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Kopie: Auch so agieren Lehrer - sind die meisten so ?

 
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 23:40    Titel: Kopie: Auch so agieren Lehrer - sind die meisten so ? Antworten mit Zitat

GeorgMohr
Moderator

Schulpädagogischer Berater/Gutachter





Status: Offline
Registriert seit: 15.12.2004
Beiträge: 151
Nachricht senden Erstellt am 23.07.2005 - 17:09

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ohne weiteren Kommentar:

ein besorgtes Elterteil schrieb
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Mein Sohn (13) wechselte im Januar vom Gymnasium zur Realschule.Er war nach längerer Krankheit den Anforderungen nicht mehr gewachsen .Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir keine Probleme mit ihm .Da ihm aber Unterrichtsstoff der 7.Klaase fehlte merkte er recht schnell, dass er die Klassenstufe nicht schaffen würde. Er wollte nun den leichten Weg gehen und beschloss, das Schuljahr abzusitzen und wollte im neuen Schuljahr von vorne beginnen. In der Schule versuchte man ihn zum Lernen zu zwingen. Kein Lehrer konnte verstehen, weshalb der Junge sich verweigerte. Da nun jeder Lehrer auf ihn aufmerksam wurde, fiel jede Kleinigkeit auf und wurde auch sofort bestraft. Er fühlte sich ungerecht behandelt und wurde wahrscheinlich auch aus Angst vor Strafen immer öfter morgens krank(Kopfschmerzen,erbrechen,Bauchschmerzen) Unser Hausarzt fand keine körperlichen Ursachen und riet mir, mit der SL zu reden. Man müsse den Druck von ihm nehmen. Bei dem Gespräch mit der SL wurde mir mittgeteilt das er dann ja schwänzen würde, wenn es keine körperlichen Urschen für sein Kranksein gäbe und man riet mir zu einem Wechsel zur Hauptschule. Nach mehreren Gesprächen mit meinem Sohn haben wir uns entschlossen dass er die Klasse an der Realschule wiederholen soll.
Wie kann ich verhindern, dass der Junge von Anfang an nach seinem Verhalten im letzten Schuljahr bewertet wird? Was kann er dafür tun? Er hat eingesehen, dass er Fehler gemacht hat und möchte im Schuljahr wieder normal arbeiten. Hat er überhaupt eine Chance an dieser Schule?


eine immer schlaue "Mutter" (?) dazu schrieb
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Hallo,
was fehlte ihm denn da so massiv an Stoff, dass er die Klasse nicht schaffen konnte? Eigentlich wechseln Kinder ja vom Gymnasium an die Realschule, um wieder einmal Erfolgserlebnisse zu haben.

So eine Verweigerung ist natürlich für die Schule ärgerlich. Inwieweit man dann im neuen Jahr seine Anstrengungen zur Kenntsnis nehmen wird, kann ich nicht einschätzen. Leicht ist das bestimmt nicht.

Bei uns würde wohl in so einem Fall auch zum Wechsel an die Hauptschule geraten.


eine wirlich gute Lehrermeinung folgte schrieb
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hallo,
da die Fronten leider sehr verhärtet scheinen, ist es schwierig, hier von außen etwas zu raten.
Dass aber körperliche Leiden nicht unbedingt körperliche Ursachen haben können, ist in der Schulmedizin seit Langem bekannt, man spricht dann von psychosomatischen Beschwerden - vielleicht sollte man das aber auch nicht zu stark betonen, da das Kind dann wieder in eine andere Schublade gesteckt werden könnte... Gibt es denn keine(n) Vertrauens/Beratungslehrer(in) an der Schule? sie/er könnte zwischen den Kollegen sowie der Schulleitung auf der einen und euch/eurem Kind auf der anderen Seite vermitteln, dazu ist sie/er ausgebildet...

Aber wie gesagt, so aus der Distanz ist es schwierig, etwas zu raten, vielleicht ist ein Schulwechsel doch die richtige Lösung?


eine engagierte Hauptschullehrerin schrieb
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So manch "abgestiegener" Schüler hat bei uns in der Hauptschule zum ersten Mal eine vernünftige Betreuung und einen guten Start ins Berufsleben bekommen!!!

Und wie war das mit der Vernunft und der Betreuung vorher in Realschule und Gymnasium


Reihe wird fortgesetzt !

Georg Mohr

[Dieser Beitrag wurde am 24.07.2005 - 03:34 von GeorgMohr aktualisiert]





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alias





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Registriert seit: 18.07.2005
Beiträge: 40
Nachricht senden Erstellt am 24.07.2005 - 11:01

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Zum Zitieren gehören Quellenangaben, Herr Mohr.
Dann kann man sich als unvoreingenommener Leser diese herausgerissenen Zitate im Zusammenhang betrachten ...




ladina





Status: Offline
Registriert seit: 14.01.2005
Beiträge: 68
Nachricht senden Erstellt am 24.07.2005 - 11:29

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Hallo,

Ich vermute mal, diese Zitate stammen aus einem anderen Forum, das die anfragende userin bewusst gewählt hat. Dann finde ich es jetzt nicht in Ordnung, wenn das auf diese Weise hierhin getragen wird.
Man könnte allenfalls die userin auf dieses Forum aufmerksam machen, mehr finde ich nicht richtig.

lg,

ladina




Dorism





Status: Offline
Registriert seit: 22.06.2005
Beiträge: 10
Nachricht senden Erstellt am 24.07.2005 - 13:42

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Hallo,
Der Beitrag steht im Lehrerforum.
Ich habe bewusst das Lehrerforum gewählt da ich an der Meinung der Lehrer interessiert war.





Momo86
Stammposter




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Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 125
Nachricht senden Erstellt am 24.07.2005 - 21:54

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So manch "abgestiegener" Schüler hat bei uns in der Hauptschule zum ersten Mal eine vernünftige Betreuung und einen guten Start ins Berufsleben bekommen!!!


..........................Das ist mir jetzt mal hängengeblieben...
Das hieße, man sollte gar die HS besuchen, weil man nur da u.U. eine vernünftige Betreuung erhalten könnte (vielleicht weil weniger Schüler pro Lehrer...)

NOCH BESSER geeignet erscheint mit der Besuch einer Sonderschule (G oder L oder KB), weil es da meist nicht mehr als 10- 12 Kinder pro Klasse gibt...

Einer meiner Schützlinge sollte bei einem IQ von 106 , -ist ein blitzgescheites Kind-, von seiner Hauptschule an eine Sonderschule -L- verfrachtet werden... Nix Beratung. Die Eltern waren mehr oder minder erpresst worden, ihn freiwillig anzumelden (ohne Ü-Verfahren) , ansonsten würde man ihn "einweisen".
Der Schulwechsel an eine pädagogisch angemessen arbeitende andere HS gelang im Handstreich und letzten Moment. Dort geht das Kind gern und mit gutem Erfolg zur Schule.

Momo




Dorism





Status: Offline
Registriert seit: 22.06.2005
Beiträge: 10
Nachricht senden Erstellt am 25.07.2005 - 07:30

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Da mein Sohn vorher nie Schulprobleme hatte ging ich mit ihm zur Erziehungsberatung und zum Schulpsychologen.
Beide erklärten mir zwar das mein Sohn intelligent genug sei er hatte ja in Klasse 5 und 6 am Gymnasium keine Probleme aber man riet mir zu einem Wechsel zur Hauptschule.Es sei nicht Sinn und Zweck einer weiterführenden Schule sich um "Problemkinder"zu kümmern das könne man an der Hauptschule viel besser.
Ich hatte nach den Gesprächen auch mit der SL der Realschule fast schon den Eindruck das alle guten Lehrer an einer Hauptschule unterrichten.
Nachdem man mir immer wieder erklärt hat ich müsse den Jungen von der Schule nehmen,der SL hatte sich sogar schon mit der Hauptschule in Verbindung gesetzt war ich soweit das ich ihn dort anmelden wollte.
Mein Sohn weigerte sich allerdings und erklärte mir man könne ihn nicht zwingen die Schule zu wechseln er möchte an der Schule bleiben und er wäre sich sicher er könne es schaffen.Eine Woche vor Ferienbeginn teilte mir nun auch die SL bei einem Gespräch mit das er selbsrverständlich nicht wechseln müsse er kann an der Schule bleiben.Man hätte es nur gut gemeint mit dem Vorschlag des Schulwechsels.




Momo86
Stammposter




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Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 125
Nachricht senden Erstellt am 25.07.2005 - 08:00

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Also gut, überredet.

ALLE schwierigen Kinder (was ist "schwierig"?), vornehmlich die JUNGEN, gehören an eine Hauptschule...

Gleich nach den So-Ferien werde ich meinen hb-Knaben, der alles andere als einfach ist, also an einer HS anmelden - besser noch an der LB-Schule, da ist ja die Betreuung noch individueller. und pädagogischer.

(Welch`padägogisches Armutszeugnis einer deutschen Schule).

Momo






DorisCarnap
Moderatorin

Schullaufbahnberaterin





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Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 196
Nachricht senden Erstellt am 25.07.2005 - 10:06

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Hallo Dorism,

dein Sohn ist 13 Jahre und in der Pubertät, bei fast allen Kindern wird die Schulleistung in dieser Zeit schlechter, bei manchen sind die Leistungen sogar grottenschlecht. In der Schule ist die Reaktion darauf häufig: schlechte Noten = Schüler ist überfordert! Wenn man sich aber vor Augen hält welche Veränderungen im Gehirn während dieser Zeit stattfinden, braucht man sich nicht weiter zu wundern. Die Hirnforscher sprechen davon, dass das Gehirn während der Pubertät einer Baustelle gleicht Hier findest du einen interessanten Bericht dazu. http://www.quarks.de/dyn/12653.phtml

In diese dramatische Zeit fallen in Deutschland wichtige Schullaufbahnentscheidungen ? und da wird dann schnell abgestuft. In anderen Ländern pubertieren die Kids genauso, auch ihre Leistungen werden schlechter, man lässt ihnen aber die Zeit dazu und weiß, dass es irgendwann mal besser wird. Dort kann man die Schüler nicht einfach herabstufen, in den meisten Ländern ist sogar das Sitzenbleiben unbekannt!

Du hast ja schon die Rückmeldung vom Schulpsychologen - er ist ausreichend intelligent. Ich kann nur dazu raten deinen Sohn auf dieser Schulstufe zu lassen - bei manchen sogar überdurchschnittlich intelligenten Kindern sacken die Leistungen sogar auf der Hauptschule in den Keller und sie schaffen dann noch nicht mal den Hauptschulabschluss! Und dein Sohn möchte auch selbst dort bleiben, das ist ein wichtiger Grund. Er braucht viel Verständnis, denn er weiß natürlich auch nicht so genau was mit ihm los ist. Unter Umständen hilft ihm auch ein Motivationtraining oder ein Kurs ?Lernen lernen?.

Wenn man über Hauptschule spricht, muss man unterscheiden, um welches Bundesland es sich handelt ? in Bayern besuchen 40% der Schüler die Hauptschule, in Hessen nur 20%. In Bayern hat die Hauptschule ein recht hohes Niveau ? wie PISA gerade wieder gezeigt hat, in vielen anderen Bundesländern wird sie eher als Restschule der Nation gesehen mit einer hohen Versagerqote. www.zeit.de/2004/33/Schule_Beist_9fck

Doris






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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson

Dorism





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Beiträge: 10
Nachricht senden Erstellt am 25.07.2005 - 19:57

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Ich weiß das die Pubertät noch dazukommt aber was nützt es wenn ich mich informiere und erkenne das noch mehr Kinder in diesem Alter seltsam sind.Wäre es nicht besser man würde die Lehrer besser darauf vorbereiten?
Ich wurde auch erst nachdem ich den Jungen am Gymnasium abgemeldet habe darauf hingewiesen das er die Klasse auch am Gymnasium wiederholen kann.Auch das er die 1.Fremdsprache wechseln kann(Französich damit hatte er Probleme)wurde mir erst gesagt als es zu spät war.Nun muss er an der realschule 2 jahre English aufholen.
Man müsste Eltern einfach besser informieren damit sie nicht zu schnell in panik geraten und unüberlegt handeln.
Hätte ich die Infos des Gymnasiums früher gehabt hätte ich ihn nicht an der realschule angemeldet.





ladina





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Nachricht senden Erstellt am 26.07.2005 - 10:39

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Hallo Doris,

mit der "Pubertät" als Allerweltserklärungsmodell habe ich auch meine Mühe.

Mein Sohn war früher mit Abstand der Jüngste der Klasse und ist zudem eher Spät Entwickler. Somit hat er viele Klassenkameraden miterlebt, die so richtig "im Saft" waren und denen die Pubertät auch in die Fäuste gefahren ist. Ich hatte wiederholt Gespräche an der Schule, weil mein Sohn geschlagen worden ist und es wurde immer an das Verständnis appelliert, die Jungs wären eben etwas unkontrolliert, da sie pubertieren.

Mein Sohn wurde auch durch die Pubertät nicht aggressiver, er ist noch immer der, der eher einsteckt. Es ist aber besser geworden, weil er jetzt recht gross und kräftig gebaut ist. Dafür hat er auf der Leistungsschiene fast die ganze Pubis-Checkliste abgearbeitet.

Dass du so schlecht informiert worden bist, von der Schule, finde ich schon unglaublich. Mein Sohn hat letztes Jahr die Klasse nicht geschafft, der Rektor hat uns viele Möglichkeiten aufgezeigt, sodass wir nicht das Gefühl hatten, wir wären der Situation ausgeliefert. Das einzige Problem war, dass alles im allerletzten Moment abgelaufen ist.


lg,

ladina
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 23:41    Titel: Kopie Seite 2 Antworten mit Zitat

GeorgMohr
Moderator

Schulpädagogischer Berater/Gutachter





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Beiträge: 151
Nachricht senden Erstellt am 26.07.2005 - 20:05

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Hallo Dorism,

ich habe die bisherigen Beiträge sehr sorgsam durchgelesen und einige Ungereimtheiten bemerkt, deren Lösung ich nur aus Allem vermuten kann:





Ihr Sohn verbrachte das 5. und 6. Schuljahr im Gymnasium mit Französisch als erster Fremdsprache ? Er hatte in diesen beiden Jahren keine Probleme - oder doch schon in Französisch ???


Während des 1. Halbjahres des 7. Jahrgangs noch im Gymnasium war er länger krank ? Dort im Gymnasium fühlte er sich dann nach der Krankheit den Anforderungen nicht mehr gewachsen ? Besonders in Französisch ?

Französisch kann man genauso lernen wie andere Sprachen !
Ihr Sohn braucht vielleicht eine besondere Zugangshilfe am Anfang.
Schwierigkeiten in Französisch sollten behoben werden - sie sind aber kein Grund, die Lernsprache zu wechseln.
Wissen Sie denn, wie er mit Englisch zurecht gekommen wäre? Was hätte er sich als zweite Fremdsprache im Gymnasium leichter vorgestellt ? Etwa Latein ? Oh ho! Höchste Vorsicht geboten !


Warum haben Sie nicht dort im Gymnasium einen Antrag auf Rücknahme in den 6. Jahrgang gestellt ? Dies wäre schon zu diesem Zeitpunkt mitten im Schuljahr wegen der langen Krankheit möglich gewesen.

Ich kenne einen Jungen, der genauso mitten im Schuljahr zurückging. Dem hat sein Vater einen mehrmonatigen Aufenhalt im Land seiner Fremdsprache in einer Familie besorgt, was ihm sehr weitergeholfen hat. So war die freiwillige Wiederholung besonders gut genutzt.


Warum haben Sie die Schwierigkeit in Kauf genommen, in der Realschule 2 Jahre Englisch nachholen zu müssen ? Da war doch schon wieder Überforderung vorprogrammiert!
Die Realschule hätte Ihrem Sohn ein Jahr Zeit für das Nachholen in Englisch geben müssen und ihn von der Benotung befreien müssen. Alles andere ist unpädagogisch!


Ja, ich weiß: wenn Sie dies mal alles vorher gewußt hätten! Da müssen den Schulleuten echt massive Vorhaltungen gemacht werden! Diese haben ihren Job schlecht und unvollständig erfüllt. Aber haben Sie links und rechts genug gefragt? Woher kamen denn diese zu späten Informationen von selbst ?

Und die Aussagen der SL (Schulleitung ?) und gar des Schulpsychologen zu Problemschülern in weiterführenden Schulen und zu psychosomatischen (seelisch bedingten) Krankheiten sind über alle Maßen skandalös, wenn sie so tatsächlich gefallen sind.

Mein Vorgehen wäre jetzt:


Ich würde die Rücknahme ins Gymnasium beantragen/verlangen bei Wiederholung des 7. Jahrgangs und Nachhilfe in Französisch besorgen. Argumentation wie oben.


Ich würde auch ein individuelleres Eingehen auf Ihren Sohn seitens der Lehrer erwarten.


Als Alternative würde ich nach einer Realschule mit Französisch als erster Fremdsprache suchen.

Auf keinen Fall würde ich ihn bis in die Hauptschule hinunter durchreichen, wenn er so gymnasial geeignet war, wie Sie zu Anfang schreiben.


Ich würde die Gymnasiallehrer oder die Realschullehrer deutlich auf ihre umfassende pädagogische Aufgabe ansprechen und deren Erfüllung erwarten.

Welche nennenswerten "besonderen Probleme" hat Ihr Junge denn, die der Schulpsychologe zu sehen glaubt?



Zur Pubertät hat sich Doris Carnap ausführlich und zutreffend geäußert. Bitte nennen Sie das pubertäre Verhalten nicht "seltsam". Es ist ganz normal und muss sogar sein, um erwachsen zu werden.

Nur haben Sie recht, von den Lehrern zu fordern, sich selbst über die Pubertät zu informieren und ihre Arbeit entsprechend angemessen auf die Jugendlichen zu machen, wenn sie schon in ihrer puren "Fachlehrer-Ausbildung" nichts dazu vorgesetzt bekamen.

Es ist auch ein Selbstverschulden derjenigen Studenten, die Lehrer werden wollen, sich aber in ihrem Studium nicht mit pädagogisch-psychologischen Aspekten befassen. Als junger Erwachsener mit dem "Zeugnis der Reife" (Abitur), der sein Leben lang mit Jugendlichen arbeiten will, sollte man sich eigene Gedanken über seine Ausbildung machen und nicht nur das pflichtmäßig Vorgesetzte "studieren".

Alle Lehrer sind auch später zu permanenter Fortbildung verpflichtet ! Richtige Pädagogen befassen sich von sich aus mit ihnen noch nicht genügend vertrauten Gebieten.

Und natürlich müssen alle Lehrer ihren Jungen im neuen Schuljahr ohne negative Vorurteile eine volle neu Chance gebe !

Ob sie es tun, so wie Sie sie kennengelernt haben, ist die andere Frage.
Aber wollen Sie sich für Ihren Jungen durchsetzen oder wollen Sie bis Alaska nach einer guten Schule suchen ?
Wenn niemand anfängt, ändert sich nichts in Deutschlands Schulen.

In welchem Bundesland geht Ihr Sohn zur Schule ?

Viele Grüße, GEORG MOHR

[Dieser Beitrag wurde am 26.07.2005 - 21:05 von GeorgMohr aktualisiert]





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Dorism





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Beiträge: 10
Nachricht senden Erstellt am 27.07.2005 - 12:03

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Hallo,
In Klasse 5 und 6 hatte er keine Probleme.
Er war in Klaase 7 ca.10 Wochen krank.Nach seiner Rückkehr begannen die Probleme.Da das Niveau der Klasse sehr hoch war (laut klassenlehrerin 80%Kinder von Lehrern,Ärzten und ähnlichem)wurde er nun von seinen Mitschülern für jede ihrer Meinung nach dummen Frage ausgelacht.Mein Sohn musste bisher nie lernen also üben für eine Klassenarbeit war ihm fremd.Nun sollte er den Stoff nachholen und den normalen Unterrichtsstoff noch zusätzlich bewältigen.Die Klassenlehrerin riet mir zu einem Schulwechsel da sie der Meinung war der junge bekäme bei einem Rücktritt in klsse 6 massive Probleme mit seinen mitschülern da er in seiner körperlichen Entwicklung schon zu weit wäre. Sie befürchtete auch das er von seinen ehemaligen Klassenkameraden zusätzlich geärgert werden würde.
Ich hatte beim ersten gespräch mit der Realschule den Eindruck man liese ihm Zeit zur Eingewöhnung.mir wurde damals gesagt das er probeweise in Klasse 7 aufgenommen werde und das man mit Schierigkeiten rechnen würde.Sollte die der Fall sein müsse er in Klasse 6 zurück.
Doch so einfach machte es sich die Schule dann doch nicht.
Er sollte bei einigen Lehrern sogar die Hefte des ersten Halbjahres nachschreiben und begann nun recht massiv sich dagegen zu wehren.
Ich bekam einen Termin beim Stufenleiter der Schule.
Ich versuchte mehrmals darauf hinzuweisen das es für den Jungen besser wäre man würde ihn eine Klassenstufe zurücknehmen.Der SL war aber der Meinung man müsse ihn zum lernen zwingen und gab mir Anweisung was ich zu tun hätte.Er sollte Computerverbot erhalten,meinen Einwand das der Junge den Computer nicht zum spielen nutzt verwarf er mit der Aussage das Internet sei zu gefährlich.Er müsse mindestens eine Stunde am Tag in einem neutralen Raum zu festen Zeiten für die Schule arbeiten.Wenn er nicht arbeiten wolle soll ich ihn trotzdem sitzen lassen er würde schon etwas für die Schule tun wenn ihm langweilig ist.
Mein Sohn reagierte darauf recht bockig er erklärte mir das er sich nicht zwingen lässt er möchte selbst bestimmen ob und wann er arbeitet.Da man überprüfen wollte ob die Anordnung eingehalten wird wurde nun täglich überprüft ob er den Stoff nachgearbeitet hat.
Nun trat er in eine Art Streik, er tat einfach nichts mehr.Er wurde morgens immer öfter krank klagte über alle möglichen Schmerzen.Ich versuchte ihm zu erklären das er damit nur auffällt und das so jeder Lehrer auf ihn aufmerksam wird.Sein Kommentar war ich kann meine Noten nicht mehr verbessern warum soll ich mich noch anstengen.
Er bekam wegen der Leistungsverweigerung und der Fehltage wegen Krankheit sogar einen Unterrichtsausschluss und man wollte einem Bluttest um festzustellen ob er krank sei.Er musste vier Tage von 8.00-16.00 vor dem Zimmer des SL den versäumten Stoff nacharbeiten .Er saß die Zeit auch ab.Nun war aber jeder lehrer und auch viele Schüler auf ihn aufmerksam geworden da das Zimmer neben dem Sekretariat und dem Lehrerzimmer ist.
Er versuchte sich nun dem Druck zu entziehen indem er morgens krank war, er schlief nachts nicht mehr er lief manchmal bis 4 Uhr morgens durch die Wohnung und erklärte mir er könne nicht einschlafen.Er weigerte sich aber einen Bluttest machen zu lassen und unser Hausarzt teilte mir mit das er dem Jungen nicht mehr helfen kann.Der Stufenleiter übte nun auf mich Druck aus.Er rief mich trotz Attest täglich an (auch am Arbeitsplatz)und erkudigte sich wann der Junge wieder zum Unterricht kommen würde.Wir gingen mittlerweile mit dem Jungen zur Erziehungsberatung da wir nicht mehr wussten wie wir ihn in die Schule bekommen sollen.Mein Mann wollte ihn sogar zur Schule prügeln.Der Psychologe erklärte mir das der Junge überfordert sei und Ruhe bräuchte.Er habe eine starke Persönlichkeit und man könne mit zwang nichts erreichen.Mittlerweile war ich auch mit den Nerven am Ende da der junge sich nun ganz offen gegen den Schulbesuch wehrte.Nachdem ich einen Nervenzusammenbruch hatte gingen wir zum Schulpsychologen in der Hoffnung er könnte mir sagen wie ich den jungen wieder in die Schule bekomme.
Er teilte mir mit das der lunge durch die vielen Massnahmen überfordert war das er an seinen Noten nichts mehr ändern kann und deshalb nichts mehr getan hat.Auf meine frage wie bekomme ich den Junge die letzten 4 Wochen nochmal zur Schule riet er mir lassen sie ihn krankschreiben der geht nicht mehr.
Wir gingen also zu unserem Hausarzt dieser teilte mir mit das der junge am Ende sei ich müsse aufpassen.Er könne ihn aber ohne körperliche Beschwerden nicht krank schreiben.Am nächsten morgen versuchte ich also ihn zur Schule zu schicken.Ich weckte ihn und erhielt die Antwort mir ist schlecht.Da ich kein Attest hatte versuchte ich ihn nun zu zwingen ich schrie ihn an er müsse zur Schule.Er zog sich an.Da es aber schon kurz vor 8 war lief ich ihm nach.Er sah mich und rannte weg.Nach ca.1 Stunde fand ich den Jungen vollkommen aufgelöst in einem nahegelegenen Waldstück.Er schrie mich an er ginge überhaupt nicht mehr zur Schule am liebsten möchte er nicht mehr leben.Er wirkte völlig verzweifelt.Ich rief also in der Schule an und teilte mit das er nicht kommen würde.Ich bekam noch am selben Tag einen Termin beim Stufenleiter bei dem mir mitgeteilt wurde er müsse die Schule wechseln und ich soll am nächsten Tag mitteilen an welcher Schule ich ihn anmelde.Ich versuchte dem Stufenleiter zu erklären das der Junge nervlich am Ende sei das er nicht schlafen würde und bekam nun die Antwort das er dann nicht krank sei und er schwänzen würde.Er müsse das Jugendamt informieren und er würde von der Polizei zur Schule gebracht.
Noch am selben Tag hatte ich am Arbeitsplatz meinen 2.Nervenzusammenbruch ich hatte mittlerweile Angst wenn das Telefon klingelt es sei die Schule.
Bevor ich am nächsten Tag den Termin mit der Schule hatte ging ich also zu unserem Arzt.Dieser schrieb Mich krank und verbot mir den Termin wahrzunehmen.Ich rief den Stufenleiter an und teilte ihm mit das ich krankgeschrieben bin und nicht kommen darf.Er meinte nur ich soll ihm mitteilen ob ich schon einen Termin an der Hauptschule hätte.Ich rief also dort an und mir wurde gesagt das ein Schulwechsel erst zum neuen Schuljahr möglich sei.
Ich ging also am nächsten Tag zum Stufenleiter um dies mitzuteilen.Zu meiner Verwunderung musste ich feststellen das dieser mit der Hauptschule telefoniert.Ich teilte ihm mit das der Junge bis zum Ende des Jahres bleiben würde.
Nachdem ich in Ruhe mit meinen Sohn geredet hatte entschloss ich mich einen Termin mit dem Schulleiter zu machen.
Bei diesem Termin wurde mir mitgeteilt das man der Meinung sei er wäre auch an der Realschule überfordert.Ich versuchte darauf hinzuweisen das er keine Zeit hatte sich an die Schule zu gewöhnen.Das ich mir aber sicher sei das er im neuen Schuljahr keine Probleme mehr hat.der SL erklärte mir aber sie hätte allgemein Probleme mit Schülern die vom Gymnasium kommen und er würde mir dringend zu einem Wechsel raten.Nun bekam ich aber die Auskunft das er selbstverständlich nicht wechseln müsste.
Ich sprach also in Ruhe mit meinem Sohn und wir teilten der Schule mit das er die Klasse an der Realschule wiederholen würde.
Wir haben uns entschlossen auf die 2.Fremdsprache zu verzichten und als WPF Sport/Biologie gewählt da er in Sport immer die Note Sehr Gut hatte und er damit am Anfang English ausgleichen kann.selbst in diesem Fach hatte er mangelhaft im Zeugnis.
Zur Frage welches Bundesland:
Rheinland-Pfalz
Es ist die einzigste Realschule in der Stadt.
Zur nächsten Realschule müsste er mir dem Bus fahren und hätte ca.1,5 Stunden mit Busfahrt und Watezeit vor sich.
Die Gesamtschule der Stadt befindet sich auf dem selben Gelände es werden sogar Sääle zusammen genutzt und die SL kennen sich.
Sein Scheitern am Gymnasium wurde mir vom Schulpsychologen auch wegen unserer mangelden Schulbildung begründet da mein Mann keinen Schulabschluss hat und ich nur einen Hauptschulabschluss wäre der Wechsel von der Grundschule zur Realschule besser gewesen .Da wir nicht in der Lage sind ihm bei möglichen Problemen zu helfen.
Als ich ihm mitteilte das mein erster Sohn Abitur hat und Informatik studiert teilte er mir mit das wäre wohl eher Glück gewesen.
Für die Länge der Antwort möchte ich mich entschuldigen .
Gruss Dorism




ladina





Status: Offline
Registriert seit: 14.01.2005
Beiträge: 68
Nachricht senden Erstellt am 27.07.2005 - 14:51

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Hallo dorism,

das ist ja schrecklich, was du im letzten Jahr alles durchgemacht hast. Hut ab, dass du trotzdem die Zuversicht nicht verloren hast!

Ich kann mir gut vorstellen, dass dein Sohn durch die vielen Massnahmen überfordert ist. Was mich aber wundert, es wurden ständig Massnahmen empfohlen, angeordnet und durchgeführt, aber ich vermisse die Diagnostik. Mal abgesehen, dass von der Schule ein Bluttest empfohlen worden ist, verstehe ich nicht, dass nie eine Begabungsdiagnostik durchgeführt worden ist. Kann sein, dass der Schulpsychologe nichts mehr hätte ausrichten können. Aber "gelohnt" hätte es sich doch allemal. Vielleicht sind es ja klar lokalisierbare Schwächen, die dein Sohn hat, wo man gezielt fördern könnte.

Vielleicht ist der Tipp mit dem Jugendamt nicht einmal so schlecht. Natürlich nicht, um deinen Sohn zur Schule zu zwingen, sondern um abzuklären, ob es möglich wäre, den Besuch einer geeigneten Privatschule mitzufinanzieren, wenigstens bis sich dein Sohn wieder etwas erholt hat. Manchmal hilft es einem schon, wenn man weiss, dass es noch Alternativen gibt. Selbst wenn man die dann nicht benötigt.


lg,

ladina




MarleneMayer
Moderatorin

www.intellegimus.de





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 123
Nachricht senden Erstellt am 27.07.2005 - 15:31

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Hallo Dorism

wurde von Seiten der Schule/Lehrer, Schulpsychologe auch an eine Unterforderung gedacht? Haben Sie, wenn eine Begabungsdiagnostik durchgeführt wurde ein Gutachten erhalten?

Ich würde meinen Sohn an Ihrer Stelle bei einem Kinder und Jugendpsychologen vorstellen, der in verschiedene Thematiken involviert ist, eine Begabungsdiagnostik anstreben. Eine Erziehungsberatungsstelle halte ich jetzt nicht unbedingt für geeignet. An die Hauptschule wechseln ist mit äußerster Vorsicht zu betrachten, manchmal kann sich auch eine unerkannte HB dahinter verstecken, die zu ähnlichem Verhalten führen kann, auch zu psychosomatischen körperlichen Beschwerden.

Ich hatte mit meinem ältesten Sohn ähnliche Probleme, leider wurde sein HB zu spät erkannt, jeder dachte nur an Überforderung.

Die Aussage des Schulpsychologen, über Ihre mangelnde Schulbildung finde ich doch etwas aus der Spur formuliert, auch die Aussage der der KL über das Niveau der Klasse( Lehrer, Ärzte, etc.), bedeutet kein Niveau!!!
Ihr älterer Sohn hat Leistung bewiesen und kein Glück das ist Fakt.

Marlene Mayer











GeorgMohr
Moderator

Schulpädagogischer Berater/Gutachter





Status: Offline
Registriert seit: 15.12.2004
Beiträge: 151
Nachricht senden Erstellt am 27.07.2005 - 17:13

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Hallo Dorism,

Sie brauchen sich für die Länge und Ausführlichkeit Ihres Beitrages nicht zu entschuldigen. Er ist fließend und spannend geschrieben. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Ein Schulkrimi eben, wie ich so viele kenne.

In "Schulkrimis" dieser Art sind immer die Lehrerinnen und Lehrer und andere Bedienstete des Schuldienstes die Täter !

Es erscheint in der Tat kriminell, was Ihrem Sohn und Ihnen widerfahren ist. Es ist durch dieses unerlaubte Handeln von Beamten im Dienst ("im Dienst" ist besonders strafbar) sogar zu Gesundheitsschäden bei Ihrem Sohn und bei Ihnen gekommen. Das ist strafbar. Da können Sie auch Schdenersatz und Schmerzensgeld verlangen !

Vorrangig werden Sie sich Gedanken um die weitere Schullaufbahn Ihres Sohnes nach den Sommerferien machen.
Um Ihnen mehr als nur Forum-Kommentare zu geben, biete ich Ihnen an, mich im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit als "unabhängiger schulpädagogischer Berater - Lehrer - Gutachter" intensiv in Ihren Fall einzuarbeiten (Gespräch, Unterlagen ...) und dann zusammen mit Ihnen die Korrektur dieses Skandalfalls im Schulwesen durchzuziehen - wenn es sein muss bis zum Ministerium und sogar bis zu den Verwaltungsgerichten. Zwischen Taunus und Ihrem Wohnort sind wir ja nicht zu weit voneinander entfernt.
Wie Sie gesehen haben, sind Sie nicht genug Fachfrau dazu und können es als nur-Mutter auch kaum sein. Man hat Sie und Ihren Sohn immer wieder falsch beraten und falsch behandelt.

Nur Klagen und Jammern hilft nicht !
Sie wollten doch tatsächliche Hilfe ?

Wenn Sie mein Angebot interessiert, mailen Sie mir bitte kurz oder senden Sie mir eine PM, indem Sie "Nachrichten" anklicken.

Viele Grüße, GEORG MOHR


[Dieser Beitrag wurde am 27.07.2005 - 17:33 von GeorgMohr aktualisiert]





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heide





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Nachricht senden Erstellt am 27.07.2005 - 17:57

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Sehr geehrter Herr Mohr,

mich würden Empfehlungen oder bisherige Gutachten von Ihnen sehr interessieren.
Könnten Sie dazu mehr schreiben oder sogar eingescannte Empfehlungen weiterleiten?

Ich habe nur Angst, dass sich sonst jeder "Gutachter/Berater" nennen kann.

Vielen Dank im voraus.

Mit freundlichen Grüßen,

Heide




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Nachricht senden Erstellt am 27.07.2005 - 18:10

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Gutachter/Berater sind keine gesetzlich geschützten Berufsbezeichnungen. So kann sich jeder nennen. Sobald es jedoch in Rechtsfragen geht, wird es kritisch.

Rechtsberatung (auch für Verwaltungsgerichtsverfahren) dürfen nur ausgebildete Juristen durchführen. Denn nur diese können auch für falsche Ratschläge zur Rechenschaft gezogen werden.

" *

Art. 1 § 1 I 1 RBerG Die Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten, einschließlich der Rechtsberatung (...) darf grundsätzlich - ohne Unterschied zwischen haupt- und nebenberuflicher oder entgeltlicher und unentgeltlicher Tätigkeit - nur von Personen betrieben werden, denen dazu von der zuständigen Behörde die Erlaubnis erteilt ist.

Art. 1 § 8 RBerG Ordnungswidrig handelt, wer
I Nr. 1 fremde Rechtsangelegenheiten geschäftsmäßig besorgt, ohne die nach diesem Artikel erforderliche Erlaubnis zu besitzen, (...)
II Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro geahndet werden.
"

www.jurawiki.de/RechtsberatungsGesetz

Das sollte sich Herr Mohr mal genauer anschauen.
Er bewegt sich - bei manchen seiner hier im Forum bislang gegebenen Ratschläge - auf dünnem Eis.

[Dieser Beitrag wurde am 27.07.2005 - 18:12 von alias aktualisiert]




Dorism





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Nachricht senden Erstellt am 28.07.2005 - 12:04

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Dorism schrieb
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Hallo Marlene,
Das Niveau der Klasse erwähnte die Lehrerin des Gymnasiums aus folgendem Grund:Mein Sohn wurde von mir angehalten wenn er etwas nicht versteht bei der Lehrerin nachzufragen dies hat ihrer Meinung nach das Lerntempo der Klasse gestört da die meisten Schüler zu Hause von den Eltern auf neue Themen vorbereitet wurden sie schrieben teilweise vor Arbeiten Tests mit den Kindern und Fragen wurden oft nur von 2,3 Schülern gestellt die zu Hause keine große Hilfe hatten.
Ich habe mittlerweile einen termin bei einem Psychologen da ich befürchte das er das Verhalten bei Problemen Augen zu und abwarten nicht von alleine wieder ablegen wird.
Hallo Ladina,
auf ein Schuljahr verteilt wäre es vielleicht gar nicht so schlimm gewesen mein Sohn kam aber erst Ende Januar an diese Schule es waren also nach Anzug der Osterferien nur ein paar Monate deshalb empfand ich die Massnahmen auch als Druck da wir gar keine Zeit hatten uns auf die neue Schule einzustellen.
An das Jugendamt habe ich mich auch schon gewandt nach dem Motto Angriff ist die beste Verteidigung wollte ich zuerst mit dem Amt reden.Ich bekam zur Auskunft das unsere zuständige Sachbearbeiterin länger erkrankt sei und der Vertreter erklärte mir das er keine Termine mehr frei habe und er 3 Wochen in Urlaub ginge da er aber im Moment nichts ändern könne sollte noch Bedarf bestehen soll ich mich nach seinem Urlaub nochmal melden
Hallo Mohr Georg,
ich habe mir mit meiner Antwort etwas Zeit gelassen und sehr gründlich über ihre Antwort nachgedacht.
Ich werde auf keinen Fall die Schule verklagen.
Nicht weil ich keine Lust habe für meinen Sohn zu kämpfen .Ich bin der Meinung das wir dann nur verlieren können.Es handelt sich um eines 13-jähriges Kind und sollten wir irgendetwasv erreichen denke ich das er immer ein rotes Tuch sein wird und ich glaube sicher das man dann auch einen Weg findet ihn von der Schule zu bekommen.Der Junge reagiert noch nicht wie ein Erwachsener und hat sich nicht immer unter Kontrolle es reicht dann vermutlich wenn man ihn provoziert und er sich irgendwann im Ton vergreift.
Ich denke schon das die Antworten im Forum recht hilfreich sein können manchmal reicht es auch schon sich einfach alles von der Seele zu schreiben und man findet die Lösung allein.
Ich werde das Gespräch mit dem Stufenleiter nun bewusst suchen da er nun nichts mehr an unserer Entscheidung ändern kann und ihm sagen wie sein Verhalten wirkt und möchte versuchen ihm bewusst zu machen was er eventuell damit anrichten kann.Ich bin mir immer noch sicher das er sich nicht bewusst ist wie sein übertriebener Ehrgeiz auf uns gewirkt hat und glaube nicht das er uns persönlich angreifen wollte.
Auf jeden Fall bin ich der Meinung das solch eine Diskussion immer hilfreich sein kann.
Danke,
Dorism







GeorgMohr
Moderator

Schulpädagogischer Berater/Gutachter





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Nachricht senden Erstellt am 28.07.2005 - 17:30

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Die erfahrene dreifache Mutter Tanja schrieb
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Alles in allem empfinde ich manches

Gespräch mit einigen Lehrern als Kampf gegen Windmühlen

und stehe relativ fassungslos davor, denn es erklärt sich mir immer noch nicht recht,

weshalb man Lehrer wird, wenn einen das Lehren und Arbeiten mit Kindern nicht umfassend interessiert.


GEORG MOHR

diese Reihe wird weiter fortgesetzt





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TIna





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Nachricht senden Erstellt am 29.07.2005 - 14:27

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Hallo,

Gemo schrieb
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So manch "abgestiegener" Schüler hat bei uns in der Hauptschule zum ersten Mal eine vernünftige Betreuung und einen guten Start ins Berufsleben bekommen!!!


Nachdem ich hier zitiert wurde, was ich an sich nicht schlimm finde, wurde das Zitat natürlich ohne Zusammenhang missverstanden. Darum möchte ich mich kurz dazu äußern.

Nein Momo, deine Kinder dürfen gerne an ihren Schulen bleiben. Nein, die Hauptschule ist nicht für jeden Schüler unbedingt der beste Lernort - und NEIN - wir sind nicht die Auffangstation für alle Verhaltensgestörten, die dürfen Gymnasium und Realschule auch gerne behalten.

Der Zusammenhang war der, dass im Beitrag vorher von einem "Abstieg" auf die Hauptschule die Rede war. Dagegen möchte ich mich als begeisterte Hauptschullehrerin schlichtweg wehren. Unser Leistungsniveau ist niedriger, das stimmt - aber auch die Hauptschule hat ein eigenständiges Profil und einiges zu bieten.
Leider passiert es immer wieder, dass Schüler zu uns durchgereicht werden. Selten ist es mangelndes Leistungsvermögen, meist Probleme verschiedenster Art. Im Normalfall - und das habe ich schon oft erlebt - kann die Hauptschule diesen Schülern doch noch eine vernünftige Perspektive bieten, wobei der enge Kontakt zu Klassenleiter oft sehr hilfreich ist.
Einer meiner letzten "Durchgereichten" wird wohl nächstes Jahr sein Fachabitur machen - die anderen haben gute Lehrstellen - also war der "Abstieg" doch wohl eher ein Umstieg.
Wer Gymnasium und Realschule schafft, mag gerne dort bleiben. Nur wenn es nicht klappt, hilft es nichts, den Kindern das Gefühl von "Abstieg" zu geben - Ermunterung und Mut machen hilft sehr viel mehr.
Auch tut man unseren Hauptschülern unrecht, wenn man mit ihnen nur die Vorstellung vom "aussortierten Rest" verbindet - das sind die meisten durchaus nicht und viele sind Spätzünder. Wenn einer in der 9.Klasse einen guten Quali schafft, während viele gleichaltrige Gymnasiasten pubertierend vor sich hinversagen, dann ist das, in diesem schwierigen Alter, schon eine tolle Leistung.

LG
Tina

[Dieser Beitrag wurde am 29.07.2005 - 17:48 von TIna aktualisiert]
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 23:42    Titel: Seite 3 Antworten mit Zitat

alias





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Nachricht senden Erstellt am 29.07.2005 - 17:29

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Genauso ist es, Tina.

Auch ich unterrichte gerne an der Hauptschule - wir unterrichten nicht so kopflastig und die Schüler haben vielfältige Möglichkeiten, ihre Begabungen zu entdecken. Von unseren 26 Absolventen, die alle den Hauptschulabschluss in der Tasche haben, werden 10 noch ein Jahr an der Werkrealschule dranhängen und fünf die zweijährige Berufsfachschule absolvieren, die ebenfalls zum mittleren Bildungsabschluss führt. Immer wieder mal kommt ein Ehemaliger vorbei und zeigt uns stolz sein Fachabitur-Zeugnis.

Ich will nichts schönreden. Selbstverständlich gibt es auch die Abbrecher und die Schüler, die ans BVJ wechseln. Aber auch manche, die direkt eine Lehre beginnen.

Dazu gibt es auch eine hübsche Anekdote.
Treffen sich zwei ehemalige Schulkameradinnen aus der 4.Klasse nach Jahren wieder. Sagt die eine: "Weißt du, ich habe damals dann mein Abitur gemacht, geheiratet und habe jetzt drei Kinder." Sagt die andere: "Ich habe meinen Hauptschulabschluss gemacht, eine Lehre absolviert, Gesellen- und Meisterbrief und habe jetzt drei Firmen."


[Dieser Beitrag wurde am 29.07.2005 - 17:30 von alias aktualisiert]




ladina





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Nachricht senden Erstellt am 29.07.2005 - 18:34

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Hallo,

das tönt ja alles recht verführerisch, was ihr so über die Hauptschule berichtet.

Ich habe weniger mit HS-Lehrern Kontakt, dafür umso mehr mit Eltern, von Kindern die auf der HS waren. Und die beklagen, (auch bei gutem Abschluss!), wie schwierig es ist, eine Lehrstelle in einem gewünschten Beruf zu finden. Das ist natürlich die Kehrseite der Medaille.

Sicher toll, wenn jemand mit HS weiterlernt und Fachabi macht. Aber was ist, wenn er gar nicht erst eine Lehrstelle findet, dann kann er sich schlecht in seinem Beruf weiterbilden und den Meisterbrief machen.


lg,

ladina




TIna





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Hallo Ladina,

das hat Alias ja auch schon angedeutet - schönreden kann man die Hauptschule auch nicht. Die Lehrstellensuche ist tatsächlich ein Problem - aber regional unterschiedlich.
Oft liegt es nicht an der Unfähigkeit der Hauptschüler oder an der ach so schlechten Hauptschule sondern an der Arbeitsmarktstruktur.

Einerseits bietet die Hauptschule auch die Möglichkeit weiterzumachen (bei guten Leistungen), andererseits müssen aber auch die Schüler überzogene Vorstellungen fahren lassen - eine Hauptschülerin mit Deusch 4 bekommt auch nach 50 Bewerbungen wohl keine Stelle als Bürokauffrau.

Es ist nicht die perfekte Schulform auf die unbedingt jeder Schüler gehen muss - aber durchaus eine, die auch Anerkennung verdient - wie auch ihre Schüler.
Nur kurz am Rande - viele Gymnasiasten und Realschüler, die bei uns Quali extern machen wollen, schaffen ihn nicht. Sooo niedriges Niveau herrscht bei uns dann auch wieder nicht.

LG
Tina






alias





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Nachricht senden Erstellt am 29.07.2005 - 20:12

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ladina schrieb
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....
Ich habe weniger mit HS-Lehrern Kontakt, dafür umso mehr mit Eltern, von Kindern die auf der HS waren. Und die beklagen, (auch bei gutem Abschluss!), wie schwierig es ist, eine Lehrstelle in einem gewünschten Beruf zu finden. Das ist natürlich die Kehrseite der Medaille.
....



Diese Probleme haben aber Realschüler ebenfalls, genauso wie Gymnasiasten Probleme haben, nach dem Studium eine Anstellung zu finden.
Ein Bekannter ist Doktor der Biologie und fährt Taxi.... So viel zu den Berufschancen.

Das größte Problem vieler (Haupt-)Schüler sind die falsch gewählten Wunschberufe. So lange die Jungs zu einem großen Teil Automechaniker und die Mädchen Frisöse oder Arzthelferin werden wollen, kann es gar nicht genügend Ausbildungsstellen im "Wunschberuf" geben.

Hier müssen Eltern und Lehrer dafür sorgen, dass die ganze Palette der über 400 Ausbildungsberufe bekannt - und den Kindern schmackhaft - gemacht wird.

....
Wobei wir uns mittlerweile schon weit vom Ursprungsthema der Threads entfernt haben

[Dieser Beitrag wurde am 29.07.2005 - 20:17 von alias aktualisiert]




GeorgMohr
Moderator

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Nachricht senden Erstellt am 29.07.2005 - 23:06

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Beschriebene Vorteile der Hauptschule - auch für Realschule und Gymnasium gut ?!

Zunächst der zuletzt genannte Nachteil bei der Stellensuche:
Das beruht zum Großteil auf dem ungerechtfertigten Vorurteil der Gesellschaft gegen die Hauptschule und die Hauptschulabgänger.

Die Hauptschule ist von allen - auch den Schulen, Lehrern und Ministerien - sehr lange nur negativ als "Restschule für die Versager" verkannt und behandelt worden.

Das zeigen auch einige Beiträge im Lehrerforum im vergangenen halben Jahr - zum Teil extrem drastisch:

- Etliche Lehrer schreien "Hilfe", wenn sie erfahren, dass sie demnächst eine Hauptschulklasse unterrichten sollen.

Ganz anderes Tina jetzt hier und als Tina34 im Lehrerforum , die offensichtlich gerne Hauptschüler unterrichtet.
Ich habe früher mal von einer Kollegin berichtet, die sagte "Wenn man nur ein bisschen nett zu denen ist (zu den Hauptschülern), fressen sie einem aus der Hand."

Ich unterrichtete mal einen Hauptschüler, der den Unterricht nur so là-là hinter sich brachte.
Nach zwei Wochen Betriebspraktikum in einem Elektrohandwerksbetrieb erzählte er sofort ganz stolz: "Mein Chef hat zu mir gesagt: Wenn Du den Hauptschabschluss schaffst, bekommst Du sofort eine Lehrstelle bei mir!"

Von diesem Tag an war der Junge wie ausgewechselt und arbeitete eifrig im Unterricht mit. Er hatte praktisch gearbeitet, dabei großen Erfolg erlebt und hatte nun ein konkretes Ziel, das er natürlich auch erreichte.

Schule ganz generell scheint mir zu einseitig kopflastig - dies spürt man bei den weniger intellektuellen Schülern ganz besonders. Sie sind deswegen nicht weniger lebenstüchtig - vielleicht sogar im praktischen Arbeiten mit ihren Händen besser !
Man denke an den Intelektuellen "mit zwei linken Händen"!

Auch Real- und Gymnasialschülern täte mehr Praxisbezug und praktisches Tun in der praktischen Lebensrealität in Betrieben mit Erwachsenen gut - in der realen Lebenswelt. Eltern von Gymnasialschülern, die meinen, schon der Praktikumsplatz im Alter von 14/15 dürfe nicht unter dem "Niveau Bank oder Versicherung" sein, tun ihren Kindern nicht immer Gutes. In diesem Alter scheint mir entwicklungspsychologisch gesehen konkretes Anpacken angebracht. Für meinen Sohn hatte ich als einziger Vater einer reinen Gymnasialklasse einen Handwerksbetrieb ausgesucht.
Mein Sohn hat durch das handwerkliche Praktikum einen mich überraschenden Entwicklungsschub in seiner Persönlichkeit gemacht. Heute arbeitet er mit BWL-Diplom als stellvertretender Personalchef in einem großen Konzern.

Tina hat sehr zurecht als Vorteile der Hauptschule eine größere Geborgenheit und Zuwendung UND das Klassenlehrerprinzip betont - dass also eine Klassenlehrerin / ein Klassenlehrer möglichst viele Fächer und dadurch viele Stunden mit der gleichen Schüler-Gruppe arbeitet - insgesamt nur einige wenige Lehrer in ein und derselben Klasse unterrichten. Nur so können Vertrautheit und Geborgenheit entstehen - nur daraus kann ein hohes Maß an Energie für Lernen und Arbeiten frei und verfügbar werden.

Beim reinen Fachlehrerunterricht wird viel Kraft für die Anpassung im 40-Minutentakt verbraucht.

Die bekannte pensionierte Rektorin und Buchautorin Enja Riegel propagiert zumindest für die Sekundarstufe I für Lehrer ein einziges exemplarisch wissenschaftlich vertieft studiertes Studienfach UND die Bereitschaft, sich in drei andere Unterrichtsfächer eigener Wahl fachlich, didaktisch und methodisch einzuarbeiten.
Dann haben die Schüler einer Klasse es mit nur einem kleinen Lehrerteam zu tun, das sich dann auch leichter untereinander absprechen können.

Würden diese mir pädagogisch richtig und wichtig erscheinenden Prinzipien nicht auch Realschülern und Gymnasiasten gut tun, weil sie allgemeingültig gute Prinzipien für menschliche Wesen sind ?

Hängen wir nicht zu sehr am in seiner Strenge abzulegenden Fachlehrerprinzip der althergebrachten Gymnasien, nur weil diese bisher die - fäschlicherweise - angesehendsten Schulen mit den angesehendsten "Studienräten" (nicht "Lehrern" mit den höchsten Gehältern bei geringster Stundenleistung waren und immer noch sind ?

Mehr Menschlichkeit - mehr Pädagogik in die Schulen!

PS: Wir haben uns gar nicht vom ursprünglichen Thema des Threads enfernt. Hier werden Lehrermeinungen und -haltungen deutlich. Und zum Glück positive !

Viele Grüße, GEORG MOHR

[Dieser Beitrag wurde am 30.07.2005 - 01:08 von GeorgMohr aktualisiert]





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Momo86
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Beiträge: 125
Nachricht senden Erstellt am 30.07.2005 - 17:48

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Ich gebe jetzt mal ein aktuelles Beispiel eines ehemaligen Schulabbrechers (mit Zitaten aus seiner mir seit gestern vorliegenden schriftlichen "Lebens-/Erfolgsbeschreibung":

"Ich fand Schule doof. Das lange Stillsitzen im Unterricht, die Klassenarbeiten. Mit 16 bin ich aufgestanden und habe gesagt: ab morgen komme ich nicht mehr.

...
Er hat die Nase voll von humorlosen Lehrern, Tadeln im Klassenbuch, Nachsitzen.
...
(Er)...ist in der Geschwindigkeit zu Hause. Er bewegt sich schnell, er spricht schnell, er handelt schnell, er denkt schnell. Sein Körper federt durchs Leben. (...) Sein Sportlehrer lobt ihn als `hervorragend`, der Rest des GS-Kollegiums tadelt seine Leistungen. "
...
Nach seinem 11 bis zu seinem 16 Geburtstag besucht der Junge insgesamt 9 verschiedene Schulen und Internate. An den Wochenenden muss er meist "Strafarbeiten" schreiben und erhält deshalb keinen Heimaturlaub.
..............
Mit 16 verlässt er ohne Abschluss auf eigenen Wunsch die Schule und wird .... Profisportler...

Mit 26 ist die hoffnungsvolle Karierre nach einem schweren Sportunfall beendet.
Inzwischen glücklich verheiratet und Vater von 2 Kindern gründet der junge Mann seine erste eigene Firma, hat Ideen und Visionen... erlebt zunächst viele, viele Niederlagen...

Heute ist er etwa 40, Eigentümer und tätiger Unternehmer einer der am schnellsten wachsenden Firmen weltweit, unglaublich erfolgreich... UND sozial engagiert- im eigenen Unternehmen für "seine Mitarbeiter vor Ort" wie auch in Sozialprojekten in Dritt-Welt-Ländern (Waisenhausprojekt in Südamerika..., Asien: Ausbildungsstätten für Straßenkinder).

Sagt: "In Entwicklungsländern (...) lässt sich mit Hilfe zur Selbsthilfe mehr bewegen als mit Spenden - ich halte es für richtiger, eine Angel zu verschenken, als einen Fisch!"

Betrachtet man die Schulkarriere dieses Mannes, dann war er damals der komplette Versager...- und das bei so vielen Talenten, menschlich herausragenden Qualitäten...

.........
Woher kenne ich nun diese Geschichte? Warum fasziniert sie mich so?

Dieser unglaubliche Typ ist "unser Chef" - mein Mann ist zu unser aller Glück in dieser Firma beschäftigt...- und somit hatte ich bei div. Veranstaltungen Gelegenheit An-Teil zu nehmen...

LG Momo





Dorism





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Nachricht senden Erstellt am 31.07.2005 - 16:54

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Hallo,
Ich habe auch nichts gegen die Hauptschule ich habe selbst auch nur einen Hauptschulabschluss.
Was mir nicht gefallen hat waren die schnellen Massnahmen und einige Bemerkungen bei meinen Gesprächen mit dem Stufenleiter.Ich sollte meinem Sohn z.B.Computerverbot erteilen als ich erklären wollte das mein Sohn nicht stundenlang am Computer spielt also kein zusammenhang besteht zu seiner Arbeitsverweigerung erklärte man mir dass das Internet sehr gefährlich wäre und mein Sohn durch die Tatsache das er sich Hip Hop Texte aus dem Internet laden würde in Verdacht stehen würde er könne fremdenfeindlich sein so etwas habe man schon einmal erlebt.
Auf meine Frage was denn passiert wäre bekomme ich aber keine Antwort sondern nur die Anweisung verbieten sie dem Jungen den Zugsng zum Internet.
Er bekam einen schriftlichen Verweiß weil er sich weigerte seiner Lehrerin einen Zettel den er im Unterricht geschrieben hatte zu übergeben.Er versicherte der Lehrerin das er nicht mehr schreiben würde verweigerte aber die Herausgabe des Zettels.Die Lehrerin nahm ihm den Zettel ab und mein Sohn erklärte ihr das es sich um sein Eigentum handeln würde und er nicht will das sie ihn liest.Daraufhin musste er zur Schulleitung und erhielt einen Verweiß .Ich finde dieses Verhalten übertrieben und bin nur dagegen das jeder Schüler der nicht 100% funktioniert sofort weitergereicht wird.




ladina





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Beiträge: 68
Nachricht senden Erstellt am 01.08.2005 - 11:28

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Dorism schrieb
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dass das Internet sehr gefährlich wäre und mein Sohn durch die Tatsache das er sich Hip Hop Texte aus dem Internet laden würde in Verdacht stehen würde er könne fremdenfeindlich sein so etwas habe man schon einmal erlebt.


Au Mann! Wo und in welchem Zeitalter leben diese Leute?

Ich finde so eine unbegründete Unterstellung der "möglichen Fremdenfeindlichkeit" eine absolute Frechheit! Mein Sohn surft auch im internet und hört hiphop, trägt ein Aggroberlin T-Shirt........und......er IST Ausländer.

Das ist doch mit "Computerverbot" nicht gelöst. Was es bräuchte (sollt denn der Konsum von hiphop-Texten tatsächlich das Problem sein) wäre doch eher eine konstruktive Kritik an diesen Texten und an dieser Kultur. Da könnte die Schule ja auch etwas beitragen, statt nur verurteilen. Ein Verhalten der Unterdrückung (wie das bei einem rigorosen Verbot der Fall ist), fordert doch eine ablehnende Haltung geradezu heraus. Darin hat diese Kultur doch gerade ihren Ursprung.

lg,

ladina




Dorism





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Registriert seit: 22.06.2005
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Nachricht senden Erstellt am 02.08.2005 - 08:12

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Hallo Ladina
Ich bin mir ziemlich sicher das diese Haltung des Stufenleiters der Auslöser für seine zum Schluss komplette Verweigerung war.Mein Sohn wollte sich einfach nicht dem Druck beugen.Er lernt auch nicht weil er durch die Musik keine Zeit mehr hat.
Er hat einfach nicht verstanden warum die Schule sein Privatleben diktiert.Ich habe bei dem Gespräch auch darauf hingewiesen das mein Sohn alles andere als Fremdenfeindlich ist da ca.90% seiner Freunde Kinder ausländischer Mitbürger sind.Er macht mit einigen Freunden Hip Hop und sie dichten nur aktuelle Texte um.
Der SL schnitt mir aber immer wieder das Wort ab und besteht immer noch auf ein Computerverbot und darauf das er 1 Stunde am Tag lernen muss und dies von uns kontrolliert werden muss.
Sin Hauptargument ist bei jedem Gespräch seine 26-Jährige Erfahrung und er würde besser wissen was richtig ist.
LG Dorism





ladina





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Nachricht senden Erstellt am 02.08.2005 - 11:41

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Hallo Doris,

Dorism schrieb
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Ich bin mir ziemlich sicher das diese Haltung des Stufenleiters der Auslöser für seine zum Schluss komplette Verweigerung war.

das könnte einiges erklären. Vermutlich wäre das bei meinem Jungen genau gleich. Wobei sicher die Stunde lernen jeden Tag weniger das Problem ist, als das Computerverbot. Das ist auch ein Bereich, der die Schule eigentlich nichts angeht, solange es in einem gewissen Masse ist.

Computern ist ja auch ein Ventil. Was gibt es schöneres als in "Sims" den Figuren Lehrernamen zu geben und die dann so richtig zu quälen?

Oder was mein Sohn macht, RPGs zum Thema zu programmieren. Oder Raps zu dichten, das kann sowas von befreiend wirken.

lg,

ladina
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 23:44    Titel: Seite 4 Antworten mit Zitat

Erika
Stammposter




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Beiträge: 256
Nachricht senden Erstellt am 08.08.2005 - 22:16

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Hallo,

zum Thema Hauptschule und Berufschancen:

www.abendblatt.de/daten/2005/08/08/468056.html

Wie schon gesagt wurde, hat die Hauptschule leider nicht mehr den Status, den sie früher hatte. Sicher gibt es mehrere Faktoren, die dazu geführt haben. Ein Grund ist m.E. auch, dass auf die Hauptschulen Nicht-Norm-Kinder abgeschoben werden, die dort aufgrund Ihrer Intelligenz absolut nicht hingehören, nicht geförderte Kinder, denen man die Lust am Lernen gewaltig vermiest hat, die absolut keinen Bock mehr auf Schule und Lernen haben. Solche Null-Bock-Menschen will auch keiner ausbilden. Inzwischen hat die Hauptschule so ein schlechtes Image (bei uns hier wird von Russenmafia und Drogenmetropole gesprochen), so dass leider auch die anderen Hauptschüler darunter zu leiden haben. Tatsache ist jedenfalls m.E, dass sie zur "Restschule" geworden ist. Was früher Sonderschule war, ist jetzt Hauptschule.

Die schmerzlichen Erfahrungen, die der Sohn von Dorism machen musste, machen leider sehr viele. Kaum jemand interessiert sich für die Ursachen von Lern- und Verhaltensauffälligkeiten, leider. Nur wer die Ursachen kennt und versteht, kann helfen.

Ich kenne sehr viele Betroffene, die skrupellos nach unten durchgereicht wurden. Einige gehen dabei wirklich vor die Hunde.

Liebe Dorism, gut, dass du dir nicht länger einreden lässt, dass dein Sohn Druck braucht, um !"normgerecht" zu funktionieren. Du hast es ja selbst erkannt, Druck erzeugt Gegendruck und hilft überhaupt nicht. Dein Sohn braucht Verständnis, Lob und Unterstützung. Auf keinen Fall würde ich ihn auf die Hauptschule "sinken" lassen, besser wäre m.E. eine Realschule/Privatschule/Gesamtschule? (Gymnasium ist jetzt wohl erst einmal nicht mehr möglich) mit Lehrern, die noch Herz, Einfühlungsvermögen und psychologische Grundkenntnisse haben.

Ich wünsche euch alles Gute. Wenn dich unsere Erfahrungen mit Schule interessieren, siehe hier unter Erfahrungsberichte. Morgen wird mein Großer am Gymnasium eingeschult, hoffentlich geht es bei uns weiter bergauf.

Viele Grüße
Erika





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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
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Nachricht senden Erstellt am 09.08.2005 - 00:14

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Erika schrieb
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.....Inzwischen hat die Hauptschule so ein schlechtes Image (bei uns hier wird von Russenmafia und Drogenmetropole gesprochen), so dass leider auch die anderen Hauptschüler darunter zu leiden haben. Tatsache ist jedenfalls m.E, dass sie zur "Restschule" geworden ist. Was früher Sonderschule war, ist jetzt Hauptschule.
......



Das schlechte Image hat die Hauptschule besonders, weil Leute wie Erika immer wieder diese stereotypen Vorurteile öffentlich wiederholen - ohne auch nur eine Spur von persönlicher Erfahrung von den "Zuständen" in der Hauptschule zu haben. Da geht alles über Hörensagen = Klatsch-und-Tratsch ("es wird davon gesprochen..."

Die "Drogenprobleme", die wir an unserer Hauptschule haben, sind in potenziertem Ausmaß an Realschulen, Gymnasien und Berufschulen vorhanden - weil die Schüler dort schlicht älter sind und das Einstiegsalter für Cannabis etc im Schnitt bei 16 Jahren liegt.

Lass deine Vorurteile, wo sie hingehören: In der unteren Schublade.




Dorism





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Das neue Schuljahr ist nun genau eine Woche alt.
Mein Sohn wurde, da er ja die klasse wiederholen muss einer neuen Klasse zugeteilt.In dieser Klasse sind die Wiederholer und alle Schüler die die Schule wechseln mussten oder wollten.Er hat nur zwei Lehrer aus dem alten Schuljahr behalten und hatte bis Donnerstag keine Probleme.
Nach der ersten Pause hatte er das erste Mal Bildende Kunst.Er ging in seinen Raum und setzt sich an seinen Platz.Als die Lehrerin den Raum betrat und er erkannte das es seine alte BK Lehrerin war, war er doch ein wenig enttäucht und erlaubte sich einen seufzer da ihm diese Lehrerin das Leben doch recht schwer gemacht hatte.Sie erkannte ihn sofort und setzte ihn vor die Tür.Leider ist der junge Mann sehr selbstbewusst er konnte sich die Frage warum er vor die Tür soll nicht verkneifen und landete sofort beim Stufenleiter.Nachdem er ihm erklärte das er nichts getan hat bekam er die Antwort er könne sich seine dummen Kommentare sparen und bekam einen Eintrag ins Klassenbuch wegen stören des Unterrichts.
Seine Klassenlehrerin versuchte ihn zu beruhigen und erklärte ihm das wäre nicht so schlimm er soll sich bei dieser Lehrerin ruhig verhalten sie wolle ihn provozieren da sie ihn nicht mag.
Er hat diese Lehrerin zwar nur zwei Stunden ich bin aber trotzdem verunsichert.
Soll ich mit dieser Lehrerin reden oder mache ich damit alles noch schlimmer?





Martian





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Liebe Dorism,

wenn es sich wirklich so zugetragen hat, was ich keinesfalls bezweifle, solltest du als verantwortungsbewußte Mutter ein dringliches Gespräch mit dem Stufenleiter führen, der scheinbar nach dem Grundsatz "Der Lehrer hat immer Recht!" seinen Job mehr schlecht als recht erledigt.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es einigen Lehrern sehr leicht fällt, weniger Wert auf das zu lehrende Fach zu legen, als auf konsequente Kleinmachung der ihnen anvertrauten Schüler. Schulen haben einen Bildungsauftrag. Dieser beinhaltet auch einen Erziehungsauftrag.

In deinem Fall bedeutet dieses: die Schule (Lehrerin und Stufenleiter) hat mit SEHR NEGATIVEM Stil auf sich aufmerksam gemacht. Nicht deinem Sohn gebührt der Eintrag ins Klassenbuch, sondern der Schule.

Warum soll dein Sohn den Duckmäuser (Aussage der Klassenlehrerin!) spielen, wenn das Fehlverhalten ganz klar beim Lehrer liegt?




Erika
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Hallo Dorism,

dieses "vor die Tür setzen" kenne ich auch sehr gut aus der ehemaligen Schule meines Sohnes. Das ist eben Unterrichts(straf)vollzug - traurig, aber leider an der Tagesordnung in vielen Schulen. Eigentlich ist es Hilflosigkeit der Lehrer und auch bei einigen die einfachste, bequemste Lösung. Wer nicht spurt und stramm steht, wird ausgeschlossen. Es ist scheinbar zu viel verlangt, dass diese Lehrer sich erst einmal Gedanken machen, warum das Kind aufmuckt bzw. welche negativen Folgen sie mit ihren Strafen auslösen.

Die Lehrerin deines Sohnes hätte sich an die eigene Nase fassen müssen, sich Gedanken machen sollen, warum dein Sohn seufzt, wenn sie den Raum betritt.

Bei diesem einmaligen Vorfall würde ich nicht mit der Lehrerin reden. Wenn diese Lehrerin deinen Sohn jedoch auch vorher schon "schlecht" behandelt hat, würde ich das Gespräch suchen, möglichst mit dem Stufenleiter und noch einer Person deines Vertrauens, ev. auch ärztliche Bescheinigung über die psychische Verfassung deines Sohnes vorlegen. Dein Sohn sollte dich auf jeden Fall weiterhin über die Vorkommnisse in der Schule auf dem Laufenden halten, damit du rechtzeitig einschreiten kannst.

Alles Gute!

Erika





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(A. Jean Ayres)

Dorism





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Hallo Erika,
am Donnerstag hatte mein Sohn seine 2.Bk Stunde.
Er hat mir vorher erklärt das er mir zwar erzählt sollte etwas vorfallen er aber nicht möchte das ich mit der Lehrerin rede.
Er möchte einfach höflich mit ihr umgehen und ihr keinen Grund zur Beschwerde geben.
Nach der Schule erzählte er mir das sie in der 1.Stunde gewohnt unfreundlich zu ihm war aber in der 2.Stunde nachdem eine Reaktion von ihm ausblieb auf einmal normal mit ihm umging und ihm sogar erklärte was er tun soll.
Ich denke ich warte ab vielleicht merkt jetzt auch diese Lehrerin das der Junge im letzten Schuljahr durch den überhasteten Schulwechsel einfach überfordert war.
Viele Grüße
Dorism




Erika
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Registriert seit: 16.12.2004
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Nachricht senden Erstellt am 19.09.2005 - 21:17

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Hallo Dorism,

ja, das ist sicher das Beste, erst einmal abzuwarten und von deinem Sohn auf dem Laufenden gehalten zu werden. Vielleicht schafft es dein Sohn, der Lehrerin keine "Anlässe" zu bieten.

Meinem Sohn empfehle ich auch immer, sich möglichst unauffällig zu verhalten. Für Kinder ist das allerdings nicht immer ganz leicht und auch verständlich, wenn sie aus welchen Gründen auch immer unausgeglichen sind und dann auch noch Ablehnung durch Lehrer spüren.

Alles Gute und schreibe `mal wieder!

Erika





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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)
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