten der Angestellten umgegangen wird. Es kann nicht sein, dass ein Lehrer über den sich immer wieder beschwert wird einfach von Schule zu Schule weitergegeben wird, bis ihm dorthin sein schlechter Ruf nacheilt und er dann wieder wechselt ohne das ihm was passiert, weil unser Staat ihn als Beamten weiterbeschäftigen muss.

Es kann auch nicht sein, das die Kirchen von den Mißbrauchsfällen seit Jahren wissen dies aber deckeln. Durch die öffentlich Machung von diesen Vorfällen und die Diskussion darüber können vielleicht in Zukunft solche Fälle vermieden werden, einfach dadurch das die Menschen wissen auch an solchen Orten muss ich wachsam sein wer mit meinem Kind Umgang hat. Wer hätte dem 10 Jährigen Messdiener vor 40 Jahren geglaubt, dass der Pfarrer ihm weh tut...?
Und wie konnte dieses Kind das damals verarbeiten und was ist aus diesem Kind dann geworden?

Deswegen, finde ich solche Sachen gehören einfach an die Öffentlichkeit! Auch wenn man niemals vergessen sollte das die meisten Mißhandlungen von Kindern im engeren familiären Umfeld stattfinden und dort halten sicher die allerwenigsten die Augen auf.

Vielleicht ist es einfach für viele die Erkenntnis so erschreckend, das man sein Kind eigentlich nirgendwo sicher unterbringen kann sondern einfach immer wachsam sein muss, ein Grund um dann auf Institutionen zu schimpfen von denen man diese Sicherheit einfach bedingungslos erwartet hat. Denn Sicherheit und einen Ort an dem wir geborgen sind wünschen wir uns alle!
Und es ist einfach schön wenn man die Verantwortung auch mal abgeben kann- ich für mich kann das nicht, ich bleibe solange dran an meinem Kind bis es sich selber wehren kann.

VG Legolas
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NightRunner



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Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 11.03.2010, 00:43    Titel: Überraschendes Geständnis Antworten mit Zitat

Ja - ich bin katholisch
Ja - ich schäme mich dafür ein Katholik zu sein
Ja - ich bin gegen den Papst und seine mißbrauchte Allmacht
Nein - ich befürworte XXXXXXXXXXXXXXXXX keine Gewalt gegen den Papst oder die Kirche, wenngleich es ansonsten sehr schwierig ist, einen Papst seines Amtes zu entheben.
Und ja - ich prügele gerne auf die katholische Kirche ein, weil wir hier verdammt nochmal nicht von einem bedauerlichen Einzelfall sprechen. Wir sprechen hier über mehrere Hundertausend Fälle von Kindesmißbrauch, Kindesmißhandlung, Mißhandlung von Schutzbefohlenen insbesondere behinderten und armen Menschen und Gewalt, und das alles mit Wissen und Duldung der Hauptgeschäftsführung im Vatikan, und Null Kooperation bei der Verbrechensbekämpfung. Der Papst selbst hat mittlerweile genügend Straftatbestände erfüllt, um ihn festnehmen zu können, von der Volksverhetzung, Judenhetze, über die Heiligsprechung von Holocaustleugnern bis hin zu seinem Schweigebefehl betrefffend sexueller Verfehlungen in der Kirche, aber hier in Deutschland hat ja kein Staatsanwalt genug Mumm in den Knochen, Deutsches Recht tatsächlich durchzusetzen, und der Papst verschanzt sich hinter seinem Diplomatenstatus und seiner Unfehlbarkeit.
In keiner anderen Berufsgruppe gibt es ein derartiges Maß an Verfehlung und Gewalt, ausser bei der Mafia und bei Scientology vielleicht, und das ist Grund genug, dass die heilige katholische Kirche es verdient hat, einen kräftigen Tritt in ihren XXXXXXXXXXXXXXXXX Hintern zu bekommen. Tut mir leid für diejenigen, die es mit dem Glauben und der Bibel ernst meinen - das nennt man Kolateralschaden. Wenn diese Menschen wirklich so gut wären, dann würden sie aufstehen und dem Papst und Zollitsch und diesen ganzen Schweigern den Stinkefinger zeigen und klar Stellung beziehen. Aber wo sind sie denn, die ganzen Patres und Priester, die hier wirklich Stellung beziehen, die wirklcih klare Wort finden, die aktiv etwas tun? Wo? Wo sind sie?
Haaaaaaalllllllllloooooooooooooooooo!!!
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Es gibt sie nicht
Haben wohl alle Angst vorm Vatikan und seinen Elitetruppen, die plötzlich vorm Haus stehen könnten um die Personalstruktur wieder in Ordnung zu bringen.
Dir gefällt der Ton im Forum nicht? Och das tut mir aber leid.
Mit gefällt nicht, dass kleine Jungs zur Beichte im Beichtstuhl unter Androhung von Schlägen gezwungen werden, denn niemand weiß, was im Beichtstuhl tatsächlich vor sich geht. Eines dieser Relikte, die verboten werden sollten, oder die zumindest einen FSK 18 Aufkleber bekommen sollten.
Mir gefällt nicht, mit welcher Selbstgefälligkeit der Papst nichts als Sprüche klopft und seine Schweigeverordnung immer noch nicht aufgehoben hat. Mir gefällt der Ton der katholischen Kirche und ihre gesamte XXXXXXXXXX Haltung nicht.
Mir gefällt nicht, dass es Eltern gibt, die Ihre Kinder und somit die Verantwortung auf ein Internat abschieben und sich einen Dreck um ihr Kinder Kümmern.
Internate sind ein Freibrief für derart verantwortungsloses Handeln und ja - auch Internate sollten verboten werden.
Die Erziehung eines Kindes gehört in die Hände verantwortungsbewußter Eltern und nicht in die Hände eines fremden Pädagogen (schon gar nicht in Deutschland, aber ich will jetzt nicht auch noch auf die Pädagogoen losgehen) und vor allem gehört die Erziehung eines Kindes nicht in die Hände eines scheinzölibatären XXXXXXX Priesters.
Aber nochmal zurück zu der Kernaussage: Dir gefällt der Ton im Forum nicht. Das klingt sehr katholisch. Wenn endlich mal jemand den Mut hat und die Wahrheit offen ausspricht, dann gefällt den Herren in der katholischen Kirche der Ton auch nicht. Die Wahrheit darf man nämlich nicht sagen. Zollitsch hat der Ton unserer Justizministerin auch nicht gefallen. Und es kotzt mich offengestanden an, wenn die einzige Antwort, die Katholiken auf die Mißbrauchsvorwürfe haben ist, zu sagen: Mir gefällt der Ton nicht.
"Ja, wir haben XXXXXXXXX Pädophile Straftäter in unseren Reihen und wir werden sie aus ihren Ämtern werfen und sie der Justiz übergeben", das wäre eine klare Ansage. "Mir gefällt der Ton nicht", das entgegnen Menschen, die sich ertappt fühlen.
Achja und auch das ist so typisch für die Herren in der katholischen Kirche: Huch, ein unangenehmes Thema, na da lehnen wir uns doch erstmal zurück und beobachten lieber, als aktiv an irgendetwas mitzuwirken.



P.S.: Ich habe den Ton in diesem Beitrag an einigen Stellen korrigiert, ohne jedoch den Inhalt zu ändern. Ich entschuldige mich hiermit für die ursprüngliche Fassung des Textes, er entsprach weder den Ansprüchen dieses Forums noch meinen eigenen Ansprüchen. An meiner Haltung ändert sich ansonsten nichts - über ein Verbrechen zu schweigen ist nicht minder verwerflich. als es selbst zu begehen.
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NightRunner



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BeitragVerfasst am: 11.03.2010, 11:25    Titel: Da - endlich einer, der den Mund aufmacht Antworten mit Zitat

Rainer Maria Schießler

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kana....atholische-Kirche-in-getrübtem-Licht
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Courage



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BeitragVerfasst am: 11.03.2010, 17:38    Titel: Re: Überraschendes Geständnis Antworten mit Zitat

NightRunner hat Folgendes geschrieben:
Ja - ich bin katholisch
Ja - ich schäme mich dafür ein Katholik zu sein
Ja - ich bin gegen den Papst und seine mißbrauchte Allmacht
Nein - ich befürworte XXXXXXXXXXXXXXXXX keine Gewalt gegen den Papst oder die Kirche, wenngleich es ansonsten sehr schwierig ist, einen Papst seines Amtes zu entheben.

Ja, das ist deine Meinung, die ich sehr wohl akzeptieren kann.

Und ja - ich prügele gerne auf die katholische Kirche ein, weil wir hier verdammt nochmal nicht von einem bedauerlichen Einzelfall sprechen. Wir sprechen hier über mehrere Hundertausend Fälle von Kindesmißbrauch, Kindesmißhandlung, Mißhandlung von Schutzbefohlenen insbesondere behinderten und armen Menschen und Gewalt, und das alles mit Wissen und Duldung der Hauptgeschäftsführung im Vatikan, und Null Kooperation bei der Verbrechensbekämpfung.

Ich rede auch nicht von Einzelfällen. Die von dir genannten Hunderttausende dürften (auf die letzten 50 Jahre bezogen) so wohl nicht stimmen! Quelle?
Aber, da gebe ich dir Recht - und habe das auch in meinem Beitrag deutlich gemacht!!! - jeder einzelne Fall (egal wie viele Fälle das sind) ist grauenhaft und zu verurteilen!



Der Papst selbst hat mittlerweile genügend Straftatbestände erfüllt, um ihn festnehmen zu können, von der Volksverhetzung, Judenhetze, über die Heiligsprechung von Holocaustleugnern bis hin zu seinem Schweigebefehl betrefffend sexueller Verfehlungen in der Kirche, aber hier in Deutschland hat ja kein Staatsanwalt genug Mumm in den Knochen, Deutsches Recht tatsächlich durchzusetzen, und der Papst verschanzt sich hinter seinem Diplomatenstatus und seiner Unfehlbarkeit.

Hier begibst du dich eindeutig auf Stammtischniveau. Schade. Der Papst hat Fehler gemacht, ja, insbesondere die Wiederaufnahme der Holocaustleugner hat gerade innerhalb der katholischen Kirche für sehr viel Wirbel und auch Widerstand geführt. Von einer "Heiligsprechung" eines Holocaustleugners habe ich noch nichts gehört. Wer soll das gewesen sein?

Der Schweigebefehl ist in der Tat für uns lächerlich, auch wenn es eine innerkirchliche Logik zu sein scheint: das Beichtgeheimnis soll geschützt werden. Auch da gilt aber zu bedenken: Wem nützt was? Das Beichtgeheimnis kann in der Tat auch schützenswerte Menschen vor Verfolgung und Tod schützen (gerade auch in der Nazi-Zeit ist das so geschehen), aber in den hier vorliegenden Fällen geht der Schuss eindeutig nach hinten los. Hier werden Täter geschützt, die Opfer erhalten keine Genugtuung (wie immer die auch aussehen kann). Wenn ich jetzt darauf verweise, dass jeder Mensch, auch du und ich, eine zweite Chance haben, mache ich mich wahrscheinlich lächerlich. Aber ich bin aus diesem Grund auch gegen die Todesstrafe! Zum Schutz der Opfer erwarte ich auch die Anzeige der Täter, auch zu ihrem eigenen Schutz übrigens. Die Verantwortlichen waren zu naiv und haben wohl geglaubt, dass die Drängung zur Selbstanzeige ausreichend Früchte trägt. Das war falsch, das muss kritisiert und aufgedeckt werden. Was meinst du mit Volksverhetzung und Judenverfolgung? Oder beziehst du dich auf längst verstorbene Päpste?
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In keiner anderen Berufsgruppe gibt es ein derartiges Maß an Verfehlung und Gewalt, ausser bei der Mafia und bei Scientology vielleicht, und das ist Grund genug, dass die heilige katholische Kirche es verdient hat, einen kräftigen Tritt in ihren XXXXXXXXXXXXXXXXX Hintern zu bekommen.

Als Kirchenmitglied (normale Gläubige) gehöre ich keiner bestimmten Berufsgruppe an. Das siehst du falsch. Es geht nicht nur um Priester (das ist eine Berufsgruppe), es geht auch um Pädagogen und Ordensbrüder (aus ganz verschiedenen Berufsgruppen).


Tut mir leid für diejenigen, die es mit dem Glauben und der Bibel ernst meinen - das nennt man Kolateralschaden. Wenn diese Menschen wirklich so gut wären, dann würden sie aufstehen und dem Papst und Zollitsch und diesen ganzen Schweigern den Stinkefinger zeigen und klar Stellung beziehen. Aber wo sind sie denn, die ganzen Patres und Priester, die hier wirklich Stellung beziehen, die wirklcih klare Wort finden, die aktiv etwas tun? Wo? Wo sind sie?
Haaaaaaalllllllllloooooooooooooooooo!!!
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Es gibt sie nicht

Vielleicht hörst und siehst du sie nicht. Mach die Ohren auf, erkundige dich vor Ort, wer was gesagt und getan hat! "Stinkefinger" zeigen nutzt herzlich wenig. In meinem Bistum gab es bereits deutliche Worte. Ich habe zugehört. z. B. dem Bischof Walter Kasper, auch zu lesen in der Tagespresse. So ähnlich haben sich auch andere Bischöfe und Priester geäußert. Da ist von tiefem Bedauern und der Forderung nach längeren Verjährungsfristen zu hören. Erwartest du, dass sich alle erheben und sich die Kugel geben? Dann dürftest du wohl auch nicht mehr leben. Wir beide sind Katholiken... Wir beide sind Nachkriegsdeutsche... Tragen wir eine juristische Mitschuld an den Vergehen des letzten Jahrhunderts? Ich sehe meine Rolle eher darin, die Opfer zu stärken, und vor allem, dafür zu sorgen, dass so etwas (Holocaust, Kindesmissbrauch - egal wo und von wem!) nie wieder vorkommt, bzw. sofort unnachgiebig bestraft wird.


Haben wohl alle Angst vorm Vatikan und seinen Elitetruppen, die plötzlich vorm Haus stehen könnten um die Personalstruktur wieder in Ordnung zu bringen.

Räuberpistolen?


Dir gefällt der Ton im Forum nicht? Och das tut mir aber leid.

Diese Ironie ist erbärmlich!

Mit gefällt nicht, dass kleine Jungs zur Beichte im Beichtstuhl unter Androhung von Schlägen gezwungen werden, denn niemand weiß, was im Beichtstuhl tatsächlich vor sich geht. Eines dieser Relikte, die verboten werden sollten, oder die zumindest einen FSK 18 Aufkleber bekommen sollten.

Der Beichtstuhl als Ort des Geschehens? Einfallslos. Beichtstühle verhindern nämlich den direkten Körperkontakt - schon mal einen Beichtstuhl von innen gesehen? Dann dürfte kein Kind irgendeinen Kontakt zu irgendeinem anderen Menschen haben, weder zu einem Lehrer, zu einem Arzt, zu einem Polizisten, zu einem Einzelhändler, zu einem Busfahrer, zu einem Onkel oder auch zu einer Tante, zu einem Nachbarn... zum "Ex" oder zum Stiefvater. Dann dürfte mein Sohn auch nicht in deine Nähe kommen. Willst du soweit gehen? Ich nicht! Ich kann mein Kind nicht rund um die Uhr beaufsichtigen. Wer weiß, was die Jungen aus der Nachbarschaft mit ihm machen? Spielen sie wirklich nur mit Karten? Oder Fußball? Mein Sohn ist mit seinem Klavierlehrer unterwegs. Muss ich jetzt Angst haben? Nein! Ich achte auf den Umgang meines Sohnes, mein Sohn hat Vertrauen zu mir, und würde sich sehr schnell äußern, wenn sich irgendein Mensch unangemessen verhält. Er hat den Vorteil, dass er eine andere Erziehung genossen hat als wir selbst vor vielen Jahren. Nicht mehr so autoritätshörig, sondern selbstbewusst. Ich will das den Opfern auf keinen Fall vorwerfen, bevor du mich falsch verstehst. Den Opfern kann und darf niemand etwas vorwerfen.

Mein Sohn ist zwar auf einer kirchlichen Schule und war auch eine kurze Zeit (familiär bedingt) im Internat. Niemand hat ihn dort oder hier in der Heimatgemeinde jemals zur Beichte gezwungen, weder durch Worte noch durch Taten. Für mich sind das Angebote der Kirche, die man annehmen kann, aber meiner Meinung nach nicht unbedingt annehmen muss. Anstelle der Beichte (die bei uns in der Gemeinde fast abgeschafft ist) treten mittlerweile andere Formen: in Gottesdiensten, in größeren Gruppen, in Kleingesprächen.


Mir gefällt nicht, mit welcher Selbstgefälligkeit der Papst nichts als Sprüche klopft und seine Schweigeverordnung immer noch nicht aufgehoben hat. Mir gefällt der Ton der katholischen Kirche und ihre gesamte XXXXXXXXXX Haltung nicht.
Mir gefällt nicht, dass es Eltern gibt, die Ihre Kinder und somit die Verantwortung auf ein Internat abschieben und sich einen Dreck um ihr Kinder Kümmern.
Internate sind ein Freibrief für derart verantwortungsloses Handeln und ja - auch Internate sollten verboten werden.
Die Erziehung eines Kindes gehört in die Hände verantwortungsbewußter Eltern und nicht in die Hände eines fremden Pädagogen (schon gar nicht in Deutschland, aber ich will jetzt nicht auch noch auf die Pädagogoen losgehen) und vor allem gehört die Erziehung eines Kindes nicht in die Hände eines scheinzölibatären XXXXXXX Priesters.

Ach, du willst nicht auf Pädagogen losgehen, warum tust du es dann? Dürfen deine Kinder auf eine Kinder-/Jugendfreizeit? Dürfen sie mit anderen Menschen etwas unternehmen? Ist gerade die Erziehung in Internaten nicht auch eine Möglichkeit die häusliche Erziehung zu unterstützen? Hast du dich jemals mit verschiedenen Internaten auseinandergesetzt? Ach, Internate in anderen Ländern haben einen besseren Ruf? Auch in den Niederlanden, in der Schweiz, in Irland? Bist du der beste Pädagoge (sehr selbstherrlich!)? Was ist mit den Kindern, die zu Tode gehungert sind, die innerhalb der eigenen Familie/Verwandtschaft geqäult und gefoltert wurden? Nein, von diesen Familien wollen wir uns absetzen. Das ist klar! Ich finde es für dich sehr bedauerlich, dass du selbst wohl schon unglaublich schlechte Erfahrungen mit Priestern, Pädagogen, Internaten gemacht haben musst. Ansonsten ist deine blinde Wut überhaupt nicht zu verstehen.

Aber nochmal zurück zu der Kernaussage: Dir gefällt der Ton im Forum nicht. Das klingt sehr katholisch. Wenn endlich mal jemand den Mut hat und die Wahrheit offen ausspricht, dann gefällt den Herren in der katholischen Kirche der Ton auch nicht. Die Wahrheit darf man nämlich nicht sagen. Zollitsch hat der Ton unserer Justizministerin auch nicht gefallen. Und es kotzt mich offengestanden an, wenn die einzige Antwort, die Katholiken auf die Mißbrauchsvorwürfe haben ist, zu sagen: Mir gefällt der Ton nicht.


Jetzt sind Zollitsch und ich die beiden Katholiken, die du kennst? Deine Verallgemeinerungen sind peinlich. Ich habe klar dargelegt, dass es mir nicht um die Kritik an der Kirche geht, sondern um die Verallgemeinerungen hier. Ich kann auch nicht sagen, dass ich alle Männer "Scheiße" finde, nur weil mir ein Mann damals mal zu nahe gekommen ist (als Jugendliche).
Bischof Zollitsch hat sich nicht grundsätzlich gegen Kritik gewehrt, sondern über die voreiligen Schlüsse, die die Doppelnamenministerin gezogen hat. Aber auch da kann man durchaus geteilter Meinung sein. Nur, du solltest endlich mal zuhören oder genau lesen. Durch deine Voreingenommenheit nimmst du dir die Chance, irgendetwas besser zu verstehen. Fang mal mit kleinen Schritten an und lese noch einmal meinen ersten Beitrag (und auch den zweiten!).





"Ja, wir haben XXXXXXXXX Pädophile Straftäter in unseren Reihen und wir werden sie aus ihren Ämtern werfen und sie der Justiz übergeben", das wäre eine klare Ansage. "Mir gefällt der Ton nicht", das entgegnen Menschen, die sich ertappt fühlen.
Achja und auch das ist so typisch für die Herren in der katholischen Kirche: Huch, ein unangenehmes Thema, na da lehnen wir uns doch erstmal zurück und beobachten lieber, als aktiv an irgendetwas mitzuwirken.

Die erste Aussage habe ich fast wörtlich auch in meinem ersten Beitrag geschrieben und kann sie selbstverständlich unterstützen. Ich muss mich nicht ertappt fühlen, ich habe mich in den örtlichen Gremien bereits tatkräftig eingesetzt. Du auch? Ich bin kein Herr (das wäre für mich ja schon fast eine Beleidigung!). Das Thema ist unangenehm, aber das ist kein Grund tatenlos zu sein. Das wäre Quatsch. Mein Einsatz ist gefordert, unabhängig von dem Grad der "Angenehmheit" einer Sache. Du urteilst über mich als Mensch, ohne mich verstehen zu wollen, ohne mich zu kennen. Das ist ein Vor-Urteil. Ich mache mich in meinem Beruf und meinem Ehrenamt immer unbeliebt, weil ich auch die unangenehmen Sachverhalte aufgreife, zur Auseinandersetzung auffordere, Änderungen herbeikämpfe. Mir hier Tatenlosigkeit zu unterstellen ist wohl "voll daneben", wie man so sagt.


P.S.: Ich habe den Ton in diesem Beitrag an einigen Stellen korrigiert, ohne jedoch den Inhalt zu ändern. Ich entschuldige mich hiermit für die ursprüngliche Fassung des Textes, er entsprach weder den Ansprüchen dieses Forums noch meinen eigenen Ansprüchen. An meiner Haltung ändert sich ansonsten nichts - über ein Verbrechen zu schweigen ist nicht minder verwerflich. als es selbst zu begehen.


Die ursprüngliche Fassung habe ich (zum Glück) nicht gelesen. Dein Schlusssatz gefällt mir, der hätte von mir sein können. Deshalb habe ich mir hier auch den Nick "Courage" zugelegt, du verstehst?


Ich gehöre allerdings nicht zu den Quasslern, sondern sehe meine Aufgabe eher darin, den Sprachlosen Stimme und Gehör zu verschaffen. Das ist auch eine meiner drängendsten Anliegen bei meiner Arbeit in einer Hauptschule. Dort wird mein Engagement geschätzt und gewürdigt. Hier rumzuposaunen und draufzuhauen bringt keine Veränderung. Vielleicht kannst du vor Ort - im Rahmen deiner Möglichkeiten - etwas verändern? Damit hilfst du mehr als hier mit deinem Gestänker. Vielleicht gehörst du aber auch zu den aktiven Menschen, die sich für andere einsetzen? Dann möchte ich dich ermuntern, dies auch weiterhin zu tun. Das ist effektiver als die Hetze gegen Pädagogen und Kirche hier im Forum.

Ich habe meine Anmerkungen zu deinem Beitrag "eingebaut und fett markiert". Ich hoffe, dass die Antwort für alle anderen so verständlicher wird.

Ich warte hier noch ein paar Beiträge ab, wenn sich hier nämlich solche Unterstellungen und Beleidigungen häufen, ist das nicht mehr hier "mein" Forum, dann werde ich lieber weiterhin "nur" vor Ort aktiv sein. Ich wollte hier - gerade wenn es um Meinungsvielfalt geht (und um Schule) - mitmischen. Aber das wird mir hier sehr erschwert. Schade!

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Legolas



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BeitragVerfasst am: 11.03.2010, 19:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

@ Nightrunner, ich finde Courage hat sehr deutlich gemacht das sie diese Taten nicht gut heißt, deswegen verstehe ich nicht warum du ihr so von oben herab antwortest. Es ging ihr so wie ich es verstanden habe um das über einen Kamm scheren von bestimmten Personen. Es gibt nunmal überall gute und böse!

@ Courage:
Zitat:
Ich warte hier noch ein paar Beiträge ab, wenn sich hier nämlich solche Unterstellungen und Beleidigungen häufen, ist das nicht mehr hier "mein" Forum, dann werde ich lieber weiterhin "nur" vor Ort aktiv sein


Das wäre wirklich sehr schade, ich habe den Austausch mit dir immer sehr geschätzt und wir waren auch nicht immer einer Meinung.

Zitat:
Ich wollte hier - gerade wenn es um Meinungsvielfalt geht (und um Schule) - mitmischen.
Und das hast du auch immer sehr gut hingekriegt- vor allem durch dein Feingefühl, im Umgang mit Müttern, denen gerade der Kamm platzt.

Zitat:
Gibt es hier eine Ignore-Funktion?

Nee, leider nicht ich hätte diese auch schon einige Male brauchen können... Wink

VG Legolas
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