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Kopie: Interessante Diskussion im LF - aber sehr lang

 
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Beitragsrekonstruktion



Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 15:52    Titel: Kopie: Interessante Diskussion im LF - aber sehr lang Antworten mit Zitat

Ersteller:

Erika
Stammposter




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Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 256
Nachricht senden Erstellt am 06.12.2005 - 23:07

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Hallo,

habt Ihr diesen Thread

http://19087.rapidforum.com/topic=100676691577&startid=10

schon gelesen - eine Diskussion u.a. mit Robischon, der sich hier leider zurzeit nicht blicken lässt?

Der Beitrag vom 6.12. um 22.39 Uhr von row-k ist echt stark - immer die gleichen Schreiber dort, die auch anderen Usern unangenehm auffallen. Mal sehen, ob der Beitrag stehen bleibt.

Viele Grüße
Erika





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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

kinderhaus





Status: Offline
Registriert seit: 16.11.2005
Beiträge: 29
Nachricht senden Erstellt am 06.12.2005 - 23:46

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hallo erika,

ich lese manchmal dort im forum und row-k`s beiträge haben mir bisher gut gefallen.

schreiben werde ich dort wohl nicht mehr und, es stimmt schon:

viele der damen und herren dort sind dumm, ignorant und grässlich selbstverliebt.

mein bild der "lehrerschaft" als solche ist durch viele user dort nicht unbedingt besser geworden, einige wenige - seltene, viel zu seltene schreiber (und dies sicher aus gutem grund!) - haben mir in ihrer schreibe gefallen.

wenn ich darüber nachdenke, wie viele kinder einigen leuten dort morgen früh wieder ausgeliefert sind...

gibt es eigentlich auch foren für menschliche lehrer? die noch fühlen, denken, empathisch sind und in der lage, sich selbst zu hinterfragen und über sich selbst auch mal zu lachen???

bei mir gibts jetzt aber weder kekse noch sofa, dafür noch "ein wenig buch" -

grüße,

martina





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Vielleicht ist alles auch ganz anders.

Momo86
Stammposter




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Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 125
Nachricht senden Erstellt am 07.12.2005 - 07:50

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Hallo ihrs,

"viele der damen und herren dort sind dumm, ignorant und grässlich selbstverliebt.

mein bild der "lehrerschaft" als solche ist durch viele user dort nicht unbedingt besser geworden, einige wenige - seltene, viel zu seltene schreiber (und dies sicher aus gutem grund!) - haben mir in ihrer schreibe gefallen. "

Ja, Zustimmung. (Gilt nicht für alle, aber für viele. Z.B. ja nicht für Robischon.)

Gibt es noch menschlich anständige Lehrer?

Doch, zum Glück, Mein Kleiner hat derzeit zwei davon, mit denen immer ein g'scheites Gespräch möglich ist...

Mein Großer hat jetzt jede Menge davon an der Privatschule.
Er sagte gestern spontan:"Ich freue mich schon, morgen in die Schule zu gehen!"

Seine heutigen Lehrer äußern sich lobend: "Der ist ja toll arbeitseifrig, immer willig und dabei!"

In Religion (von jeher sein Lieblingsfach) hat er ständig den Finger oben und weiß wohl "alles"...!

In diesem Fach erhielt er am Gym. zuvor (nach jahrelang durchgängig "1" ) eine "4" ohne jede Leistungsüberprfg. (ohne Test, ohne Mappenbewertung, ohne mdl. Zwischennoten...)

Das ist fast unglaublich... in Mathe, Englisch, Franz mit vorne (Noten zwischen 1 und 3).

Der Wechsel zur Privatschule liegt gerade mal 5 Wochen zurück....

Gestern habe ich durch uns wohlgesinnte Personen, die mit der alten Schule nochn in Kontakt sind, erfahren, dass seine ehemalige Gym-KL wohl sehr gezielt gegen mich und meinen Sohn (meine Söhne) im Lehrerzimmer "gestänkert" hat (beim Reli-Lehrer offenbar mit "f(r)u(r)chtbarem Ergebnis....)

Seine Ex-Gym-KL steht (Eingeständnis an mich vom 10.11.05) in intensivem Austausch mit der Ex-KL (meiner Ex-Freundin) Elisabeth meines Jüngsten...... - die, welche seit 3 Jahren Verleumdung gg. uns im Dorf betreibt.

siehe hier:

http://www.foren.de/system/thread-u....-emgs-284060-1055436.html

Außerdem ist Elisabeth heute die KL der Tochter der Frau K.
U.U. unterrichtet Frau K. den ADS-Sohn von Elisabeth am Gym? U.U. haben die beiden eine feste Absprache?

Töchterlein der Frau K. erhält gute Noten bei Elisabeth B. in der GS R., wenn im Gegenzug der Sohn der Elisabeth B. am Gym. auch gute Noten bei Frau K. erhält??? Das wäre doch ein wunderbarer "Interessenausgleich".........

Sicher hat Töchterlein schon einen Stein im Brett, da die Frau Mama meinen Sohn so wunderbar herausmobben konnte.....

Momo

[Dieser Beitrag wurde am 07.12.2005 - 07:53 von Momo86 aktualisiert]




kinderhaus





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Registriert seit: 16.11.2005
Beiträge: 29
Nachricht senden Erstellt am 07.12.2005 - 08:08

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hallo momo,

ich möchte noch eben darauf hinweisen, dass meine frage war, ob es auch FOREN für menschliche lehrer gibt.

DASS es menschlich intakte lehrerInnen gibt, kann ich auch immer mal wieder erleben und erfahren.

gestern abend war ich noch auf robischons seite - bin von seiner arbeitsweise beeindruckt und berührt.
darüber müsste es mehr öffentlichkeit geben.

und ich frage mich, wie viele der kollegen im lehrerforum, die in bausch und bogen diesen ansatz etikettieren, kritisieren und ablehnen, wohl die seite wirklich schon gelesen haben.

auch robinsons seite ist, wenn ich das hier mal so verkürzt kommentieren darf, ein weiterer hinweis darauf, dass lernen bei kindern eine beziehungsfrage ist.
weniger methodik und didaktik, kinder lernen, wenn sie in ein gesundes, tragendes beziehungsgeflecht integriert sind, von alleine.
UND sie spüren sehr genau, was ihre erzieher und lehrer von ihnen halten und über sie denken - allen pädagogischen maßnahmen zum trotz.

unter anderem aus diesem grund ist es für mich geradezu unhaltbar, dass lehrer nicht verpflichtet sind, fachlich begleitet über ihre gefühle, ansichten und haltungen ihren schülern gegenüber zu reflektieren!

grüße,

martina






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Braunauge





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Registriert seit: 14.07.2005
Beiträge: 58
Nachricht senden Erstellt am 07.12.2005 - 13:03

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Hallo ihr

Ja, sehr interessante Diskussion , die ich auch von Anfang an mitverfolge. Wobei ich mich wirklich frage, was es an Robischons Konzept nicht zu verstehen gibt Wer lernen will der lernt auch ! Und wer Abitur will , weiß wohl auch worauf es ankommt. Viele lernen dann selbständig u. alles was sie sich nicht selbst beibringen können , fragen sie beim Lehrer nach. Der ist ja nicht abgeschafft. Und das alles in einem System ohne Pausenklingel u. festen Unterricht.
War das jetzt schwer ...mmmmh ?

Schlauby u. Robischons sind für mich die besten Diskussionsteilnehmer in dieser Runde. Sachlich u. ohne Agression u. keiner will den anderen "in die Ecke stellen" !

Ich hatte gerade eine "kleine" häusliche Erfahrung wie "freies Lernen" funktioniert. Und es hat mich selbst überrascht. Folgendes : Sohnemann hat Mathe zu seinem Hassfach erklärt , obwohl es nicht sein schlechtestes ist. Auch ich habe nicht dazu beigetragen. Weiter >>> Sohn wünscht sich schon seit Wochen ein U-Boot PC-Spiel, das definitiv nicht für seine Alterskategorie (2 Jahre zuviel) ist u. mir persönlich auf Grund des Kriegsgeschehen im Spiel nicht zusagt. Doch Sohnemann sprach mit Engelszungen , das es ihm doch nicht darum ging "nur" Schiffe zu versenken , sondern er sei an den Apparaturen, der Technik, und der Navigation interessiert (Schiffefan eben) . Ich habe mich breit schlagen lassen. Als das Spiel dann zum ersten Mal im Rechner rotierte und ich mich über seitenweise Gebrauchsanleitungen hermachte um festzustellen : "Schwer ! Sehr schwer ! Wie will er es jeh schaffen das zu spielen ? Er liest ja noch nicht mal diese Anweisung." ......war Sohnemann schon beim Zeichnen von Breiten u. Längengraden um sein Boot sicher auf Kurs zu bringen :- O ... da war ich echt platt ...... übrigends habe ich das Spiel immer noch nicht kapiert u. ich wasser meine Torpedos immer noch brav *lach* ....... Gelernt = Geometri ? Ausdauer ? Orientierung ? Mathe ? >>>> Ich glaube schon !
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Das man dem "Lernen in Freiheit" skeptisch gegenüber steht finde ich nicht so ungewöhnlich . Man muss sich wirklich erst länger damit beschäftigen um zu begreifen, was da geschieht. Und wer selbst in einem "engen" Lernsystem über Jahre büffeln musste , muss sich erst über eigene innere Anpassungen hinwegsetzen. Ging mir auch so. Aber man sollte zumindestens auch mal über alte Zäune schauen um zu sehen was dahinter passiert.
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@Momo
Wieso Noten ?

LG Braunauge






doppelkopf





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Registriert seit: 04.10.2005
Beiträge: 34
Nachricht senden Erstellt am 07.12.2005 - 13:15

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Hallo,

vielleicht passt das auch noch dazu:

Heute, Hamburger Abendblatt

Alle Schüler mitnehmen
Kommentar: Kiel schränkt Sitzenbleiben ein

Von Ruth Kastner

Kein Schulsystem eines anderen Industrielandes hat eine so hohe Sitzenbleiberquote wie das deutsche. Und in keinem Bundesland gibt es so viele Wiederholer wie in Schleswig-Holstein. Diese große Auslese ist im Grunde eine Kapitulation der Lehrer und des Systems. Denn längst verfügt die moderne Pädagogik über wirkungsvollere Instrumente, Schüler zu motivieren und zu fördern, als sie ins Abseits zu stellen.



Da wäre es nur folgerichtig, in einem neuen Schulgesetz für Schleswig-Holstein Sitzenbleiben und Schulartwechsel nach unten künftig stark einzuschränken, wie es Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) vorsieht. Allerdings müßten dann auch alle Möglichkeiten geschaffen werden, damit sich die Schule an die Anforderungen der modernen Pädagogik anpassen kann. Nicht Druck als Motor des Lernens, sondern Motivation. Dazu brauchte es eine entsprechende Aus- und Fortbildung der Lehrer, zudem ausreichend Personal und Material, um auch innerhalb der Klassen differenzieren zu können. Alle Schüler gehören mitgenommen und bei Bedarf gefördert. Gewiß ist dies in einer Ganztagsschule einfacher zu leisten als nur an einem halben Tag. Aber all das kostet viel Geld.

erschienen am 7. Dezember 2005




Momo86
Stammposter




Status: Offline
Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 125
Nachricht senden Erstellt am 07.12.2005 - 14:41

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@ B.: Es stehen %-Zahlen (oder Punkte) drunter, das lässt sich durchaus transferieren.




PetraLitzenburger
Administratorin




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Beiträge: 141
Nachricht senden Erstellt am 07.12.2005 - 21:16

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Hallo,

auch ich finde die Beiträge von row-k im LF sehr ansprechend und spannend.

Interessant ist, dass immer mehr Lesern des L-Forums auffällt, dass die dort schreibenden Lehrer, bis auf wenige Ausnahmen, das in der Außenwelt herrschende negative Bild der Lehrerschaft bestätigen welches sie doch sooo vehement von sich weisen. Das schlimme daran ist: Sie merken es nicht einmal!

Unbequeme Beiträge werden im LF gelöscht oder in einen "Sicherungsbereich" verschoben, kritische User werden erst beschimpft beleidigt und niedergemacht, dann mit erhobenem Zeigefinger ermahnt und verwarnt und schließlich gesperrt.

Deutlicher kann Macht nicht demonstriert werden.

Kritikfähigkeit = Null:

Lustig jedoch ist, wenn plötzlich mehrere User nicht einer Meinung mit diesen Lehrer sind. Dann wird vermutet dass diese verschiedene User ein und die gleiche Person ist. Auffällig auch, wenn diese Andeutungen immer als erstes von der Kekse-Sofa-Moderatorin in den Raum geworfen werden.

M. E. typischer Fall von Verfolgungswahn. Da ist es dringend anzuraten ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, bevor es noch schlimmer wird.

Absolut lächerlich wird es dann wenn User angegriffen werden weil diese sowohl hier bei EMGS als auch im LF schreiben.

Wie diese User zum Teil verunglimpft werden ist unglaublich.

Bemerkenswert ist auch, dass gerade diejenigen welche die meisten und längsten Beiträge schreiben,
immer rumjammern wie wenig Freizeit sie doch haben, weil sie sooo viel arbeiten müssen.

Da fällt mir gerade ein:

Ich habe letzten Samstag erfolgreich meine Fortbildung zur Netzwerkadministratorin absolviert. Dafür habe ich 2 Wochenende und mehrere Abendstunden geopfert. Saß total übermüdet in einem stickigen Raum in dem 20 PC`s liefen, so dass ich auch noch dem Elektrosmog ausgesetzt war. Ganz zu schweigen von der Strahlenbelastung durch die kabellose Vernetzung der PC`s .

Ich bin jetzt so total frustriert, weil mich noch niemand dafür gelobt hat, dass ich diesen Lehrgang auch noch unter diesen schweren Bedingungen absolviert habe. Noch nicht einmal Überstunden durfte ich mir aufschreiben. Und gedankt wurde es auch nicht.

Die Welt ist sooo ungerecht.

Es lebe die Profilneurose.

Vielleicht sollten wir wie es Erika bereits vorgeschlagen hat wirklich ein Buch schreiben. Titel: Lehrer, die die Welt nicht braucht.
Material hätten wir genug dafür.

Liebe Grüsse

Petra Litzenburger









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Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Berthold Brecht

Bolzbold





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Beiträge: 62
Nachricht senden Erstellt am 07.12.2005 - 21:58

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PetraLitzenburger schrieb
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Hallo,

auch ich finde die Beiträge von row-k im LF sehr ansprechend und spannend.

Interessant ist, dass immer mehr Lesern des L-Forums auffällt, dass die dort schreibenden Lehrer, bis auf wenige Ausnahmen, das in der Außenwelt herrschende negative Bild der Lehrerschaft bestätigen welches sie doch sooo vehement von sich weisen. Das schlimme daran ist: Sie merken es nicht einmal!

Unbequeme Beiträge werden im LF gelöscht oder in einen "Sicherungsbereich" verschoben, kritische User werden erst beschimpft beleidigt und niedergemacht, dann mit erhobenem Zeigefinger ermahnt und verwarnt und schließlich gesperrt.

Deutlicher kann Macht nicht demonstriert werden.

Kritikfähigkeit = Null:



Liebe Petra,

wollten wir nicht mit dieser indirekten Kriegsführung aufhören?
Ich bekomme als Moderator die Diskussionen um Verschieben oder Sperren von Threads mit und kann sagen, dass sich die Moderatoren die Sache in der Regel nicht leicht machen.

Gruß
Bolzbold





kinderhaus





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hallo bolzbold,

wenn hier meinungen geäussert werden, handelt es sich durchaus nicht um kriegsführung, weder um direkte noch um indirekte.

es ist symptomatisch, wenn bestimmte leute immer wieder vertreten, dass fast jegliche kritik oder auch nur eine andere meinung "kriegsführung" oder "hetze"
sein sollen.

gewöhn dich dran: nicht jeder denkt wie du.

dies ist ein elternforum, in dem eltern sich austauschen und ihre meinung sagen.

niemand verfolgt dich oder euch, ok?

und wie im lf mit row-k umgegangen wurde, war armselig. wirklich armselig!

*kopfschüttelnd*

martina





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Zuletzt bearbeitet von Beitragsrekonstruktion am 24.01.2006, 15:55, insgesamt einmal bearbeitet
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Beitragsrekonstruktion



Anmeldedatum: 21.01.2006
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 15:53    Titel: Seite 2 Antworten mit Zitat

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kinderhaus schrieb
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hallo bolzbold,

wenn hier meinungen geäussert werden, handelt es sich durchaus nicht um kriegsführung, weder um direkte noch um indirekte.

es ist symptomatisch, wenn bestimmte leute immer wieder vertreten, dass fast jegliche kritik oder auch nur eine andere meinung "kriegsführung" oder "hetze"
sein sollen.
gewöhn dich dran: nicht jeder denkt wie du.



Liebe Martina,

ursprünglich hatte ich mir eine Art "Vermittlerrolle" zugedacht. Ihre Reaktion auf meine vorherige Nachricht, die sich auf eine PN von Petra bezog, finde ich deutlich überzogen.
Insbesondere die unnötigen Psychologisierungen müssen nicht sein.
Was sich ein Lehrer Ihrer Meinung nicht herausnehmen darf, sollten sich Nicht-Lehrer auch nicht herausnehmen. Und dazu gehören auch die Psychogramme, die hier erstellt werden.

Gruß
Bolzbold




kinderhaus





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Nachricht senden Erstellt am 07.12.2005 - 22:41

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hallo bolzbold,

irgendwo hatte ich es doch schon einmal gelesen:

"wem der schuh passt, der zieht ihn sich an"


schönen abend noch,

martina







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Vielleicht ist alles auch ganz anders.

Bolzbold





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Nachricht senden Erstellt am 07.12.2005 - 22:48

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kinderhaus schrieb
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hallo bolzbold,

irgendwo hatte ich es doch schon einmal gelesen:

"wem der schuh passt, der zieht ihn sich an"

schönen abend noch,

martina



Liebe Martina!

Und Sie glauben allen Ernstes, mit solchen billigen Phrasen kommen wir weiter? Das bewegt sich auf dem Niveau von "wer stiehlt, lügt auch."

Gruß
Bolzbold







doppelkopf





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Beiträge: 34
Nachricht senden Erstellt am 07.12.2005 - 22:58

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Hallo,

Und Sie glauben allen Ernstes, mit solchen billigen Phrasen kommen wir weiter? Das bewegt sich auf dem Niveau von "wer stiehlt, lügt auch."

Sind das nicht die billigen Phrasen, die man im Lehrerforum desöfteren liest???? *grübelgrübel*

doppelkopf






Bolzbold





Status: Offline
Registriert seit: 19.07.2005
Beiträge: 62
Nachricht senden Erstellt am 07.12.2005 - 23:02

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doppelkopf schrieb
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Hallo,

Und Sie glauben allen Ernstes, mit solchen billigen Phrasen kommen wir weiter? Das bewegt sich auf dem Niveau von "wer stiehlt, lügt auch."

Sind das nicht die billigen Phrasen, die man im Lehrerforum desöfteren liest???? *grübelgrübel*

doppelkopf



Also ich hatte eigentlich gehofft, hier auf Erwachsene zu treffen, die sich nicht auf dem Niveau von Kindern unterhalten nach dem Motto: "Der hat das aber auch gemacht, also darf ich das jetzt auch machen."

Da ich mich aber mit keinem von Euch/Ihnen streiten möchte - das ist nicht mein Bestreben, klinke ich mich aus dieser Diskussion jetzt aus.

Gruß
Bolzbold





PetraLitzenburger
Administratorin




Status: Offline
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Beiträge: 141
Nachricht senden Erstellt am 07.12.2005 - 23:04

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Lieber Bolzbold,

ich führe ganz sicher keinen Krieg gegen das LF.

Wie Martina bereits schrieb, habe ich hier lediglich meine Meinung kund getan. Zu dieser stehe ich nach wie vor und nicht erst seit heute.

Ebenso richtig ist, dass dies hier ein Elternforum ist, in dem sich Eltern austauschen.

Erstellte Psychogramme kann ich keine erkennen.

Bolzbold schrieb
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Ich bekomme als Moderator die Diskussionen um Verschieben oder Sperren von Threads mit und kann sagen, dass sich die Moderatoren die Sache in der Regel nicht leicht machen.




Warum ist es überhaupt nötig Beiträge zu löschen, oder zu verschieben und Threads zu schließen? Damit man in einem besseren Licht dasteht? Das ist doch Augenwischerei und m. E. zum Teil auch Machtdemonstration.

Schauen Sie sich hier in unserem Forum um. Hier wurden schon regelrechte Schlammschlachten geführt an denen sich Ihre Kollegen ordentlich beteiligt und ausgetobt haben.
Wurde hier deshalb ein einziger Beitrag gelöscht oder ein Thread geschlossen? Nein, natürlich nicht, weil wir dies nicht nötig haben.

Es kann doch nicht sein, dass im LF User verunglimpft werden, nur weil sie auch im EMGS-Forum posten, diese Verunglimpfungen komentarlos stehenbleiben und wir hier in unserem Elternforum nicht unsere Meinung sagen sollen und dürfen.


Lieber Bolzbold,

ich schätze Ihre sachlichen Beiträge hier in unserem Forum, aber bitte legen Sie Ihre rosarote Brille ab, wenn es um Kritik im LF geht.

Liebe Grüße

Petra Litzenburger

[Dieser Beitrag wurde am 07.12.2005 - 23:05 von PetraLitzenburger aktualisiert]





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Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Berthold Brecht

Braunauge





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Beiträge: 58
Nachricht senden Erstellt am 07.12.2005 - 23:08

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wollten wir nicht mit dieser indirekten Kriegsführung aufhören? schrieb
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Indirekte Kriegsführung ? Also ich wurde von einer/einem Moderation u. User des L-Forums des Mobbings, der Stänkerei ,u. als Troll beschuldigt/betitelt . Wer führt da Krieg ?

Übrigends passt das Thema jetzt auch "nicht" wirklich in diesen Thread !!!! Oder ist diese "neue Richtung" eventuell auch beabsichtigt ?

LG Braunauge




PetraLitzenburger
Administratorin




Status: Offline
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Beiträge: 141
Nachricht senden Erstellt am 07.12.2005 - 23:59

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Liebe Braunauge,

Braunauge schrieb
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Indirekte Kriegsführung ? Also ich wurde von einer/einem Moderation u. User des L-Forums des Mobbings, der Stänkerei ,u. als Troll beschuldigt/betitelt . Wer führt da Krieg ?



ganau das meinte ich als ich schrieb:

Petra schrieb
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Absolut lächerlich wird es dann wenn User angegriffen werden weil diese sowohl hier bei EMGS als auch im LF schreiben.

Wie diese User zum Teil verunglimpft werden ist unglaublich.



und weiter:

Petra schrieb
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Es kann doch nicht sein, dass im LF User verunglimpft werden, nur weil sie auch im EMGS-Forum posten, diese Verunglimpfungen komentarlos stehenbleiben und wir hier in unserem Elternforum nicht unsere Meinung sagen sollen und dürfen.


Liebe Grüße

Petra Litzenburger

[Dieser Beitrag wurde am 08.12.2005 - 00:00 von PetraLitzenburger aktualisiert]





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GeorgMohr
Moderator

Schulpädagogischer Berater/Gutachter





Status: Offline
Registriert seit: 15.12.2004
Beiträge: 151
Nachricht senden Erstellt am 08.12.2005 - 02:05

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Achtung U-Boot !


U-Boote schreiben so, dass wir manchmal den Eindruck von Sachlichkeit haben.

Sobald aber Kritik an Lehrern geübt wird, feuern sie aus allen Rohren.

Moderatoren des Lehrerforums sind aktive Offiziere dieser Kriegsflotte.

Rudolf Hess wollte angeblich auch "Vermittler" sein und flog deshalb nach Britannien. Bis zu seinem Tod saß er in Berlin-Spandau im Gefängnis.


Grüße an alle EMGS-lerInnen, Georg Mohr


PS: U-Boot-Kommandant Bolzbold im Juli 05 (vor 5 Monaten) in emgs: "Ich schüttle nur noch den Kopf und beende hiermit mein kurzes Gastspiel in diesem Forum.
Gruß
Bolzbold"
» Allgemeine Diskussionen über Schulprobleme » Macht und Mobbing im LEHER-Forum S. 13



[Dieser Beitrag wurde am 08.12.2005 - 03:59 von GeorgMohr aktualisiert]





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GLÜCKLICHE KINDERGESICHTER MACHEN GLÜCKLICH !
"lehren" ist "begleiten beim Lernen"
"erziehen" ist hilfreich begleiten beim Erwachsen-Werden und ist vorrangig vor "Stoff eintrichtern"

doppelkopf





Status: Offline
Registriert seit: 04.10.2005
Beiträge: 34
Nachricht senden Erstellt am 08.12.2005 - 08:53

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Hallo,

doppelkopf schrieb


Hallo,

Und Sie glauben allen Ernstes, mit solchen billigen Phrasen kommen wir weiter? Das bewegt sich auf dem Niveau von "wer stiehlt, lügt auch."

Sind das nicht die billigen Phrasen, die man im Lehrerforum desöfteren liest???? *grübelgrübel*

doppelkopf



Also ich hatte eigentlich gehofft, hier auf Erwachsene zu treffen, die sich nicht auf dem Niveau von Kindern unterhalten nach dem Motto: "Der hat das aber auch gemacht, also darf ich das jetzt auch machen."


Mit deiner Antwort bestätigst du, dass sich einige deiner Kollegen im LF, wie Kinder verhalten.
Das finde ich gut und an Streit denkt hier, glaube ich, keiner.

So wie ich das sehe, treffen sich hier ERWACHSENE, die auch kritische Meinungen äussern. Das macht einen mündigen und autonomen Bürger aus.

Wo wären wir jetzt, wenn es genau die, nicht geben würde bzw. gegeben hätte???


doppelkopf
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Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 15:57    Titel: Seite 3 Antworten mit Zitat

DorisCarnap
Moderatorin

Schullaufbahnberaterin





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 196
Nachricht senden Erstellt am 08.12.2005 - 10:28

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Hallo,

auch ich habe die sehr interessante Diskussion verfolgt.

Aber immer dann wenn es kritisch wird, geht es nicht mehr sachlich weiter. Dann wird die Ebene gewechselt und es geht um das Verhalten eines oder mehrerer Teilnehmer. Ich habe mich im Thread 'Kommunikation' damit ausführlich beschäftigt:
www.foren.de/system/thread-kommunikation-emgs-333853-1946028.html

Mich wundert es nicht, wenn Fachleute sagen es wird mindestens noch 10 Jahre dauern bis sich an unseren Schulen etwas Grundlegendes ändern wird. Es ist doch erstaunlich, wie schwer es fällt zu verstehen, um was es Rolf Robischen geht. Das fällt uns Eltern doch wesentlich leichter, oder?

Interessant ist für mich besonders, wie für den herkömmlichen Unterricht gerade in der Pubertät argumentiert wird. Die Untersuchungen zur Lernausgangslage (LAU) in Hamburg hatten doch die Fachwelt erschüttert. Man glaubte an einen Fehler bei der Auswertung, das Ertgebnis blieb aber unverändert: Jungen lernen auf dem Gymnasium in den Klassenstufen 7 und 8 praktisch nichts dazu! www.stadtelternrat-hannover.de/lau.htm

Schon im Jahr 1993 schrieb Hartmut von Hentig in seinem Buch "Schule neu denken", dass die Schule anders werden müsse, weil die Kinder anders geworden sind.

Wie das Andere aussehen sollte: ?Mit der Entschulung der Schule beginnt man am besten dort, wo das am nötigsten ist: bei den 13 und 14 jährigen...in den mittleren Jahren und vor allem in der Pubertät wird das Lernen zur Qual. In diesem Alter richtet das schulische Lernen so gut wie nichts aus- und die Schule ignoriert dies hartnäckig... Der formalisierte Unterricht kann in diesen zwei Jahren auf zwei Stunden am Tag beschränkt werden- auf ein straffes, sportliches Exerzitium des Geistes-, damit man das Gelernte nicht gänzlich vergißt. Wichtiger ist jetzt etwas anderes: Selbsterprobung, die Beziehung zu anderen Personen, die Emanzipation von denen, die einen bisher bestimmt, erzogen, bevormundet haben. Jetzt brauchen die jungen Menschen Erlebnis, Abenteuer, Aufgaben: einen Kotten ausbauen, um darin zu wohnen; Elektrizität verlegen, ein Dach decken, Balken einziehen und dabei lernen was Statik ist; gemeinsam kochen und haushalten; die Dinge so einrichten, wie man das will und nicht wie die Erwachsenen es für praktisch und anständig und gemütlich halten; Theater spielen; Streitgespräche führen, sehr lange aufbleiben... Die zwei entschulten Jahre sind schnell gefüllt durch solche Unternehmen, durch Auslandsreisen, wenigstens drei Praktika (erst in einem Dienstleistungsbetrieb, dann in einem Produktionsbetrieb und schließlich im letzten Jahr in einer Arbeit, die in der Nähe des eigenen Berufswunsches liegt), anspruchsvolle Aufführungen, die Ableistung des Mofa-Führerscheins, des Rettungsschwimmers, des Erste-Hilfe-Kurses.?

Die von Hatrtmut von Hentig gegründete Bielefelder Laborschule hat bei PISA, zusammen mit der Helene - Lange - Schule besonders gut angeschnitten.



Doris







Signatur
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson

Momo86
Stammposter




Status: Offline
Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 125
Nachricht senden Erstellt am 08.12.2005 - 10:59

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An der nun von meinem Älteren besuchten Privatschule gehört Gartenbau zum Unterrichtskanon, ebenso Handarbeit und Werken (alles 2-stündig).
Obwohl er durch seine Dyspraxie natürlich große Schwierigkeiten hat, macht es ihm trotzdem Spaß. Zur Zeit Filzen in Handarbeit. Noten bekommt er nicht (die anderen auch nicht).
Im 10. Schuljahr wird ein Vermessungspraktikum im Ausland absolviert. In 11. ein Betriebspraktikum.
In Klasse 8 muss eine große (meist praktische) Jahresarbeit angefertigt werden mit schrftl. Dokumentation. Thema ganz nach eigenem Interesse.
Auch das 8.Klass-(Schau)Spiel muss dann bewältigt werden.
Er marschiert seit 5 Wo. fröhlich pfeifend zur Schule und am Nachmittag wieder hinaus.
Im Frühjahr ist für alle (Eltern und interessierte ältere Schüler wieder Bauen angesagt. Die Schule wächst...- die Unterrichtsgebäude sind alle in Eigen-Eltern-Arbeit erstellt...

[Dieser Beitrag wurde am 08.12.2005 - 11:01 von Momo86 aktualisiert]




Bolzbold





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Nachricht senden Erstellt am 08.12.2005 - 15:23

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Lieber Herr Mohr!

Es ist unter meiner Würde auch nur ansatzweise inhaltlich auf Ihren Beitrag einzugehen.

Eines muss ich aber wohl einsehen: Es wäre in der Tat besser gewesen, damals es beim Kopfschütteln zu belassen und diesem Forum fernzubleiben.

Insofern, lieber Herr Mohr, habe ich jetzt doch noch etwas von Ihnen gelernt.

Gruß
Bolzbold





Thorn
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Nachricht senden Erstellt am 08.12.2005 - 16:13

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Ach Kinderhaus - ist es schön, immer wieder mit sich zu diskutieren?
Oder sollte ich Momo sagen? Silke? Egal - alles dasselbe.
Sind wir deswegen so aggressiv auf bestimmte Leute (die einem sachliche Antworten gegeben haben!), weil sie wissen, welches Spiel mal spielt?
Armselig!
Über Herrn Mohrs Psychosen mag man schon gar kein Wort mehr verlieren.

So werdet ihr sicher nichts bewegen. Aber es kan nja sein, dass mit der richtigen Behandlung noch alles gut werden kann, nicht wahr?

Thorn





Thorn
TROLL




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Beiträge: 7
Nachricht senden Erstellt am 08.12.2005 - 16:14

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Ach, ich sehe grad, dass ich nach nur einem Beitrag eine Stigmatisierung erhalten habe. Danke, danke, danke. Wieder ein Punkt für ihr liberales und offenes Forum!




Frank333
TROLL




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Nachricht senden Erstellt am 08.12.2005 - 16:55

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PetraLitzenburger schrieb
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Warum ist es überhaupt nötig Beiträge zu löschen, oder zu verschieben und Threads zu schließen? Damit man in einem besseren Licht dasteht?


Das hat mit im besseren Licht stehen sicherlich nichts zu tun. Es gibt zwei Gründe Beiträge und/oder Threads zu löschen:
1) Sie verstossen gegen Gesetze.
2) Es gibt - zumindest in den meisten Foren - eine Art Netiquette. Diese sollte möglichst bewahrt werden.

In dem von Ihnen erwähnten Forum wird so gut wie nie gelöscht oder verschoben. Und so weit ich weiss wurde erst ein User ausgeschlossen (und das meiner Meinung nach zu Recht).

Und wenn ich sehe, was sie hier mit Thorn gemacht haben, scheint es mit der "Gleichbehandlung" der User und die freie Meinungsäuserung in Ihrem Forum nicht sehr weit her zu sein.

Zu den meisten Teilnehmern dieses Forum fällt mir nur noch ein Zitat von Ralph Waldo Emerson ein, dass sich die Mehrheit hier einmal zu Herzen nehmen sollte:
Ralph Waldo Emerson schrieb
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Versuche niemals, jemanden so zu machen, wie du selbst bist. Du solltest wissen, dass einer von deiner Sorte genug ist.


Dummerweise haben sich hier eine Batzen dieser Sorte zusammengesammelt. Alleine kann man sowas vielleicht noch aushalten, aber in solcher Ansammlung ...

Kein Lehrer - aber wohl auch nur noch seltener Besucher dieses Forums!
Frank



[Dieser Beitrag wurde am 08.12.2005 - 16:55 von Frank333 aktualisiert]




Momo86
Stammposter




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Nachricht senden Erstellt am 08.12.2005 - 17:15

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Was missfällt an meinem letzten Beitrag in diesem thread?
Und wieso soll User "Kinderhaus" mit mir identisch sein???

Dass dem nicht so sein kann, ist doch an ihrem realen Namen im Profil zu ermitteln...

Ratlose Momo

[Dieser Beitrag wurde am 08.12.2005 - 17:17 von Momo86 aktualisiert]




DorisCarnap
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Schullaufbahnberaterin





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Beiträge: 196
Nachricht senden Erstellt am 08.12.2005 - 18:54

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Frank schrieb
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Und wenn ich sehe, was sie hier mit Thorn gemacht haben, scheint es mit der "Gleichbehandlung" der User und die freie Meinungsäuserung in Ihrem Forum nicht sehr weit her zu sein.


Wer hat denn was mit Thorn gemacht? Klärt mich mal bitte jemand auf.

Frank schrieb
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Dummerweise haben sich hier eine Batzen dieser Sorte zusammengesammelt. Alleine kann man sowas vielleicht noch aushalten, aber in solcher Ansammlung ...


Thorn schrieb
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Ach Kinderhaus - ist es schön, immer wieder mit sich zu diskutieren? Oder sollte ich Momo sagen? Silke? Egal - alles dasselbe.


Dass Lehrer kritische Eltern, als unangenehm empfinden, ist ja nichts Neues. Aber es gibt sicher mehr davon, als dir, Thorn, lieb ist

Wie war das mit der Sachlichkeit? Ich kann keine sachlichen Beiträge von Thorn oder Frank entdecken. Nettiquette gilt wohl immer nur für die Anderen, oder?

Doris





Signatur
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson

Spielefreund
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Gemo schrieb (zwischen 2 und 4 Uhr nachts)
Rudolf Hess wollte angeblich auch "Vermittler" sein und flog deshalb nach Britannien. Bis zu seinem Tod saß er in Berlin-Spandau im Gefängnis.

Das ist noch untertrieben. Wer weiß, vielleicht würden die Leute aus dem LF ja auch am liebsten ihre Schüler alle ermorden und die Eltern gleich dazu!
Wehret den Anfängen!
SF

[Dieser Beitrag wurde am 08.12.2005 - 19:09 von Spielefreund aktualisiert]




doppelkopf





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Spielefreund schrieb
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Das ist noch untertrieben. Wer weiß, vielleicht würden die Leute aus dem LF ja auch am liebsten ihre Schüler alle ermorden und die Eltern gleich dazu!

Wer weiss..... im übertragenen Sinne hast du vielleicht nicht Unrecht....

doppelkopf
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 15:58    Titel: Seite 4 Antworten mit Zitat

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Ich lerne auch dazu ! >>>> http://19087.rapidforum.com/topic=102876594794


Also zurück zum Thema ,oder ???????

Ich habe gerade diesen Text auf http://www.paritaet.org gefunden u. fand ihn sehr interessant (wohl auch schon ein bischen älter) :

Kinder können Freiheit lernen

"Man kann einen Menschen
nicht gegen seinen Willen erziehen,
so wenig wie man ihn gegen seinen Willen
gesund machen kann. Er muß in beiden Fällen mitmachen -
aus Freude oder aus Einsicht, am besten aus beidem.
Das ist in der Erziehung möglich, wenn er wahrnimmt,
daß er geliebt wird, und wenn er teilhat am Verfahren -
wenn er nicht Objekt, sondern Subjekt des Vorgangs ist."
(Hartmut von Hentig)
___________________________________________________

Stellen Sie sich vor, Sie kommen in die fünfte Klasse einer Freien Alternativschule. Der Raum ist in warmen, hellen Farben gestrichen. Auf einem Tisch inmitten des Raumes steht eine Vase mit einem großen Strauß aus Blumen und Herbstlaub. Der Raum ist mit Regalen in vier Lernbereiche geteilt. An den Wänden hängen farbenfrohe Bilder, die die Kinder gemalt haben. Die Lehrerin ist noch nicht in der Klasse. Nach und nach trudeln die 18 Kinder der "Pinguingruppe" ein. Markus setzt sich auf den Teppich, nimmt sich ein Buch und beginnt zu lesen. Fritz begibt sich an seinen Tisch und schreibt seine lange Phantasie-Geschichte weiter. Die meisten Kinder nehmen sich Selbstlernmaterialien aus den Regalen und beginnen damit zu rechnen und zu schreiben. Einige Mädchen sitzen zusammen und unterhalten sich, andere zeichnen. Die Lehrerin betritt die Klasse, begrüßt die Kinder, schaut sich an, was die Kinder tun und bittet sie dann zur Morgenrunde, in der unter anderem über besondere Vorhaben an diesem Tag gesprochen wird. Danach arbeiten die Kinder - ohne jede Anweisung der Lehrerin - weiter. So beginnt ein neuer Tag in einer Freien Alternativschule.

In Deutschland gibt es 60 (Stand: März 2003) dieser Schulen[2], europaweit ca. 300. Die Bezeichnung "Freie Alternativschulen" bürgerte sich in den Erziehungswissenschaften erst in den späten 80er Jahren ein, als nicht mehr zu übersehen war, dass es sich hier um eine eigenständige Schulreformbewegung handelt.[3] Das Wort "Freie" signalisiert nicht in erster Linie, dass es sich bei diesen Schulen um solche in freier Trägerschaft handelt, sondern um Orte der Bildung, die den Umgang mit Freiheit und Selbstverantwortung zu ihrem zentralen Anliegen machen. Dadurch unterscheiden sie sich von den meisten anderen Schulen.[4] Zwei FAS sind kommunale Schulen, alle anderen Schulen sind in freier Trägerschaft.

In den 70er Jahren bis in die 80er hinein gab es heftige ideologische Auseinandersetzungen um die Freien Alternativschulen, danach wurde es ruhig um sie. So konnte sich diese kleine Schulbewegung von der Öffentlichkeit kaum bemerkt weiterentwickeln. Wichtiger Bestandteil der Weiterentwicklung war die selbstkritische Beobachtung der eigenen Arbeit.[5] Die Ergebnisse dieser selbstkritischen Reflexion waren eine Einschränkung der ursprünglich absoluten Freiheit für die Kinder, eine aktivere Rolle der Erwachsenen in der Schule und die Herstellung eines Konsenses über Schlüsselbegriffe der Pädagogik der Freien Alternativschulen.

Eine Pädagogik der Freiheit und Verantwortung

Die Geschichte der Freien Alternativschulen ist die ständige Weiterentwicklung einer Pädagogik der Freiheit. Immer wieder neu werden diesen Schulen folgende Fragen gestellt, die allesamt mit der Förderung von Freiheit zu tun haben:

· Welche Freiheiten für die Kinder sind in einer Freien Alternativschule möglich?

· Unter welchen Bedingungen lässt sich der hohe Anspruch einer Pädagogik der Freiheit praktisch realisieren und wie geschieht das?

· Welche Organisationsformen des Lernens und welche Methoden fördern die Freiheit der Eigentätigkeit der Kinder?

· Wie lernen Kinder von Kindern?

· In welchem Zusammenhang stehen Freiheit, Zuwendung, Verantwortung, Grenzen und Respekt?

Es ist das höhere Maß an Freiheiten, das Kinder und Jugendliche an Freien Alternativschulen deutlich unterscheidet von den Kindern und Jugendlichen an staatlichen Regelschulen und von anderen Schulen in freier Trägerschaft. Für diese Freiheiten gibt es viele Felder:

Unterricht in differenzierter Angebotsform: Nehme ich teil oder nicht?

Als Unterricht in differenzierter Angebotsform verstehen Freie Alternativschulen die freie Entscheidung der Kinder bzw. Jugendlichen über die Teilnahme oder Nicht-Teilnahme an den Lernangeboten der Erwachsenen in unterschiedlichem zeitlichen Umfang. Der Anteil von verbindlich wahrzunehmendem Unterricht ist freilich von Schule zu Schule sehr unterschiedlich. Er hängt ab vom Maß an Selbstregulierungsfähigkeit, das die Kinder in die Schule mitbringen. Außerdem spielt das Alter der SchülerInnen dabei eine wichtige Rolle. Je älter sie sind, desto mehr Triebverzicht und rationale Selbststeuerung werden ihnen abverlangt.

Die Freiheit, mit den Erwachsenen wichtige Angelegenheiten auszuhandeln

Diese Freiheit ist für Kinder und Erwachsene an Freien Alternativschulen ganz besonders bedeutsam. Würde man sie abschaffen, hätte das zur Folge, dass die Freien Alternativschulen ein wichtiges Merkmal ihrer Schulqualität einbüßen würden, weil diese Aushandlungsprozesse konstitutiv für die Atmosphäre[6] an Freien Alternativschulen sind. Ausgehandelt werden Inhalte für den Unterricht, die Regeln für die einzelnen Klassen und die ganze Schule, die Rechte von Mädchen gegenüber Jungen und umgekehrt, die Benutzung des Toberaums, die Häufigkeit von gemeinsamen Übernachtungen in der Schule, die Höhe des Taschengeldes für Schulfahrten und selbst Organisationsformen des Unterrichts. (Lieber intensiv pauken und dann Zeit für andere Dinge haben oder doch lieber nicht?) Nebenbei bemerkt: Viele Aushandlungsprozesse finden auch zwischen den Kindern statt. Ausgehandelt wird zwischen den kleinen und großen Kindern die Zeit für die Benutzung des Basketball- oder Fußballfeldes oder wer in welchem Umfang für Dienste wie Putzen, Aufräumen, Kochen usw. zuständig ist.

Die Freiheit des freien Spiels

An vielen anderen Schulen ist das freie Spiel nur in den Pausen möglich, an Freien Alternativschulen ist es ein normaler Bestandteil des Schulalltags, mit dem viel Zeit zugebracht wird. Denn: ?Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.? (Friedrich Schiller)

Die Freiheit spontanen Handelns

Spontanes Handeln hat mit schulischem Lernen im üblichen Sinne meist nichts zu tun. Freie Alternativschulen wollen auch gar nicht, dass alle spontanen Aktivitäten der Kinder und Jugendlichen auf einen tieferen pädagogischen Sinn abgeklopft werden. Die Spontaneität von Kindern ist Ausdruck von Phantasie und Lebensfreude. Und Lebensfreude ist nicht begründungsbedürftig.

Bewegungsfreiheit

Kinder lernen in Bewegung, also nicht nur mit dem Kopf, sondern mit dem ganzen Körper. Leo Tolstoi, der bekanntlich nicht nur Schriftsteller war, sondern auch Pädagoge, gab den Kindern in seiner 1862 gegründeten Schule ?Jaßnaja Poljana?[7] absolute Bewegungsfreiheit, weil ihm die Bedeutung von Bewegung für den Lernprozess bewusst war. Auch große Reformpädagogen und Reformpädagoginnen wie z.B. Maria Montessori und Célestin Freinet ermöglichten es den Kindern in ihren Schulen, sich frei zu bewegen. Moderne physiologische und psychologische Erkenntnisse bestätigen die Auffassung, dass Bewegungsfreiheit zentral wichtig ist für erfolgreiches Lernen.[8] Der Zwang, stundenlang stillzusitzen, ist für Kinder schwer zu ertragen. Denn "Kinder suchen sich in Bewegung auszudrücken.?[9] Mit Hilfe der Bewegung schafft das Kind aktiv die Verbindung nach außen. Die Erfahrungen mit Bewegung sind eine Vorstufe für abstraktes, kognitives Denken. Die Strukturen der Intelligenz können nur durch konkrete Aktivität gebildet werden, und zwar unter Einbeziehung aller Sinne und größtmöglicher Bewegungsfreiheit. Eine freie Bewegungsentwicklung ist Voraussetzung für eine gesunde physische, psychische und kognitive Entwicklung des Kindes. Auch das emotionale Gleichgewicht steht im Zusammenhang mit der motorischen Aktivität. Vor dem Hintergrund dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse ist es für Freie Alternativschulen ganz selbstverständlich, dass die Kinder viel Raum für Lernen in Bewegung haben, nicht nur im freien Spiel, sondern bei allen anderen Lernaktivitäten. Entsprechend sind die Schulräume eingerichtet und die Außengelände gestaltet.

Die Freiheit, nicht ständig kontrolliert zu werden

Kinder und Jugendliche an Freien Alternativschulen schätzen es sehr, dass sie nicht ständig unter der Kontrolle der LehrerInnen stehen. Viele Jahre der Erfahrung mit diesem Vertrauensvorschuss für die SchülerInnen bestärken die LehrerInnen in der Überzeugung, dass dieses Vertrauen höchst selten missbraucht wird.

Die Freiheit für Jungen und Mädchen, ungestört vom anderen Geschlecht unter sich sein zu können

Vor allem während der Ausbildung geschlechtsbezogener Identität haben Jungen und Mädchen zeitweise das Bedürfnis, unter sich sein zu können. An vielen Freien Alternativschulen gibt es deshalb Jungen- und Mädchenräume, über die jeweils nur die Mädchen bzw. nur die Jungen frei verfügen können.

Die Freiheit, LehrerInnen offen zu kritisieren

Für Kritik an LehrerInnen gibt es viele Gelegenheiten. Wachsam achten Kinder und Jugendliche darauf, dass ihre Freiheiten nicht unbotmäßig beschnitten werden, und falls das der Fall zu sein scheint, erhebt sich offener Protest. An Freien Alternativschulen kann es auch vorkommen, dass die Unterrichtsqualität kritisch kommentiert wird oder dass LehrerInnen sich kritische Rückmeldungen über den Umgangsstil mit den SchülerInnen anhören müssen.

Die Freiheit, Räume selbst zu gestalten

Kinder und Jugendliche an Freien Alternativschulen dürfen ihre Räume selbst gestalten. Manche machen Gebrauch davon, andere nicht. Bisweilen kommen dabei Raumgestaltungen zustande, die Besucher in Staunen versetzen, gelegentlich aber auch geschmackliche Entgleisungen.

Die freie Wahl zwischen unterschiedlichen Angeboten

Diese Wahl gilt z.B. für parallel laufende Projekte, Arbeitsgemeinschaften oder Kurse.

Individuelle Freiheit und Sozialität

Der Umgang mit den zuvor skizzierten Freiheiten bedarf immer wieder der Abstimmung mit anderen Kindern und mit den LehrerInnen. Diese Abstimmung untereinander verlangt den Kindern und Jugendlichen ein gerütteltes Maß an Selbstverantwortung, Empathie, Rücksichtnahme und Geduld ab. In diesen Aushandlungsprozessen aber liegt der Kern von Alltagsdemokratie, wie sie an Freien Alternativschulen gelebt wird. Hier kommt das Streben nach individueller Freiheit immer wieder auf den Prüfstand der Sozialität. Hier wird um Selbstbehauptung und Toleranz gerungen, um die Durchsetzung von Eigeninteressen und Rücksichtnahme und last not least um gegenseitigen Respekt. Respektvoller Umgang basiert an Freien Alternativschulen aber nicht auf einem Status oder Amt, egal, ob es sich um ein Kind, eine Lehrerin oder den Hausmeister handelt. Der Respekt gilt vielmehr dem Menschen als Persönlichkeit.

Pädagogik der Geborgenheit

Insbesondere Kinder in modernen Industriegesellschaften leiden unter der Brüchigkeit der Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern.[10] Deshalb wird an allen Freien Alternativschulen großer Wert darauf gelegt, dass die Kinder in der Schule Geborgenheit erleben können. Für das Entstehen von Geborgenheit sind folgende Voraussetzungen besonders förderlich:

Zwischen Kindern und Erwachsenen an Freien Alternativschulen besteht eine dichte Nähe und enge Vertrautheit, die einen unkonventionell offenen Umgang zwischen Erwachsenen und Kindern ermöglicht. Die Kommunikationsformen sind gar nicht oder nur wenig formalisiert und vom Status der Beteiligten unabhängig. Kinder, die von anderen Schulen auf eine Freie Alternativschule gewechselt sind, fassen ihren Eindruck deshalb häufig in die Worte: "Hier ist einfach alles lockerer."

Freie Alternativschulen sind immer kleine einzügige Schulen. Die größte Freie Alternativschule in Deutschland hat ca. 270 SchülerInnen in den Jahrgängen 1 - 10, die kleinste nur 5 SchülerInnen im Grundschulbereich. An Freien Alternativschulen kennen die LehrerInnen noch alle Kinder und Jugendlichen mit Namen, weil sie viele Jahre lang miteinander arbeiten. Auch die Präferenz für fächerübergreifendes Lernen fördert indirekt die Vertrautheit, weil die Zahl der LehrerInnen an Freien Alternativschulen niedriger sein kann als an Schulen, die viele FachlehrerInnen einsetzen.

Als besonders wichtig hat Rainer Winkel in seinem Gutachten über eine Freie Alternativschule das so genannte "family grouping" beschrieben[11], das sich in den USA seit einigen Jahren immer mehr ausbreitet, an den Freien Alternativschulen in Deutschland aber schon seit langem praktiziert wird. Übersetzt bedeutet der Begriff "family grouping" "familiäre Gruppe", also eine kleine Gruppe mit einer festen Bezugsperson und einer kleinen Zahl von Kindern, in deren Zusammenleben an positive Elemente von Familienleben angeknüpft wird. Dazu gehört, dass die Kinder in diesen Gruppen unterschiedlichen Alters sind, dass gemeinsame Mahlzeiten eingenommen werden und der Gruppenraum mit Teppichen, Bildern, Pflanzen, Kuschelecken (Ja, wir bekennen uns dazu.), Pflanzen usw. wohnlich eingerichtet wird.

Die gemeinsam erarbeiteten Regeln für das friedliche Zusammenleben in der Schule und das Eingreifen der LehrerInnen bei Regelverletzungen tragen ebenfalls zum Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit bei.

Aktives Lernen

Belehrung ermüdet und erzeugt träges Wissen, das schnell wieder vergessen wird und kaum reaktivierbar ist. An Freien Alternativschulen wird deshalb aktives und an den Interessen von Schülern und Schülerinnen orientiertes Lernen präferiert, das produktives Denken fördert. Aktivierende Lernformen sind in erster Linie solche, bei denen die Kinder sich eigentätig und möglichst auch handelnd Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten aneignen.

Bestimmte Methoden sind förderlich für aktives Lernen. Dazu rechnen Freie Alternativschulen die Freiarbeit, das Stationenlernen, Gemeinschaftsprojekte und individuelle Jahresarbeiten, angeleitetes und frei entdeckendes Lernen, das häufige Aufsuchen außerschulischer Lernorte sowie die Vorbereitung und Präsentation von Aufführungen und Ausstellungen und - es sei nochmals genannt - das freie Spiel.

Interessengeleitetes Lernen - ein Beispiel aus der Freien Ganztagsschule Thale

In der Freiarbeit der Klasse 5, deren Kinder sich den Namen "Falkengruppe" gegeben haben, beginnen zwei Jungen mit der Umsetzung von Daten der Bevölkerungsstatistik in Balkendiagramme. Sie sind voller Eifer bei der Sache und erstellen sehr penibel ein Diagramm. Am Ende dieser Arbeit meint einer der Jungen: "250.000 Einwohner in Halle, so viele kann man sich gar nicht vorstellen." Daraufhin schlägt sein Arbeitspartner vor: "Man müsste die aufmalen." Wenig später beginnen die beiden damit, Strichmännchen auf große Bögen zu zeichnen mit dem Ziel, die 250.000 EinwohnerInnen der Stadt darzustellen. Diese Aktion lockt fünf weitere Kinder an, die sich ebenfalls beteiligen. Während sie auf dem Teppich liegen und eifrig Strichmännchen zeichnen, tauschen sie rege ihre Phantasien über die Einwohner aus. "Das hier sind Polizisten." "Könnte der Große nicht ein König sein?" "Guck mal, die beiden hier, die stehen so eng zusammen, das ist bestimmt ein Liebespaar." Sie finden aber immer wieder zur Sache zurück: "Hier muss eine Grenze hin, wenn man nämlich alle auf einmal zählt und sich vertut, muss man ja sonst von vorne anfangen."

Zur selben Zeit finden im Klassenraum folgende Aktivitäten statt:

- Rechnen mit Spectra-Material (schriftliche Multiplikation)

- Rechnen mit Montessori-Material im Zahlenbereich über 100.000

- Anfertigen von Ausweisen für die Schülerbibliothek

- Abschreiben eines Gedichtes aus einem Lesebuch

- Schreiben freier Texte

- Selbstkorrektur eines Diktates

- Arbeit mit geometrischen Figuren (Montessori-Material)

- Übungen zur Deklination und Syntax (mit Unterstützung der Klassenlehrerin)

- Zeichnung einer Landkarte für ein Phantasieland mit ausgefeilter frei erfundener Legende

Während der gesamten 90 Minuten herrscht eine arbeitsame Atmosphäre.

Sozialformen des Lernens

Freie Alternativschulen praktizieren bestimmte Sozialformen des Lernens. Dazu gehören die Einzelarbeit mit und ohne Unterstützung von LehrerInnen, PartnerInnenarbeit, Kleingruppenarbeit, Projekte, die Morgenrunde für die Grundschulkinder und die gemeinsamen Besprechungen der älteren SchülerInnen sowie zeitweise getrennte Unterrichtsangebote für Jungen und Mädchen.

Lernwege selbst finden

Die Freiheit der Kinder an Freien Alternativschulen, ihre Lernwege selbst zu finden, bringt es mit sich, dass die Kinder sich schon früh mit dem eigenen Lernprozess auseinander setzen. Nehme ich teil an dem Angebot der Lehrerin oder nicht? Welches Kind kann mir am besten bei Mathe helfen? Mache ich in dem Projekt mit, in dem meine Freunde sind, oder lieber in dem mit dem spannenderen Thema? Welches Lernmaterial nehme ich mir vor? Das sind Fragen, die sich den Kindern an Freien Alternativschulen schon im ersten Schuljahr stellen. Freilich finden die jüngeren Kinder nur selten bewusste Antworten auf diese Fragen, sie gehen vielmehr lustvoll spontanen Einfällen und Interessen nach.

Mit zunehmendem Alter aber setzen sich die Schüler und Schülerinnen bewusster mit ihrem Lernen auseinander. Auch hierin finden sie Unterstützung bei anderen. Die Kleinen schauen den Größeren beim Lernen zu und erfahren auf diese Weise, welche Arbeiten für die älteren Kinder bedeutsam sind. Sie finden heraus, welche Lernumgebung sie brauchen (Soll es ganz leise sein oder macht mir Lärm nichts aus?). Sie lernen einzuschätzen, wie lange sie für welche Aufgaben brauchen und wie sie ihre Arbeitsergebnisse selbst kontrollieren können.

Ebenso wie die Kinder setzen sich die Jugendlichen an Freien Alternativschulen mit ihren Lernprozessen auseinander, allerdings mit anderen Fragestellungen und auf einem anderen Niveau. In Gesprächen zwischen Jugendlichen und Erwachsenen geht es in diesem Alter z.B. um die Frage: Welcher Lerntyp bin ich: ein auditiv oder visuell, systematisch, vorausplanender Mensch oder ein Mensch, der am besten unter Termindruck arbeitet? Auch die Frage nach effektiven Lerntechniken wird dann relevant. Und nicht zuletzt geht es darum, dass die Jugendlichen selbst sich ein realistisches Bild vom Stand ihres Wissens, ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten machen können.

Die Aufgaben der LehrerInnen

Die LehrerInnen bereiten Angebote vor, verabreden Regeln mit den Kindern und setzen sie, wenn nötig, auch durch. Sie helfen beim Schlichten von Konflikten, die die Kinder nicht aus eigener Kraft lösen können. Sie dienen den Kindern als "Blitzableiter", wenn diese in bestimmten Konfliktsituationen - auch mit Hilfe von Erwachsenen - nicht klarkommen. Wichtig ist aber auch, was die LehrerInnen nicht tun. Sie treten gegenüber den Kindern nicht dominant auf, sondern eher zurückhaltend, sie geben keine Zensuren und sie verurteilen niemanden zum Sitzenbleiben. Sie sind einfach da, wenn ein Kind sie - aus welchen Gründen auch immer - braucht.

Kinder lernen von Kindern

Gerold Scholz ist es zu verdanken, dass er durch seine Untersuchung über Lernprozesse an Freien Alternativschulen[12] eine neue Perspektive auf das Lernen von Kindern eröffnet hat. Er konnte mit einer Fülle von Beobachtungen empirisch belegen, dass an den Freien Alternativschulen in einem Umfang Lernprozesse zwischen Kindern stattfinden, die das durch LehrerInnen intendierte und organisierte Lernen in seiner Bedeutung erheblich relativieren. Die von Scholz beobachteten Lernprozesse unter Kindern beziehen sich auf die Umgangsformen der Kinder untereinander und viele andere Bereiche: Sich gemeinsam wohl fühlen, Fairness und Höflichkeit, Lob und Kritik, Trösten und Helfen, Ermahnungen und Belehrungen, Expertentum, Erwerb von Grundfertigkeiten in Projekten, gemeinsames Forschen, Bauen, Lernen durch Zusehen, Abgrenzungen zu Erwachsenen, Lernen im Spiel usw.

Die geschilderten Lernvorgänge sind besonders wirksam, weil sie nicht in der asymmetrischen Situation zwischen Kindern und Erwachsenen, sondern unter tendenziell Gleichen stattfinden.

Besondere Lernschwerpunkte

Von ihren ersten Anfängen bis heute haben die Freien Alternativschulen dem sozialen Lernen immer besondere Bedeutung zugemessen und dafür sehr viel Zeit aufgewendet, was an anderen Schulen im gleichen Umfang ganz undenkbar wäre, weil darüber das "eigentliche" Lernen zu kurz kommen könnte. Das Gegenteil ist der Fall. Denn in einem positiven Sozialklima, wie es den Freien Alternativschulen immer wieder bescheinigt wird, gelingt auch die Entwicklung von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten wirklich gut. Diese Erfahrung hat auch einen Modellcharakter für den späteren Werdegang der Schüler und Schülerinnen.[13]

Alternative Formen der Entwicklungs- und Leistungsbeschreibung

Die an den Schulen vorherrschende Praxis der Leistungsbeurteilung wird seit Jahrzehnten von der Erziehungswissenschaft kritisiert.[14] Die Freien Alternativschulen ignorieren die Kritik an der Praxis der Zensurenvergabe und der Ziffernzeugnisse der staatlichen Schulen nicht. Sie lehnen konsequent die Zensurenvergabe und die Erteilung von Ziffernzeugnissen ab und ersetzen sie durch Gespräche mit Kindern und Eltern sowie durch Zeugnisse in Gutachtenform bzw. durch Jahresbriefe an die Kinder. Diese Praxis bewährt sich seit über 25 Jahren.

Selbstverantwortung ohne Überforderung

Freiheit ist nur möglich, wenn sie gepaart ist mit Selbstverantwortung und Verantwortung für andere. Die meisten Schulen unterschätzen die Bereitschaft und Fähigkeit von Kindern und Jugendlichen zur Übernahme von Verantwortung. 9 bis 13 Jahre lang werden Schüler und Schülerinnen (an unterschiedlich langen Leinen) von Erwachsenen geführt. Die üblichen Schülermitwirkungsgesetze oder entsprechende Verordnungen geben ihnen wenig Einfluss auf die Gestaltung der Einrichtung, in der sie einen großen Teil des Tages zubringen. Weder als Individuen noch als Gemeinschaft haben Kinder und Jugendliche im Alltag der meisten Schulen die Chance, sich darin zu üben, wirklich wichtige Entscheidungen für sich selbst und andere zu treffen.

Das ist anders an den Freien Alternativschulen. Sie zeigen, dass es möglich ist, eine Pädagogik der Freiheit, Geborgenheit und Verantwortung zu praktizieren, die Kindern schon im Grundschulalter die Chance gibt, einen Teil der Verantwortung für sich selbst, insbesondere für ihren eigenen Lernprozess, zu tragen, ohne davon überfordert zu werden. Das ist sicherlich nicht immer leicht, aber an ihren Aufgaben wachsen bekanntlich nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder.

P.S. Lernen die Kinder an Freien Alternativschulen genug und kommen sie im späteren Leben klar?

Ja.
____________________________________________________

LG B. die manche Leute gar nicht mehr bewegen will, weil sie Angst hätte das sie sonst zu Staub zerfallen




Edit: Angebene Links so eingstellt, dass diese direkt anklickbar sind.

[Dieser Beitrag wurde am 09.12.2005 - 14:33 von PetraLitzenburger aktualisiert]




Frank333
TROLL




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Nachricht senden Erstellt am 08.12.2005 - 20:54

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DorisCarnap schrieb
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Wer hat denn was mit Thorn gemacht? Klärt mich mal bitte jemand auf.


Schau doch mal unter seinem Namen links in der Spalte. Ein nettes kleines Bildchen und ein Zusatztitel.
Wer das war kann ich dir auch nicht sagen. Sollte so etwas nicht unter den Moderatoren abgesprochen sein.

DorisCarnap schrieb
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Dass Lehrer kritische Eltern, als unangenehm empfinden, ist ja nichts Neues. Aber es gibt sicher mehr davon, als dir, Thorn, lieb ist


Warum du mich zitierst und Thorn anredest ist mir allerdings nicht ganz klar.
Dabei sollte euch wirklich klar sein, dass wir verschiedene Personen sind.
Denn wie Frau Litzenburger unter http://www.foren.de/system/index.ph....4060&threadid=2237067 schon schrieb:
PetraLitzenburger schrieb
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anhand der Log-Datei kann ich erkennen, dass verschieden Ministerien und Behörden offensichtlich enormes Interesse an unserem Forum haben.


Anscheinend wird hier alles protokolliert und versucht zu analysieren.
BigPetra is watching You.

DorisCarnap schrieb
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Wie war das mit der Sachlichkeit? Ich kann keine sachlichen Beiträge von Thorn oder Frank entdecken. Nettiquette gilt wohl immer nur für die Anderen, oder?


Wer selbst die Netiquette nicht berücksichtigt und sich damit auch noch brüstet, dass dies hier im Forum so OK ist, braucht von mir dann auch nichts anderes zu erwarten oder? ("Schauen Sie sich hier in unserem Forum um. Hier wurden schon regelrechte Schlammschlachten geführt an denen sich Ihre Kollegen ordentlich beteiligt und ausgetobt haben.
Wurde hier deshalb ein einziger Beitrag gelöscht oder ein Thread geschlossen? Nein, natürlich nicht, weil wir dies nicht nötig haben."





Braunauge





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Nachricht senden Erstellt am 08.12.2005 - 21:55

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So daaaaaaaaaa >>>>> http://www.lehrerforen.de/ >>>>> sind die bösen Lehrer-User

Und daaaaaaaaa >>>>> http://www.emgs.de/ >>>>>> sind die bösen EMGS-Eltern-User

So jetzt alles klar ? Frank ? Thorn ? u. wie ihr sonst noch so alle heißt ................

Und Momo ist ab morgen auch noch der Weihnachtsmann , Herr Mohr ist ja eh schon lange der Nikolaus

Und allen Lehrern noch viel Spass beim Lesen in ihrer selbst herbeigeführten "Schlammschlacht" ........

Larry




PetraLitzenburger
Administratorin




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Nachricht senden Erstellt am 09.12.2005 - 13:33

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Hallo,

es ist bemerkenswert, das User wie Frank333, Spielefreund und Thorn nur in solchen Therads zu finden sind in denen sie andere User beschimpfen beleidigen und verleumden und jeglicher sachlichen Grundlage entbehren.

Tipps und Hilfestellungen für verzweiflte und ratsuchende Eltern kann ich in den Beiträgen dieser User nicht finden.

Offensichtlich sind diese User nur darauf aus hier in unserem Forum regelrechte Schlammschlachten anzuzetteln um uns und unser Forum in Misskredit zu bringen.



Solche User nennt man in der Internetsprache "Troll".
In der oben angezeigten Menueleiste unter "News" ist der Begriff "Troll" näher erläutert.

Im Übrigen verbitten wir uns andere User zu verleumden. Das mag im Lehrerforum üblich sein, bei uns jedoch nicht erwünscht.
Kinderhaus und Momo sind definitiv zwei verschiedene User! Wer in der Lage ist, wie Big Petra, IP-Adresse auszulesen, kann dies leicht feststellen.

Für alle, die es immer noch nicht verstanden haben:

Dieses Forum ist ein Elternforum, in dem sich Eltern austauschen und sich gegenseitig helfen und unterstützen.

Damit ist für mich diese Diskussion beendet.


Petra Litzenburger

[Dieser Beitrag wurde am 09.12.2005 - 13:34 von PetraLitzenburger aktualisiert]





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Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Berthold Brecht

Frank333
TROLL




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Nachricht senden Erstellt am 09.12.2005 - 20:09

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Wenn das Ihre Art ist mit Usern umzugehen die andere Meinung haben als Sie, dann ist das gleich einem Offenbarungseid für dieses Forum.

Nennen Sie mir bitte eine Stelle, an der ich andere User beschimpft beleidigt oder verleumnet habe!
(gut das BigPetra is watching you war vielleicht etwas viel, aber in diesem forum wurde ja schon wesentlich härteres geposted, wie von Ihnen selbst zugegeben)

Ich finde es ein Unding mich auf diese Art (die Kennzeichnung und Titulierung) zu beleidigen und verleumnen ohne mir eine Erklärung zu bieten.


Frank

PS: Wo wir gerade dabei sind: Vielleicht sollten Sie einigen Usern einmal "Godwins Gesetz" näher bringen (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz )

[Dieser Beitrag wurde am 09.12.2005 - 20:12 von Frank333 aktualisiert]




DorisCarnap
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Nachricht senden Erstellt am 11.12.2005 - 11:35

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Hallo,

zurück zur interessanten Diskussion im Lehrerforum, die hauptsächlich zwischen Rolf Robischon und Timm, einem jungen, wohl noch recht unerfahrenem Lehrer geführt wird.

Tmm schreibt: "Ich habe m.E. kein Problem mit dir. Ich habe ein Problem, dass dein guter (!) Ansatz in keinster Weise wissenschaftlichen Standards entspricht, du ihn aber immer als seligmachend verkaufst."

Bei dem Online Seminar der Friedrich Naumann Stiftung "Das Wissen vom Lernen" fragten sich viele der Beteiligten, warum Lehrer nicht endlich das umsetzen was seit Jahrzehnten bekannt ist und von Reformpädagogen, Lernpsychologen und Pädagogen vertreten wird. Hier scheint die Antwort doch einfach: Weil sie keine Ahnung haben von dem, was Reformpädagogen, Lernpsychologen, Pädagogen seit Jahrzehnten, die Reformpädagogen sogar seit 140 Jahren von den Lehrern fordern - den Lernprozess zu begleiten (und nícht zu behindern).

"Der Arbeitsplatz des Lehrers ist das Gehirn des Schülers" das war eine These von Michael Fritz, Lehrer und Geschäftsführer des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm. Lehrer sind vor allem zuständig für den Unterricht und die Begleitung des Lernprozesses. Trotzdem empfinden viele Lehrer diese Forderung als schlichte Zumutung, weil die Bedingungen angeblich nicht sind, wie sie sein sollten, die Kinder nicht gut genug erzogen sind, die Klassen zu groß, die Klassen zu heterogen, die Arbeitsanforderungen an die Lehrer zu hoch und was es noch alles zu beklagen gibt. Die Einsicht, dass ihnen schlicht die Kenntnis fehlt, wie man einen Lernprozess begleitet, fällt schwer.

In der Praxis, der weiterführenden Schulen sieht es doch häufig so aus, dass Lehrer ihren Schülern 'Fachwissen' in großen Mengen vor die Füße werfen und die Schüler dann zusehen müssen, was sie mit diesen Informationen anfangen. Und wenn Eltern können, steigen sie ein und lehren ihre Kinder Aufsätze schreiben, das Lernen zu lernen und so weiter!

Interessant ist doch, dass den Lehrern die 'normal' unterrichten empfohlen wird, ihren Unterricht zu evaluieren, damit auch ihnen endlich klar wird, dass man Wissen nicht von einem Gehirn auf das andere übertragen kann. "Menschen bilden, heißt nicht ein Gefäß zu füllen sondern ein Feuer zu entfachen". Die meisten Lehrer sind zu eifrig bemüht Gefäße zu füllen und zufrieden wenn es bei einigen wenigen sogar gelingt. Für das Mißlingen, werden dann Eltern und Schüler verantwortlich gemacht!

Doris








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kinderhaus





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hallo ihr,

ich möchte als ergänzung aus einem aufsatz von Dr. Karl Gebauer zitieren.

in diesem aufsatz wird unter anderem darüber geschrieben, dass lernen für kinder und jugendliche ganz entscheident von der qualität der beziehung zum "lehrenden" abhängt - eine tatsache, die viele erzieher gerne verdrängen.

das, was robischon als konzept beschreibt, beruht auf seiner BEZIEHUNSFÄHIGKEIT - er ist in der lage, zu seinen schülern eine gute emotionale bezihung herzustellen.

mütter und väter "wissen" instinktiv, dass ihre kinder lernen, weil sie sie lieben.

wenn lehrer dieses wissen akzeptieren und nutzen würden, würden sie darauf achten, dass (sie)

karl gebauer schrieb
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2. Eigene Gefühle entdecken
Konkret geht es darum, in jeweils spezifischen Kontexten seine emotionalen Fähigkeiten angemessen einzusetzen. Von Salisch zählt vier Fähigkeiten auf, die alle miteinander verknüpft sind und in ihrer Gesamtwirksamkeit eine ausbalancierte Persönlichkeit ausmachen:
? Aufmerksamkeit für die eigene emotionale Befindlichkeit
? Empathie für Mitmenschen
? Befriedigende zwischenmenschliche Beziehungen eingehen und
? konstruktiv mit belastenden Gefühlen umgehen können.
Damit ein Team vor diesem Hintergrund konstruktive Erziehungsarbeit leisten kann, ist es erforderlich, dass die einzelnen Mitglieder über ein hinreichendes Maß an emotionaler Kompetenz verfügen. Dabei ist von Bedeutung, dass die Entwicklung emotionaler Kompetenz auf Sicherheit bietende Beziehungen angewiesen ist, denn emotionale Sicherheit gibt es nur über Beziehungssicherheit. In Erziehungsprozessen geht es also um den Aufbau eines Netzes von verlässlichen, sensiblen zwischenmenschlichen Beziehungen.


besonders aufmerksaqm machen möchte ich an dieser stelle auf das "hinreichende maß an emotionaler kompetenz..."
dem muss man, glaube ich, nicht mehr viel hinzufügen.

grüße,

martina - back aus berlin, von einem schönen wochenende mit zweien von meinen töchtern...





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Tina





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Hallo,

schrieb
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in diesem aufsatz wird unter anderem darüber geschrieben, dass lernen für kinder und jugendliche ganz entscheident von der qualität der beziehung zum "lehrenden" abhängt


Dem stimme ich voll und ganz zu. Solange du mit über 20 Wochenstunden in einer Klasse bist und das bestenfalls noch über mehrere Jahre ist der Aufbau einer vertrauensvollen Schüler-Lehrerbeziehung auch leicht möglich. Schwierig wird´s, wenn man nur wenige Stunden in eine Klasse geht. Und hier scheint mir der Haken am Konzept von RS und Gymnasium.

LG
Tina




Erika
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Hallo,

Kommentare im LF über EMGS hier:

"Da mobben Eltern gemobbter Kinder (die einem echt leid tun können) alles, was sie kindermobbingverdächtig finden (nich immer zum Nutzen der Kids). Vor allem uns Lehrer. Vor allem die Lehrer dieses Forums."

"EMGS ist für mich inzwischen eine no-go-area, weil ich schon desöfteren die Befürchtung hatte, dass vielleicht doch Paranoia, Verschwörungstheorie, Eindimensionlität und ungerichteter und unqualifizierter Berufsrassenhass ansteckend und durch den Bildschirm übertragbar sein könnte ... wer weiß."


"EMGS ist kein Forum zum Argumentieren sondern Realsatire vom Feinsten!"


"Das bittere an EMGS ist, dass durch die Art dieser Leute eine merkliche Desensibilisierung für gewisse Themen stattfindet. Denn wenn man dort über Mobbing liest und gleichzeitig den Argumentationsstil der Leute betrachtet, ist völlig klar, warum diese Leute Feinde haben."

"ich ignoriere die emgs-Schreiber inzwischen nicht nur "grundsätzlich", sondern, im Emgs-Forum, absolut - hier jedenfalls sobald ich sie erkenne, was gelegentlich ein wenig dauert, da sich einige unter verschiedenen nicknames immer mal wieder einschleichen"

Sie sollten sich wirklich schämen, diese Lehrer aus dem LF oder sich psychologisch betreuen lassen - sie leiden wohl unter Verfolgungswahn.

Tina schrieb
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Schwierig wird´s, wenn man nur wenige Stunden in eine Klasse geht.


Für den Aufbau einer Beziehung ist es sicher schwieriger, allerdings scheint es Lehrer zu geben, die auch keine Beziehung aufbauen möchten - Kinder, die nicht so funktionieren, wie Lehrer es gern hätten, werden als Klotz am Bein, als Belastung, als Zumutung gesehen. Herzlosigkeit, Bestrafung ist angesagt - die Seele der Kinder interessiert sie nicht.

Viele Grüße
Erika






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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

Tina





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Hallo Erika,

wenn du das oben fett gedruckte jetzt auf mich gemünzt hast - weder Lehrer allgemein noch Lehrer im Lehrerforum funktionieren wie die Borg in Startreck (oder wo immer die vorkamen) - wir sind schon alles einzelne Wesen mit einzelnen Meinungen.

schrieb
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Für den Aufbau einer Beziehung ist es sicher schwieriger, allerdings scheint es Lehrer zu geben, die auch keine Beziehung aufbauen möchten - Kinder, die nicht so funktionieren, wie Lehrer es gern hätten, werden als Klotz am Bein, als Belastung, als Zumutung gesehen. Herzlosigkeit, Bestrafung ist angesagt - die Seele der Kinder interessiert sie nicht.


Da denken wir jetzt auf gänzlich verschiedenen Ebenen. Ich dachte eigentlich heute darüber nach, dass, wenn Lernen in weiten Teilen auch über die Beziehungsebene läuft, sind dann nicht manche Strukturen im Schulsystem dafür sehr ungünstig? Z.B. häufiger Lehrerwechsel, vor allem in den unteren Klassen der weiterführenden Schulen?

LG
Tina
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 15:59    Titel: Seite 5 Antworten mit Zitat

doppelkopf





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Kommentare im LF über EMGS hier:

"Da mobben Eltern gemobbter Kinder (die einem echt leid tun können) alles, was sie kindermobbingverdächtig finden (nich immer zum Nutzen der Kids). Vor allem uns Lehrer. Vor allem die Lehrer dieses Forums."

"EMGS ist für mich inzwischen eine no-go-area, weil ich schon desöfteren die Befürchtung hatte, dass vielleicht doch Paranoia, Verschwörungstheorie, Eindimensionlität und ungerichteter und unqualifizierter Berufsrassenhass ansteckend und durch den Bildschirm übertragbar sein könnte ... wer weiß."


"EMGS ist kein Forum zum Argumentieren sondern Realsatire vom Feinsten!"


"Das bittere an EMGS ist, dass durch die Art dieser Leute eine merkliche Desensibilisierung für gewisse Themen stattfindet. Denn wenn man dort über Mobbing liest und gleichzeitig den Argumentationsstil der Leute betrachtet, ist völlig klar, warum diese Leute Feinde haben."

"ich ignoriere die emgs-Schreiber inzwischen nicht nur "grundsätzlich", sondern, im Emgs-Forum, absolut - hier jedenfalls sobald ich sie erkenne, was gelegentlich ein wenig dauert, da sich einige unter verschiedenen nicknames immer mal wieder einschleichen"

Was erzähle ich meinen Kindern immer wieder, wenn jemand versucht sie zu beleidigen oder kleinzumachen????

Neid? Eifersucht? Fühlt sich selber klein? Kein Selbstwertgefühl? Die Liste kan man sicher noch weiter fortführen. Psychologen könnten sicher einiges dazu sagen.

doppelkopf






kinderhaus





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Nachricht senden Erstellt am 12.12.2005 - 08:01

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hallo tina,

ich kann mir vorstellen, dass es schwierig zu sein scheint, eine beziehung zu schülern aufzubauen, die man nur wenige wochenstunden im unterricht hat.

oft hat man als lehrerIn ja den eindruck, so viele ansprüche, ziele, kinder ... usw. unter einen hut bringen zu müssen, dass immer wieder etwas oder jemand auf der strecke bleibt.

manchmal auch man selbst, oder?

nach meiner erfahrung ist es so, dass die qualität einer beziehung zu den kindern weniger von der menge der zeit abhängt, die man mit ihnen verbringt, als vielmehr von der qualität derselben.

kinder spüren sehr genau, ob jemand ein echtes interesse an ihnen hat, und vor allem, ob der- oder diejenige "echt" und "ehrlich" ist.

methodik wirkt nur da, wo sie im einklang mit dem inneren empfinden des erwachsenen übereinstimmt.

wenn das der fall ist, reichen wenige minuten in der woche aus, um eine beziehung zu dem kind aufzubauen.

eine hand auf der schulter, ein lächeln zwischendurch, ein ehrliches, gezieltes lob, ein angemessener tadel - und das kind fühlt sich wahrgenommen.

DARAUF reagieren (nicht nur) kinder.

wie ist deine erfahrung mit beziehungsaufbau im schulalltag?

ich habe für mich die erfahrung gemacht, dass eine beziehung zu kindern und erwachsenen nur dann aufgebaut werden kann, wenn ich selbst auf mich achte.

meine gefühle diesem kind, diesem erwachsenen gegenüber klar habe und transparent damit bin.

eine gute psychohygiene ist im grunde für jeden pflicht, der auf andere menschen erzieherisch einwirkt.

grüße,

martina





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DorisCarnap
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Nachricht senden Erstellt am 12.12.2005 - 09:33

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Hallo,

Tina schrieb
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"... weder Lehrer allgemein noch Lehrer im Lehrerforum funktionieren wie die Borg in Startreck (oder wo immer die vorkamen) - wir sind schon alles einzelne Wesen mit einzelnen Meinungen."


Ja, das ist wichtig, dass wir darauf achten, wer für welche Aussage verantwortlich gemacht wird - also nicht DIE Lehrer vom LF und nicht DIE Eltern von emgs sondern die einzelnen Personen. Genausowenig wie ich für Georgs Aussage verantwortlich gemacht werden möchte, will Tina für die unbedachten Äußerungen im Lehrerforum die Verantwortung tragen müssen.

Tina schrieb
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"...wenn Lernen in weiten Teilen auch über die Beziehungsebene läuft, sind dann nicht manche Strukturen im Schulsystem dafür sehr ungünstig? Z.B. häufiger Lehrerwechsel, vor allem in den unteren Klassen der weiterführenden Schulen?"


"Beziehungsdidaktik" heißt ein Buch von Reinhold Miller, er befasst sich mit allem Wichtigen was Lehrer wissen sollten.

"Die vielfachen Belastungen von Lehrerinnen und Lehrern haben u.a. auch ihre Ursachen in der häufig unprofessionellen Art ihres Umgangs untereinander und mit Schülerinnen und Schülern. Förderliche Beziehungen hingegen erweisen sich als sehr wirksam bei der Entlastung des Schulalltags. Im Vergleich zu anderen sozialpädagogischen Berufen hinkt der Lehrberuf, gerade was die Beziehungsarbeit betrifft, immer noch dem professionellen Standard hinterher."
www.beltz.de/html/frm_paed.htm Unter der Rubrik Kommunikation gelangt man zu einer Leseprobe des Buches.

Unter dem unprofessionellen Umgang müssen unsere Kinder und wir Eltern häufig leiden!

Der Fachunterricht ist sicher ein Teil des "Mißratenen Fortschritts" der Bildungsreform in den sechziger Jahren, die der Pädagoge Andreas Flitner beschreibt. Viele Schulen, wie zum Beispiel die Helene- Lange - Schule, haben genau diesen Unterricht abgeschafft, um etwas Grundlegendes zu ändern.

Der Schulforscher Hans - Günter Rolff in einem Interview in der Frankfurter Rundschau (FR) im März 2002:

FR: "Es gibt in Deutschland Schulen, die sich Freiheiten nehmen und vieles tun, was auch in den bei PISA erfolgreichen Ländern üblich ist - etwa Abkehr von 45-Minuten Takt oder Lehrerteams. Diese Schulen berichten von Erfolgen und Arbeitszufriedenheit. Warum befreien sich nicht mehr SChulen?

Rolff: "Es gibt relativ wenige Schulen, das darf man nicht übersehen. Unter den bundesweit fast 30 000 Schulen fallen einem die wirklich interessanten sofort ein. Und dann sind es noch einige Netzwerke, aber zusammengenommen sind es nur ein, zwei Prozent...Bei denen ist es so, dass Kollegen zuerst mit Zweidrittelmehrheit den klaren Willen artikulieren müssen, dass sie das Beste aus dem machen wollen, was deutsche Schulstrukturen zulassen. Diese Schulen kümmern sich um Teamarbeit, Evaluation und holen sich Feedback über ihre Wirksamkeit... Es gilt in Deutschland als unfein, den Lehrer bei der Arbeit zu besuchen. In allen anderen Lebensbereichen ist so etwas üblich. Da sind wir beim Kern, warum in deutschen Schule so wenig "Zug" und Verbindlichkeit herrscht...Ich kenne Schulen, die sagen: "Evaluation, das ist bei uns ein Hasswort.""

Sicher sind es mittlerweile viel mehr Schulen, die ihren Unterricht umgestellt haben und alle Bundesländer haben Agenturen, die die Qualität der einzelnen Schulen untersuchen, sogar Eltern werden nach ihrer Meinung und Zufriedenheit gefragt .

Allerdings sind nicht nur die meisten Lehrer sondern auch die meisten Eltern weit entfernt, sich für ihre Schule einen Sonderweg zu wünschen - beide, weil sie es nicht anders kennen! Ihr Ziel ist vor allen Dingen diesen Zustand herzustellen: "Wenn alles schläft und einer spricht so nennt man dieses Unterricht." Wie effektiv die Art des Unterrichts ist, interessiert erstaunlicherweise nur wenige!

Doris






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Braunauge





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Nachricht senden Erstellt am 12.12.2005 - 15:40

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Doris schrieb
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Ja, das ist wichtig, dass wir darauf achten, wer für welche Aussage verantwortlich gemacht wird - also nicht DIE Lehrer vom LF und nicht DIE Eltern von emgs sondern die einzelnen Personen. Genausowenig wie ich für Georgs Aussage verantwortlich gemacht werden möchte, will Tina für die unbedachten Äußerungen im Lehrerforum die Verantwortung tragen müssen.
Unterschreib !

LG B.




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Nachricht senden Erstellt am 12.12.2005 - 20:07

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Hallo,

schrieb
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wie ist deine erfahrung mit beziehungsaufbau im schulalltag?


Vorweg: Meine "Kinder" sind schon mehr Jugendliche oder mehr oder weniger in einem Stadium dazwischen.

Mit manchen geht es sehr schnell, viele Kinder sind sehr offen und gehen auch von selbst auf einen zu. Die ruhigen bemerkt man zuweilen erst nach ein paar Wochen wirklich. Natürlich hat man nicht mit jedem Schüler ein wirklich "inniges" Verhältnis, aber man merkt schon, welche Stimmung in einer Klasse herrscht. Meine Schüler (in meiner eigenen Klasse) sind nicht immer automatisch meiner Meinung, sind aber durchaus offen und respektieren, was ich sage, sind auch bereit, sich damit auseinanderzusetzen.

Die Gruppen, die ich sonst habe kenne ich auch schon länger. Da hat es seine Zeit gebraucht, ist aber jetzt, im 2. Jahr auch eingespielt.

Ganz anders leider bei der einen Gruppe, die ich in Ethik habe. Ein Fach, in dem man eigentlich eine gute Beziehung bräuchte, um sich mit den durchaus interessanten Themen auseinanderzusetzen. Bis jetzt geht da nur Lesen, kurz besprechen, geht nicht und wird laut, endlos lange Folie drauf, abschreiben. In der Probe dann bitte auswendig lernen und ausspucken. Die Stunden wären - könnte ich sie normal halten - durchaus ok, lief die Jahre zuvor bestens. Nur mit der Gruppe stimmt das Verhältnis nicht - und das kann nicht nur an mir allein liegen, denn so schwierig habe ich Unterricht in den letzten fünf Jahren nicht erlebt. Mir scheint es schon so, als fehlte einfach die Zeit, eine vernünftige Basis zu entwickeln.

LG
Tina




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Nachricht senden Erstellt am 12.12.2005 - 21:12

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hi tina,

du schreibst schrieb
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Nur mit der Gruppe stimmt das Verhältnis nicht - und das kann nicht nur an mir allein liegen


glaub ich auch nicht.
es ist niemals die wirkung eines einzelnen, wenn kein gruppengefühl zustande kommt.

aber das, was du hier kurz beschreibst, weißt du, DAS sind die sachen, die MICH interessieren!

woran liegts, dass der wurm drin ist?

wer hat das sagen in der schülergruppe?

welches thema erarbeitest du zur zeit mit deinen schülern?
manchmal reicht es schon, dass einzelne schüler mit einem thema "schwierigkeiten" haben - sei es aus eigener erfahrung, durch erlebnisse in der familie, innere schweige-, rede- und denkverbote und schon wird das thema "getötet".

ich finde bei meiner arbeit gerade die schwierigen, verschlossenen, widerstrebenden gruppen oder gruppenmitglieder interessant.
IMMER hat es AUCH was mit mir zu tun, wenns scheinbar nicht gut läuft, nicht voran geht....

dabei gilt ja auch, dass jugendliche oder "so etwas dazwischen" generell ein spannendes bis aufreibendes klientel sind.

ich habe übrigens auch schon einige male erlebt, dass das gegenseitige eingeständnis, schwierigkeiten miteinander zu haben, sehr viel nähe "beziehung" vermittelt hat.

natürlich ist eine gruppe nicht mit einer schulklasse in allem vergleichbar.
ich denke nur, was wir gemeinsam haben ist die verantwortung für den lern- oder arbeitsprozess der gruppe oder klasse.

na, ich bin jedenfalls froh, dass ich meine leute nicht bewerten muss.
ich muss keine "selektion" betreiben - nb: ich HASSE diesen ausdruck!

was für mich auch ein punkt ist, ist die innere bereitschaft, sich selbst infrage zu stellen.
das ist häufig auch eine gratwanderung, denn wenn ich eine gruppe leite, dann bin ich die leiterin, da sind wir wieder beim thema "verantwortung für den prozess".
dennoch muss ich auch in der lage sein, kritik, anregungen, infragestellungen meiner person und meiner arbeit anzunehmen.

für mich ist das ein wichtiges kriterium, wenn ich die qualität der arbeit eines lehrers einschätze.

oder?

grüße,
martina







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Nachricht senden Erstellt am 12.12.2005 - 23:39

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Hallo Tina,

Tina schrieb
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wenn du das oben fett gedruckte jetzt auf mich gemünzt hast - weder Lehrer allgemein noch Lehrer im Lehrerforum funktionieren wie die Borg in Startreck (oder wo immer die vorkamen) - wir sind schon alles einzelne Wesen mit einzelnen Meinungen.



Nein, das habe ich nicht auf dich gemünzt. Ich hatte geschrieben "es scheint Lehrer zu geben ...."
Wie du auch sagst, im LF wie auch hier sind einzelne Wesen. Jeder ist ein Individuum. Ich bin absolut kein Lehrerhasser, versuche immer, mit ihnen gut auszukommen - klappt auch in der Regel. Leider habe ich bisher viele nicht so gute Erfahrungen gemacht. Trotzdem sind in meinen Augen noch längst nicht alle Lehrer gleich. Selbst bei den schlechten Erfahrungen habe ich meistens immer noch Verständnis für diese Lehrer und sehe eher Hilflosigkeit bei einigen Lehrern, weniger Bösartigkeit.

Leider fehlt mir die Zeit, mich im Augenblick hier im Forum an vielen Diskussionen zu beteiligen. Das wollte ich aber auf jeden Fall gesagt haben.

Viele Grüße
Erika







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Nachricht senden Erstellt am 14.12.2005 - 21:29

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Hallo,

@ kinderhaus

schrieb
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woran liegts, dass der wurm drin ist?

wer hat das sagen in der schülergruppe?



Kann ich nicht in einem Satz sagen, woran es liegt.

Die Gruppe setzt sich aus Schülern aus mehreren Klassen zusammen, jeweils alle, die nicht katholisch oder evangelisch sind. Also überwiegend Moslems, Zeugen Jehovas oder Atheisten. Untereinander sind sie sich teilweise auch nicht grün, das ist schon mal das eine Problem. Das Sagen hat nicht unbedingt einer allein, dominant war eine Weile ein Junge, der von einer Privatschule kam und jetzt bei uns wohl einen Abschluss machen soll. Der hatte auf jeden Fall am Anfang Eingliederungsprobleme. Die Mädels leicht stutenbissig, zu mir und auch untereinander.

Thema war bis jetzt Arbeit (Warum arbeit man? Mobbing am Arbeitsplatz - Umgang mit Arbeitslosigkeit etc.) Eigentlich nicht uninteressant. In den Proben stellt sich im Moment raus, dass doch recht viel ankommt, im Unterricht bemerkt man das weniger.

Alles in allem merke ich durchaus Verbesserungen, aber "schöner" Unterricht, wie in meiner eigenen Klasse, ist das noch lange nicht.
Und hier sehe ich schon den Zeitfaktor: Zwei Wochenstunden, noch ungünstig liegend sind nicht sehr viel. Vor allem wollen eventuell einige in diesem Fach Abschluss machen, also muss Stoff erarbeitet werden.

Inwiefern es mit mir zu tun hat, frage ich mich natürlich auch. Fakt ist, dass die Schüler mich wesentlich netter fänden, wenn ich zu dieser fortgeschrittenen Zeit sie einfach Musik hören und herumhocken ließe - aber wie gesagt, Abschlussprüfung etc. - das ist nicht ganz Sinn der Sache.

Als unverheiratete, kinderlose mit Katzen und Pferden lebende Frau bin ich vermutlich für die Moslems leicht wunderlich - das kann ich jetzt aber auch nicht einfach abändern. Da müssen sie halt durch.

LG
Tina




kinderhaus





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Nachricht senden Erstellt am 15.12.2005 - 08:03

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@tina:

wow, da hast du aber eine echt heisse gruppe!!!

spontan sage ich dazu mal: die KANNST du gar nicht alle unter einen hut kriegen, die sind viel zu heterogen.

vielleicht ist es wirklich so, wie du es zur zeit machst, optimal.

moslems, zeugen jehovas, stutenbissige mädels... wäre in einem sozialpädagogischen kontext eine durchaus interessante gruppe mit potential - aber in der schule?? mit 2 wochenstunden?? unmöglich.

diese sache zeigt mal wieder, dass es auch an den umständen liegen kann, wenn eine schülergruppe nicht gut zusammenfindet.

wenn ich so eine gruppe im coaching oder in der prozessbegleitung hätte, würde mir ganz schön mulmig, glaub ich. (wenn ichs überhaupt machen würde.)
ist es sehr schwer, den unterricht durchzustehen?

"unverheiratete, kinderlose mit Katzen und Pferden lebende Frau" : das könnte der gegenentwurf (nach freud) zu MEINEM leben sein...

viele grüße,

martina






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Tina





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Nachricht senden Erstellt am 15.12.2005 - 19:21

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Hallo,

nein, schlimm ist es eigentlich nicht wirklich, die ersten Stunden waren unschön, weil mein normales Konzept mit meiner "normalen" Lehrerpersönlichkeit nicht läuft. Jetzt habe ich mich ja schon drauf eingestellt, von daher geht es schon, es wird auch besser, phasenweise kommt tatsächlich langsam auch ein vernünftiges Gespräch in Gange. So ein Fach lebt halt vom Mitdenken und Diskutieren - von daher ist es im Moment noch eher suboptimal.

Wär´s eine Klasse und ich Klassenleiter, würde man mit Gemeinschaftserlebnissen den Zusammenhalt zu verbessern versuchen. In zwei Wochenstunden ist es leider nicht möglich, zudem fordert eigentlich meine eigene - auch nicht unbedingt einfache - Klasse schon viel Einsatz. Im Moment versuche ich immer, etwas früher mit dem Unterricht aufzuhören und eher privat noch etwas ins Gespräch zu kommen.

Stimmt, die Ethikgruppen sind teilweise schon eine heiße Sache - positiv gemeint - teilweise sind das ganz interessante Kinder/Jugendliche. Lustig ist es vor allem, wenn der Lehrplan vorsieht, dass eine ursprüngliche Religionslehrerin einer Gruppe von hauptsächlich Moslems etwas über den Islam beibringen soll. Das läuft dann fast mehr umgekehrt.

LG
Tina

PS: Jeder Lebensentwurf hat doch seinen Reiz, oder? Katzen können auch ein prima Kinderersatz sein.

[Dieser Beitrag wurde am 15.12.2005 - 19:22 von Tina aktualisiert]
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 16:01    Titel: Seite 6 Antworten mit Zitat

kinderhaus





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Nachricht senden Erstellt am 15.12.2005 - 19:40

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n`abend tina,

tina schrieb
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mein normales Konzept mit meiner "normalen" Lehrerpersönlichkeit nicht läuft.


das kenn ich auch!

als ich noch relativ neu in meinem beruf war, hatte ich mal eine gruppe, da bin ich sowas von aufgelaufen... heute kann ich wirklich auch drüber lachen, aber ich weiss echt noch, wie ich völlig fertig war am ende des abends.... *ogott*

es war eine LEHRERGRUPPE - und ich ging da rein, forsch und zuversichtlich wie immer, hatte mein programm im kopf, wie ich mit der gruppe arbeiten will und sie..... verweigerten sich.

machten nicht mit, fanden meine vorschläge sinnlos, moserten und stänkerten... ich hab echt gedacht, ich kann überhaupt nix! das war die gruppe (wir haben über 5 jahre mit leicht wechselnder besetzung zusammengearbeitet), mit und bei der ich am meisten gelernt habe, glaube ich. hartes brot, aber nachher auch richtig gut.

tina schrieb
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... einer Gruppe von hauptsächlich Moslems etwas über den Islam beibringen soll. Das läuft dann fast mehr umgekehrt.


wir haben ein pflegetochter, die yezidin ist. weisst du etwas über yeziden? oder hast du vielleicht einen tip, wo ich mal nachkucken kann?

tina schrieb
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Jeder Lebensentwurf hat doch seinen Reiz, oder? Katzen können auch ein prima Kinderersatz sein.


also ehrlich, tina, wenn meine kinder mal alle aus dem haus sind, dann brauch ich alles mögliche, nur keinen KINDERersatz...

mein äusseres leben würde wahrscheinlich jeden moslem froh machen:
mann und jede menge kinder, dazu haus und hof und (und das passt dann wohl nicht mehr so) zwei klasse hunde.


liebe grüße, dir einen schönen abend,

martina





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Tina





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Hallo,

google doch einfach mal. Gleich den ersten Link

http://www.yezidi.org/140.0.html

fand ich schon ganz interessant. Ich bin in die Ethiksache auch nur reingerutscht, also alles andere als ein Spezialist. Eigentlich habe ich sogar die Missio für katholische Religion. Aber der Job ist bei uns schon vergeben.

Ja doch, ist dumm, wenn es nicht so läuft, wie man es sich vorstellt. Vor allem bin ich das in der Form nicht mehr gewohnt. Klar, mal geht eine Stunde daneben, meist liegt es dann an der Vorbereitung oder die Schüler sind aus irgendwelchen Gründen nicht aufnahmefähig - aber dass so gar keine Kommunikation geht, wie am Anfang der Fall, war schon unschön. Na ja, vielleicht wird´s ja noch.

Lehrer sind bestimmt kein leichtes Klientel. Vor allem, weil wir ja alle kleine Alleinherrscher in unseren Klassenzimmern sind und uns darum ungern führen lassen.

Ich weiß gar nicht, welches Leben Moslems froh macht. Das ist auch überhaupt keine homogene Gruppe. Manche picken sich auch von beiden Kulturen das raus, was ihnen gerade in den Kram passt. Oder sie versuchen, einen mit Fehlinformationen zu füttern. Einem Jungen habe ich im Schullandheim versucht beizubringen mit Messer und Gabel zu essen. Der sagte glatt treuherzig: "Wir dürfen das nicht!" - nur nebendran konnten das die anderen auch. Manche Mädels betonen bei jeder Gelegenheit, stolz zu sein ein Kopftuch zu tragen, andere wünschen sich mehr Freiheiten. Das ist manchmal nicht so leicht einzuordnen.

LG
Tina




DorisCarnap
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Nachricht senden Erstellt am 19.12.2005 - 11:04

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Hallo,

ich will nochmal zurück zur interessanten Diskussion im Lehrerforum mit Rolf Robischon:

Schlauby schrieb
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" diese diskussion ist doch ein zirkus.

stellen wir fest:

> heutige schulpolitik setzt auf leistungsstandards, gesichert durch z.b. zentralabitur, zentrale arbeiten (wie bei uns in der 3.klasse in mathe), etc.

eltern wie schüler haben in einem solchen system den berechtigten wunsch, dass sie gut abschließen, denn noch sind noten ein wichtiger grund für eine anstellung! lehrer sind also dazu gezwungen, unterricht zu inszenieren ... manche können es besser, manchen gelingt es weniger gut. wollen wir unterricht öffnen, muss die gesellschaft und politik dazu bereit sein - ansonsten muss ich als lehrer immer die prügel von oben riskieren. dazu bin ich, wie viele meiner kollegen an regelschulen nicht bereit. was soll also diese diskussion und die anfeindung, auch von dir, rolf?!

es ist auch nicht aufgabe der lehrer, die schule zu verändern - wir können mitdenken, mitgestalten, aber die letztlich sind wir die exekutive (und dafür werden wir bezahlt)! wer verändern will, tut das auf anderer ebene (politik, gewerkschaft, universität, ...). ein richter urteilt nach dem gesetzestext, der ihm an die hand gegeben wird ... lehrer unterrichten in dem system, das ihnen zur verfügung gestellt wird.

wir können zwar über eine andere schule nachdenken, aber dieses nachdenken darf sich nicht als kritik an den jetzigen mitunter sehr engagierten lehrern manifestieren - weder hier, noch in anderen foren. denn das ist unfair!

in keiner mir bekannten berufsgruppe wird von den angstellten bzw. bediensteten erwartet, dass sie sich gegen die anweisungen ihrer vorgesetzten wenden ... nur die lehrer, die sollen das system von unten her reformieren. soetwas?!"


Lehrer machen doch das System, denn "sie unterrichten und erziehen in eigener Verantwortung und pädagogischer Freiheit die Schüler und Schülerinnen. Dabei ist der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulen nach Verfassung und Schulgesetzen zu beachten."

Das tragische ist doch, dass Lehrer sich häufig der von "oben geforderte Änderung" sogar verweigern!

In den Weinert Studien LOGIK/SCHOLASTIK ( www.mpipf-muenchen.mpg.de/MPIPF/
bericht_g.pdf )wurde nachgewiesen, dass Kinder die in der Grundschule von Lehrern mit konstruktivistischen Hintergrund unterrichtet werden, wesentlich besser Leistungen zum Beispiel im Fach Mathematik auf den weiterführenden Schulen haben! "Der Lehrer macht den Unterschied: der Einfluss des pädagogischen Inhaltswissens auf die Fortschritte der Schüler...Verstehen ist also nicht das Ergebnis der Übertragung von Wissen von dem Lehrenden auf die Lernenden. Diese Auffassung wird unter dem Begriff des konstruktivistischen Lernens zusammengefasst." http://www.mpg.de/bilderBerichteDok....h/2004/bildungsforschung/
forschungsSchwerpunkt/pdf.pdf

Rolf Robischon hat doch kein "neues Rad erfunden", sondern arbeitet auf der Grundlage von "alten" wissenschaftlichen Erkennnissen! http://de.wikipedia.org/wiki/Konstr....mus_%28Lernpsychologie%29

Doris






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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson

DorisCarnap
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Nachricht senden Erstellt am 19.12.2005 - 19:12

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Immer wenn die Argumente ausgehen...könnte der Thread im Lehrerforun auch heißen.

Die Moderatorin Mia schrieb
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Für mich bringt das hier rein gar nichts mehr. Ich kann mit deiner Schwarz-Weiß-Malerei auch so rein gar nichts anfangen. Das ist nicht die Schulwelt, die ich kenne...


Genau das ist bedenklich! Schade, viele Jahre studiert und das Wissen als "hätte man keine Lehrerausbildung von durchschnittlich 5 Jahren durchlaufen müssen; das wäre auch in fünf Stunden erlernbar gewesen!" Prof. Wahl, PH Weingarten, Nachhaltige Wege vom Wissen zum Handeln - http://www.ph-weingarten.de/homepag....her/psychologie/wahl.html

Moderatorin Mia schrieb
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"Und deswegen ist mir jede Minute zu schade, die ich damit verbringen würde, auch noch auf eine weitere Frage zu antworten.
Wenn du wissen willst, was ich denke, dass klick einfach ein paar Seiten weiter vor. Da findest du haufenweise Antworten von mir. Und ansonsten hilft Mitlesen im Forum auch, wenn du wissen willst, wie die Schulwelt, die ich und viele meiner Kollegen kennen heute aussieht."



Rolf Robischon liest sich nochmal durch den Thread und findet keine Argumente - ich habe auch keine gefunden - woher sollen sie auch kommen, wenn keiner wirklich Ahnung hat?

Moderatorin Mia schrieb
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Siehste mal. Da war sogar schon die Zeit zu schade, die ich für die vielen Postings in diesem Thread verschwendet habe, wenn du sie noch nicht mal wieder findest. Von Argumenten ganz zu schweigen. Macht es Sinn, sich dann noch länger im Kreis zu drehen?

Du kannst den Thread auch einfach schließen, damit hier keiner einen Drehwurm kriegt.


Und der Moderator Philosophus schrieb
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Ich wäre schon dankbar, wenn mir jemand in den betreffenden Postings ein paar Kausal-, Konsekutiv-, Konzessiv- oder Konditionalkonjunktionen zeigt ? also etwas, das auf Argumentation hinweist.


Da soll die eigene Unwissenheit wohl durch den Gebrauch möglichst vieler Fremdwörter überspielt werden - "si tacuisses, philosophos mansisses" fällt mir dazu noch ein.

Zum Schluss ein Zitat aus einem Interview mit Franz E. Weinert:

Frage: Und für die Qualität des Unterrichts ist der Lehrer verantwortlich.

Weinert: Das ist so, aber zwei Dinge müssen fairerweise vorab gesagt werden. Erstens: Deutsche Lehrer sind in ihrem Fachgebiet glänzend ausgebildet und auch sehr kompetent, wenn man sie mit Lehrern anderer Nationen vergleicht. Zweitens: Es gibt in Deutschland sehr viele Lehrer, die auch didaktisch hervorragend sind. Offenbar gibt es aber auch nicht wenige deutsche Lehrer, die nicht oder nur unzureichend über die notwendigen modernen didaktischen Fähigkeiten verfügen, um erfolgreich zu unterrichten. Dazu gehört zum Beispiel, den Erkenntnisdrang und Leistungswillen der Schüler herauszufordern und einen Unterricht zu organisieren, der nicht nur an der Sachlogik orientiert ist, sondern der den Schülern auch das Verständnis erleichtert. Der Unterricht muß auf der einen Seite verständnisintensiver werden, d. h. er darf nicht mehr so stofforientiert sein, und er muß auf der anderen Seite flexibler, d. h. mit sehr viel mehr unterschiedlichen Übungsbeispielen ausgestattet sein.
www.beltz.de/buecher/leistungsmessungen.htm

Doris






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Bjoern
unregistriert

Erstellt am 19.12.2005 - 19:39

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Na und, Frau Carnap?

Es stänkert aber niemand mit und das ist doch in Ordnung so. Lassen Sie es doch bitte!
Björn

edit: wegen Serverausfalls

[Dieser Beitrag wurde am 19.12.2005 - 20:01 von Bjoern aktualisiert]




DorisCarnap
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Nachricht senden Erstellt am 19.12.2005 - 20:16

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Was ist daran stänkern, Björn? Eine abweichende Meinung, Kritik?

Doris





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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson

Bjoern
unregistriert

Erstellt am 19.12.2005 - 20:35

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Das wissen Sie doch ganz genau, Doris: Das LF wartet nur auf Angriffe, um dann hier die nächste Schlammschlacht anzuzetteln.

Sein Sie doch die Klügere und hören endlich auf, bitte, im Interesse DIESES Forums und seiner Mitglieder.

Viele Grüße!
Björn





Erika
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Nachricht senden Erstellt am 19.12.2005 - 21:43

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Hallo Doris, hallo Bjoern,

Bjoern, du nennst die Schreiberein hier stänkern, Doris und ich nennen es "Die Tatsachen öffentlich machen", in der Hoffnung, dass möglichst viele, vielleicht auch Politiker, davon Kenntnis nehmen und sich mehr und mehr Betroffene zusammenschließen und versuchen, dagegen anzugehen.

Jetzt fehlen eigentlich auf jeden Fall noch Hermine und Melousine in der Sammlung, die im LF auch absolute Hammerbeiträge schreiben. Vielleicht sind sie schon unter uns, ich wüsste gern unter welchen Namen.

Doris, ich habe auch deine anderen Beiträge unter Durchführungsbestimmungen... gelesen. Du sprichst mir aus der Seele. Zurzeit bin ich etwas schreibmüde.

Übrigens haben oder hatten (ich weiß nicht, ob du noch als Personalberaterin tätig bist) wir einen ziemlich ähnlichen Job. Ich bin Personalreferentin, also ebenso für Personalauswahl zuständig. Ja, in der freien Wirtschaft läuft alles anders - die persönliche Qualifikation, z.B. soziale Kompetenz spielt meistens eine größere Rolle als die fachliche Qualifikation. Lehrer kann man einfach so werden, keiner fragt nach sozialer Kompetenz, oder doch?

Björn, irgendwie hast du mindestens zwei Gesichter. Im LF hast du dich nicht gescheut, Schlammschlachten zu schlagen.

Viele Grüße
Erika





Signatur
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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

Bjoern
unregistriert

Erstellt am 19.12.2005 - 22:19

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Erika schrieb
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... Im LF hast du dich nicht gescheut, Schlammschlachten zu schlagen.


Stimmt nicht und wenn Du es so siehst, möchte ich per PM wissen, wo genau.
Und wenn Du es dann immer noch so sehen solltest - habe ich angefangen mit dem Mist?

Erika schrieb
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Björn, irgendwie hast du mindestens zwei Gesichter.


Schäm Dich! So etwas sage ich doch auch nicht zu Dir, oder?

Hör mal auf hier und schreib mir per PM, sonst grinst das LF wieder und ich hoffe, dass Du DAS nicht willst, oder?!

Gruß
Björn, der hier aus beschriebenem Grund NICHT mehr postet, auch, wenn es zu dämlich wird.

[Dieser Beitrag wurde am 19.12.2005 - 22:20 von Bjoern aktualisiert]




Erika
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Nachricht senden Erstellt am 20.12.2005 - 09:13

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Hallo Björn,

Hier: http://19087.rapidforum.com/topic=100676691577&startid=10
hast du dich nicht gescheut, den lieben Lehrern deine Meinung um die Ohren zu hauen. Ich habe dort nicht alles gelesen, dein Beitrag vom 6.12.06 22:39 Uhr hat mich besonders dazu veranlasst, hier auf diesen Thread hinzuweisen - mir hat er zugesagt. Diesen Lehrern wird viel zu oft nach dem Mund geredet. Bevor überhaupt Verbesserungen stattfinden können, müssen viele Lehrer erst einmal aufwachen und erkennen, welche unhaltbaren Zustände in vielen Schulen herrschen. Viele sind doch voll überzeugt von sich und merken scheinbar gar nicht, was los ist. Also muss man sie immer wieder darauf hinweisen. Sie fühlen sich leider dadurch angegriffen und werden beleidigend, obwohl ihnen niemand etwas tut.

Meine Äußerung mit den 2 Gesichtern war nicht böse gemeint. Es ist nur mein Eindruck, dass du mal für "Schlammschlachten" (s.LF) bist, dann aber andererseits hier Doris bittest, sie möge aufhören mit "Stänkern". Was deine Schilderungen zum Umgang mit Schülern angeht, erscheint mir einiges wie von zwei verschiedenen Menschen geschrieben - für mein Empfinden passt einiges nicht zusammen.

Ganz sicher wollte ich dich nicht beleidigen.

Viele Grüße
Erika








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