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Gesundheits-check für Pädagogen

 
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optimistin



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BeitragVerfasst am: 13.04.2006, 08:13    Titel: Gesundheits-check für Pädagogen Antworten mit Zitat

Warum gibt es (noch) keinen regelmäßigen Gesundheits-Check für Pädagogen?

In vielen Fällen, in denn Lehrer Schülern gegenüber gewalttätig wurden, war psychische Erschöpfung durch Dauer-Überforderung im Spiel.

Lehrer sind wohl statistisch gesehen die am stärksten gesundheitsgefährdete Berufsgruppe mit den meisten Frühpensionierungen, psychosomatischen Krankheiten etc...

Warum gibt es in einem derart gefährlichen Beruf keine regelmäßigen Gesundheits-Checks? Lehrer, die an der Grenze sind, könnten so erkannt und behandelt werden, bevor die tickende Zeitbombe hochgeht.

Ein Pilot, der eine Gruppe von Menschen zu einem Zielort fliegen möchte, muss top fit sein. Darüber herrscht allgemein Einigkeit.

Die Passagiere sollen wohl erhalten am Ziel ankommen, um dort uneingeschränkt das tun zu können, was sie zu tun planten und zu wessen Verwirklichung sie den Flug benötigten.



links:

http://www.3sat.de/3sat.php?http://....cstuecke/37731/index.html

http://www.koesel.de/detail.asp?isbn=346630664


Zuletzt bearbeitet von optimistin am 01.05.2006, 18:12, insgesamt einmal bearbeitet
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geloescht



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BeitragVerfasst am: 15.04.2006, 21:37    Titel: Re: Gesundheits-check für Pädagogen Antworten mit Zitat

optimistin hat Folgendes geschrieben:


Lehrer sind wohl statistisch gesehen die am stärksten gesundheitsgefährdete Berufsgruppe mit den meisten Frühpensionierungen, psychosomatischen Krankheiten etc...



Liebe Optimistin!

Das halte ich für eine ganz ausgezeichnete Idee.

In anderen Ländern ist es durchaus üblich, dass Beamte einem regelmäßigen - unangekündigten - Drogen-Screening unterzogen werden.

Bei solchen Gelegenheiten werden auch Psychopharmaka- Konsumenten auffällig.

Gruß

Angelika
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geloescht



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BeitragVerfasst am: 15.04.2006, 22:11    Titel: "Einstellung" testen vor Einstellung Antworten mit Zitat

Die Belastung und die Erschöpfung im Lehrerberuf hängen stark von der inneren Einstellung (Haltung) zu Kindern und Jugendlichen ab und davon, wie gut man mit ihnen umgehen mag und kann.

Wer gerne auf Kinder zugeht, wer sich auf all die Spontanität - ernst, lustig und übermütig - einlassen kann, wird durch die Arbeit mit Kindern nicht vorwiegend gestresst sondern erfreut, solange es sich zeitlich in machbaren Grenzen hält.

Wer aber oft das Gefühl des "Löwenbändigers" hat oder das Bewusstsein, dass er/sie sich überwiegend mit anderer Leute Kindern "rumärgern muss", steht in dauerndem Abwehrstress (Kampfstress) und Angststress zu unterliegen.

Es wird wohl eine gewisse natürliche Eignung (Begabung) zum Erziehen und zum Lehren geben. Und es gibt sicherlich eine an Kindern und Jugendliche orientierte Motivation zu diesem Beruf oder ein Nur-Interesse an sicherem Beamtentum, an nachmittags frei einteilbarer Zeit, an relativ gutem Zweitverdienst zum Managergehalt, an sich-kein-schwierigeres-Studium-Zutrauen oder schon-abgestürzt-Sein etc. ... "und dann blieb nur noch Lehrerin/Lehrer übrig". Und ein "sich-schwach-Fühlen" und Macht über noch schwächere haben wollen.

Es ist bestimmt möglich, Motivation und "Einstellung" zu testen und nur Primärmotivierte und positiv Eingestellte mit Kindern und Jugendlichen umgehen zu lassen.

Dann dürfte der größte Teil der nur scheinbar Lehrer-typischen Erkrankungen schon ausgeschlossen werden.

Viele Grüße, GEORG MOHR
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 17.04.2006, 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

nur etwa 25% der Lehrer erfüllen ihre Aufgabe zufriedenstellend. Ich denke mit Gesundheitchecks oder Personalauswahl allein ist es nicht getan. Der gesamte Bereich der Personalentwicklung funktionierte über Jahre überhaupt nicht.

Auf der Didacta 2004 war die Schaarschmidt Studie Thema http://www.vds-bildungsmedien.de/html/vds.htm weiter unter didacta - die Bildungsmesse, forum bildung, 2004, Beitrag S.74 Schaarschmidt, Meka, Meyer und Eckinger. Ronald Meka von Kienbaum sagte zu den Ergebnissen der Studie:

Zitat:
"Wenn Herr Schaarschmidt seine Studie einem Unternehmen vorgelegt hätte ? ich habe sie selbst leider auch erst gerade in den wesentlichen Aussagen erfahren ?, hätte der Personalverantwortliche dieses Unternehmens viele Fragen zu beantworten, das sage ich Ihnen. Die Kernaussage ist ja, dass nur 25 Prozent der Arbeitnehmer, hier also der Lehrkräfte, das aufweisen, was man sich wünscht, der Rest der Leute ist entweder überfordert, ausgebrannt oder nicht wirklich motiviert."

Da es sich um erhebliche Größenordnungen handelt, muss man sich um systematische Fehler Gedanken machen, denn das Einzelschicksal und persönliche Prioritäten oder Präferenzen spielen bestimmt keine Rolle. Es ist meine feste Überzeugung, dass ein Systemfehler vorliegt, und ich will versuchen, ein paar Hinweise zu geben, was bei einer Betrachtung des Arbeitsumfelds relativ schnell nahe liegt.

Das Erste, was jeder bekommt, der anfängt zu arbeiten, ist eine Aufgaben- und Tätigkeitsbeschreibung. Da steht drin, was von einem erwartet wird, zwischen den Zeilen aber auch, was man nicht tun muss...

Das Zweite: Es gibt heute keinen akademischen Beruf mehr, das wage ich so zu formulieren, in dem Sie so gar kein systematisches Feedback bekommen darüber, ob und wie gut Sie sind und was Sie tun können, um besser zu werden. Dieses systematische Feedback basiert natürlich auf einer gewissen Art von Leistungstransparenz...Wenn man eine Zielorientierung hat, dann setzt man natürlich im Rahmen der modernen Arbeitswelt Ziele, die man selber gestalten kann, und nicht solche, die man nicht gestalten kann. Dieses Austarieren fehlt in der Schule völlig und muss dazu führen, dass man im Bildungsbereich eigentlich immer für Dinge verantwortlich gemacht wird, die man nicht verantworten kann, und sich bei Dingen zurücklehnt, die man persönlich in den Griff bekommen müsste. Dass vor solchem Hintergrund Burn-out-Symptome bei einem Drittel der Belegschaft festgestellt werden, ist nicht weiter verwunderlich, trotz alledem dramatisch. Also Ziele zu setzen, Identifikation und Entlastung durch Abgrenzung zu schaffen, das ist das kleine Einmaleins der Mitarbeiterführung, das kleine Einmaleins der zielorientierten Arbeitswelt, das bei Ihnen offenkundig noch weit gehend unbekannt ist."


Zwar wurde in den meisten Bundesländern die Lehrerbildung reformiert und auch die Weiterbildung anders organisiert, aber die Klassenzimmertüren bleiben geschlossen. Niemand interessiert sich wirklich dafür, was der einzelne Lehrer leistet und wie es ihm dabei geht. Ich denke, ohne eine Umgestaltung des ganzen Systems wird es nicht gehen, außerdem müsste auch mehr in Bildung investiert werden, wenn man auf die Probleme der Lehrer wirklich angemessen reagieren wollte.

Doris
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geloescht



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BeitragVerfasst am: 17.04.2006, 23:19    Titel: Antworten mit Zitat

"Hallo" an alle!

Zitat:
"nur etwa 25% der Lehrer erfüllen ihre Aufgabe zufriedenstellend"


In Noten ausgedrückt bekommt nur ein Viertel der Lehrkräfte die Note "3" oder besser für ihre Arbeit.
Bitte Doris, unterfüttere diese Aussage noch mit einer Quellenangabe, bevor ich sie wiederhole.

Zitat:
Es ist meine feste Überzeugung, dass ein Systemfehler vorliegt.


Zitat:
Wenn man eine Zielorientierung hat, dann setzt man natürlich im Rahmen der modernen Arbeitswelt Ziele, die man selber gestalten kann, und nicht solche, die man nicht gestalten kann.


Wer ist hier "man"? Die Vorgesetzten oder die junge Lehrerin selbst?

Zitat:
Dieses Austarieren fehlt in der Schule völlig.


Wer sollte dies nach Kienbaum getan haben?

Zitat:
dass man im Bildungsbereich eigentlich immer für Dinge verantwortlich gemacht wird, die man nicht verantworten kann


Macht hier die Gesellschaft die Lehrer für Dinge verantwortlich? Sind es die Vorgesetzten?
Muss die Lehrerin sich an dem Zitat ausrichten, wenn sie sich ein ziemlich deutliches Bild von ihren Aufgaben gemacht hat oder es von ihrem Arbeitgeber bekommen hat?

Zitat:
... sich bei Dingen zurücklehnt, die man persönlich in den Griff bekommen müsste. Dass vor solchem Hintergrund Burn-out-Symptome bei einem Drittel der Belegschaft festgestellt werden, ist nicht weiter verwunderlich.


Burn-out vom Zurücklehnen?

Zitat:
Also Ziele zu setzen, Identifikation und Entlastung durch Abgrenzung zu schaffen, das ist das kleine Einmaleins der Mitarbeiterführung, das kleine Einmaleins der zielorientierten Arbeitswelt, das bei Ihnen offenkundig noch weit gehend unbekannt ist.


Hier verstehe ich Herrn Kienbaum in etwa wieder und kann meine Fragen fast selbst beantworten.

Trotzdem sehe ich dabei den "Mitarbeiter" Lehrerin und Lehrer, der einfach einen x-beliebigen Job sucht und von seinem Chef ("Mitarbeiterführer") die Ziele, die Identifikation und die Abgrenzung vorgesetzt bekommt.

Diese Konstellation ist mir für den Lehr- und Erzieherberuf dann doch viel zu wenig.
Da muss Etliches schon vom betroffenen Lehrer mitgebracht werden und in Studium und Praxis ausgebaut werden.

Zitat:
ich habe sie (die Studie, über die Herr Kienbaum spricht) selbst leider auch erst gerade in den wesentlichen Aussagen erfahren

In diesem Zustand hätte Herr K. kein Interview geben sollen!

Zur Behebung der Lehrerprobleme, wie ich sie in meinem vorigen Beitrag beschrieben habe, braucht es nicht mehr Gelder.

Nach meiner Überzeugung ist die innere Umstellung viel schwerer als mehr Geld zu beschaffen.

Die immer wiederholte Forderung nach mehr Geld und nach noch kleineren Klassen bei gleichzeitiger Forderung und Tendenz zu Steuersenkung macht jede Besserung der Schulsituation für unsere Kinder bis zu unseren Enkeln unmöglich.

Viele Grüße, GEORG MOHR


Zuletzt bearbeitet von geloescht am 19.04.2006, 21:41, insgesamt einmal bearbeitet
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 18.04.2006, 07:55    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Georg,

das war kein Interview mit Herrn Kienbaum! Manchmal macht es Sinn, sich die Aussage im Zusammenhang anzusehen und es hilft nicht weiter ohne diesen Zusammenhang auf 'Lehrerart' die Einzelsätze zu analysieren.

Doris
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geloescht



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BeitragVerfasst am: 18.04.2006, 08:28    Titel: Woher kommen die 25 %? Antworten mit Zitat

Hallo liebe Doris,

bitte gib uns noch die Quelle zu der 25%-Aussage am Anfang.

Liebe Grüße, GEORG
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 18.04.2006, 08:46    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Georg,

die Zahlen stammen aus der Potsdamer Schaarschmidt - Studie, die für den Beamtenbund angefertigt wurde und die Arbeitsbelastung der Lehrkräfte nachweisen sollte. Schaarschmidt berichtete über die Ergebnisse der Studie auf der Didacta 2004. Zum Link geht es nur über Umwege:

Zitat:
http://www.vds-bildungsmedien.de/html/vds.htm weiter unter didacta - die Bildungsmesse, forum bildung, 2004, Beitrag S.74 Schaarschmidt, Meka, Meyer und Eckinger.

Ronald Meka von Kienbaum sagte zu den Ergebnissen der Studie...


Doris
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 18.04.2006, 09:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hier noch ein Link zur Zusammenfassung der Studie.
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 19.04.2006, 10:04    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Georg,

Georg schrieb:
Zitat:
Nach meiner Überzeugung ist die innere Umstellung viel schwerer als mehr Geld zu beschaffen.

So sehe ich das auch, das wird lange dauern bis ein Umdenken stattfindet, Experten sprechen von etwa 10 Jahren. Wer zum Selektionbeamten ausgebildet wurde, kann sich nicht so einfach von diesem Jobverständnis verabschieden, dazu braucht es ein allgemeines Umdenken und in Zukunft eine andere Ausbildung.

Georg schrieb:
Zitat:
Die immer wiederholte Forderung nach mehr Geld und nach noch kleineren Klassen bei gleichzeitiger Forderung und Tendenz zu Steuersenkung macht jede Besserung der Schulsituation für unsere Kinder bis zu unseren Enkeln unmöglich.


Wenn man allerdings Gesundheitschecks für erforderlich ansieht, muß es doch auch "Therapien" im Falle von Krankheit geben und die müssen finanziert werden.

Auf der einen Seite wird bei uns sehr viel Geld unnötig ausgegeben, durch das zum großen Teil sinnlose Sitzenbleiben und Abstufen, dann haben wir noch ein völlig überteuertes und nicht wirklich erfolreiches Förderschulsystem. Dieses Geld wird in anderen Ländern sinnvoller genutzt. Aber das 'Kastendenken' sitzt so tief bei uns, da traut sich wohl niemand ernsthaft ran. Ich bin gespannt, welcher Anteil der Mehrwertsteuererhöhung in die Bildung fließen wird.

Personalentwicklung ist ein Zusammenspiel aller Beteiligten, hier im Beitrag von Heinz Lehmann gut beschrieben: Personalentwicklung in der Schule- Was kann sie leisten
http://www.neue-lernkultur.de/publi....ntwicklunginderschule.pdf

Bisher gab es doch in Hessen die Forderung in der Dienstordnung für Lehrkräfte, ein Lehrer habe sich weiterzubilden. "Der Unterricht ist auf der Grundlage der geltenden Lehrpläne und unter Berücksichtigung pädagogischer Erkenntnisse, über deren jeweils neuesten Stand die Lehrkräfte sich zu informieren haben, zu erteilen." Aber überprüft hat das in der Vergangenheit niemand und es gab viele Lehrer, die sich über Jahrzehnte nicht weitergebildet haben!

Mittlerweile gab es in Hessen und auch anderen Bundesländern einge Veränderungen, aber da muss erst mal abgewartet werden, ob diese Veränderungen Wirkung zeigen.

Doris
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geloescht



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BeitragVerfasst am: 19.04.2006, 22:34    Titel: "Lehrerart"=Killerwort - Seriosität großer Namen? Antworten mit Zitat

Hallo Doris,

Du schriebst
Zitat:
es hilft nicht weiter ohne diesen Zusammenhang auf 'Lehrerart' die Einzelsätze zu analysieren.


Doris, ich glaube es gibt keine bessere Art, einen Text ganz sicher zu verstehen, als ihn sauber zu analysieren. Manchmal muss man sauber strukturiert wie beim Überstzen vom Lateinischen vorgehen. Diese systhematische Analyse habe ich damals gut gelernt.

Du weiß, dass die Formel "auf Lehrerart" eine Killerformel ist ???

Mir wurde in Deinem Beitrag ein längeres Zitat geboten, das Du so ausgewählt und so begrenzt hast. Und Du hast einen "presseberühmten Mann" zitiert. Ich las das Zitat und hatte gleich den Eindruck von Verwirrung.

Wenn man "Herr von Kienbaum" ist, sollte er sich erst äußern, wenn er von der Studie nicht
Zitat:
selbst leider auch erst gerade in den wesentlichen Aussagen erfahren
hat. Vielleicht noch nur mündlich?

Auch Herr von Kienbaum muss hören - verstehen - nachdenken und sollte sich erst dann in all seiner Kompetenz äußern.

Auf die Schule bezogen klang Dein Zitat mir zu sehr
nach voreiligem verworrenem "Kluger-Leute-
Geschwätz."

Wo gibt es das denn im wirklich seriösen Bereich, dass
Zitat:
selbst leider auch erst gerade (nur) in den wesentlichen Aussagen erfahren(e)
Studienergebnisse kommentiert werden?

Herzliche Grüße, GEORG MOHR


Zuletzt bearbeitet von geloescht am 24.04.2006, 19:27, insgesamt 4-mal bearbeitet
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 20.04.2006, 08:39    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Georg,

wenn Gesundheitschecks gefordert werden, ist es notwendig sich mit der Personalentwicklung in Schulen allgemein zu beschäftigen. Es gab in der Vergangenheit keine Personalentwicklung. Und genau das kritisiert Ronald Meka von Kienbaum. Ein Personalchef in der freien Wirtschaft hätte, nach Veröffentlichung von dermaßen alamierenden Zahlen, einige sehr kritische Fragen zu beantworten, es ginge um die Versäumnissen des Personalchefs in der Vergangenheit. Ronald Meka erkannte einen Fehler im System (der Personalentwicklung) und beschrieb auch wie man diese Versäumnisse der Vergangenheit in der Zukunft vermeiden kann, in dem er ganz einfach die Fehler im System Schule analysierte.

Und einiges was in der Personalentwicklung üblich ist, wird mittlerweile im System Schule schon umgesetzt.

Ist das für dich jetzt verständlich?

Doris
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 04.05.2006, 09:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

im aktuellen SPIEGEL Nr. 18 vom 28.4.06 steht ein Artikel, der sich mit dem Thema Lehrergesundheit befasst - Diagnose: Lehrer.

"Die meisten Bundesländer sorgen sich um die Gesundheit ihres Lehrpersonals - aus purer Not. Allein im bayrischen Haushalt schlagen die Versorgungsausgaben für frühpensionierte Pädagogen nach Berechnungen der Lehrerverbände mit jährlich etwa 250 Millionen Euro zu Buche. Zwar geht die Zahl der Frühpensionierungen zurück, seit zum Jahr 2001 Kürzungen der Ansprüche beschlossen wurden. Doch die wenigsten Dienstherren wollen sich allein auf finanziell bedingte Spontangenesungen verlassen." Die Frühpensionierungen gingen nach den eingeführten Kürzungen im Bundesdurchschnitt von 64,2% im Jahr 2000 auf 28,2% im Jahr 2004 zurück.

Mittlerweile habe sich eine richtige Wissenschaftsszene zum Thema 'Lehrergesundheit' entwickelt, so der Arbeitsmediziner Klaus Scheuch von der Uni Dresden.
http://www.tu-dresden.de/medlefo/da....trag_scheuch_20050504.pdf

- In Bayern gibt es das "Institut für Gesundheit in pädagogischen Berufen" http://gesundheit.bllv.de/index.shtml

-In Rheinland Pfalz läuft das "Projekt Lehrergesundheit", http://www.add.rlp.de/add/broker?uM....4e-9401-be59-2613e9246ca9

-die Uni Greifswald hat ein Netzwerk zum Thema eingerichtet. http://fodb.uni-greifswald.de/proje....age=details&show=1519

-in Lüneburg entwickelt der Psychologe Bernhard Sieland Methoden, mit denen Studenten besser auf den Job vorbereitet werden können. http://lehrergesundheit.uni-lueneburg.de/

auf der Seite Learn-Line finden sich weitere Links zum Thema:
http://www.learn-line.nrw.de/angebo....io/Koewi-Link/Handout.pdf

"Denn es ist vor allem der falsche Umgang mit den berufsspezifischen Belastungen, der die Pädagogen früh schlapp machen lässt. "Die Ausbildung ist viel zu kopflastig," klagt der Potsdamer Psychologe Schaarschmidt. Zwar seien die meisten Pädagogen beim Berufseinstieg fachlich fit, doch wie man ein Elterngespräch führt oder sich vor 30 pubertierenden Schülern behauptet, lernen sie erst durch ausprobieren - oder gar nicht."

Bis sich in dieser Hinsicht etwas wesentlich verbessern wird, werden Eltern und Kinder leider weiterhin zu den Opfern dieser häufig vergeblichen Lernversuche gehören.

Doris
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