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Momo86
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Beiträge: 265

BeitragVerfasst am: 15.11.2006, 08:49    Titel: Antworten mit Zitat

Natürlich hat das Methode.

Schreibt ein schrftl. Protokoll darüber, Tochter soll sich erinnern, wie oft ca. sie sich gemeldet hat. Die Mitschüler bitte ebenso handeln. Schule und Schulaufsicht zur Kenntnis geben.
Schrftl. Vereinbarung mit dem Mathelehrer, Tochter würde ab jetzt ihre mdl. Meldungen tagtgl. protokoll. (mit oder ohne seine Unterschrift).
Ihr möchtet ab sofort 14tägig eine mdl. Note haben.

Ich streite gerade in einzelnen Fächern mit dem jetzigen Gym. meines Juniors drum - der hat allerdings sonderpäd. Förderbedarf und deshalb "sonderrechte" , die ich auch knallhart jetzt einfordere.

Frage bitte die Schulaufsicht nach ihrer Ansicht. Es kann nicht sein, dass man bei einem wiederholenden Kind die Eltern nicht rechtzeitig informiert.

Welche AlternativGyms gibt es?

LG momo
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 15.11.2006, 09:32    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Silke,

was der Lehrer erreichen will, werdet ihr bei einem Gespräch rausfinden müssen. Grundsätzlich finde ich eine Mitteilung des Lehrers durchaus positiv, es könnte ihm auch vollkommen egal sein und wenn ihr bei den Zwischenzeugnissen merkt was los ist, kann es schon zu spät sein.

In der Schule kommt es drauf an, was ein Lehrer von einem Schüler denkt - und dabei geht es nicht immer darum, was ein Schüler wirklich leistet oder wie der Schüler sich einschätzt! Und dabei wird auf meist unbewußte Weise von Lehrerseite viel Macht ausgeübt - Lehrer haben auch davon häufig keine Ahnung! Es geht dabei um die sich Selbsterfüllende Prophezeiung und den Pygmalion Effekt:
Zitat:
Beispiel: Hat ein Lehrer bereits eine (vorweggenommene) Einschätzung der Schüler (etwa dumm, klug, usw.), so wird sich diese Ansicht im späteren Verlauf auch bestätigen. Dieses wird dadurch möglich, dass der Lehrer seine Erwartungen in subtiler Weise den Schülern übermitteln kann, z. B. durch die Wartezeit auf eine Schülerantwort, durch Häufigkeit und Stärke von Lob oder Tadel, durch stärkere oder schwächere Beachtung von Schülern und unterschiedlich hohe Leistungsanforderungen. http://de.wikipedia.org/wiki/Pygmalioneffekt

Deswegen ist ein Kontakt zum Lehrer wichtig, um herauszufinden was er von eurer Tochter wirklich denkt. Und ihr müßt dem Lehrer deutlich rückmelden, wir haben sehr großes Intersse an dem Fortkommen unserer Tochter und legen auch Wert auf gute Leistungen des Lehrers. Und da ist er jetzt mit einem Förderplan dran - so einfach wie früher kommen die Lehrer jedenfalls nicht mehr davon oder besser sollten nicht davonkommen.

Außerdem zählt ja zu den sonstigen Leistungen mehr als nur die mündliche Mitarbeit, die in diesem Fall ja nur auf das Melden reduziert zu sein scheint. Bei einer derartigen Vereinfachung wären schüchterne Kinder ja fast nicht beschulbar. Der Lehrer muss natürlich auch mündliche Leistungen einfordern, alles nur auf die freiwillige Mitarbeit zu schieben, sollte nicht sein. Fragt ihn also, was passiert, wenn er eure Tochter fragt. Ob sie regelmäßig ihre Hausaufgaben macht, ob sie den Stoff verstanden hat. Fragt ihn, ob es ein Unterstützungssystem in der Klasse gibt, häufig können Mitschüler wesentlich besser erklären, als der Lehrer. Wenn nicht, braucht sie unbedingt Unterstützung in Form von Nachhilfe. Wenn ein Lehrer versagt und sich verweigert, ist das leider die einzige Möglichkeit die bleibt.

Und lasst eure Tochter bis zum Gespräch eine Strichliste darüber führen, wie oft sie sich gemeldet hat, unter Umständen auch wie lange sie sich gemeldet hat und wie oft sie drangekommen ist.

Doris
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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Silke
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BeitragVerfasst am: 15.11.2006, 11:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Momo - hallo Doris,

danke für eure Antworten.

Meiner Tochter fällt halt besonders im Mathe-Unterricht auf, dass da so eine Art Ausgrenzung der Repetenden" (so bezeichnet der Lehrer die betroffenen Schüler ständig) stattfindet.
Natürlich wird jetzt ein Gespräch mit dem Lehrer stattfinden und ein Förderplan eingefordert werden; mal sehen, was dabei herauskommt.
Übrigens, einer der Wiederholer hat nach Bekanntgabe der
mündlichen Noten gesagt, er werde jetzt seine Meldungen
protokollieren, darauf der Lehrer: "Die Noten gebe immer noch ich."
Langsam aber sicher verzweifle ich an dieser Schule, und ich bereue es, dass meine Tochter nicht die Schule gewechselt hat.

Liebe Grüße

Silke
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Einen Menschen erziehen heißt, ihm zu sich selbst verhelfen (Peter Altenberg)
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Doris Carnap
Moderatorin


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Beiträge: 803
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BeitragVerfasst am: 24.11.2006, 10:00    Titel: Klassenfahrt Antworten mit Zitat

Hallo Silke,

ich antworte dir hier auf deine Frage im anderen Thread
http://www.emgs.de/forum-emgs/viewtopic.php?t=687 :
Zitat:
"Wir hatten gestern eine Diskussion mit unserer ältesten Tochter, dabei ging es auch um Mobbing, und zwar verursacht durch ihren Mathelehrer, habe ich ja schon einmal hier im Forum thematisiert.
Es ging darum, dass der Lehrer den Gesprächsbedarf meines Mannes einfach ingnoriert. Daraufhin wollte sich mein Mann beim
Schulleiter beschweren. Da ist unsere Tochter völlig ausgeflippt, sie meinte dann sie müsse das ausbaden, der Lehrer würde sie noch mehr vorführen und diffamieren, und das könne sie nicht ertragen.
Mein Mann schickte daraufhin dem Lehrer eine Mail, und bat nochmals um einen Gesprächstermin.
Die Verzweiflung meiner Tochter hat mich sehr getroffen, zumal sie jetzt auch sagt, sie möchte nicht an der Klassenfahrt teilnehmen, die übrigen "Wiederholer" übrigens auch nicht.
Nächster Akt des Klassenlehrers, wir müssen einen Antrag stellen, dass sie nicht mitfahren muss. Ist das überhaupt rechtens?"

Wie habt ihr denn dem Lehrer euren Gesprächsbedarf mitgeteilt? Habt ihr es schriftlich gemacht?

Die Beobachtung, dass manche Lehrer an ihren Schülern auslassen, wenn die Eltern kritisch sind, habe ich auch gemacht und die Reaktion deiner Tochter ist naheliegend, sie ist bereit sich an die Gegebenheiten anzupassen. Und wichtig ist auch Folgendes: Wenn man in der Schule einen Abschluss machen will, muss man sich an die zum Teil unwürdigen Bedingungen anpassen und sich damit weitgehend identifizieren. Deine Tochter macht einen Entwicklungsschritt, den ich als Mutter bei meinem Sohn, mit einem lachenden und einem weinenden Auge begleitet habe. Unsere hehren Erziehungsziele sind vorerst dahin, aber ein nützlicher Anpassungsprozess hat begonnen. Natürlich ist es weiter wichtig, den Kummer der Kinder wahrzunehmen und bereit zu sein, wenn Hilfe wirklich gefragt ist.

Ich bin so vehement gegen Sitzenbleiben, weil diese Erfahrung häufig mit einer tiefen seelischen Verletzung verbunden ist. Das schlimme ist nämlich, dass man aus dem Kreis seiner Freunde rausgeschmissen wird und häufig nicht wirklich nachvollziehen kann warum. Natürlich betrifft der Rausschmiss nur die Lernsituation. Sich in eine viel jüngere, sehr kindisch erscheinde Gruppe einfinden zu müssen ist hart. Wichtig ist aber, dass man sich in diese Gruppe einfindet. Leider unterstützen manche Lehrer diesen Prozess nicht und grenzen die neuen noch zusätzlich aus, wie es bei euch der Fall zu sein scheint. Und wahrscheinlich ist sich der Lehrer keiner Schuld bewußt.

Ein wichtiger Effekt bei einer Klassenfahrt ist, dass sich eine zufällig zusammengesetzte Gruppe zu einem Team entwickelt. Viele Mißverständnsise entstehen, wenn man sich nicht kennt und dieses Kennenlernen empfinde ich als sehr wichtig! Deswegem würde ich es gut überlegen, ob ihr eurer Tochter, die keine Lust hat mitzufahren, das auch erlaubt. Ich würde es nicht tun, denn auf der Klassenfahrt wird sie ihren Lehrer besser kennenlernen und auch feststellen, dass es einige unter den Mitschülern gibt, die "korrekt" sind und diese Erfahrung ist ungeheurer wichtig und hilfreich.

Die Teilnahme an der Klassenfahrt ist das Normale, deswegen erscheint mir, wenn man davon abweichen will, ein schriftlicher Antrag sinnvoll. Ein Lehrer betreibt ja einen großen Aufwand, um eine Klassenfahrt zu organisieren, deswegen muss er auch wissen wieviele Schüler mitfahren.

Doris
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Silke
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Beiträge: 89
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BeitragVerfasst am: 26.11.2006, 15:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Doris,

wir haben dem Lehrer unseren Gesprächsbedarf auf dem Blatt mit der mündlichen Note mitgeteilt.
Als unsere Tochter ihm das zeigen wollte, sagte er, er hätte jetzt keine Zeit, er würde ihr später Bescheid geben, sprich Terminvorschläge nennen, was er nicht tat.
Daraufhin schrieb mein Mann ihm eine Mail, die er dann in einer Art und Weise beantwortete, als wäre unsere Tochter Schuld daran, dass er so verspätet reagierte.
Dies alles an einer Schule, wo der Schulleiter eine enge Kooperation mit den Eltern fordert, und dies kürzlich auch in unserer örtlichen Tageszeitung wieder thematisierte.
Ich bin ganz und gar nicht der Meinung, dass meine Tochter dieses
"Mobbing" von Seiten einiger Lehrer, denn für mich ist das Mobbing, hinzunehmen hat.
Zum Thema Klassenfahrt ist zu sagen, dass es dabei nicht um die Klassenkameraden geht, sondern um die Lehrer, denn der
Klassenlehrer gehört auch zu den Lehrern, die ständig blöde Sprüche über die betroffenen Kinder ablassen.
Oder was soll ich davon halten, wenn er in der Klasse meiner jüngsten Tochter, die hat ihn in Geschichte, auf eine richtige Antwort von meiner jüngsten Tochter sagt: "Endlich mal eine xxx (steht für unseren Nachnamen), die was weiß." Ich finde das diskriminierend und entwürdigend, denn in diesem Fall betrifft es nicht nur die
Große sondern auch die Kleine.
Auf den Vorfall in Emsdetten sagte er zu seiner Klasse (die Klasse unserer Großen): "Falls Ihr irgendwelche Waffen zu Hause habt und nicht so gut auf die Schule zu sprechen seid, lasst sie bitte zu Hause."
Was soll man davon halten, ich bin entsetzt, und ich werde meine Tochter ganz bestimmt nicht zwingen an der Klassenfahrt teilzunehmen.

Liebe Grüße

Silke
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PinHei



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BeitragVerfasst am: 26.11.2006, 19:58    Titel: Klassenfahrt Antworten mit Zitat

Hallo Doris
mit Deinen nachfolgenden Aussagen kann ich mich einverstanden erklären und diese auch gegebenenfalls mir zu eigen machen. Ich verzichte darauf, den einzelnen Beitrag hoch zu holen. Du wirst wissen welche ich meine.

Doris 28.09.
Zitat:
dieser Satz ist ziemlich dumm, aber auch typisch für das Denken von vielen Lehrern


Doris 28.09.
Zitat:
Diese Lehrer geben dann eindeutige Rückmeldungen an die Schüler, anstatt herauszufinden wo es hakt. Und diese Einstellung birgt die besondere Gefahr einer Sich selbsterfüllenden Prophezeiung! Dass die besonderen Schwierigkeiten auffallend vieler Schüler in Mathe schlicht an der eigenen Unfähigkeit zu erklären liegen könnte, wird verdrängt!


Doris 10.10.
Zitat:
Herabsetzende und entmutigende Äußerungen einzelner Lehrer sind inakzeptabel, weil unpädagogisch. Dagegen würde ich mich vehement zur Wehr setzen. Bei manchen Lehrern hat man den Eindruck, sie wissen gar nicht, was sie mit ihren verbalen Attacken anrichten. Da ist es an der Zeit sie endlich mal aufzuklären, welches Verhalten von ihnen erwartet wird


Mit Deiner Darstellung vom 24.11. bin in keinster Weise einverstanden, ja das ruft ein sehr starkes Unbehagen bei mir hervor. Ich bin nicht der Verfasser(Silke) des Beitrages auf den sich Deine Aussagen beziehen.
In Anbetracht der Tatsache, dass wir uns mehr oder weniger, je nach Blickwinkel, in der Gründungsphase eines Vereins mit dem Namen , ich benutze das Kürzel emgs, befinden sagt mir meine Einstellung und Gewissen; hier solltest du tätig werden.

Doris 24.11.
Zitat:
Wie habt ihr denn dem Lehrer euren Gesprächsbedarf mitgeteilt?
Habt ihr es schriftlich gemacht?

Das kann ich wohl so tun, ich mache es vom Verhalten der Lehrkraft abhängig. Bei dem von Silke geschilderten Verhalten nehme ich davon Abstand und konfrontiere diesen im Gespräch mit den Fakten.

Doris 24.11.
Zitat:
Wenn man in der Schule einen Abschluss machen will, muss man sich an die zum Teil unwürdigen Bedingungen anpassen und sich damit weitgehend identifizieren.


Doris, dass ist für mich eine sehr gefährliche Aussage. Niemand weder die Schüler, also unsere Kinder noch wir als Eltern müssen sich an die Bedingungen anpassen noch damit weitgehend identifizieren.
Diese Anpassung und Identifikation hat es in der zurück liegenden Geschichte von Deutschland schon mehrmals gegeben. Was daraus geworden ist spüre ich , obwohl ich nicht beteiligt war, heute noch nachhaltig. Desweiteren ist es gerade mal 16 Jahre her als sich sogenannte angepasste erhoben haben mit den Worten
" Wir sind das Volk"

Doris 24.11.
Unsere hehren Erziehungsziele sind vorerst dahin, aber ein nützlicher Anpassungsprozess hat begonnen.

Du überlässt, so könnte ich es interpretieren, die Erziehung der Instutition Schule bzw. den darin tätigen? Das kann und will ich nicht glauben! Gerade die jüngsten Geschehnissse zeigen doch, im übrigen bestätigst du diese, welche Fehlerquellen darin bzw. daran mitgewirkt haben, dass ein junger Mensch keinen Ausweg mehr wusste als die Tat.

Doris 24.11.
Zitat:
Ein wichtiger Effekt bei einer Klassenfahrt ist, dass sich eine zufällig zusammengesetzte Gruppe zu einem Team entwickelt. Viele Mißverständnsise entstehen, wenn man sich nicht kennt und dieses Kennenlernen empfinde ich als sehr wichtig! Deswegen würde ich es gut überlegen, ob ihr eurer Tochter, die keine Lust hat mitzufahren, das auch erlaubt. Ich würde es nicht tun, denn auf der Klassenfahrt wird sie ihren Lehrer besser kennenlernen und auch feststellen, dass es einige unter den Mitschülern gibt, die "korrekt" sind und diese Erfahrung ist ungeheurer wichtig und hilfreich.


Wenn ich es richtig lese, soll die Klassenfahrt erst in der Zukunft stattfinden. Wenn sich die Klasse bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gefunden hat, wird sie dies wahrscheinlich auch nicht während der Klassenfahrt tun. Im übrigen gehe ich davon aus, dass sich die Schüler bereits seit Jahren kennen. Es handelt sich doch hier um eine 10.Klasse oder?
Bei meinem Sohn fanden 3 sogenannte Klassenfindungstage statt.
Die eigentliche Klassenfahrt findet erst in der 8. statt.

Doris 24.11.
Zitat:
Ein Lehrer betreibt ja einen großen Aufwand, um eine Klassenfahrt zu organisieren, deswegen muss er auch wissen wieviele Schüler mitfahren.


Aber Doris, eine Klassenfahrt ist eine schulische Veranstaltung gemäß dem Hess. Schulgesetz, siehe Schulgesetz von A-Z

Zitat:
Schulwanderungen und Schulfahrten
Erlass vom 15. September 2003 , geändert durch Erlass vom 01.April 2004
Gült.Verz. Nr. 7200
ABl. S. 718
II. Genehmigung von Schulwanderungen und Schulfahrten
1. Allgemeine Regelungen
1. Schulwanderungen und Schulfahrten sind schulische Veranstaltungen; von der Teilnahme können Schülerinnen und Schüler nur aus wichtigen Gründen befreit werden. Mehrtägige Veranstaltungen sind nur durchzuführen, wenn sie zwischen Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern abgestimmt sind. Dies setzt bei den Eltern bzw. den volljährigen Schülerinnen und Schülern in geheimer Abstimmung zu ermittelnde zustimmende Mehrheitsbeschlüsse voraus.
2. Mit den Anträgen auf Genehmigung sind ein Veranstaltungsplan, aus dem die pädagogische Zielsetzung und die unterrichtliche Vorbereitung zu entnehmen ist, und ein Finanzierungsplan vorzulegen. Über die pädagogischen Zielsetzungen sind die Eltern zu informieren.
3. Veranstaltungen ohne unterrichtlichen Bezug oder solche, in die Schülerinnen und Schüler sich ohne Bezug zu ihrem Unterricht einwählen, können nicht genehmigt werden.
4. Veranstaltungen während der Ferien sind keine schulischen Veranstaltungen im Sinne dieses Erlasses. In begründeten Ausnahmefällen können Veranstaltungen, die ganz oder teilweise in den Ferien stattfinden, vom Staatlichen Schulamt als schulische Veranstaltung anerkannt werden.


und somit ist es eine orginäre Aufgabe der verantwortlichen Lehrkraft diese zu organisieren ohne wenn und aber. Der KL meines Sohnes hat im ersten Elternabend die Klassenfahrt für die 8. abstimmen lassen. Es kam, wie nicht anders zu erwarten, die obligatorische Skifahrt raus. Die Verträge bestehen bereits es ist nur noch die Teilnehmerzahl und deren Namen sowie der Zeitraum zu melden. Soviel zu der immensen organisatorischen Arbeit. Ich kann mich natürlich auch täuschen, da ich kein Beamter bin !

Trotz alledem hoffe ich auf eine zukunfstorientirte gedeihliche Zusammenarbeit unter Beachtung der Würde des einzelnen.

Liebe Grüsse
Heinz
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PinHei



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Beiträge: 60
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 26.11.2006, 22:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silke

Zitat:
Übrigens, einer der Wiederholer hat nach Bekanntgabe der
mündlichen Noten gesagt, er werde jetzt seine Meldungen
protokollieren, darauf der Lehrer: "Die Noten gebe immer noch ich."


Diesen Spruch aus tiefster Überzeugung habe ich im 5. und 6. Klasse meines Sohnes des öfteren gehört.
Ich finde dieses mehr als unerhört und zeugt von einer kaum zu überbieteten Arroganz.

Eine Beschwerde bei der Schulleitung, nach vorausgegangener Anforderung zur Stellungnahme seitens der betreffenden Lehrkraft, blieb bis zum heutigen Datum unbeantwortet.

In der Sache bezüglich Klassenfahrt komme ich über PN in den nächsten Tagen. Vorab schon mal entsprechende Textpassagen aus einen Erlass hier zu. Hatte ich schon bei der Antwort an Doris eingestellt. Trotzdem für Dich hier noch einmal.

Zitat:
Schulwanderungen und Schulfahrten
Erlass vom 15. September 2003 , geändert durch Erlass vom 01.April 2004
Gült.Verz. Nr. 7200
ABl. S. 718
II. Genehmigung von Schulwanderungen und Schulfahrten
1. Allgemeine Regelungen
1. Schulwanderungen und Schulfahrten sind schulische Veranstaltungen; von der Teilnahme können Schülerinnen und Schüler nur aus wichtigen Gründen befreit werden. Mehrtägige Veranstaltungen sind nur durchzuführen, wenn sie zwischen Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern abgestimmt sind. Dies setzt bei den Eltern bzw. den volljährigen Schülerinnen und Schülern in geheimer Abstimmung zu ermittelnde zustimmende Mehrheitsbeschlüsse voraus.
2. Mit den Anträgen auf Genehmigung sind ein Veranstaltungsplan, aus dem die pädagogische Zielsetzung und die unterrichtliche Vorbereitung zu entnehmen ist, und ein Finanzierungsplan vorzulegen. Über die pädagogischen Zielsetzungen sind die Eltern zu informieren.
3. Veranstaltungen ohne unterrichtlichen Bezug oder solche, in die Schülerinnen und Schüler sich ohne Bezug zu ihrem Unterricht einwählen, können nicht genehmigt werden.
4. Veranstaltungen während der Ferien sind keine schulischen Veranstaltungen im Sinne dieses Erlasses. In begründeten Ausnahmefällen können Veranstaltungen, die ganz oder teilweise in den Ferien stattfinden, vom Staatlichen Schulamt als schulische Veranstaltung anerkannt werden.



Zitat:
Auf den Vorfall in Emsdetten sagte er zu seiner Klasse (die Klasse unserer Großen): "Falls Ihr irgendwelche Waffen zu Hause habt und nicht so gut auf die Schule zu sprechen seid, lasst sie bitte zu Hause."


Ich stimme Dir zu, so etwas ist unerhört. Wer aus dieser Aussage auch noch positves hört, stellt sich mit diesem auf gleicher Stufe. Von einer Lehrkraft erwarte ich in diesem Fall ohne Rücksicht auf den Lehrplan oder Stoffplan wie auch immer die Farce heissen mag eine offene Diskussion um mögliche Probleme zu verarbeiten bzw. zumindestens zu benennen.
Ich würde solche Äußerungen publick machen, mindestens bei der Schulleitung und Schulamt. Weiterhin dem Schulträger fallst es sich um eine Kommunale Einrichtung es sich handelt.

Weiteres später über PN

Liebe Grüsse
Heinz


Zuletzt bearbeitet von PinHei am 13.12.2006, 21:36, insgesamt einmal bearbeitet
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 27.11.2006, 12:20    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Heinz,
Zitat:
Zitat:

Doris:Wenn man in der Schule einen Abschluss machen will, muss man sich an die zum Teil unwürdigen Bedingungen anpassen und sich damit weitgehend identifizieren.

Heinz: Doris, dass ist für mich eine sehr gefährliche Aussage. Niemand weder die Schüler, also unsere Kinder noch wir als Eltern müssen sich an die Bedingungen anpassen noch damit weitgehend identifizieren.

Wir Eltern sollten uns nicht zu sehr anpassen - das sehe ich auch. Aber wenn die Jugendlichen oder jungen Erwachsenen sich aus eigener Einsicht anpassen, ist das ein wichtiger Entwicklungsschritt, den wir Eltern akzeptieren sollten, selbst wenn es unseren Vorstellungen widerspricht. Mir ist das Wohlbefinden meiner Kinder wichtiger, als ein Durchsetzten meiner Vorstellungen. Was ist daran gefährlich? Ist es nicht viel gefährlicher sich nicht anzupassen und eventuell ohne Abschluss die Schule zu verlassen und sich den Rest der Lebens als Versager zu empfinden und Hass zu entwickeln?

Aus der Gehirnforschung ist bekannt, dass man nur bei positiven Emotionen lernen kann. Da sind wir Eltern auch gefragt, wir sollten die Kinder unterstützen, damit sie in einer positiven, motivierenden Umgebung lernen können. Wenn sich das nach dem Gespräch mit dem Lehrer als unmöglich herausstellt, muss man nach einer anderen Lösung suchen. Auch eine andere Schule ist eine Möglichkeit, aber birgt natürlich auch immer die Gefahr, auf einen Lehrer gleichen Typs zu stoßen.

Es ist aber bei Kindern in der Pubertät auch wichtig, solange kritisch zu bleiben bis man den Lehrer persönlich kennengelernt hat. Manchmal muss man auch zwischen zwei schlecht harmonierenden Persönlichkeiten vermitteln. In der Pubertät sind die meisten Jugendlichen sehr egozentrisch, sie beziehen alles Gesagte negativ auf sich selbst - ein Lehrer sollte das wissen und vorsichtig mit seinen Äußerungen sein. Wir Eltern sollten das aber auch wissen und und uns erst mal ein eigenes Bild von dem Lehrer machen. Dass manche Lehrer auch erschreckend unsensibel sein können, wurde von mir kritisiert und dann kann eine klare Entscheidung der Eltern nötig sein.
Zitat:
Zitat:
Silke :Auf den Vorfall in Emsdetten sagte er zu seiner Klasse (die Klasse unserer Großen): "Falls Ihr irgendwelche Waffen zu Hause habt und nicht so gut auf die Schule zu sprechen seid, lasst sie bitte zu Hause."

Heinz: Ich stimme Dir zu, so etwas ist unerhört. Wer aus dieser Aussage auch noch positves hört, stellt sich mit diesem auf gleicher Stufe... Ich würde solche Äußerungen publick machen, mindestens bei der Schulleitung und Schulamt. Weiterhin dem Schulträger fallst es sich um eine Kommunale Einrichtung es sich handelt.

Meine Reaktion auf diesen Satz ist ganz anders. Das ist eine Art schwarzer Humor, die mir gefällt, ich kann darüber lachen und erkenne nichts an dem Satz was "unerhört" sein soll. Eine pauschale Verurteilung anderer wie 'stellt sich auf eine Stufe' halte ich doch für etwas übertrieben. Es zeigt aber deutlich, wie unterschiedlich unterschiedliche Personen Gesagtes auffassen können, ohne dass es gut oder schlecht sein muss - es ist bei allem einfach eine unterschiedliche Wahrnehmung möglich.
Zitat:
Heinz: Aber Doris, eine Klassenfahrt ist eine schulische Veranstaltung gemäß dem Hess. Schulgesetz, siehe Schulgesetz von A-Z.

"Schulwanderungen und Schulfahrten sind schulische Veranstaltungen; von der Teilnahme können Schülerinnen und Schüler nur aus wichtigen Gründen befreit werden."

Die Frage von Silke war, ob eine schriftlicher Antrag "überhaupt rechtens" ist. Es ist ja auch eine schriftliche verbindliche Zusage nötig, dass man einverstanden ist. Im anderen Fall müssen die Erziehungberechtigten die 'wichtigen Gründe' auch schriftlich darlegen, mir erscheint es "rechtens".

Doris
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