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Kopie: Sind Eltern verantwortlich für Note 5 in Deutsch?

 
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Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 25.01.2006, 22:39    Titel: Kopie: Sind Eltern verantwortlich für Note 5 in Deutsch? Antworten mit Zitat

Erika
Stammposter




Status: Offline
Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 256
Nachricht senden Erstellt am 30.01.2005 - 22:48

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Hallo,

Hier geht es um den Mord an der Ahrensburger Lehrerin.

www.abendblatt.de/daten/2005/01/29/392893.html

Ich möchte hier nicht über Schuld oder Verantwortung an dem Tod der Lehrerin diskutieren. Es ist schrecklich und kein Mensch hat es verdient.

Was mich aber in diesem Artikel des Hamburger Abendblattes stört, ist die Tatsache, dass den Eltern mal wieder fehlende Unterstützung unterstellt wird. Die Eltern haben ihr Kind angeblich zu wenig unterstützt, und u.a. deshalb hatte der Schüler eine 5 in DEUTSCH.

Welche Unterstützung durch die Eltern wird eigentlich erwartet? Was ist, wenn die Eltern intellektuell oder finanziell nicht in der Lage sind, die Kinder zu unterstützen? Dann haben die Kinder wohl Pech gehabt, oder?

Sollte es nicht Aufgabe der Schulen sein, den Kindern alles Notwendige beizubringen?

Von diesem Schüler wird gesagt, dass er ein vielseitig talentierter, angenehmer, nicht dummer Schüler war, der dennoch vom Gymnasium auf die Realschule abgestürzt ist und jetzt durchgedreht ist, weil er seinen Berufswunsch wegen einer 5 in DEUTSCH nicht verwirklichen konnte? Sind hier wirklich einmal wieder die Eltern schuld?

Gruß Erika





Signatur
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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

<wolkenstein>
unregistriert

Erstellt am 30.01.2005 - 23:08

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Hallo Erika,

für mich liest sich der Artikel anders, nämlich relativ sauber formuliert:

- es ist klar, dass die Schuld der Täter noch nicht erwiesen, aber wahrscheinlich ist. Als mögliches Motiv wird Rache für eine schlechte Deutschnote genannt -> erst mal etwas, was nicht angedeutet wird, sondern was die Kripo herausgefunden hat

- der Kommentar, "fehlende Unterstützung im Elternhaus" wird ganz klar dem ehemaligen Direktor zugeschrieben und bezieht sich auf den Übergang vom Gymi auf die Realschule - es wird nicht allgemein Eltern etwas unterstellt. Direkt danach wird genauso die Frage gestellt, ob Lehrer an der Tat etwas hätten ändern können - find ich eigentlich relativ ausgewogen.

Deine Frage, was ist Verantwortung der Eltern und was die der Schule, taucht ja nicht zum ersten Mal auf. Die Forderung, dass Schule den Kindern "alles Notwendige" beibringen soll, was man so braucht, kann und soll Schule glaub ich nicht erfüllen. "Unser" (sprich: der Lehrer) Problem ist ja gerade, dass wir bei einigen Kindern sehr viel übernehmen, was eigentlich im Elternhaus laufen sollte (wie man sich wäscht, kämmt, anzieht, sein Heft führt, die Tür zumacht, mit Lehrern/ Mitschülern redet, was man zum Frühstück mitbringt usw.). Das ist Zeit, die vom Fachunterricht abgeht, und da fehlt's dann irgendwann.

Ich frag mal anders herum: Welche Aufgaben haben denn deiner Meinung nach die Eltern? Was sollten sie ihren Kindern denn beibringen - bzw. wann sind sie, und nicht mehr der Lehrer in der Schule, dafür zuständig, dass das Kind auch das erarbeitet, was ihm in der Schule angeboten wird?

Neugierig,
w.







<Enja>
unregistriert

Erstellt am 31.01.2005 - 06:43

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Hallo,

gerade was die Deutschnote betrifft, ist es doch heute üblich, dass die Eltern mit den Kindern im Grundschulalter das Lesen einüben, sie ermuntern möglichst viele Bücher zu lesen und auch die Rechtschreibung zu Hause trainieren.

Am Gymnasium wird dann eine perfekte Rechtschreibung erwartet, die die Kinder aber aus der Grundschule in den seltensten Fällen mitbringen. Also machen sich die Eltern ans Werk, suchen nach passenden Materialien und setzen sich mit den Kindern dran, bis es passt.

Um die Rechtschreibung zu festigen, muss man das noch ein paarmal wiederholen. Zu diesem Zweck werden in der Schule Diktate geschrieben, damit die Kinder merken, dass sie Defizite haben, um dann wieder mit den Eltern zu üben.

Wir haben das gerne getan, durchaus auch Spaß dabei gehabt und es hat gut geklappt.

Wenn jetzt aber die Eltern nicht so fit in Deutsch sind oder vielleicht auch nicht wissen, dass sie dafür verantwortlich sind, keinen Nachhilfeunterricht bezahlen können oder wollen - dann wird es eng für das Kind.

Und ich fürchte, bei allen Nicht-Mittelstands-Kindern ist das der Fall.

mfg Enja




DorisCarnap
Moderatorin

Schullaufbahnberaterin





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 196
Nachricht senden Erstellt am 31.01.2005 - 15:09

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Hallo Wolkenstein,

Erika fragte:? Sollte es nicht Aufgabe der Schulen sein, den Kindern alles Notwendige beizubringen??

Ich denke sich darüber zu verständigen was das Notwendige ist, wäre sicher interssant.

Du schreibst: "Unser" (sprich: der Lehrer) Problem ist ja gerade, dass wir bei einigen Kindern sehr viel übernehmen, was eigentlich im Elternhaus laufen sollte (wie man sich wäscht, kämmt, anzieht, sein Heft führt, die Tür zumacht, mit Lehrern/ Mitschülern redet, was man zum Frühstück mitbringt usw.)?

Wie man sich wäscht, kämmt, anzieht etc.- zeigst du deinen Schülern jeden Morgen wie du dich wäscht? Oder lästerst du im Lehrerzimmer über die ungewaschenen Gören? Gibt es da wirklich eine allgemeingültige Regel oder ist es nicht eher so, dass jeder Lehrer das für ihn übliche zum Normalen erklärt? Eltern machen das allerdings genauso! Wie man eine Treppe heruntergeht interpretierte die alte, gehbehinderte Dame in unserem Haus ganz anders als meine gesunden, nichtbehinderten Söhne. Oder wie oft man sich duscht, wie man sich anzieht, da hatten meine Söhne in einem bestimmten Alter und ich doch ganz verschiedene Vorstellungen. Das sind vorpubertäre und pubertäre Verhaltensweisen, die ziemlich normal sind und für die wir Eltern doch nicht verantwortlich gemacht werden können. Wie ?man? sein Heft führt, da hat jeder Lehrer seine eigenen Vorstellungen, die er dem Schüler bitte erklären sollte. Und wie ?man? die Tür zumacht darüber haben meine Eltern mit mir in einem bestimmten Alter schon diskutiert und auch ich bemängele die Nichtbeachtung der Türklinke bei meinen Kindern. Habe ich deswegen meine Erziehungsaufgabe nicht wahr genommen? Was ?man? zum Frühstück isst oder mitbringt ? da hat in unserer Familie jeder seine eigenen Vorlieben. Ich bin bis 11Uhr mit einer Tasse Milchkaffee zufrieden, um dann eine Scheibe Vollkornbrot mit Käse oder Wurst zu essen.Und meine Kinder? Einer meiner Söhne trinkt nur ein Glas Wasser zum Frühstück und nimmt ein Brötchen mit zur Schule, der Vater und der andere Sohn essen eine große Portion Müsli schon früh am Morgen. Einer der Söhne ist Vegetarier, der Rest der Familie isst Fleisch. Was ?man? frühstückt oder was ?man? isst, wird auch bei deinen Schülern unterschieidlich sein!

Du fragst welche Aufgaben die Eltern haben. Eine interessante Antwort auf diese Frage hat Wilhelm Giesecke gegeben:

?Wann immer die Gesellschaft am Nachwuchs etwas zu bemängen hat, wird die Erziehungsleistung der Familie kritisiert. Entsprechende Klagen von Nachbarn, Lehrern, Wissenschaftlern und Politikern sind nicht zuletzt in den Medien immer wieder zu vernehmen... In der Tat wird in modernen Gesellschaften der Erziehungseinfluss der Eltern durch andere Einflüsse ergänzt oder auch beschnitten...Jede Erziehung, gleich wo sie stattfindet vollzieht sich in ihren eigentümlichen sozialen Kontexten und muß auch von daher begründet werden... Die Familie kann also nur solche Erziehungsziele anstreben die in ihrer Sozialform selbst angelegt sind... Die Familie ist eine eigentümliche Lebensgemeinschaft, die rund um die Uhr stattfindet, ihr Zweck: ein befriedigendes Leben ihrer Mitglieder zu organisieren, nicht, die einen durch die anderen zu erziehen. Charakteristisch für die Familie als Lebensform ist vielmehr, dass ihre Mitglieder so akzeptiert werden wie sie sind. Im üblichen Begriff der Erziehung schwingt aber mit, dass man Kinder grundsätzlich anders haben will als sie sind. In der Familie geht es nicht darum abstrakte Ziele aufzustellen und die Kinder damit zu traktieren, sondern Erziehung muß vielmehr im Rahmen der Gestaltung des gemeinsamen Lebens gleichsam selbstverständlich erfolgen, wo und wie es die Situation jeweils gebietet...

Die Sozialform der Familie besteht aus einer Haushaltsgemeinschaft, einer Generationengemeinschaft, einer Interpretationsgemeinschaft und eine alternde, auf ihre Auflösung hin angelegte Gemeinschaft.

-Haushaltsgemeinschaft bedeutet: Die Arbeiten müssen gerecht unter den Mitgliedern aufgeteilt werden.
-Generationengemeinschaft bedeutet: Die eigenen Fähigkeiten so gut wie möglich zu entwickeln, um einerseits die Fürsorge durch die Eltern überflüssig zu machen und andererseits , den als Kind erhaltenen Kredit wiederum an die nächste Generation weiterzugeben- und sei es nur in Form von Steuerzahlungen..
-Interpretationgemeinschaft bedeutet: Die Familienmitglieder sprechen miteinander, reden über das was sie erlebt und erfahren haben, dabei geht es nicht nur um den Austausch individueller Meinungen, vielmehr entstehen daraus typische Deutungsmuster, die der Familie als Kollektiv Stabilität verleihen. Diese unvermeidlichen Muster können offen für neue Erfahrungen sein, aber auch verhängnisvolle Vorurteile verfestigen...Solche Gespräche bestehen in einem Austauch von Erfahrungen, so dass beide Seiten ?Eltern wie Kinder-einen Gewinn davon haben. Die Erwachsenen haben zwar im allgemeinen größere Erfahrungen als die Kinder, aber daraus ergibt sich keineswegs eine Art Einbahnstraße von den Eltern zu den Kindern hin...auch die Erwachsenen können vielmehr von den Sichtweisen ihrer Kinder lernen...Kinder ernst nehmen heißt aber auch ihnen widersprechen, wenn sie ? aus Mangel an Erfahrung, aus Zorn oder Enttäuschung ? wichtige Dinge des Lebens nicht richtig deuten....? Bis hier habe ich Hermann Giesecke sehr stark verkürzt, zitiert. Der komplette Text ?Was heißt: Erziehung in der Familie?? kann unter www.hermann-giesecke.de/funk7.pdf nachgelesen werden. Für mich ist dies eine passende Beschreibung der Funktion der Familie und gut nachvollziehbar. Giesecke beschreibt auch einige Fehlentwicklungen die innerhalb der Familie entstehen können.

Dass Eltern einen Teil der Aufgabe der Schule übernehmen müssen, hat Enja treffend beschrieben und wie schwierig das für die Eltern ist, deren Mutterspache nicht Deutsch ist, kann sich ja jeder vorstellen und zeigt sich auch in den PISA und IGLU Ergebnissen.

Meine Freundinnen in Frankreich, Australien, Kanada und Amerika können ihre Berufe ausüben, von ihnen wird nicht erwartet, dass sie auch noch einen Teil der schulischen Aufgaben übernehmen, gut ausgebildete Lehrer sind dafür verantwortlich. Genausowenig werden sie für das pubertäre Verhalten ihrer Kinder verantwortlich gemacht. Und die Kinder werden für den typischen Leistungseinbruch in der Pubertät nicht auch noch mit dem Sitzenbleiben bestraft. Eine deutsche Freundin, die ein Geschäft führt und deren ältester Sohn die 2. Klasse einer Grundschule besucht, sagte vor kurzen klipp und klar, was die Schule von mir erwartet, kann ich aus Zeitgründen gar nicht leisten.

Als wir nach einem längeren Auslandsaufenthalt nach Deutschland zurückkehrten, war auch ich der Meinung schulische Angelegenheiten sei die Sache meiner Kinder und die ihrer Lehrer. Da wurde ich schnell eines besseren belehrt, meine Kinder mussten nicht nur mit den Leistungen ihrer Mitschülern konkurrieren, sondern auch mit den Leistungen der Mütter der Mitschüler!

Doris









Signatur
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson

<wolkenstein>
unregistriert

Erstellt am 31.01.2005 - 20:05

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Liebe Doris,

du hast mich schon beim letzten Mal kleingeredet, als ich darauf aufmerksam gemacht habe, dass die Vermittlung von "Fachwissen" nur einen relativ kleinen Teil der Aufgaben eines Lehrers ausmacht; diesmal möchte ich es so nicht stehn lassen. Du beschreibst zu recht, dass es sicherlich unterschiedliche Ansichten zu dem gibt, was "allgemeines Sozialverhalten" angeht - wenn aber Schüler anfangen, sich von ihrem Mitschüler zu distanzieren, weil er stinkt, muss ich eingreifen; ebenso, wenn Schüler sich ab der zweiten Stunde nicht mehr konzentrieren können, weil sie Hunger haben und weder ein Pausenbrot noch Essensgeld mitbekommen. Was du an Variationen in deiner Familie schilderst, beruht auf freier Wahl und ist wünschenswert - ich rede von Kindern, die diese Wahl von zuhause aus nicht bekommen. Dabei lebe ich am Gymnasium noch auf der Insel der Seligen - bei meinem Praktikum an der Hauptschule waren Kinder dabei, die in der siebten Klasse noch nicht sicher mit Messer und Gabel essen konnten. Alles Ausdruck der freien Selbstentfaltung? Wenn sie mit Messer und Gabel essen wollen, werden sie es schon lernen? Ich fürchte, in der Hinsicht bin ich spießbürgerlich - ich halte es für ein Verbrechen, Menschen dadurch in einer tieferen Gesellschaftsschicht festzunageln, dass man ihnen das Erlernen gesellschaftlicher Umgangsformen nicht ermöglicht. Mehr und mehr werden an Schulen mittlerweile Benimm-Kurse eingeführt, eben weil es eigentlich den gesellschaftlichen Konsens gibt, dass höflicher Umgang miteinander durchaus was für sich hat - und weil es viele Kinder offensichtlich nicht mehr zuhause lernen.

Was die Pubertätsprobleme angeht, die du weiter unten erwähnst und die du in einem anderen Beitrag als "selbstverständlich" abgetan hast - klar haben Kinder ein Recht auf ihre Pubertät, ich hatte damals nur darauf aufmerksam machen wollen, dass es etwas anderes ist, ob man einen pubertierenden Jüngling zuhause hat oder 30 davon in männlicher und weiblicher Form in der Klasse. Wenn fünf davon jetzt noch zuhause gesagt bekommen "Lass dir von der da vorne nix gefallen, die zeigen wir an!", fünf davon weder auf Eltern noch auf Lehrer als mögliche Autorität reagieren und fünf davon so von zuhause unter Druck gesetzt werden, dass sie sich kaum auf ihre eigenen Stärken besinnen können und mit Antihaltung reagieren, wird das schwierig mit dem geregelten Unterricht und der Förderung individueller Stärken und Schwächen. Erzeihungsaufgaben sind dann etwas, was auf der einen Seite geleistet werden muss, um Unterricht überhaupt möglich zu machen, was aber nur in sehr begrenztem Rahmen geleistet werden kann - die Grundschullehrer haben noch eine Chance, weil sie die Schüler oft und lange sehen, mit 3-5 Stunden Fachunterricht ist da sehr wenig zu machen.

Deine - oder vielmehr Gieseckes - Definition von Familienleben ist interessant. Ein paar Gedanken, warum ich diese Definition jedoch nur begrenzt hilfreich finde:

- Giesecke mischt hier Deskriptives und Präskriptives (du hast mit der Fachtexterei angefangen - Übersetzung: Zum einen beschreibt er Familienleben, zum anderen macht er Vorschläge, wie es sein soll oder am besten sein kann, trennt aber nicht zwischen beidem). Wenn er die Familie als Sozialform beschreibt, in der es nur um die "Organisation eines befriedigenden Lebens aller Beteiligten" und nicht um Erziehung geht, pfuscht er m.E. auf zwei Ebenen: Zum ersten setzt er ein "Soll-Sein" als ein "Ist-so" - es gibt genug Familien, in denen das Leben keineswegs zur allgemeinen Zufriedenheit, sondern nur zur Zufriedenheit der Mächtigen innerhalb der Familie geregelt ist. Zum zweiten finde ich seine Begründung, warum er den Erziehungsauftrag ausgrenzt, nicht überzeugend: Für ihn heißt Erziehung, den Ist-Zustand eines Menschen abzulehnen. Ich meine: Der Erziehungsgedanke begreift den Menschen als werdendes, sich entwickelndes Wesen, dessen Anlagen sich in Zusammenspiel mit der Umwelt entfalten können und müssen, ähnlich, wie der radikale Konstruktivismus und die Neurobiologie die Entwicklung des Gehirns und der Sinne beschreiben. Diese Entwicklung findet nicht von allein statt, sondern ist davon abhängig, dass Kinder Außenreize und Interaktion angeboten bekommen. Dies wird automatisch von "abstrakteren" Zielen, egal ob bewusst oder unbewusst, bestimmt - auch Robischons Theorie der Selbstentfaltung ist in sich ein "abstrakteres" Erziehungsziel mit moralischer Komponente. Durch die Hintertür führt Giesecke dann den Erziehungsgedanken "wie selbstverständlich" wieder ein, sagt aber dann nicht mehr, dass dies eben doch zur Aufgabe der Familie gehört. Stattdessen setzt er eine Scheinobjektivität:

Giesecke schrieb
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Kinder ernst nehmen heißt aber auch ihnen widersprechen, wenn sie ? aus Mangel an Erfahrung, aus Zorn oder Enttäuschung ? wichtige Dinge des Lebens nicht richtig deuten


"Richtig deuten" heißt hier nichts anderes, als der erwachsenen Interpretation der Wirklichkeit den Vorzug vor der kindlichen Interpretation zu geben - also doch wieder nach bestimmten Leitgedanken zu "erziehen".

- Giesecke versucht mit seiner Beschreibung die Familie gezielt von der von der Gesellschaft ausgehenden Forderung nach "Erziehung" zu entlasten. Nebenbei: Amüsant finde ich, dass man im ersten Absatz, den du zitierst, das Wort "Familie" ohne weiteres durch das Wort "Schule" ersetzen könntest, denn mein Eindruck ist, dass bei jedem neu auftretenden Problem/ Skill (Medienkompetenz, Sozialverhalten (s.o.), Suchtverhalten, Handyabhängigkeit) als erstes ein neues Thema zum Lehrplan hinzugefügt wird - natürlich ohne ein anderes zu streichen.

Was Gieseke aber bei seiner Definition ignoriert, ist das Verhältnis zwischen Gesellschaft und Familie, um das es ihm doch eigentlich geht (durch's Hintertürchen kommt es über die "Steuerzahlungen" wieder herein, aber er geht nicht darauf ein). "Die Gesellschaft" im rechtlichen Sinn schützt die Familie im besonderen Maße, weil sie bestimmte Erwartungen hat (ja, ja, ich weiß auch, dass das Kindergeld und die Steuererleichterungen und der Schwangerschaftsurlaub nicht reichen... trotzdem ist das der Grundgedanke). Diese Erwartung ist, die Gesellschaft zu stützen und fortzuführen, will sagen, die Familie produziert wohlerzogene Arbeitskräfte und Steuerzahler - aus dieser Bindung kann ich die Familie nicht lösen, ohne den Vertrag mit der Gesellschaft aufzuheben, eine Familie, in der es ausschließlich um das Wohlergehen ihrer Mitglieder (evt. zu Lasten der Gesellschaft) geht, ist für die Gesellschaft erst mal nicht schützenswert. Deshalb - um diesen "allgemeinen Nutzen" der Familie zu sichern - stehen der Familie andere Organisationen zur Seite (Schule, Kirche, Jugendamt) aber, und damit sind wir endlich wieder beim Thema, es ist eben nicht geklärt, wie die Verantwortung zwischen Familie und Schule aufgeteilt ist. Und dabei hilft Giesecke nicht weiter.

Wenn ich dich richtig verstehe, siehst du die soziale Erziehung (Umgang mit sich und anderen, Lebenstüchtigkeit, Sozialverhalten usw.) als Aufgabe der Familie, die Vermittlung von fachlichem Wissen und berufsrelevanten Fähigkeiten einschließlich des Ausgleichs von unterschiedlichen Lernbegabungen als Aufgabe der Schule. Wunderbar. Jetzt erfüllen aber einige Familien diese Aufgabe nicht - damit verändert sich das Aufgabenfeld. Du zitierst deine internationalen Freundinnen, die alles der Schule überlassen können. Ich möchte zu bedenken geben, dass in diesen Ländern allerdings auch das Verhältnis zwischen Schule und Eltern ein anderes ist, was sich auf das Verhältnis zwischen Kindern und Schule auswirkt. Es gibt kaum ein Land, in dem so stark gegen Schule gearbeitet wird und das Ansehen von Lehrern so schlecht ist wie in Deutschland. Hat was mit Henne und Ei zu tun, ist aber vor allem mittlerweile ein Teufelskreis. Wenn es selbstverständlicher wäre, dass in der Schule vermittelte Wissen als schätzenswert anzusehen, wäre vermutlich schon mehr geholfen als mit jedem Nachhilfeunterricht. Und damit sind wir endlcih wieder bei den Deutschkenntnissen, aber dafür fang ich einen neuen Beitrag an, sonst wird das zu lang.




<wolkenstein>
unregistriert

Erstellt am 31.01.2005 - 20:50

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Zurück zur Anfangsfrage: Sind die Eltern oder die Schule für die Deutschkenntnisse ihrer Kinder verantwortlich?

Ich glaube, die Verantwortung verteilt sich ein bisschen weiter. Am Anfang ist erst einmal der Staat dafür verantwortlich, dass alle Kinder Grundlagen in der deutschen Sprache bekommen, bevor sie in die Schule geschickt werden - notfalls mit (auch wieder schmerzlichen) Zulassungsbeschränkungen, aber im Verbund mit gezielten Fördermaßnahmen. Danach kann die Schule nichts von Kindern verlangen, was sie ihnen nicht beigebracht hat (Grammatik, Fremdwörter, Rechtschreibung usw.). Die Übung im täglichen Umgang ist aber schon Sache der Familie. Wenn in dieser Familie zunächst kein Deutsch gesprochen wird, wäre das vielleicht ein Anlass,daran etwas zu ändern und mit seinem Kind gemeinsam Deutsch zu lernen, sonst bleibt nicht nur das Kind, sondern auch seine Eltern von der Teilnahme an der Gesellschaft ausgeschlossen.

An der Schule, an der ich unterrichtet habe (30% Ausländer, ein Großteil Russen und Türken) bekamen Kinder, die neu nach Deutschland gekommen waren, eine "Schonzeit" von 1-2 Jahren, in der die Noten erst nach und nach versetzungsrelevant wurden, die Deutschnote als letztes. Gleichzeitig gingen sie zu Deutschkursen, mussten aber auch am regulären Unterricht teilnehmen. Am Anfang hätte ich mir deutlich mehr Deutschunterricht für sie gewünscht (wenn der Lehrer sich nicht was eigenes für sie ausdachte, saßen sie erst mal teilnahmslos im normalen Unterricht, weil sie nichts verstanden). Trotzdem funktionierte die Integration meist überraschend schnell - besonders die Russen holten oft so schnell auf, dass sich die Deutschen dann mächtig anstrengen mussten, hinterherzukommen. Vielleicht als Vorschlag gar nicht so schlecht?

w.





<Enja>
unregistriert

Erstellt am 31.01.2005 - 21:52

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Hallo Wolkenstein,

bei uns wird Erziehungspartnerschaft propagiert. An der Schule wird bewusst nicht nur Fachwissen vermittelt, sondern auch erzogen. Es wird erwartet, dass die Familien ihren Part auch leisten.

So richtig trennen kann man das sowieso nicht. Schließlich sollen die Kinder auch in der Schule zu verantwortungsbewussten, selbständigen, kritikfähigen jungen Menschen heranwachsen. Da kann und muss die Schule eine Menge dazu beitragen.

Was ich jetzt weniger einsehe, ist, dass ich ständig als Hilfslehrerin arbeiten soll. Das finde ich unter anderem auch wegen der Chancengleichheit bedenklich.

mfg Enja




Erika
Stammposter




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Nachricht senden Erstellt am 31.01.2005 - 23:19

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Hallo,

wolkenstein schrieb
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der Kommentar, "fehlende Unterstützung im Elternhaus" wird ganz klar dem ehemaligen Direktor zugeschrieben und bezieht sich auf den Übergang vom Gymi auf die Realschule


Das habe ich auch so richtig verstanden. Vielleicht habe ich mich mal wieder undeutlich ausgedrückt.

Mich stört es, dass die Eltern negativ erwähnt werden, weil es in sämtlichen Zeitungsartikeln ständig so vorkommt. Keiner fragt scheinbar die Eltern, was diese dazu zu sagen haben.

wolkenstein schrieb
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"Unser" (sprich: der Lehrer) Problem ist ja gerade, dass wir bei einigen Kindern sehr viel übernehmen, was eigentlich im Elternhaus laufen sollte (wie man sich wäscht, kämmt, anzieht, sein Heft führt, die Tür zumacht, mit Lehrern/ Mitschülern redet, was man zum Frühstück mitbringt usw.)


Ich glaube dir, dass es auch solche Fälle gibt, aber so verhält sich doch nicht die Mehrheit der Eltern, oder? Ich kenne auch einige, die nicht wissen, was sie ihren Kindern damit antun, sie ständig am gameboy, playstation und Fernseher sitzen zu lassen. Aber auch diese Eltern wollen das Beste für ihre Kinder. Wer sagt es ihnen denn, wie schädlich wenig Bewegung, gameboy und Co. sind? Hier ist doch viel Aufklärung gefragt. Wer ist hier zuständig? Keiner fühlt sich zuständig?

Hier in diesem Fall geht es allerdings um schlechte Leistungen, nicht um sich nicht kämmen können usw.

Dieser Schüler wurde als vielseitig talentiert und nicht dumm beschrieben, unaufällig, bei Mädchen beliebt (also war er sicher sauber und gekämmt). Es geht also um die Leistungen. Er hatte ein Ziel, nämlich Berufssoldat zu werden, also kein Null-Bock-auf-alles-Typ.

Mir fällt gerade ein in Deutschland geborenes Ausländerkind aus der ehemaligen Klasse meines Sohnes ein. Die Eltern sind mir bekannt. Sie waren engagiert, soweit es ihnen möglich war. Sie besuchten alle Elternabende, waren bei der Organisation von Veranstaltungen immer hilfsbereit, sauber und gekämmt und absolut sympathisch. Leider sprach die Mutter wenig Deutsch und konnte bei den Hausaufgaben nicht helfen. Der Vater musste viel arbeiten in einem gepflegten Restaurant, das wir schon oft besucht haben. Er hatte keine Zeit, die Hausaufgaben mit dem Kind zu erledigen.

Das Kind musste aufgrund schlechter Deutschleistungen die Klasse wiederholen, auch sonst hätte es eine schlechte Merkfähigkeit, obwohl er sich sehr bemühte. Außerdem sei es schlampig, wurde gesagt.

Mir war ziemlich klar, dass dieses Kind Entwicklungsstörungen hatte (war auch im Sportförderunterricht). Außer Klassenwiederholung war keine Förderung angedacht. Als ich als Elternvertreterin bemerkte, dass eine Klassenwiederholung allein doch nicht ausreichend sein könne, bekam ich zur Antwort "Ja, dann lassen wir nächstes Jahr ein sonderpädagogisches Gutachten machen", was nichts anderes heißt, dass dieses Kind dann auf die Sonderschule entsorgt wird.

Ich kenne mehrere Fälle, die als hoffnungslos mitgeschleppt und bei passender Gelegenheit dann schnell entsorgt werden. Das kann doch wohl nicht richtig sein, oder?

Ohne enorme Unterstützung im Elternhaus scheint kaum ein Kind noch eine Chance zu haben. Ich höre eigentlich überall, dass Kinder zu Hause enorm unterstützt werden müssen (besonders Jungen), um in der Schule zurecht zu kommen. Auch mir geht es so. Meine Kinder sind intelligent, aber ständig muss ich sie sozusagen bei der Stange halten.

Warum sind Kinder oft so wenig motiviert?

Manfred Spitzer schreibt in seinem Buch "Lernen", dass das menschliche Gehirn gar nicht anders kann, es lernt automatisch. Jedes Kind ist von Natur aus motiviert, es sei denn, die Motivation wird ihm genommen.

Warum haben so viele Kinder keinen Bock mehr auf Schule? Liegt es vielleicht doch eher am Unterricht als an der Erziehung durch die Eltern?

Schöne Grüße
Erika











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Erika
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Nachricht senden Erstellt am 12.03.2005 - 21:09

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Hallo alle,

der Mord an der Ahrensburger Lehrerin ist aufgeklärt.

"Du bist ein Verlierer, und das mit der Bundeswehr kannst du an den Nagel hängen" soll die Lehrerin oft zu ihm gesagt haben.

www.abendblatt.de/daten/2005/03/12/409300.html


Gruß Erika







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<Zeitungsleser>
unregistriert

Erstellt am 13.03.2005 - 09:59

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Hallo Erika!

Vielen Dank für den Hinweis auf diesen interessanten Artikel. Aber warum lässt du andere wichtige Informationen aus dem Artikel weg?

Hamburger Abendblatt schrieb
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Laut Elvers hatte Vitali O. die Androhung von Gewalt und Schläge einkalkuliert. Dazu habe der Kochlehrling auch ein Spezialmesser aus seinem Set mitgenommen. "Um es der Lehrerin eventuell unter die Nase zu halten", so Elvers. Alles andere sei nicht geplant gewesen. Elvers will deshalb in seiner Verteidigung auf Totschlag plädieren.

Kriminaltechniker hatten DNA-Spuren der Toten an einer Armbanduhr und einem Schlagring von Vitali O. gefunden. Die Gegenstände hatte die Polizei dem 20jährigen bei der Festnahme am 20. Januar abgenommen.


Ein 20jähriger kommt - im Auftrage seines Bruders - mit einem Schlagring und einen Messer abends vorbei, um die Lehrerin von ihrem Fehlverhalten zu 'überzeugen'?!

Da du diesen Punkt in deinem Posting übergehst, frage ich mich schon, welchen 'Beweischarakter' du diesem Vorfall zuschreibst.

Wenn man sich gemobbt fühlt, darf man zuschlagen - oder wie?
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BeitragVerfasst am: 25.01.2006, 22:40    Titel: Kopie Seite 2 Antworten mit Zitat

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Nachricht senden Erstellt am 13.03.2005 - 17:07

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Hallo Zeitungsleser,

ich habe keine Informationen weggelassen. Der gesamte Artikel steht hier zur Verfügung.

Sich gemobbt fühlen, rechtfertigt naürlich nicht, jemanden umzubringen.

Meines Erachtens wird zu oft nur die Tat gesehen und bestraft. Es ist jedoch sehr wichtig, die Ursachen zu ergründen. Dieser junge Mann scheint seine Zukunft als zerstört gesehen zu haben. Warum hat er nicht rechtzeitig Hilfe und Unterstützung erhalten?

Gruß Erika






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MarleneMayer
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Nachricht senden Erstellt am 13.03.2005 - 21:51

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Immerhin hat der Schüler Jahre das Gymnasium besucht. Wenn ich das nun richtig aus den Beiträgen gelesen habe, musste er auf Grund schlechter Zensuren das Gymnasium verlassen und kam somit an die Realschule.
Eine Vorgeschichte, die schlechten Zensuren haben sich mit Sicherheit nicht von heute auf morgen ergeben.
Sind aber Schüler unterfordert, was es wirklich gibt, können sie schlechte Noten schreiben obwohl sie das eigenlich mit einer Leichtigkeit erledigen könnten.
Folgen von Unterforderung, könnte man jetzt auch vergleichen mit Unterernährung, was geschieht mit einem Menschen, der immer weniger zu essen bekommt?
Ich denke die Frage können wir uns alle selbst benantworten.
Aus eigener Erfahrung der letzten 20 Jahre, erlebe ich, wie begabte Schüler zu Schulversagern werden, sich Depressionen und Agressionen abwechseln, die Lehrer noch immer die gleichen Ratschläge erteilen.
Favorit nach wie vor Klassenstufen zu wiederholen.
Im letzten Schuljahr haben fast 50 % eine 7.Klasse am Gymnasium wiederholen müssen, an einer Schule (Gymnasium)in Bayern. Dabei frage ich mich, wer hat hier versagt?

Es sollte mehr Möglichkeiten an den Schulen geben, Eltern sollten Entscheidungsfreiheit haben ob ihre Kinder Klassen wiederholen oder überspringen.



Marlene Mayer

[Dieser Beitrag wurde am 13.03.2005 - 21:53 von MarleneMayer aktualisiert]




Erika
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Nachricht senden Erstellt am 30.05.2005 - 10:32

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Hallo,

Keine Entschuldigung, aber Erklärungen für den Mord an der Ahrensburger Lehrerin!

So kann es kommen, wenn Kinder oder Jugendliche zu wenig Hilfe und Akzeptanz erhalten, wenn von ihnen verlangt wird, was sie nicht leisten können. Die "Totalausraster" sind meistens die, die lange unauffällig ohne aufzumucken alles in sich hineinfressen, still vor sich hin leiden, weder von Lehrern noch von Eltern verstanden werden.

Gruß Erika







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Nachricht senden Erstellt am 20.09.2005 - 09:46

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Hallo,

Aussage zum Lehrer-Mordprozess:

http://www.abendblatt.de/daten/2005/09/20/483891.html

Auch so können schlechte Zensuren zustande kommen.

Viele Grüße
Erika





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Nachricht senden Erstellt am 21.09.2005 - 09:31

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Hallo Erika!

Wenn ich so etwas lese, bekomme ich Gänsehaut:

"Eineinhalb Jahre vor der Tat hatte die Schule ihre harten Disziplinarmaßnahmen eingeführt. Mehr als fünf Minuten Verspätung, Stören des Unterrichts, vergessene Hausaufgaben und fehlende Unterrichtsmaterialien hatten zur Folge: eine Sechs und das Verlassen des Raums für den Rest der Stunde. Eine Mitschülerin und Ex-Klassensprecherin (1Cool schilderte - im Gegensatz zu anderen Schüleraussagen - die Lehrerin als "nicht einschätzbar, was die Notenvergabe angeht". Und: "Ich würde sie als ungerecht bezeichnen, auch bei den Noten." Bei einem Vorfall habe die Pädagogin ihrem heute angeklagten Schüler eine Sechs wegen unentschuldigten Fehlens gegeben, sie aber wegen einer Bescheinigung zurückziehen müssen. Dabei habe sie gesagt: "Die Sechs kriege ich schon irgendwo anders unter."


Hier sieht man ganz klar, wie Machtpositionen ausgenutzt werden, um Inkompetenz zu kaschieren.


Statt zu motivieren wird bestraft und schikaniert - wenn das tatsächlich der einzige Lösungsansatz
war, fehlten wichtige Kenntnisse und Werkzeuge.

Zurück bleiben Hilflosigket und blinde Wut... auf beiden Seiten. Wohin so etwas führen kann, haben wir leider mehr als einmal lesen müssen.

"Nur der Schwache wappnet sich mit Härte. Wahre Stärke kann sich Toleranz, Verständnis und Güte leisten."

(Tilly Boesche-Zacharowski)





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Dem Betrübten ist jede Blume ein Unkraut, dem Glücklichen ist jedes Unkraut eine Blume.

Erika
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Nachricht senden Erstellt am 23.09.2005 - 20:57

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Hallo Angelika,

nichts rechtfertigt einen Mord. Der junge Mann fühlte sich den Attacken der Lehrerin hilflos ausgeliefert. Er wurde bis vor dem Mord ja als talentierter, umgänglicher Mensch beschrieben, der ein Ziel hatte, nämlich zur Bundeswehr zu gehen. Dieser Traum wurde ihm zunichte gemacht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass seine Vergesslichkeit Absicht war. Es gibt eben solche Menschen, die vergesslich oder auch unordentlich sind, dafür aber andere Stärken haben.

Diese Disziplinarmaßnahmen halte ich wirklich für sehr überzogen. Ich habe in letzter Zeit häufiger das Gefühl, dass Lehrer oder ganze Schulen aus lauter Hilflosigkeit härtere (Erziehungs)maßnahmen beschließen, weil sie nachholen müssen, was Eltern angeblich zu Hause nicht mehr schaffen.

Mit derartigen Disziplinarmaßnahmen wird gaaaaar nichts erreicht, weil nicht alles an Erziehung liegt und nicht durch Erziehung zu ändern ist.

Das wird nicht die letzte tote Lehrerin gewesen sein, befürchte ich.





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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

Erika
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Nachricht senden Erstellt am 27.09.2005 - 10:33

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Hallo,

Fortsetzung des traurigen Falles "Mord an Lehrerin"

http://www.abendblatt.de/daten/2005/09/27/486415.html

Wer ist eigentlich wirklich hier der Täter? Dieser junge Mann ist offensichtlich von allen Seiten unter Druck gesetzt worden. Niemand hat ihm geholfen, weder Eltern, Lehrer, Schulleiter, Schulpädagoge. Das darf doch wirklich nicht wahr sein!!!

Die Mutter sei sehr ehrgeizig gewesen, Schläge hätte es auch zu Hause gegeben. Für viele (besonders Lehrer) sind die häuslichen Verhältnisse jetzt vielleicht wieder der Beweis: Erziehung findet im Elternhaus statt, Eltern sind zu ehrgeizig. Ich habe da eine andere Sichtweise, womit ich nicht sagen will, dass Eltern nicht verantwortlich für Erziehung jedoch liegt nicht alles nicht "Normgerechte" ausschließlich an der Erziehung der Eltern. Es könnte auch so gewesen sein:

Intelligentes Migrantenkind hat seit Übersiedlung nach Deutschland Probleme mit der deutschen Sprache. Förderung seitens der Schule gibt es keine. Kind wird abgeschoben auf Realschule, was den Eltern nicht gefällt, da sie wissen, dass ihr Sohn intelligent ist, mit Ehrgeiz hat das nicht unbedingt etwas zu tun. Eltern sind völlig hilflos, setzen Kind unter Druck, sogar mit Schlägen. Nicht auszuschließen sind Äußerungen von Lehrern wie "Er muss sich mehr anstrengen, mehr üben". "Er kann ja, wenn er nur will" "Liebe Eltern, reden Sie mit ihrem Kind, sonst schafft er auch die Realschule nicht".

Ehrlich gesagt, mir tut dieses Schicksal in der Seele weh.

Ganz, ganz viele Familien stehen unter enormem Druck, ihre Kinde schulgerecht zu machen. Schaffen sie das nicht, werden die Kinder nach unten durchgereicht. Teilweise habe ich den Eindruck, das Durchreichen ist ganz normal, es passiert ohne mit der Wimper zu zucken.

Und keiner fühlt sich zuständig für individuelle Förderung - noch schlimmer, die eigentlich Zuständigen wissen teilweise gar nicht was individuelle Förderung überhaupt heißt. Von Lehrern hört man nicht selten, ich bin kein Therapeut, kein Psychologe, kein Sonderpädagoge. Fortbildung geht nicht, ich arbeite jetzt schon 60 Stunden. Wir sind unschuldig.

Folgende interessante Diskussion aus dem Lehrerforum möchte ich hier zur Kenntnis geben. Darin geht es zuerst um einen Vater, der seit 2 Wochen mit in der Klasse seines Sohnes sitzt, um auf ihn aufzupassen. Ich habe es so verstanden, dass das Kind weg von der Schule sollte, der Vater wohl offensichtlich einen Weg suchte, sein Kind "normgerecht" zu machen. Dabei kam es wohl dazu, dass er sein Kind schlug. Daraus entwickelte sich dann eine Diskussion darüber, ob (Regel)schule in der Lage sein kann/muss, auch mit z.b. ADS-Kindern umzugehen.

Ich hoffe, die Mutter, die sich zum Schluss sehr über die Sichtweise einiger Lehrer geärgert hat, nimmt es mir nicht übel, dass ich diesen Link hier angebe. Ich bin mit dir völlig einer Meinung, leider wurde der Thread schnell geschlossen, weil er wohl für einige etwas unbequem wurde.

19087.rapidforum.com/topic=102077338017&startid=1

Viele Grüße
Erika





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DorisCarnap
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Nachricht senden Erstellt am 03.10.2005 - 15:02

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Hallo Erika ,

das ist wirklich eine tragischer und trauriger Fall. Niemand hat die Beschwerde des Schülers ernst genommen, die Lehrerin seine Entschuldigung nicht angenommen. Druck und Unverständnis von allen Seiten! Von gewaltfreier Kommunikation hat man an dieser Schule sicher noch nichts gehört - www.gewaltfrei.de/gk802/einf-0102.pdf

Zu deinem Link ins Lehrerforum - mir ist aufgefallen, dass niemand auf die Idee gekommen ist den mobilen Sonderpädagogischen Dienst (so heißt er in Bayern) http://www.sfz-fuessen.de/msd.htm oder ein Beratungs- und Förderzentren (BFZ - die hessische Variante) http://sonderpaedagogik.bildung.hessen.de/BFZ/adressen/ einzuschalten, die an Förderschulen angeschlossen sind und bei Problemen in die Klassen gehen, um dort das entsprechende Kind zu beobachten, zu beraten und auch zu vermitteln!

Doris






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Bolzbold





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Nachricht senden Erstellt am 03.10.2005 - 17:25

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Erika schrieb
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Folgende interessante Diskussion aus dem Lehrerforum möchte ich hier zur Kenntnis geben. Darin geht es zuerst um einen Vater, der seit 2 Wochen mit in der Klasse seines Sohnes sitzt, um auf ihn aufzupassen. Ich habe es so verstanden, dass das Kind weg von der Schule sollte, der Vater wohl offensichtlich einen Weg suchte, sein Kind "normgerecht" zu machen. Dabei kam es wohl dazu, dass er sein Kind schlug. Daraus entwickelte sich dann eine Diskussion darüber, ob (Regel)schule in der Lage sein kann/muss, auch mit z.b. ADS-Kindern umzugehen.

Ich hoffe, die Mutter, die sich zum Schluss sehr über die Sichtweise einiger Lehrer geärgert hat, nimmt es mir nicht übel, dass ich diesen Link hier angebe. Ich bin mit dir völlig einer Meinung, leider wurde der Thread schnell geschlossen, weil er wohl für einige etwas unbequem wurde.

Viele Grüße
Erika



Liebe Erika!

Als Moderator des von Dir zitierten Lehrerforums bin ich ehrlich gesagt schockiert, wie Du die Dinge, die angeblich im Lehrerforum passiert sind, darstellst.
Der Thread wurde geschlossen, weil die Diskussion unsachlich und emotional wurde und sich einige User gegenseitig angegriffen haben. Es ging bald nicht mehr um das eigentliche Thema.
Du kannst darüber hinaus gerne unbequem noch und nöcher sein, solange Du es an denen auslässt, die es betrifft und die es verdient haben.

Ich verwehre mich ausdrücklich gegen diese Art, wie hier erneut gegen das Lehrerforum und die dortigen User Stimmung gemacht wird.

Gruß
Bolzbold





Shylock





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Nachricht senden Erstellt am 04.10.2005 - 06:16

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Mal ein paar Zitate von den Lehrern des besagten Forums, die mich eigentlich eher davon überzeugt haben, dass da äußerst pro-Kind gedacht und (durchaus auch kontrovers)argumentiert wird.

_________________
Von "Heike"
Das sehe ich, ehrlich gesagt, genauso, wie neleabels - beim Schlagen ist Schluss mit Lustig und mit Verständnis. Das läuft nicht nur dem Prinzip der gewaltfreien Erziehung zuwider und schadet dem Kind sehr, es sendet auch eine ganz gefährliche Botschaft an die anderen Kinder, die sich das angucken:
Wenn ein Kind im Unterricht nicht "funktioniert", muss es geschlagen werden, damit Unterricht möglich wird (offensichtlich, da ja der Lehrer den schlagenden Vater als "Erzieher" dabei lässt).

Was sollen die Kleinen denn davon halten? Dass am Ende doch nur Gewalt wirklich was bringt? Die müssen doch die anwesenden Erwachsenen entweder für nicht ernst zu nehmen halten - oder noch schlimmer, sie nehmen sie doch ernst und glauben, das müsse/dürfe halt so sein!

Beide, Vater und Lehrer, sind wohl keine Vorbilder in dieser Situation, und ich frage mich, ob es nicht an der Zeit wäre, das Kind aus der Reichweite beider Erwachsenen zu entfernen und zu gucken, ob es ihm hilft.
_______________________________

von "Alias"
Schade, dass das Jugendamt immer als Bedrohung gesehen wird - und nicht als Dienstleister, der die verschiedensten Möglichkeiten anbietet. Die Spanne reicht von Beratung und Finanzierung von Hausaufgabenhilfe, Bezahlung von Erziehungsberatung über häusliche Unterstützung durch Erzieher und Haushaltshilfen zur Tagesgruppenbetreuung mit Mittagstisch bis hin zur Überweisung in ein Kinderheim.

Weil auch hier die Haushaltsmittel knapp sind - und ein Platz im Kinderheim knapp 2500 ? pro Monat kostet - wird möglichst niedrigschwellig unterstützt.
________________________________________

Von "Mia" Das einzig Sinnvolle, was man in meinen Augen in solch einem Fall tun kann, ist sich als Lehrer selbst an eine Beratungsstelle zu wenden, die sich um Gewaltopfer kümmert und sich professionelle Hilfe holen, um sachlich zu beraten, welche Wege man einschlagen könnte, um dem Kind zu helfen.
Ähnlich wie beim sex. Missbrauch hat man nicht das Recht und tut auch nicht automatisch etwas Gutes, wenn man über den Kopf des Kindes und der Eltern hinweg handelt und "abstrafende Institutionen" einschaltet.
_________________________________________

Auf den Aufruf zu Verständnis für den schlagenden Vater durch einen Vater(!) im Forum hin schreibt "Hermine"
Tut mir Leid, aber es gibt für Schläge einfach keine Entschuldigung!
Keine verzweifelte familiäre Lage rechtfertigt es, dass ein Kind geschlagen wird und der Grad der Schläge spielt dabei keine Rolle!
Niemand würde es tolerieren, wenn ein Lehrer sagt: "Tut mir Leid, der hat mich so genervt, dass ich ihm halt eine Ohrfeige gegeben habe" (Und übrigens natürlich am allerwenigsten die betroffenen Eltern, oder?? Aber die wiederum sollten das dürfen????)
Hier ist es noch dazu in der Öffentlichkeit, was natürlich auf die anderen Schüler einen beängstigenden Eindruck macht. Wer weiß denn, was die sich denken? "Guter Unterricht funktioniert nur mit Schlägen?" "Vielleicht schlägt der mich auch, wenn ich nicht brav bin und aufpasse?"
Dieser Vater gehört auf jeden Fall so schnell wie möglich aus dem Unterricht entfernt und wenn der Lehrer es angeblich ohne die Unterstützung des Vaters nicht schafft, der Lehrer gleich dazu!
_________________________________________



Und so geht es bei den Lehrern weiter. Wärhrend sich die meisten Eltern im Forum ehrlich gesagt, nur durch recht wenig konstruktive Beiträge und ein bisschen Gezanke beteiligen.

Vielleicht doch noch mal umdenken, bezüglich des Lehrerforums? Ich les da lieber als hier, weil ich mehr gute Tipps bekomm.

Ein Vater
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BeitragVerfasst am: 25.01.2006, 22:42    Titel: Seite 3 Antworten mit Zitat

GeorgMohr
Moderator

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Nachricht senden Erstellt am 04.10.2005 - 23:20

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Lieber Shylock,

wenn Sie sich alle Beiträge von Heike, wolkenstein, Alias, Mia oder gar Melosine im Jahr 2005 durchlesen, wird es Ihnen vielleicht ergehen wie mir:

an einem Tag bin ich begeistert - am anderen entsetzt !

Die gleichen Leute schreiben heute so und morgen ganz anders.

Inzwischen frage ich mich, ob sie hyper-stimmungsabhängig sind oder eine gespaltene Persönlichkeit haben.

Ich selbst habe in diesem Forum hier begonnen, ein paar sehr schöne Beiträge als aufmunternde Beispiele einzukopieren - zuletzt von wolkenstein über ihr begeistertes sich von anderen unterscheidendes Lehrer-Selbstbild. Ein paar Tage später schrieb w. im thread der beleidigten "alles-wird-gut-Carla-Maria" einen katastrophal nur emotionalen Artikel.

So extrem hin-und-her können nur Künstler oder psychisch Kaputte pendeln. Oft trifft beides zugleich zu.

Viele Grüße, GEORG MOHR





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Bolzbold





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Nachricht senden Erstellt am 05.10.2005 - 11:17

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GeorgMohr schrieb
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Lieber Shylock,
So extrem hin-und-her können nur Künstler oder psychisch Kaputte pendeln. Oft trifft beides zugleich zu.

Viele Grüße, GEORG MOHR



Lieber Georg,

zu diesem Thema habe ich bereits an anderer Stelle etwas geschrieben. Ich bitte jedoch darum, von derartigen Beleidigungen Abstand zu nehmen und sich nicht selbst auf diese Art und Weise so zu disqualifizieren.

Gruß
Bolzbold




Shylock





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Beiträge: 14
Nachricht senden Erstellt am 05.10.2005 - 17:03

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Also gemo, wenn das einer in der öffentlichkeit über mich sagen würde, den ich kenne, dann würde ich glaube ich verklagen. Du kannst doch nicht ernsthaft den Leuten wie Mia, Heike, alias und so weiter Geistesgestörtheit unterstellen, sie als Irre histellen? Nur weil sie ab und zu mal was gesagt haben, das dir nicht passt?
Ich finde ihre Ansichten in sich stimmig. Und klar ist man als Lehrer bestimmt manchmal hin und hergerissen (als Vater doch auch), zwischen postivem Optimismus und "Verzweiflung" an derJugend, das ist doch normal wenn man mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat. Hast du dich bei deinen Kindern noch nie aufgeregt und gedacht "warum nur, warum hilft alle Liebe und alles Verständnis nix gegen so ein Verhalten", wenn sie mal wieder irgendwas ausgefressen hatten oder wochenlang nicht ansprechbar oder muffelig oder sogar dauerpatzig waren? Ich schon. Wichtig ist doch, dass man es immer, immer wieder versucht, immer wieder da ist und immer wieder drüber nachdenkt.
Und ich fide, das tun die Lehrer dort, weil sonst würden sie ja nicht dauernd posten und nachdenken über jede Kleinigkeit. Sonst wäre es ihnen doch scheißegal. Das ist doch der ebste Beweis.

Ich finde deine Ansichten total schräg. sorry. Und deine Ausdrucksweise über die Leute da noch mehr.




Braunauge





Status: Offline
Registriert seit: 14.07.2005
Beiträge: 58
Nachricht senden Erstellt am 07.10.2005 - 01:08

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Ich glaube auch, daß es unfair gegenüber den anderen 29 Kindern in einer Klasse ist, sich zu stark auf ein Kind mit einem speziellen Problem wie Legasthenie oder ADS auszurichten, daran sollten vielleicht auch mal die Eltern der betroffenen Kinder denken, wenn sie fordern, daß Lehrer sich speziell um ihre Kinder kümmern sollen. Denn letztlich ist der Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler da. Und auch die Kinder und Jugendlichen, die keine besonderen Schwierigkeiten haben, sollten genug Aufmerksamkeit erhalten. Und genug Aufmerksamkeit bedeutet auch, daß sie bestmöglichen Unterricht erhalten sollten. Und das ist, wie ich zwar nur aus den Schulpraktika weiß, schon ganz schön anstrengend, diesen bestmöglichen Unterricht vorzubereiten. schrieb
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Diesen Beitrag hatten Sie wohl vergessen , Shylock ?
Darauf wurde ja schließlich wenig konstruktiv von mir geantwortet , nicht wahr ?

Ich les da lieber als hier, weil ich mehr gute Tipps bekomm.
schrieb
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Zum Thema Mobbing ? Das würde mich doch sehr wundern . Sind sie ein betroffendes Elternteil , mit einem Kind das dem täglich ausgesetzt ist ?

Und die meisten/besten Tips zum Thema Legasthenie, HB, Dyskalkulie, ADS usw. kommen in diesen Forum von "Eltern" !!!!! Noch mal richtig nachschauen/lesen ?

Tips zum Thema "Lernmaterialien" u. "Wie komme ich mit dem Lehrer meines Kindes besser klar !" sind aber wirklich sehr gut in diesem Forum .

Und ich fide, das tun die Lehrer dort, weil sonst würden sie ja nicht dauernd posten und nachdenken über jede Kleinigkeit. Sonst wäre es ihnen doch scheißegal. Das ist doch der ebste Beweis. schrieb
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Nur Denken u. Theorie ist aber zu wenig. Das muss auch in die Praxis umgesetzt werden. Das diese Lehrer ihren Unterricht sehr bewußt u. sorgfältig vorbereiten , wird wohl auch hier niemand bestreiten wollen. Das drücken auch die vielen Fragen u. Tips zur Unterrichtsgestaltung aus. Allerdings muss Unterricht für "viele verschiedene" Kinder auch "verschieden" sein. Und das fällt vielen (nicht allen) doch scheinbar immer noch sehr schwer oder manche wollen sich gar nicht damit beschäftigen, oder andere sind noch mitten im Lernprozess.

Man sollte auch nicht jede "hitzige" Diskussion mit all seinen Emotionen (von beiden Seiten) überwerten. Das "Ziel" und einzig allein das "Ziel" ist wichtig.

Welches ist ihr Ziel Shylock ? GeorgMohr hat ein ganz klares Ziel , das er unmißverständlich vertritt. Auf seine Art ! Ich habe auch ein Ziel. Das erlaubt es zumindestens jetzt "noch" mich in beiden Foren kritisch auszutauschen. Andere vor mir sind irgendwann gescheitert , obwohl sie derzeit immer sehr sachlich aufgetreten sind, oder hatten schlichtweg keine Lust mehr am Austausch mit Lehrern. Warum ist das so weit gekommen ?

LG Braunauge






GeorgMohr
Moderator

Schulpädagogischer Berater/Gutachter





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Beiträge: 151
Nachricht senden Erstellt am 07.10.2005 - 02:12

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Und ich finde, das tun die Lehrer dort im Lehrerforum, weil sonst würden sie ja nicht dauernd posten und nachdenken über jede Kleinigkeit. Sonst wäre es ihnen doch scheißegal. Das ist doch der beste Beweis. schrieb
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schrieb Shylock

Viele dort schreibende Lehrkräfte scheinen die neurotische Posteritis zu haben.
Schauen Sie mal auf die Häufigkeit und auf die Uhrzeiten.
Während andere Menschen nach dem Aufstehen zunächst aufs Klo gehen müssen, scheinen diese ins Lehrerforum sch... schreiben zu müssen.

Grüße, GEORG MOHR

[Dieser Beitrag wurde am 07.10.2005 - 02:13 von GeorgMohr aktualisiert]





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Spielefreund
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Nachricht senden Erstellt am 07.10.2005 - 10:19

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...die einen pflegen ihre Profilneurose morgens, die anderen anscheinend lieber nachts, wenn normale Menschen schlafen...


[Dieser Beitrag wurde am 07.10.2005 - 10:19 von Spielefreund aktualisiert]




Martian





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Beiträge: 43
Nachricht senden Erstellt am 07.10.2005 - 10:42

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Spielefreund schrieb
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...die einen pflegen ihre Profilneurose morgens,


Eine sehr ungewöhnliche Zeit für Lehrer....*heftiggrübel*


Einen schönen Tag wünscht

martian




Spielefreund
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User ist gesperrt




Status: Offline
Registriert seit: 03.10.2005
Beiträge: 23
Nachricht senden Erstellt am 07.10.2005 - 11:35

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Hallo Martian,

gemo schrieb
--------------------------------------------------------------------------------

nach dem Aufstehen


Jaja, das Pisa-Problem "Lesekompetenz" macht sich auch bei Erwachsenen bemerkbar, so scheint's...

Sie haben aber auch reichlich Zeit übrig, wie?





Shylock





Status: Offline
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Beiträge: 14
Nachricht senden Erstellt am 08.10.2005 - 12:42

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Liebe Braunauge
Du fragst, warum ich denke, dass ich (auch zum Thema Mobbing, ja) im Lehrerforum bessere Tipps bekomme als hier? Ganz einfach: die Antworten einiger (nicht deine Antworten!) Eltern, die dort und hier posten, sind nicht wirklich Tipps, sondern sie sind anschuldigungen, das heißt, dass nicht geraten wird "tun Sie soch das und das um mit dem Lehrer in ein Gespräch zu kommen" sondern es geht oft um die Vollkonfrontation "da müste man klagen, das Schulamt anrufen" etc. Noch öfter sind die "Tipps" der Eltern gar keine, sondern bestehen nur in der Behauptung Lehrer wären gesprächsunwillig und wollten nichts sehen. Das hilft mir nicht weiter.
Die Antworten der Lehrer sind finde ich ausgewogener, da geht es öfter um Verständnis der Situation beider seiten oder, wie man ein Gespräch beginnen kann und wlche (sanften und konstruktiven) Wege es aus dem dilemma gibt für beide das kind und den Lehrer. Deswegen hilft mir das forum mehr.

Sie schreiben ja auch selber dass die Lehrer da sehr gute beiträge zum thema wie komme ich besser klar posten und sie schreiben auch, dass die lehrer den eindruck machen dass sie ihren Unterricht ganz bewusst und gründlich vorbereiten und sich viel Gedanken machen. Den Eindruck habe ich eben auch. Auch, recht haben Sie damit dass diese lehrer (die meisten sind ja recht jung so scheint es mir) sich im Lernprozess befinden und damit sind sie doch erwiesenermaßen lernwillig.

Ihre Beiträge tragen auch dazu bei, finde ich, weil Sie nicht rumstänkern und auch mal was anerkennen können, das zeigen Sie ja auch hier (bestimmt kriegen Sie dafür hier auch bald gemeckert!).

Sie fragen dann
schrieb
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Andere vor mir sind irgendwann gescheitert , obwohl sie derzeit immer sehr sachlich aufgetreten sind, oder hatten schlichtweg keine Lust mehr am Austausch mit Lehrern. Warum ist das so weit gekommen ?


Das kann ich Ihnen sagen: weil es auch dort Beiträge dieser Art (nicht von den Lehrern!) gab:

schrieb
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Viele dort schreibende Lehrkräfte scheinen die neurotische Posteritis zu haben.Schauen Sie mal auf die Häufigkeit und auf die Uhrzeiten.
Während andere Menschen nach dem Aufstehen zunächst aufs Klo gehen müssen, scheinen diese ins Lehrerforum sch... schreiben zu müssen.



Deswegen. Mit so was muss man sich nicht auseinandersetzen. Das hat nichts mit "eigene Art zu tun". Das ist einfach nur unsachlich, und unqualifiziert. Das ist auch keine klare Position oder sowas, denn die position besteht hier nur in dem Hass, den gemo hegt, in nichts sachlichem oder begründetem.

Mit sowas killt man Kommunikation.
Sehen Sie das denn nicht so? Sie schreiben ja auch nicht so peinliches Zeugs.

Zu Ihrer anderen Frage: ich habe kein gemobbtes Kind (selbst),(also ich habe schon Kinder, aber die werden nicht gemobbt zum Glück, also jedenfalls nenn ich die Kabbeleien, die vorkommen nicht so), aber ich arbeite mit Behinderten in verschiedenen Institutionen und die sind OFT Mobbingopfer, nich so sehr in der Schule oder Ausbildung, weil da ja oft nur auch andere Behidnerte sind, abr auf der Straße und sonstwo. Manchmal auch am Arbeitsplatz.

Viele grüße von
Shylock




Frank333
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Beiträge: 13
Nachricht senden Erstellt am 08.10.2005 - 15:02

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Ich muss Shylock zustimmen.
Die meisten Eltern sind hier so verbohrt, dass sie blindlings durch die Gegend rennen und überall Verschwörungen der Lehrer und Ämter erkennen.

Ziel dieser Eltern ist das Missionieren der Lehrer und nicht das Helfen der Kinder.

Der Eine oder Andere sollte sich lieber an folgende Weisheit halten: (frei nach Oettinger):
"Herr gib mir die Gelassenheit, die Menschen hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, den Menschen zu ändern, den ich ändern kann, und die Weisheit zu erkennen, dass ich dieser Mensch bin."

Dann würde es sicher Vielen besser gehen und Herr Mohr würde vielleicht des Nachts auch wieder schlaf finden.
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BeitragVerfasst am: 25.01.2006, 22:43    Titel: Seite 4 Antworten mit Zitat

DorisCarnap
Moderatorin

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Beiträge: 196
Nachricht senden Erstellt am 09.10.2005 - 17:52

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Hallo Frank

Frank schrieb
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Die meisten Eltern sind hier so verbohrt, dass sie blindlings durch die Gegend rennen und überall Verschwörungen der Lehrer und Ämter erkennen.


Auch dieser Satz fördert die Kommunikation nicht sondern 'killt' sie. Dazu passt Shylocks weitere Bemerkung auch gut:

Shylock schrieb
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Mit so was muss man sich nicht auseinandersetzen. Das hat nichts mit "eigene Art zu tun". Das ist einfach nur unsachlich, und unqualifiziert. Das ist auch keine klare Position ...


Eine sachlichen Diskussion ist auch für mich wichtig!

Doris





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Shylock





Status: Offline
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Beiträge: 14
Nachricht senden Erstellt am 09.10.2005 - 18:33

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Liebe Doris,
es ist aber auch auffällig, dass du bei Georg Mohr nichts dergleichen kommentiert hast, und bei Frank, der etwas gegen die Eltern gesagt hat (in milderem Ton als Georg Mohr) schon. Ob das der Kommunikation hier so dienlich ist, wenn mit zweierlei Maß gemessen wird?




Lady





Status: Offline
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Beiträge: 6
Nachricht senden Erstellt am 09.10.2005 - 20:01

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Was geht denn hier ab? Glaubt Ihr ernsthaft dieser
Ton ist der Sache dienlich?
Gerade der beleidigende Ton eines Herrn Mohrs einigen Forumsschreibern gegenüber.
Er hat seine Rundumschläge auch im Lehrerforum verteilt. Für mich einfach nur krass.
Jetzt will der gute Mann auch noch einen Verein gründen,womöglich als Frontmann?

Gruß aus Kassel
Lady




DorisCarnap
Moderatorin

Schullaufbahnberaterin





Status: Offline
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Beiträge: 196
Nachricht senden Erstellt am 09.10.2005 - 20:22

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Für alle auch gerne nochmal:

Doris schrieb
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Eine sachlichen Diskussion ist auch für mich wichtig!


Doris





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doppelkopf





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Beiträge: 34
Nachricht senden Erstellt am 09.10.2005 - 20:55

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Hallo,

ich habe hier und im Lehrerforum, Beiträge von Herrn Mohr gelesen.
Er sagt sehr deutlich was er denkt, aber nicht nur im negativen Sinne. Auch positive und engagierte Äusserungen hebt er hervor. Das sollte man nicht unter den Teppich kehren.
VG
doppelkopf





MarleneMayer
Moderatorin

www.intellegimus.de





Status: Offline
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Beiträge: 123
Nachricht senden Erstellt am 09.10.2005 - 21:03

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Was hat das Ganze hier mit dem Thread noch zu tun?
Lasst doch Herrn Mohr seine Beiträge abgeben wie er das für seine Person richtig findet.
Wie wäre es mit Ignoranz?
Für mich ist das sehr lächerlich, diese Art der Kommunikation die hier abgeht.

Ich sehe bei einer Präsenz von Verhalten wie z.B. Herrn Mohr sie in manchen Beiträgen zeigt, kein Bedürfnis näher darauf einzugehen. Es fehlen eindeutig die Nebenstrecken, auch genannt der Blick in alle Richtungen, das ist mir zu geradlinig und nichtssagend, es fehlt der EQ, der mindestens genauso wichtig ist wie der IQ.


In diesem Sinne ist für mich keine Art der Kommunikation mit Herrn Mohr zu irgendwas positiven führend und gehe auf seine Beiträge nicht ein, egal wie beleidigend diese meine Person betreffend sein mögen.

Marlene Mayer







Shylock





Status: Offline
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Beiträge: 14
Nachricht senden Erstellt am 10.10.2005 - 19:19

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Liebe Frau Mayer
es ist zwar richtig, dass das Ausgangsthema vernachlässigt wurde, aber das liegt ja gerade an solchen statements wie denen von Herrn Mohr. Sollte man da als Moderator nicht genau an diesen Stellen eingreifen? Esist doch die aufgabe der moderatoren, das zu tun, dazu sind sie ja in einem Forum da. Deshalb wundere ich mich schon imer wieder, wenn Ausfälligkeiten des Herrn Mohr von den moderatoren hier ja gar nicht kommentiert werden (der ja selber Moderator ist, was mich noch mehr wundert, da er ja gerade solchen Aussagen selbst Einhalt gebiten sollte). Aber solche wie von Frank werden sofort kommentiert, weil er eben die Lehrerseite vertrat. Das kann ja wohl nicht der Umgang der Moderatoren mit so einem Problem sein. Ich frage mich, wieso Herr Mohr hier noch moderieren darf, wenn das was er schreibt nicht moderierend sondern polarisierend ist und sprachlich unschön. Sollten Sie nicht eher einmal drüber nachdenken, ob Herr Mohr seinen Moderatorenjob hier zu unrecht hat?






MarleneMayer
Moderatorin

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Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 123
Nachricht senden Erstellt am 11.10.2005 - 11:58

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Hallo Shylock,

das würde zu viel Raum und Wichtigkeit einnehmen, wenn Moderatoren sich um das Verhalten, wie z.B. Herrn Mohr sie in seinen Beiträgen präsentiert kümmern sollen. Zu was würde das führen, zu einem Thread der Meinungen wegen Herr Mohr, oder einer Therapeutischen Behandlung? Es unterliegt auch nicht den einzelnen Moderatoren zu bestimmen wer als Moderator in einem Forum schreibt.
Jeder Moderator ist für seine Beiträge selbst verantwortlich!
Ich persönlich finde es mehr als schade, dass eine Person mit Wissen und Erfahrung sich überwiegend nur herablassend wie beleidigend äussert, sich mehr an Titulierungen, als wie an adäquaten Lösungen orientierend einsetzt.

Gruß
Marlene Mayer





Lady





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Registriert seit: 20.04.2005
Beiträge: 6
Nachricht senden Erstellt am 11.10.2005 - 12:25

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Liebe Frau Mayer,

genauso ist es.Herr Mohr,der sonst gute und informative Beiträge eingestellt hat,agiert auf der anderen Seite als Haudegen:taktlos,beleidigend,herablassend und teilweise selbstherrlich.
Ich bezweifele stark,dass dadurch das Ansehen dieses
Forums steigt.
Wo bleibt das Ausgangsthema? Was wird aktiv getan?

Lady aus Kassel




Erika
Stammposter




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Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 256
Nachricht senden Erstellt am 20.10.2005 - 21:05

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Fortsetzung "Mord an Ahrensburger Lehrerin":

www.abendblatt.de/daten/2005/10/20/494153.html

Staatsanwaltschaft hatte neun Jahre Haft gefordert. Es lägen niedere Beweggründe vor
und für Schikane der Lehrerin gäbe es keine Beweise, hatte ich vor einigen Tagen in der Presse gelesen.

Viele Grüße
Erika

[Dieser Beitrag wurde am 20.10.2005 - 21:08 von Erika aktualisiert]





Signatur
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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)
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Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 25.01.2006, 22:44    Titel: Seite 5 Antworten mit Zitat

Erika
Stammposter




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Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 256
Nachricht senden Erstellt am 27.10.2005 - 17:39

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Hallo,

Fortsetzung Lehrermord:

www.abendblatt.de/daten/2005/10/27/496583.html

"Ihm wird sogar ein Intelligenzquotient (IQ) jenseits der 130 bestätigt." Trotzdem ist er vom Gymnasium auf die Realschule abgestiegen.

HB, Deutschprobleme, Vergesslichkeit/Schusseligkeit - diese Kombinationen kommen mir irgendwie sehr bekannt vor.

"Du bist ein Verlierer, und das mit der Bundeswehr kannst du vergessen" soll die Lehrerin gesagt haben.

Der Richter sagte angeblich: "Selbst wenn es Schikanen der Lehrerin wirklich gegeben habe: "Was ablief, war schlichter Schulalltag. Dazu gehört es auch, daß Lehrer einen Schüler auf dem Kieker haben und auch einmal ungerecht sind."

Das kann schon sein, dass Schikanen Schulalltag sind. Davon hört man ja leider ziemlich oft. Aber muss das so als ganz normal und alltäglich angesehen werden? Ob die Sichtweise des Richters die gleiche wäre, wenn sein Kind Schikanen von Lehrern ausgesetzt wäre?

Viele Grüße
Erika






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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

Bolzbold





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Registriert seit: 19.07.2005
Beiträge: 62
Nachricht senden Erstellt am 27.10.2005 - 17:54

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Erika schrieb
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Der Richter sagte angeblich: "Selbst wenn es Schikanen der Lehrerin wirklich gegeben habe: "Was ablief, war schlichter Schulalltag. Dazu gehört es auch, daß Lehrer einen Schüler auf dem Kieker haben und auch einmal ungerecht sind."

Das kann schon sein, dass Schikanen Schulalltag sind. Davon hört man ja leider ziemlich oft. Aber muss das so als ganz normal und alltäglich angesehen werden? Ob die Sichtweise des Richters die gleiche wäre, wenn sein Kind Schikanen von Lehrern ausgesetzt wäre?



Liebe Erika,

Richter sind unabhängig und müssen auch unabhängig von dieser Frage, die Du im letzten Satz stellst, entscheiden.
Das Problem unter juristischen Aspekten ist nun mal das des einwandfreien Nachweises von Schikanen.
Zum anderen hat der Richter insofern völlig Recht, wenn er sagt, dass das zum Schulalltag gehört.
Dabei muss es sich nicht um persönliche Beleidigungen und Demütigungen handeln - es fallen auch unbeabsichtigte Ungerechtigkeiten (wie sie sicherlich auch einmal in Deiner Familie vorkommen) darunter.
Nach Deiner Aussage bezieht sich der Richter ja offenbar nicht ausschließlich auf Schikanen der Lehrer sondern auf Schikanen generell - und hier hat er Recht.

Gruß
Bolzbold
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