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FOCUS-Schule 3/2006 ? Wenn Lehrer zuschlagen

 
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Martian



Anmeldedatum: 30.01.2006
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 01.06.2006, 15:33    Titel: FOCUS-Schule 3/2006 ? Wenn Lehrer zuschlagen Antworten mit Zitat

Den nachfolgenden Leserbrief habe ich per @-mail am 31.05.2006 an den Leserbrief-Service der Zeitschrift ?FOCUS-Schule? gesandt, nachdem mir - parallel zum aktuellen Zeitungsbericht ? zahlreiche Familien bekannt und benannt wurden, die in den letzten zwei bis drei Jahren genau aus den aufgeführten Gründen und Handlungsweisen Deutschland, zum Wohl und zum Schutz ihrer Kinder, verlassen haben.



>Mein Dank als Mutter eines betroffenen Kindes geht an Marco Wisniewski, der ein Jahrzehnte währendes Tabuthema mit seinen Recherchen focusiert und somit Schülern und Eltern Mut gemacht hat, nicht weiterhin diesen Amtsmissbrauch aus Angst vor Lehrerwillkür stillschweigend ertragen zu wollen.

Wir Eltern sind nach § 1631 Abs. 2 BGB gesetzlich verpflichtet, unsere Kinder gewaltfrei zu erziehen. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen sowie andere entwürdigende Maßnahmen sind uns als unzulässig untersagt. Viel zu viele Lehrer aber setzen immer noch und permanent als ?erzieherische Maßnahmen? auf praktizierte und gelebte Körperverletzungen an Schutzbefohlenen, obwohl der § 340 StGB für jeden unmissverständlich formuliert ist.

Eine Körperverletzung setzt nicht automatisch eine körperliche Berührung voraus. Lehrer sind einfallsreich. Dürfen sie Schutzbefohlene seit 1972 nicht mehr berühren und züchtigen, wurden seither die Varianten des Mobbings perfektioniert. Das Ergebnis bleibt gleich: Körperverletzung. Zu Phobien und Pavors gesellen sich Sekundärsymtome, die nicht nur die Lebensqualität der Kinder und anhängenden Familien einschränken, sondern auch zu chronischen Folgeerkrankungen und langwierigen sowie kostspieligen Behandlungen und Therapien führen, die letztlich von der Allgemeinheit getragen werden müssen.

Wenn dann auch noch die Angst der Kinder als Verbündete für diese Straftat schamlos genutzt wird, wird das Recht auf körperliche Unversehrtheit vorsätzlich sabotiert und kann keinesfalls mehr als ?minderschwer? verharmlost werden.

Natürlich missachten nicht pauschal alle Lehrer die klaren Gesetzesvorgaben. Viel zu vielen Lehrern ist aber jede Form von Körperverletzung derart in Fleisch und Blut übergegangen, dass sie sich keiner Schuld bewusst sind und ? sich hinter dem Behördenapparat versteckend ? uneinsichtig zeigen, wie der Artikel von Marco Wisniewski auf das Deutlichste demonstriert.

xxxxxx Unterschrift - Anschrift

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Einen schönen Tag wünscht

Martian
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Martian



Anmeldedatum: 30.01.2006
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 01.06.2006, 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

16.29h - 39 Gäste ...... soso......
wie ich mir inzwischen berichtet wurde, wird dieses Forum sehr interessiert sogar in Südamerika gelesen!

_________________
Einen schönen Tag wünscht

Martian
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Petra Litzenburger



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 669
Bundesland: Saarland

BeitragVerfasst am: 03.06.2006, 19:57    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Martian,


herzlichen Dank -auch im Namen der betroffenen Eltern und Kinder für diesen sehr gut formulierten Leserbrief.

Ja, die Leserzahl im Forum nimmt deutlich zu.

Interessant, das unser Forum sogar in Südamerika gelesen wird.


Liebe Grüsse

Petra Litzenburger
_________________
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sonne



Anmeldedatum: 02.06.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 05.06.2006, 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, es ist richtig. Wir leben in Südamerika und lesen das Forum sehr interessiert.

Das was ich bis jetzt gelesen habe, fand ich grausam.
Unsere Tochter wurde schon im Kindergarten von ihrer Erzieherin psychisch misshandelt.
Die Folgen davon: innerhalb von 3 Monaten sind ihre Zähne kaputt gegangen. Die Zähne waren schwarz. Auch der Zahnarzt war über die Zähne unserer Tochter entsetzt und sagte damals: Auch wenn wir unserer Tochter noch nie die Zähne geputzt hätten, dürften sie nicht so ausschauen. Er nahm an, dass unsere Tochter irgendeine Krankheit hat. Wir sollen sie von einem Kinderarzt untersuchen lassen, denn vorher könnte er die Zähne unserer Tochter nicht behandeln. Der Kinderarzt stellte fest, dass es psychisch bedingt ist. Damals war es uns nicht bewusst dass es an den Kindergarten liegt. Ein halbes Jahr später nachdem wir aus dem Urlaub wieder nachhause kamen, ging unsere Tochter wieder im Kindergarten. Als mein Mann unsere Tochter von Kindergarten abholte, sagte die Erzieherin zu meinem Mann, wir sollen die Firma die das Mittagsessen im Kindergarten liefert anrufen und den mitteilen dass unsere Tochter wieder im Kindergarten geht und dass auch für sie das Essen geliefert werden soll. Unsere Tochter hatte an dem Tag kein Mittagessen bekommen. Sie war 3 ½ Jahre alt. Die Sache mit dem Mittagsessen war schon vereinbart, bevor wir im Urlaub geflogen sind. Ich hatte der Firma und der Kindergarten gesagt ab welches Datum das Essen für meine Tochter geliefert werden soll.
Stink sauer habe ich diese Firma angerufen und wollte erstmal wissen ob sie das Essen portioniert liefern oder ob das Essen in einem Topf geliefert wird und dann im Kindergarten von den Erzieherinnen das Essen an den Kinder verteilt wird. Die Frau erklärte mir, dass das Essen in einem Topf geliefert wird. Sie war sehr entsetzt darüber dass unsere Tochter nichts zum essen im Kindergarten bekommen hatte, den sie musste sehr viel übrig gebliebenes Essen wieder mitnehmen. Ein Gespräch mit der Erzieherin hat mich nicht weiter gebracht.
Da der Kindergarten ein evangelischer Kindergarten war, habe ich auch den Pfarrer angerufen der für diesen Kindergarten zuständig war. Ich habe ein Termin bekommen mit der gesamten Leitung dieser Kindergarten.
Im Gespräch sagte der Pfarrer zu mir: Frau??? sie sind nur deswegen so aufgebracht weil es um Ihre Tochter geht. Über diesen Satz war ich so entsetzt und erschüttert. So etwas habe ich von einem Pfarrer nie erwartet. Daraufhin antwortete ich: Ja, heute geht es um meine Tochter aber eigentlich geht es um 3, 4, 5 und 6 jährige Kinder die sich nicht währen können. Wenn wir, (die Eltern) unsere Kinder vor gewissenlose Menschen nicht beschützen, wer soll es dann tun?
Die Erzieherin wollte mich davon überzeugen dass es für meine Tochter nicht schlimm war das sie ihr Mittagessen nicht bekommen hat. Ich habe ihr klar gemacht, dass für ein kleines Kind nicht schlimm ist wenn es kein Spaghetti essen darf, es aber sehr schlimm ist wenn die anderen Kinder die Nachspeise (Kuchen, Obst usw.) essen und meine Tochter musste zuschauen.
Diese Erzieherin wurde gekündigt.
Danach sind andere Erzieherinnen auf mich zugekommen und haben sich bei mir bedankt dass ich mich wegen dieser Erzieherin beschwert habe. Sie waren alle sehr glücklich dass sie sie losgeworden sind. Mir ist dann erzählt worden dass noch viel mehr passiert ist und dass meine Tochter nicht die einzigste war, die so behandelt wurde.
Ja, unsere Gesellschaft schaut zu, wehrend unsere Kinder von geschulte Pädagogen misshandelt werden. Grausam!!!!!!!
Wir sind kurze Zeit später umgezogen, wo unsere Tochter im Kindergarten wieder glücklich war.
Dann musste sie in die Schule, wo es weiter ging mit den Misshandlungen.
Uns blieb nichts übrig als auszuwandern. Ja, liebe Leser und Leserinnen wir sind wegen die so genannten ?Pädagogen? ausgewandert. Unsere Tochter hat hier in Südamerika wieder das Lachen gelernt. Leider sind wir zu spät ausgewandert. Sie vertraut keinem Lehrer mehr. Die Spuren der Jahrelangen Misshandlungen sind noch zu sehen. Aber es geht ihr viel besser. Sie würde deutschen Boden nie wieder betreten.

Liebe Grüße aus Südamerika
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Marlene Mayer



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 271
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 05.06.2006, 15:09    Titel: Antworten mit Zitat

Da fällt mir auch eine Geschichte ein, die vor über 20 Jahren passierte. Mein ältester Sohn ging damals in einen Kindergarten, der von unserem Wohnort 5 km entfernt lag. Jeden Tag wurden die Kinder mit einem Bus von unserem Wohnort abgeholt und in die 5 km entfernte Ortschaft gefahren. Die Kindergartenleiterin war immer selbst mit im Bus.

Mit der Aufsichtspflicht nahm es diese Person allerdings nicht so genau, es war ihr schlicht weg einfach egal.

An einem Donnerstag, ich erinnere mich noch genau an diesen Tag, ich war in der Küche, das Telefon klingelte. Ich nahm ab, eine Frau sagte zu mir, hallo, ich bin Frau......, kann es sein das ihr Sohn hier bei spazieren geht oder evtl mit seinem Opa unterwegs ist, sie sieht aber niemanden bei ihm und deswegen ruft sie auch an, der Junge läuft nämlich im Bahngleis, eine gut befahrene Verbindungsstrecke. Die Frau kannte unseren Opa und auch den Jungen.Ich dann sofort ins Auto und bin dorthin gefahren. Tatsache, mein Sohn auf dem Bahngleis.
Zuhause rief ich im Kindergarten an und fragte nach meinem Sohn. Die Leiterin war selbst am Telefon und sagte noch "einen Moment bitte", es war meine Absicht das sie mir ihn ans Telefon holen sollte.
Wir finden ihn nicht, wahrscheinlich ist er auf der Toilette, einen Moment noch bitte, die xxxxxx sieht nach. Ja da war er auch nicht, es tut uns leid, wir finden ihren Sohn nicht.
Dann gab es einen unschönen Dialog, gefolgt von einer Anzeige von uns.

Nach diesem Vorfall stellte sich heraus, dass schon des Öfteren Kinder aus dem Kindergarten die Möglichkeiten, durch mangelnde Aufsicht bekamen, zu verschwinden. Jedoch zuvor haben keine Eltern eine Anzeige gemacht. Auch sollten körperliche Misshandlungen stattgefunden haben, aber mit Vorsicht geschrieben, ob das wirklich so war, kann ich nicht beurteilen.

Die Kindergartenleiterin verlor natürlich ihre Position, allerdings weiß ich nicht, ob diese woanders wieder ihre mangelnde Aufsicht unter Beweis stellen konnte.

Mein Sohn war damals 4 Jahre.
_________________
Die entscheidenden Veränderer der Welt sind immer gegen den Strom geschwommen. Walter Jens
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Momo86
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Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 265

BeitragVerfasst am: 05.06.2006, 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo sonne,

ich lese interessiert, dass ihr in Lateinamerika lebt. Magst du erzählen, in welchem Land? Sonst auch per PN?

Meine schönsten Erinnerungen habe ich ebenfalls an S.-Amerika , genauer in Argentinien, das ich gefühlsmäßig als meine 2.Heimat betrachte.

Da ich dort auch eine Zeit lang zur Schule gegangen bin, muss ich sagen: Ich habe das Schulklima dort als sehr viel wärmer und herzlicher empfunden als hier bei uns.

Momo
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menthelius



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Beiträge: 69
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 06.06.2006, 10:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sonne,

Schöne Grüsse nach Südamerika, wo seid ihr denn da genau?

Deine Beschreibungen wecken selbst bei mir Kindheitstraumata aus der Kindergartenzeit. Dabei verfestigt sich bei mir der Eindruck, dass kirchliche Institutionen ganz besonders "traditionelle" Erziehung pflegen.
Wir hatten auch einen Kindergarten für unsere Tochter erwischt, aus dem wir sie wier herausgenommen haben, nachdem sie ihre Abneigung immer heftiger zeigte.
Schlusspunkt war, als ich unvorangemeldet meine Tochter abholen wollte und einen Jungen in einem Zimmer kniend auf einem 1m x 1m grossen Teppichfleck vorfand. Er versuchte mir zu erklären, dass er böse war und diesen Fleck nicht verlassen durfte. Es kam dann zu einer heftigen Auseinandersetzung mit der Kindergartenleiterin.
Der darauf folgende Kindergarten war jedoch schwer in Ordnung. Sowas merkt man sofort am Verhalten des Kindes.
Wenn ich ehrlich bin, dann hatte ich beim Ersten viel zu lange gewartet.
Meine Lehre daraus war, auf das Verhalten viel schneller zu reagieren.
Kinder können nicht lügen und sich verstellen.
Die merken sofort was abgeht.

In Schweden nimmt man sich etwa 4 Wochen Zeit für die Akklimatisierung des Kindes. Verfehlungen des Personals gegenüber den Kindern ist undenkbar.
Die Sicherheit, die sich daraus bei den Kindern einstellt, macht sich später sehr deutlich in der Schule bemerkbar. Ihr Selbstbewusstsein verleiht ihnen ein den Erwachsenen gegenüber gleichwertiges Konfliktlösungspotential.
Das, was sich Lehrer gegenüber Kindern bei uns teilweise erlauben, was wir Erwachsenen niemals mit uns machen lassen würden, wie mündlich vor der Klasse ausfragen, fragen ob man auf die Toilette darf, still sitzen müssen, bis der Lehrer erlaubt sich wieder rühren zu dürfen usw., ist in Schweden längst nicht mehr möglich.

lg menthelius
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sonne



Anmeldedatum: 02.06.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 07.06.2006, 00:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Momo,
wir leben in Uruguay.
Der Schule hier habe ich grob erzählt was in Deutschland passiert ist und sie wissen jetzt wie sie mit meine Tochter umgehen müssen. Sie haben sehr viel Geduld mit ihr. Nun sind die Lehrer dran und müssen meiner Tochter beweisen dass sie nicht gehasst sondern geliebt wird. Das machen die Lehrer hier sehr gut. Den Lehrer hier ist gleich am anfang aufgefallen dass mit meine Tochter etwas nicht stimmt. Sie haben mich darauf angesprochen und ich habe es erzählt.
Ich konnte anfangs mit diese Freundlichkeit überhaupt nicht umgehen. Die Schule kamm mir anfangs wie eine Sekte vor. Jeder lächelt und ist freundlich. Wahnsinn! Meiner Tochter tut es sehr gut.

@ Menthelius

Deswegen habe ich nur die Geschichte mit dem Kindergarten erzählt. Ich wollte die Eltern darauf aufmerksam machen dass Misshandlungen schon im Kindergarten alter beginnt. Meine Tochter ist gerade mal 10 Jahre alt, die Geschichte ist also gar nicht so alt.

Liebe Grüße
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Momo86
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Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 265

BeitragVerfasst am: 07.06.2006, 07:49    Titel: Antworten mit Zitat

Uruguay?

Wunderbar...

Ich habe eine sehr wichtige Zeit meines Lebens in Argentinien verbracht (Buenos Aires, Córdoba, Salta, Catamarca...)...

Bis zu einem gewissen Grad ist es wohl Mentalitätssache... Ich habe es anfänglich überhaupt nicht fassen können, wie nett und mit einem Lächeln die Menschen mir gegenüber traten aber auch miteinander umgingen - gerade auch in den Schulen... - es wird wohl nicht nur an meinen langen, hellblonden Haaren gelegen haben Wink

Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass es tatsächlich 'costumbre' ist... - man dort anders miteinander umgeht. Irgendwie auch mit den Kindern, die immer mit dazugehören, unabhängig auch von der Uhrzeit.
Eine Familie in einem Restaurant, einer Parillada abends um 22:00 ist ja normal - die kleinen Kinder spielen um den Tisch herum und wenn sie müde werden, dürfen sie auf dem Schoß einschlafen...

Keiner, der sich wg. der Bettgehzeit auf den Weg nach Hause macht.

Manchmal frage ich mich, ob die deutsche Miesepetrigkeit wohl mit am Wetter liegt?

Nie wieder habe ich den Himmel so strahlend blau und klar erlebt wie über Córdoba...- und ich denke an die leuchtenden Kinderaugen in der Villa Misería Yapeyu (Córdoba Capital), bei aller Armut dort fröhlich ...

Du hast dir den Nick "Sonne" gegeben... Das passt doch, oder? Es interessiert mich sehr, was ihr in Uruguay macht... Du könntest mir eine PN schreiben...

"Pero no cambia mi amor
por más lejos que me encuentre,
ni el recuerdo, ni el dolor
de mi pueblo y de mi gente.

Y lo que cambió ayer
tendrá que cambiar mañana,
así como cambio yo
en esta tierra lejana. "

Nunca más un sentimiento tanto de libertad como arriba en los Andes de Salta o en el Terminal de Ómnibus, á donde podes ir a todos lados......


Momo

(Hier zuhause höre ich eigentlich nur lateinamerikanische Musik... - meine Favouriten sind:
Mercedes Sosa, Léon Gieco, Victor Herédia, Jóse Cura...
Zum Glück habe ich eine hier lebende argentinische Freundin, die 1x jährlich Heimaturlaub macht, uns dann mit 'Dulce de leche', 'Mate' und 'Alfajores' versorgt Wink )
)
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Martian



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Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 07.06.2006, 09:40    Titel: Antworten mit Zitat

Negative und lebenslang anhaltende Erfahrungen im Kindergarten kann ich auch bestätigen:

Mit vier oder fünf Jahren musste ich im Kindergarten warme Milch trinken, auf der eine Haut war. Die mochte ich partout nicht und wollte die Milch auch nicht trinken. Die Kindergärtnerin hat die Haut mit den Fingern von der Milch genommen, mir zwischen das Butterbrot gelegt und ich musste das Brot essen und natürlich die Milch trinken.

Seitdem habe ich niiiiiiieeeeeee wieder Milch getrunken und ekele mich noch heute davor.

Ebenso wurde ich im Kindergarten "als erzieherische Maßnahme" in eine dunkle, enge Abstellkammer gesperrt. Ich habe heute noch Angst vor geschlossenen Räumen und gehe z.B. sehr, sehr ungern in ein Kino, betrete nur widerwillig einen Fahrstuhl, meide Kühlräume, etc.
Evil or Very Mad
_________________
Einen schönen Tag wünscht

Martian
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Erika
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Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 147
Bundesland: Schleswig-Holstein

BeitragVerfasst am: 07.06.2006, 21:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

zum Kindergarten fällt mir auch etwas ein: Mein Großer hatte zum Ende der Kindergartenzeit einen Tic (Räuspern, Nase schniefen). Ein Kinderarzt vermutete Unterforderung, da er bereits fast 7 war. Dieser Tic sollte ignoriert werden, denn sonst könnte es eher schlimmer werden, sagte der Kinderarzt. Die Erzieherinnen schickten meinen Sohn beim Mittagessen mit seinem Essen vor die Tür. Da begann bereits seine Mobbingzeit - Mobbing, weil sein Tic eben nicht normgerecht war. Sein Tic war übrigens schlagartig mit der Einschulung verschwunden. Die Mobbing-Attacken, die dann ab Ende der 1. Klasse von Lehrern fortgesetzt wurden, weil mein Sohn aufgrund anderer Wahrnehmung nicht normgerecht funktionierte und als Störenfried galt, haben gewaltige Spuren hinterlassen. Sie haben die Persönlichkeitsentwicklung negativ beeinflusst. Mein Sohn (bald 12) empfindet sich immer noch als schlecht und nicht liebenswert.

Viele Grüße
Erika
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In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz natürlicher Zustand.

(A. Jean Ayres)
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optimistin



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Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 08.06.2006, 19:24    Titel: parallele Antworten mit Zitat

liebe martian,

wir scheinen im selben kindergarten gewesen zu sein. die beschriebenen praktiken sind mir noch so gegenwärtig als wäre es gestern gewesen.

meine macke: ich kriege atemnot in tunneln.. (u-bahnhof potsdamer platz...da ist so ein flackernd beleuchteter endlostunnel..) und ich fahre nicht alleine in die autowaschanlage.

meine kinder hatten ungeheures glück mit den kindergärten. sie hatten fantastische erzieherinnen und erzieher dort, von denen wir eltern eine menge lernten und anregungen bezogen.

umso schlimmer traf sie der schock, als sie mit der primitivität im verhalten einiger ihrer grundschullehrer und der generellen verwahrlosung des lernklimas an der schule konfrontiert wurden.
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