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Deutsch-Arbeit 8. Klasse Gymnasium

 
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Silke
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Anmeldedatum: 22.03.2006
Beiträge: 89
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 09.11.2006, 17:50    Titel: Deutsch-Arbeit 8. Klasse Gymnasium Antworten mit Zitat

Hallo an alle,

nachfolgend möchte ich einmal die Deutsch-Arbeit der Klasse meiner jüngsten Tochter zur Diskusssion stellen.
Bitte teilt mir mit, ob ihr diese Arbeit für die Klassenstufe 8 Gymnasium für angemessen haltet.


1. Klassenarbeit Fach Deutsch Klasse 8b 09.10.2006


Herbert Eisenreich

Der Weg hinaus

Als wate er im Schlamm, so mühsam ging er; die Fußballschuhe hingen wie mit Blei gefüllt an seinen Beinen. Nur gewaltsam, wie gegen einen Orkan ankämpfend, hielt er die Richtung auf den dunklen, unbewegten Halbkreis vor ihm am Grunde der sich steilenden, von wimmelndem Leben quellenden Stufenwand des Stadions, auf jenen Halbkreis, der der Kabinengang war. Den steuerte er an wie ein leckes Schiff bei schwerem Seegang den Hafen.
Hinter ihm war das unterbrochene Spiel wieder angepfiffen worden, das lenkte die meisten Augen von seinem Hinausgehn ab. Die aber, die neben und über dem Kabinengang standen, sahen ihn näher kommen, und je näher er kam, desto mehr Blicke sammelten sich auf ihm; wie eiserne Pfeilspitzen von einem Magneten angezogen, lenkten diese Blicke sich auf ihn, gebündelt stachen sie auf ihn [?..] ein. Und je näher er kam, desto artikulierter tobte es vor ihm los: Pfui-Salven, das Knattern zahlloser winziger Haß-Explosionen, herangetragen auf den Wellen gellender Pfiffe. Gesichter sah er keine; aber er wusste, daß es dieselben Münder waren, die früher, all die stolzen Jahre lang, allsonntäglich ihren Beifall über ihn ergossen hatten, wenn er so spielte, wie sie es gerne sahen. Wenn er, den Ball am Fuß wie unsichtbar angebunden durch die Reihen der Gegner lief, dann liefen tausend Jubelrufe mit; wenn er den Ball auf den Zentimeter genau übers halbe Spielfeld passte, dann raunte es ringsum voll Ehrfurcht; und wenn er schoß, stockte dem ganzen Stadion der Atem, und dann erst riß es ihnen den Schrei aus der Kehle. O ja, er war ein Spieler gewesen wie nicht bald einer: kein Schwerathlet, der mit seinem Körpergewicht alles niederwalzt, was sich ihm in den Weg stellt, sondern der Artist, der seine Körperkraft nicht spüren, sondern nur wirken lässt. Meistens wurde er als Läufer aufgestellt, aber wenn Not am Manne war, führte er den Angriff oder verteidigte vor dem Tor. Dort, wo er eingesetzt war, gehörte das Spielfeld, soweit er es erlaufen konnte, ihm. Und wenn sein Nebenmann versagte, rackerte er für zwei.
Und was hatte man ihm, war wieder ein Spiel gewonnen, nicht alles nachgerühmt! Daß er der beständigste Spieler sei, zuverlässig auf jedem Posten, ohne Formkrisen, ohne Launen; kein Star, sondern immer ein teil der Mannschaft, ihr Motor und ihre Seelezugleich; und der fairste Fußballer seit langem, die Zeitungen brachten Fotos, wie er über den hechtenden Tormann, um ihn nicht zu verletzen, hinwegspringt; wie er zum Kopfstoß mit regelrecht angelegten Armen hochschnellt; wie er dem Gegenspieler, der im Zweikampf zu fall kommt, kameradschaftlich auf die Beine hilft. Und jetzt stapfte er schwankenden Schrittes hinein in die Mauer vor ihm aus Gejohle, Pfiffen und Flüchen [?..]


Aufgabenstellung:

1. Gib den Inhalt des Ausschnittes der Kurzgeschichte ? Der Weg hinaus? von Herbert Eisenreich in eigenen Worten wieder! Verfasse auch einen Einleitungssatz!
2. Arbeit heraus, wie der Fußballer die Situation, in der er ist, empfindet! Beziehe dabei die sprachliche Gestaltung des Textes ein!
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Einen Menschen erziehen heißt, ihm zu sich selbst verhelfen (Peter Altenberg)
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Doris Carnap
Moderatorin


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Beiträge: 803
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BeitragVerfasst am: 19.11.2006, 11:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silke,

ob es angemessen ist, weiß ich nicht wirklich. Wichtig ist bei der Beurteilung, was angemessen ist, sicher die Beobachtung wie im Unterricht auf das Thema Inhaltsangabe vorbereitet wurde. Und wie auf die Frage zwei : " 2. Arbeit heraus, wie der Fußballer die Situation, in der er ist, empfindet! Beziehe dabei die sprachliche Gestaltung des Textes ein!"

Außerdem frage ich mich, warum es nicht reicht 'nur' eine Inhaltsangabe zu machen, wenn die auf dem Lehrplan steht?

Wie ist die Arbeit ausgefallen und welche Schwierigkeiten hatten die Schüler damit? Daran kann man eigentlich am Besten erkennen, ob Arbeit angemessen war.

Doris
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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Silke
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Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 19.11.2006, 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Doris,

die Arbeit ist relaiv schlecht ausgefallen, Durchschnitt 3,9.
Unsere Tochter hatte große Probleme mit der Art der Sprache, in der der Text geschrieben ist. Es wurde außerdem gemunkelt, dass am Bewertungsmaßstab "gedreht" wurde, um die Arbeit nicht genehmigen lassen zu müssen..
Mein Mann hat daraufhin ein bisschen recherchiert und herausgefunden, dass der Text nur ein Auszug aus einem längeren Text darstellt.
Wir haben Kontakt mit dem Elternbeirat aufgenommen, der hat nächste Woche ein Gespräch mit der Lehrerin.

Ich finde den Text relativ anspruchsvoll für 13 - 14jährige Schüler/innen.

Vielen Dank für Deine Antwort und einen schönen Sonntag.

Silke
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