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GRUNDSCHULE BANTELN
 

Wie unserem Sohn die Freude und die Freunde genommen wurden...

Im August 2009 wurde unserer Sohn in die Grundschule Banteln, Landkreis Hildesheim in Niedersachsen eingeschult.
Obwohl ich bereits zwei Schulpflichtige Kinder habe war es für alle super spannend. Schulbücher wurden gekauft, Stundenlang wurde eine Riesen Schultüte gebastelt usw. mein Sohn freute sich riesig auf die Schule nicht zuletzt weil er mit allen seinen Freunden in eine Klasse kam.
Bereits in der ersten Schulzwoche nach der Einschulung war seine Lehrerin krank.
Nach der zweiten Schulwoche wurde ich bereits von seiner Lehrerin angesprochen das sie gern mit uns reden würde. Sie Kamm nach uns nach Hause und teilte uns dort mit das sie der Meinung sei unser Sohn habe ADS und legte uns einen Test nahe.
Unser Sohn ist sehr intelligent aber auch unruhig. deshalb sagten wir zu einen Test machen zu lassen. Schließlich war es ja noch sehr junge Lehrerin die es ja nur gut meinte...dachten wir.
Zuerst lief es auch noch sehr gut wir machten ja auch NOCH was von uns verlangt wurde.
Erst nach dem mir immer wieder die Vorzüge von Medikamenten von seiner Lehrerin nahe gelegt wurden machte ich mich obwohl noch völlig indiskutabel da es von keinem Arzt verordnet wurde im Internet, beim Bundesverband bei Beratungstellen usw über Ritalin und co schlau. Ich sprach mit Betroffenen Eltern die ihrem Kind Ritalin gegeben haben aber auch mit selber Betroffenen die ritalin oder ähnliches genommen hatten...
Meine Meinung wurde dahin gehend das mein Sohn auf keinen Fall als ersten Schritt Ritalin bekommt.
Dieses teilte ich auch seiner Lehrerin mit genauso wie das wir einen Termin bei einer Homöopathen gemacht haben.
Das war für unsere Sohn erst einmal der Anfang vom Ende...
Die Lehrerin explodierte förmlich am Telefon als ich es ihr mitteilte. Einige der Aussagen waren dann wäre alle zeit die sie schon in meinen Sohn investiert hätte umsonst gewesen wenn ich jetzt schon Medikamente in Frage stellen würde (wie erwähnt gab es zu dem Zeitpunkt weder Diagnose noch Medikamenten Empfehlung vom Psychologen!) und ob ich mir einbilden würde das würde sie noch 4 Jahre mit meinem Sohn mit machen usw.

Ich war total schockiert und suchte die Rektorin der Schule auf eigentlich mit der Hoffnung das sie zwischen der Lehrerin unseres Sohnes und uns vermitteln würde aber weit gefehlt.
Sie hatte natürlich nicht sofort Zeit für mich was für mich auch total OK war und gab mir einen Termin.
Da wir 5 Kinder haben bin ich allein zu dem Termin damit mein Mann die Kleinen beaufsichtigen konnte und wir nicht alle mit nehmen müssen.

Bei dem Termin den ich eigentlich mit der Rektorin allein hatte wurde darauf bestanden das auch die Lehrerin meines Sohnes dabei war. fand ich auch kein Problem wollte ja schließlich eine Einigung.
Ich wurde von der Rektorin gefragt wie ich das Verhalten meines Sohnes sehen würde und natürlich sehe auch ich das er ein Powerkerl ist der immer in Bewegung ist mit den Beinen baumelt usw. auch die Frage ob ich den Verdacht hätte das er vielleicht ADS haben könnte konnte ich nicht ausschließen.
Danach Kamm die Lehrerin zu Wort die natürlich alles zu mir am Telefon gesagte als Lüge von sich wies und mir dieses sehr lautstark mitteilte. Als ich darauf Antworten wollte wurde mir von der Rektorin über den Mund gefahren das sie die Schnauze voll hätte von Eltern mit ADS Kindern die keine Medikamente für ihr Kind wollten usw. ich stand auf und sagte dieses Gespräch sei für mich beendet worauf die Rektorin mir am Arm riss um zu versuchen mich wieder in den Raum zu zerren.

Wir suchten Hilfe beim Kinderschutzbund, bei der ersten vorsitzenden vom Bundesverband für ADS usw. und standen trotzdem fast allein da nirgendwo bekommt man wirklich Hilfe.

Mein Sohn wurde gezielt zu Fehlverhalten gebracht. Sobald er mit den Beinen baumelte wurde er in den Nebenraum zur Auszeit weil er sich ja nicht mehr konzentrieren konnte geschickt. Grundsätzlich wurden Hausaufgaben weg radiert und er musste sie neu machen der Frust auf die Schule wurde bei ihm immer größer. Er Kamm aus der Schule und teilte uns mit das wir doch wüssten das er sich nicht konzentrieren kann und die Hausaufgaben deshalb nicht machen könnte.

Ich hätte nur heulen können wenn ich den Unterschied zu dem kleinen jungen mit seiner Riesen Schultüte der so stolz war ein Schulkind zu sein und diesen frustrierten unglücklichen Jungen sah.

Ich sprang für meinen Sohn über meinen Schatten und rief die Lehrerin meines Sohnes an um eine Einigung zu finden damit mein Sohn nicht weiter gequält würde. Sie teilte mir mit das sie von der Rektorin ein Umgangsverbot mit uns erhalten hätte blieb aber trotzdem in der Leitung ich räumte Fehler bei meinem Verhalten ein um ihr die Möglichkeit zu geben ebenfalls Verhalten zu überdenken.

Ich bekam erneut Termin in der Schule mit Rektorin und Lehrerin es wurde schön auf mein "Fehlverhalten" bestanden das ich ja letztes Gespräch beendet hatte durfte schön Bericht unterschreiben das ich mich bestimmt getäuscht hätte bei den angeblichen Äußerungen von der Lehrerin usw. Irgend wann später wurde in den Bericht noch rein gesetzt das wir uns an empfohlene Therapieanweisungen hätten halten müssen (in der Hoffnung Arzt würde irgend wann Ritalin empfehlen).

Ich hoffte das mein Sohn durch meine Eingeständnisse endlich korrekt behandelt würde aber weit gefehlt jetzt sollte mir erst Recht bewiesen werden das er Medikamente brauchte.
Bei einem Vorfall wurde er ungerecht behandelt und war deshalb sauer und sollte den Raum verlassen. Er sagte zu seiner Lehrerin lass mich worauf sie mit Gewalt versuchte ihn hinter sich her zu ziehen. Er bekam wohl Panik und kratzte sie am Arm.
Die Schule rief darauf hin hier zu hause an und sprach auf den AB das unser Sohn unverzüglich aus der Schule abgeholt werden solle. Wir waren nicht zu hause kommen erst eine Stunde später und hörten das Band ab. Ich hatte aber mein Handy mit und Nummer war der Schule bekannt...

Andere Vorfall war mein Sohn verweigerte die Einnahme der homöopathischen Sachen weil seine Lehrerin ihm gesagt hatte das würde ihn noch viel kränker machen und er hätte wieder Freunde und es würde ihm super gut gehen wenn wir ihn endlich die richtigen Tabletten geben würden.
so ging es einige Zeit weiter der Vorfall der uns endlich an den Punkt brachte um einen Schulwechsel zu kämpfen war als unser Sohn im Kunstunterricht ein Blatt in verschiedenen grün Tönen antuschen sollte um das Blatt anschließend zu zerreißen um aus den Schnippeln einen Drachen zu kleben.
Mittlerweile saß unser Sohn an Einzeltisch abseits der Klasse alles andere waren Gruppentische und hat wohl nicht ganz zugehört. Er tuschte einen Drachen...
Seine Lehrerin stellte sich vor der ganzen Klasse hin und sagte ihm er wäre das einzigste Kind was nur Schrott produzieren würde das alles was er bislang gemacht habe nur Scheiße wäre usw.
Mein Sohn war gekränkt weil er nicht mit Absicht Fehler gemacht hat und sich bei dem Drachen noch ganz viel mühe gegeben hat. Er weinte und bestand darauf das ich ihn abholen solle.
Als ich in der Schule war stellte sich sie Lehrerin das zweite mal vor meinem Sohn und anderen Kindern hin und sagte das er nur Schrott produziere usw.
Ich ließ meinen Sohn krank schreiben und suchte wieder Kontakt zur Rektorin. Diesmal wurde ich tatsächlich auch angehört. Die Rektorin sagte mir das wenn dies so gewesen wäre sie es auch nicht gut finden würde das sie aber ohne Anwesenheit der Lehrerin dies nicht klären möchte was wir auch verstanden. Also erneut Termin...
Ganz knapp der Termin lief so ab das wir als Eltern beschimpft wurden das wir Schuld hätten das unser Kind so wäre weil wir keine Struktur hätten. Ich sagte zu der Rektorin das sie mir mal bitte ihre Meinung zu der Äußerung der Lehrerin sagen solle. Sie stimmte ihr zu...
Härteste Aussage der Lehrerin sie wüsste genau das unser Sohn ADS habe sie hätte ein Buch über ADS aus der Schuldbibliothekbibliothek gelesen...
Lief so außer Kontrolle das wir uns mit Rektorin und Lehrerin in der Eingangshalle anschreien ich sämtliche Sachen meines Sohnes aus der Klasse holte und wir mit Antrag auf Schulwechsel die Schule verließen.
Ausgefüllter Antrag wurde eine Woche in der Schule zurück gehalten. Anruf beim Schulamt ließ darauf hin aus das sie es nicht beschleunigen könnten wir Termin in der Schule machen sollten weil der Schule die von uns aufgeführten Gründe nicht im Antrag stehen haben wollten und wir diese raus nehmen sollten.
Ich sah es überhaupt nicht ein die berechtigten Gründe herraus zu nehmen und Antrag ohne Grund neu ab zu geben.
Beim im Internet nach Rat suchen stieß ich auf die Seite von EMGS und nahm Kontakt zu Frau Litzenburger auf. Superschnell erhielt ich einen Anruf und Hilfe.
Brauchte nur am nächsten Tag erneut beim Schulamt anrufen denen mitteilen das uns von EMGS Hilfe zugesagt wurde und einen Anruf bei der Schule machen und mit der Schulliste drohen schon konnten wir in die Schule kommen die Sachen von unserem Sohn waren gepackt der Antrag war bereits genehmigt trotz aufgeführter Gründe!!!

Wir haben das große Glück das wir eine Schule gefunden haben die wir zu 100% empfehlen können. Trotz der Berichte die die schule in banteln mit geben musste (einige cm dick obwohl mein Kind nur 10 Wochen auf diese Schule ging) wurde er ohne vorbehalte aufgenommen. Jeder Lehrer geht super mit den Kindern um. Mein Sohn schätzt seinen Klassenlehrer über alles und das trotz der erst gesammelten Erfahrungen mit Lehrern. Leider hing seine alte Klasse im Lehrplan durch die ewigen Fehlzeiten der Lehrerin (bis zum Wechsel war sie ca 6 mal krank) um einiges zurück. Buchstaben kannte mein Sohn 9 in der neuen Schule waren es 18 die die Kinder kannten. Rechnen war in der alten Klasse bei plus unter 10 in der neuen minus im zwanzigerbereich... Wir wissen noch nicht ob unser Sohn die Klasse schafft oder zurück gestuft werden muss aber wir wissen das wir froh sind ihn von dieser Schule zu haben und stärken ihn in dem wir ihn sagen er hat die Probleme nur das alles aufzuholen weil seine Lehrerin nicht in der Lage war ihnen genug bei zu bringen...

In der Zeit habe ich leider mit bekommen das unser Sohn kein Einzelfall war. Immer wieder wurden Kinder gemobbt die nicht der Norm entsprachen bis Eltern auf gegeben haben oder wie wir ihr Kind von der Schule nahmen.
Bereits jetzt weitere werden Bekannte Eltern unter Druck gesetzt ihrem Sohn Medikamente zu geben...

Ich hatte viele Eltern die zu mir gehalten haben aber nicht offen gegen diese Schule treten konnten weil sie selber Kinder dort haben und ich danke auch ihnen für Rat und Unterstützung. Aber ich werde nicht den Mund darüber halten was ich von dieser Schule halte...
Alle Freunde die mein Sohn seit Jahren hatte wurden ihm dort genommen leider denken manche Eltern Ärger in der Schule ist Ansteckend und halten ihre Kinder jetzt lieber von meinem fern...

Ich bin schockiert gerade diese Schule hat jetzt vor sich als Förderschule für schwierige Kinder anzumelden...

Zum Schluss möchte ich hier noch erwähnen das nach Monaten in der neuen Schule es keinerlei Verhaltensauffälligkeiten meines Sohnes gibt ein ganz normaler kleiner Junge der das Pech hatte Lehrer zu haben die auf seinen Rücken ihre Macht demonstrieren wollten und ein Buch über ADS in der Schule war....



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