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H i l f e r u f e

 
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geloescht



Anmeldedatum: 07.02.2008
Beiträge: 0

BeitragVerfasst am: 07.06.2006, 16:29    Titel: H i l f e r u f e Antworten mit Zitat

Hilferufe

Ein 12-jähriger schlägt einer Lehrerin ins Gesicht, eine ganze Schule ruft in einem offenen Brief um Hilfe, Lehrer schlagen und treten Grundschulkinder, auf Schulhöfen werden mit Handys Prügeleien und Vergewaltigungen aufgenommen und verbreitet ...

Wir schreiben das Jahr 2006 und ich werde das Gefühl nicht los, dass unser Bildungssystem gerade im Begriff ist, eine öffentliche Bankrotterklärung abzugeben. Hilflosigkeit und blinder Aktionismus beherrschen das Bild.

Hier ein Test, dort ein Reförmchen, und hier und da mal eine schnell beschlossene und mit sehr heißer Nadel zusammengeflickte Maßnahme. Die Qualität solcher Aktionen schlägt sich nicht nur in Pisa-Ergebnissen, sondern auch in ohnmächtig ausgeübter Gewalt nieder.

Die Lehrerin, die sich derzeit ihre gebrochenen Knochen im Krankenhaus richten lassen muss, hat die Schläge gewiss am allerwenigsten verdient. Sie hat sie stellvertretend für die Schar der wegschauenden Kollegen bekommen. Stellvertretend für jeden Erwachsenen, der diesem Schüler das nun herausgebrochene Gewaltpotential anerzogen und jahrelang geduldet hat. Für jeden, der ihn je gedemütigt und vernachlässigt hat.
Dieser Lehrerin, die noch mit 63 Jahren den Mumm hatte sich in eine Schulhofschlägerei einzumischen gilt das Mitgefühl vieler Menschen ? zu Recht!


Aber was ist mit dem jungen Russen, der berichtete: Ich hatte Einzelunterricht und war mit meiner Lehrerin allein im Raum. Sie war sehr wütend auf mich und schrie mich an, dass ich den Klassenraum verlassen sollte. Sie verlor völlig die Kontrolle über sich und warf den Stuhl nach mir warf. Er traf mich im Gesicht. So stark, dass meine Schneidezähne abbrachen. Sie mussten überkront werden. Das ganze wurde als ?Unfall? behandelt. Ich war 9 Jahre alt. Dieser ?Unfall? interessierte niemanden ...


Eine Bekannte, die ebenfalls die Auswirkungen von Gewalt an Schulen kennt, schickte mir hierzu gerade den folgenden Artikel:

http://www.taz.de/pt/2006/06/03/a0205.1/text

Auszug:

Gewalt ist für viele Kinder Alltag, meint Sozialarbeiterin Fatma Celik. Sie betreut den Jungen, der seine Lehrerin schlug
Verkörpert denn diese Lehrerin ein Feindbild?
Nein, sie ist im Gegenteil hier bekannt und beliebt, weil sie sehr engagiert ist. Hinter der Reaktion steckt der Frust über Schule und Lehrer, den viele hier haben. Sie sind immer nur mit Beschwerden konfrontiert.
Es gibt Lehrer, die nicht in der Lage und auch gar nicht bereit sind, mit den Eltern zu kommunizieren. Wir hatten hier letzte Woche einen Jungen, der ins Krankenhaus musste, weil sein Lehrer ihn angegriffen hat. So etwas erscheint in den Medien nicht. Und vor diesem Hintergrund sagen nun manche: Endlich wehrt sich mal ein Kind.


Ich habe erlebt, was heute bereits in Ersten Klassen möglich ist. Die Gewalt durch Lehrer und Schüler war schockierend und ich spreche über ein ländliches Städtchen und nicht Neu-Kölln oder Kreuzberg. Ich habe gesehen, wie sich Lehrerinnen nachmittags in der Schule eingeschlossen haben, weil eine Handvoll 12-13-jähriger Schüler vor der Eingangstür saßen.
?Kommen Sie schnell rein?, bekam ich zu hören, als man mir die Hintertür aufschloss. 2 Minuten zuvor war ich völlig unbehelligt an den Teenies vorbeispaziert ? sie haben meinen Gruß erwiedert und mir sogar noch den Tipp mit der Hintertür gegeben.

Hatte da jemand Angst davor, genau das zurückzubekommen, was die Kinder jahrelang einstecken mussten?
Wie viele Berichte zeigen ist diese Angst durchaus berechtigt, denn aus geschlagenen Grundschülern werden irgendwann zornige, gewaltbereite Teenager, die mit Wut an Schläge, Tritte, Katzenköppe und Demütigungen zurückdenken.

Gewalt kann nie die richtige Antwort sein, und wer an diesem Punkt angelangt ist, sendet verzweifelte Signale und braucht dringend professionelle Hilfe. Schüler U N D Lehrer ...


Angelika
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