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Lehrer soll Mädchen sexuell belästigt haben

 
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Marlene Mayer



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 271
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 19.09.2006, 07:53    Titel: Lehrer soll Mädchen sexuell belästigt haben Antworten mit Zitat

http://augsburger-allgemeine.de/Hom...._regid,2_arid,798210.html

Lehrer (57) soll Mädchen sexuell belästigt haben
Pädagoge widerspricht Strafbefehl: Jetzt Prozess

(bo). Was moralisch verwerflich ist, muss nicht immer auch strafrechtlich relevant sein. Vor allem, wenn es "nur" um sexuelle Anzüglichkeiten geht, tun sich die Ermittler bisweilen schwer, die Vorfälle in einen Straftatbestand zu verwandeln. Im Fall eines Augsburger Hauptschullehrers war es allerdings so. Der 57-Jährige muss sich am Donnerstag vor Gericht verantworten. Er soll drei Schülerinnen sexuell beleidigt haben - was er vehement bestreitet.

Eigentlich wäre der Fall gar nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Das Amtsgericht hatte gegen den Pädagogen nämlich im Februar einen schriftlichen Strafbefehl verhängt. Strafbefehl bedeutet, dass ein Richter die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft ohne mündliche Hauptverhandlung prüft und dann eine in seinen Augen angemessene Strafe ausspricht. Im Fall des 57-Jährigen sollte das eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen sein. Hätte der Mann bezahlt, wäre der Fall ohne großen Wirbel erledigt gewesen. Der Lehrer legte allerdings Einspruch ein. Deshalb muss er sich am Donnerstag vor Jugendrichter Bernhard Kugler in einer öffentlichen Verhandlung verantworten.


Die Anklagebehörde wirft dem Mann, der von November 2004 bis Juli 2005 als mobile Reserve der Augsburger Lehrerschaft an der Hauptschule Hochzoll-Süd eingesetzt war, sexuelle Beleidigung vor. Vor allem um drei Fälle geht es: Am 13. Juli 2005 soll der Mann einer 13-Jährigen in den Ausschnitt geblickt haben. Auf Frage einer Mitschülerin, warum er dies mache, habe er die "Begaffte" als "geile Sau" bezeichnet. Im selben Schuljahr soll der 57-Jährige einer anderen Sechstklässlerin einen Klaps aufs Gesäß verpasst und sie als "sexy" bezeichnet haben. Auch einer dritten Schülerin (13) soll der Lehrer den Ermittlungen zufolge ans Gesäß gelangt und sie so ins Klassenzimmer geschoben haben.

Rektorin erstattete Anzeige

Dass die Vorfälle bekannt wurden, liegt vor allem an der Schulleitung. Nachdem sich die Eltern der Mädchen beschwert hatten, ging die Hauptschul-Rektorin offensiv an das Problem heran. Sie informierte zum einen die Schulaufsicht, zum anderen erstattete sie Anzeige bei der Polizei. Die Regierung von Schwaben leitete ein Disziplinarverfahren gegen den 57-Jährigen ein, zugleich nahm die Polizei die Ermittlungen auf. Vernehmungen und Befragungen von Schülerinnen bestätigten offenbar die Vorwürfe der Eltern - was dann zum Strafbefehl und jetzt eben zum Prozess führte. Sollte der Pädagoge, der seine Unschuld beteuert, schuldig gesprochen werden, könnte die Strafe sogar höher ausfallen als die im Strafbefehl verhängte.


Artikel vom: 19.09.2006 Augsburger Allgemeine Seite 4 Bayern
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Die entscheidenden Veränderer der Welt sind immer gegen den Strom geschwommen. Walter Jens
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rommy



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Beiträge: 187
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 20.09.2006, 21:58    Titel: Re: Lehrer soll Mädchen sexuell belästigt haben Antworten mit Zitat

Marlene Mayer hat Folgendes geschrieben:
http://augsburger-allgemeine.de/Home/AugsburgStadt/sptnid,20_puid,1_regid,2_arid,798210.html

Lehrer (57) soll Mädchen sexuell belästigt haben
Pädagoge widerspricht Strafbefehl: Jetzt Prozess

(bo). Was moralisch verwerflich ist, muss nicht immer auch strafrechtlich relevant sein. Vor allem, wenn es "nur" um sexuelle Anzüglichkeiten geht, tun sich die Ermittler bisweilen schwer, die Vorfälle in einen Straftatbestand zu verwandeln. Im Fall eines Augsburger Hauptschullehrers war es allerdings so. Der 57-Jährige muss sich am Donnerstag vor Gericht verantworten. Er soll drei Schülerinnen sexuell beleidigt haben - was er vehement bestreitet.

Eigentlich wäre der Fall gar nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Das Amtsgericht hatte gegen den Pädagogen nämlich im Februar einen schriftlichen Strafbefehl verhängt. Strafbefehl bedeutet, dass ein Richter die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft ohne mündliche Hauptverhandlung prüft und dann eine in seinen Augen angemessene Strafe ausspricht. Im Fall des 57-Jährigen sollte das eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen sein. Hätte der Mann bezahlt, wäre der Fall ohne großen Wirbel erledigt gewesen. Der Lehrer legte allerdings Einspruch ein. Deshalb muss er sich am Donnerstag vor Jugendrichter Bernhard Kugler in einer öffentlichen Verhandlung verantworten.


Die Anklagebehörde wirft dem Mann, der von November 2004 bis Juli 2005 als mobile Reserve der Augsburger Lehrerschaft an der Hauptschule Hochzoll-Süd eingesetzt war, sexuelle Beleidigung vor. Vor allem um drei Fälle geht es: Am 13. Juli 2005 soll der Mann einer 13-Jährigen in den Ausschnitt geblickt haben. Auf Frage einer Mitschülerin, warum er dies mache, habe er die "Begaffte" als "geile Sau" bezeichnet. Im selben Schuljahr soll der 57-Jährige einer anderen Sechstklässlerin einen Klaps aufs Gesäß verpasst und sie als "sexy" bezeichnet haben. Auch einer dritten Schülerin (13) soll der Lehrer den Ermittlungen zufolge ans Gesäß gelangt und sie so ins Klassenzimmer geschoben haben.

Rektorin erstattete Anzeige

Dass die Vorfälle bekannt wurden, liegt vor allem an der Schulleitung. Nachdem sich die Eltern der Mädchen beschwert hatten, ging die Hauptschul-Rektorin offensiv an das Problem heran. Sie informierte zum einen die Schulaufsicht, zum anderen erstattete sie Anzeige bei der Polizei. Die Regierung von Schwaben leitete ein Disziplinarverfahren gegen den 57-Jährigen ein, zugleich nahm die Polizei die Ermittlungen auf. Vernehmungen und Befragungen von Schülerinnen bestätigten offenbar die Vorwürfe der Eltern - was dann zum Strafbefehl und jetzt eben zum Prozess führte. Sollte der Pädagoge, der seine Unschuld beteuert, schuldig gesprochen werden, könnte die Strafe sogar höher ausfallen als die im Strafbefehl verhängte.


Artikel vom: 19.09.2006 Augsburger Allgemeine Seite 4 Bayern


Ist der Lehrer wirkich unschuldig? Das wird wohl nie klar werden!
Schade, daß ich ihn nicht sprechen kann!
Ist er unschuldig, wärs schön, wenn er gerecht behandelt wird.
Aber ist er´ s nicht.....wird die Strafe sicher nicht hart genug ausfallen.....
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NightRunner



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BeitragVerfasst am: 21.09.2006, 22:13    Titel: Bemerkenswert Antworten mit Zitat

Bemerkenswert finde ich hier vor allen Dingen die Tatsache, dass die Anzeige von der Rektorin ertstattet wurde, die damit klar das Wohl der Kinder über das Interesse des guten Rufes der Schule stellt. Ein Lob für dieses Handeln und das Rückrat, das sie damit beweist, denn damit hat sie sich bestimmt nicht nur Freunde gemacht.
Wenn nur alle Rektoren so reagieren würden, dann hätte der Vertuschungsautomatismus, den sich manche Schulen auf die Fahnen geschrieben haben vielleicht endlich ein Ende.
Natürlich soll die Unschuldsvermutung auch für Lehrer gelten, ich bin auch dagegen, bereits einen Verdachtsmoment öffentlich zu machen, denn damit könnte möglicherweise das Leben eines unschuldigen Lehrers ruiniert werden. Aber Schuld oder Unschuld festzustellen und zu Beweisen ist Sache eines ordentlichen Gerichts und gehört nicht in die Hand eines pädogischen Vertuschungsaufgebotes.
Die Strafanzeige muss erstmal sein - zum Schutz der Kinder.
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rommy



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Beiträge: 187
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 21.09.2006, 22:38    Titel: Re: Bemerkenswert Antworten mit Zitat

Code:
[quote="NightRunner"]Bemerkenswert finde ich hier vor allen Dingen die Tatsache, dass die Anzeige von der Rektorin ertstattet wurde, die damit klar das Wohl der Kinder über das Interesse des guten Rufes der Schule stellt. Ein Lob für dieses Handeln und das Rückrat, das sie damit beweist, denn damit hat sie sich bestimmt nicht nur Freunde gemacht.
Wenn nur alle Rektoren so reagieren würden, dann hätte der Vertuschungsautomatismus, den sich manche Schulen auf die Fahnen geschrieben haben vielleicht endlich ein Ende.
Natürlich soll die Unschuldsvermutung auch für Lehrer gelten, ich bin auch dagegen, bereits einen Verdachtsmoment öffentlich zu machen, denn damit könnte möglicherweise das Leben eines unschuldigen Lehrers ruiniert werden. Aber Schuld oder Unschuld festzustellen und zu Beweisen ist Sache eines ordentlichen Gerichts und gehört nicht in die Hand eines pädogischen Vertuschungsaufgebotes.
Die Strafanzeige muss erstmal sein - zum Schutz der Kinder.[/quote]


Sehe ich genauso, die Schulleiterin hat richtig gehandelt. Wie sicher alle hier in diesem Forum wissen, ist das gesetzlich vorgeschrieben. Tun es die Rektoren nicht, muß es die nächsthöhere Stelle tun.
So wird eben viel vertuscht und seit ich mit unserem angeblichen Missbrauchsfall beschäftigt bin, erfahre ich von immer mehr anderen Schulen, wieviele Lehrer schon eine Anzeige hatten, jetzt aber wieder auf unsere Kinder losgelassen werden.

Wie die StA mit so einem Fall umgeht, das wird ja nicht immer öffentlich! Es wäre sehr beruhigend zu wissen, dass sie genau überprüft. Also auch andere Schüler, Eltern, Lehrer befragt!
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